Die drei Schweine

Am nächsten Morgen bemerkte ich drei Schweine, zwei schwarze und ein

gelbes, die sich um das Haus herumtrieben. Ich hatte sie bereits bei

zwei, drei anderen Gelegenheiten gesehen. Jetzt aber betrachtete ich sie

mit Interesse, denn sie erinnerten mich an meinen Besucher in der

vergangenen Nacht, der von Schweinen gesprochen hatte. Was diese

Schweine jedoch mit ihm zu tun hatten, konnte ich nicht herausfinden.

Sicher waren sie das Eigentum einer der Indianerfamilien, die weiter

unten am Abhang des Höhenzuges wohnten. Die Schweine werden hier kaum

gefüttert, haben auch keinen Stall, deshalb müssen sie herumlaufen und

sich ihr Futter selbst suchen. Ihren Besitzer erkennen sie nur daran,

daß er ihnen Wasser gibt, sie ab und zu an einen Baum bindet und sie

endlich, nachdem er ihnen zwei Wochen lang täglich einen Sack voll

Maiskolben vorgeworfen hat, dem Zweck ihrer Bestimmung zuführt. Aber es

kommt nicht vor, daß Schweine sich so weit von ihrem Besitzer entfernt

herumtreiben, weil in seiner Nähe schon immer einmal ein Löffel voll

gekochter Bohnen vor die Tür fallen könnte, die ein Schwein nicht gern

missen möchte.

Jedenfalls konnte ich keinen Zusammenhang mit diesen sehr natürlich

aussehenden Schweinen und meinem Besucher sehen. Wenn es seine Schweine

waren und er nicht wünschte, daß sie sich hier oben herumtrieben, so war

es sein Geschäft und nicht meines, sich um sein Viehzeug zu kümmern.

Überdies, wenn ich es recht bedachte, war es höchst eigentümlich, daß

mich der Mann mitten in der Nacht seiner Schweine wegen belästigte.

Etwas konnte ich immerhin für den Mann tun. Ich warf mehrere Steine nach

den Schweinen, und sie verließen den Vorplatz vor dem Bungalow. Sie

liefen aber nicht den Pfad hinunter, der zu ihren Eigentümern führen

mußte, sondern sie bogen nach einer Weile von dem Pfade ab und trotteten

auf einen Hügel zu, der sich in etwa dreihundert Schritt Entfernung vom

Hause befand und der völlig mit dichtem Buschwerk bewachsen war.

Es schien, daß sie dort in der Nähe reichlich Futter fanden, denn ich

bemerkte, daß sie durch das Gebüsch hin und her krochen für eine Weile,

bis ich jegliches Interesse an ihnen verlor und die Hühnernester

absuchen ging, weil ich Hunger bekam.

Der Busch · 第 34 / 42 题