DIE GESCHICHTE EINER BOMBE

Der Indianer Eduardo Llaca hatte drei hübsche Töchter. Alle drei

heiratsfähig, die jüngste dreizehn, die älteste sechzehn Jahre alt.

Eines Tages kam zu ihm der Indianer Guido Salvatorres, der hier am Orte

mehrere Wochen im Busch gearbeitet und für etwa fünfzig Pesos Holzkohle

gebrannt hatte. Nachdem er sich ein neues Hemd, eine neue Hose und einen

neuen Hut gekauft sowie der alten Negerin, wo er in Kost gewesen war,

die Rechnung bezahlt hatte, blieb ihm nicht viel übrig.

Am Samstag war Tanz gewesen, der bis zum Morgen dauerte und bei dem

Salvatorres die drei hübschen Mädel kennengelernt hatte, aber sehr wenig

Gelegenheit bekam, mit ihnen zu tanzen, weil die andern Burschen immer

viel flinker waren als er.

Den Sonntag hatte er gebraucht, um einen Gedanken zu bekommen. Und

dieser Gedanke arbeitete an ihm Montag, Dienstag und Mittwoch. Am

Donnerstag war der Gedanke so reif geworden, daß er am Freitag klare

Gestalt annehmen konnte und seinen Erzeuger am Samstag zu jenem Vater

führte. – „Welche willst du denn haben?“ fragte Llaca.

„Diese da!“ sagte Salvatorres, wobei er auf Bianca zeigte, die gerade

vierzehn Jahre alt war und die das hübscheste Gesicht hatte.

„Das glaube ich dir, die würde dir wohl schmecken. Wie heißt du denn

übrigens?“

Nachdem Salvatorres seinen vollen Namen, den er wohl nennen, aber nicht

buchstabieren konnte, hergesagt hatte, fragte ihn der Vater, wieviel

Geld er habe.

„Achtzehn Pesos“, sagte er. Das war doppelt soviel, als er wirklich

besaß. „Da kannst du Bianca nicht haben, ich brauche eine neue Hose, und

die Alte hat keine Schuhe. Wenn du so hoch hinaus willst und es auf

Bianca abgesehen hast, können wir nicht in Lumpen herumlaufen. Eine Hose

für mich und ein Paar neue Schuhe für die Alte, oder wir können dich in

der Familie nicht gebrauchen. Gib mir mal Tabak.“

Nachdem die Zigaretten gerollt und angezündet waren, sagte Salvatorres:

„Ich kann auch die da nehmen!“ Diesmal zeigte er auf Elvira, die älteste

unter den dreien.

„Du bist nicht dumm, Salvatorres. Sage, hast du denn Arbeit?“

„Ich habe einen Esel.“

„Kein Pferd?“

Diese Fragen nach seinem Vermögen setzten Salvatorres ein wenig in

Verlegenheit. Er spuckte ein paarmal aus und sagte dann: „Ich habe einen

Onkel, der arbeitet in einer Mine bei Torreon. Da gehe ich rauf, wenn

ich eine Frau habe, und warte, bis auch ich in der Mine arbeiten kann.

Man kann dort leicht drei Pesos den Tag verdienen.“

„Drei Pesos ist hübsches Geld“, sagte der Alte. „Aber die achtzehn

Pesos, die du hast – damit können wir nicht einmal die Hochzeit machen.“

„Soviel kann doch die gewiß nicht kosten. Einen Pfarrer können wir nicht

nehmen, und die Lizenz für das Standesamt können wir auch nicht

bezahlen.“

„Freilich nicht“, sagte der Alte, „soviel Geld gibt es gar nicht. Aber

wir müssen doch wenigstens zwei Musikanten haben für den Tanz und zwei

Flaschen Tequila, sonst sagen die Leute uns nach, Elvira sei überhaupt

gar nicht verheiratet, sondern sei nur mit dir davongelaufen. Und so

etwas machen meine Töchter nicht. Warte nur ja darauf nicht, dann kannst

du alt werden.“

Es wurde dann hin und her gerechnet, daß Salvatorres noch drei Wochen

oder vier im Busch Kohle brennen solle, um das Geld zusammenzuhaben für

die Musikanten, den Tequila, ein Kilo Kaffee, drei Kilo Zucker, ein Paar

Schuhe für die Mutter und eine Hose für den Vater. Als er damit

einverstanden war, wurde ihm erlaubt, daß er hier in Kost gehen könne

bei den zukünftigen Schwiegereltern, wofür er ein Drittel weniger zu

bezahlen habe als bei der Negerin; man wolle ihn inzwischen schon als

Sohn anerkennen, er möge sich dort in der freien Ecke ein Schlafgestell

einrammen, und wenn er eine zweite Decke kaufen wolle für Elvira, so

könne sie schon bei ihm schlafen, damit nicht so viele Umstände gemacht

zu werden brauchen, denn verhindern ließe es sich ja doch nicht. Nachdem

Salvatorres auch diese Decke für Elvira zugestanden hatte, wurde Elvira

selbst, die wie alle Familienmitglieder der ganzen Verhandlung

beigewohnt hatte, gefragt, ob sie etwas einzuwenden habe. „Ich würde

ganz gern nach Torreon gehen“, war ihre Antwort, und damit war diese

wichtige Familienangelegenheit erledigt.

Auf alle Fälle fehlten Salvatorres jene neun Pesos, die er sich in die

Tasche gelogen hatte. In den vier Wochen, die er zu arbeiten hatte, ging

auch das Hemd in die Brüche, und für die Hochzeit mußte er unbedingt ein

neues haben. Diese beiden Tatsachen waren die Ursache, daß einem in der

Nähe wohnenden amerikanischen Farmer eines Tages zwei Kühe fehlten, die

nie wiederkamen.

Nachdem der Tanz gewesen war, der alte Llaca sich betrunken hatte, er

eine neue gelbe Zwirnhose und seine Senjora ein Paar neue Schuhe

besaßen, war Elvira die rechtmäßige Gattin des Salvatorres, die ihm

niemand entführen oder verführen durfte, ohne seine Ehre zu verletzen

und seinen Zorn hervorzurufen. Salvatorres packte seine beiden Decken,

einen Kaffeekessel, seinen Machete, seine Axt und seine Elvira auf den

Esel und wanderte in die Minengebiete von Torreon.

Nur eine Woche lungerte er herum, dann bekam er Arbeit in einer

Kupfergrube. Die Arbeit war schwer, aber er fürchtete sich nicht davor.

In der freien Zeit, die er hatte, baute er sich eine Hütte, in der er

mit seiner Elvira ein glückliches Leben führte. Sie kochte ihm das

Essen, wusch seine Wäsche, flickte ihm seine Hosen, prickte ihm die

Sandflöhe aus den Füßen und wärmte ihm in den kalten Nächten, die in

jener Berggegend so häufig sind, das Bett. Er fühlte sich wohl, betrank

sich nie, und sie hatte keinen Grund zu irgendwelcher Klage.

Vielleicht wäre das ein ganzes Menschenleben so geblieben, wenn nicht

eines Tages ein Bursche mehr in Elvira entdeckt hätte, als Salvatorres

je fähig war, in ihr auch nur zu ahnen. Als Salvatorres jenes Abends

heimkam, war Elvira ausgeflogen. Und da sie die schöne Decke, ihr

zweites Hemd, ihre beiden Kleider und den Kamm mitgenommen hatte, wußte

Salvatorres, daß es für immer war, daß sie nicht daran dachte, die

eheliche Gemeinschaft mit ihm fortzusetzen.

Die Hütten der eingeborenen Bevölkerung sind nicht imstande,

irgendwelche Geheimnisse zu verbergen. Nachdem Salvatorres etwa zwei

Dutzend Hütten abgesucht hatte, fand er die richtige. Er hörte seine

Elvira darin lachen und schwatzen. Er spähte durch die Wände und

erblickte Elvira schmeichelnd an der Seite ihres Neuerwählten sitzen.

Sie war in vortrefflicher Laune. Außer diesem Paar waren noch zwei

andere junge Paare in derselben Hütte. Alle waren lustig und guter

Dinge, und sie hatten sich zu einem gemütlichen Abendschwätzchen

zusammengefunden. Der Name Salvatorres wurde gar nicht erwähnt, sein

Träger war ausgelöscht aus dem Gedächtnis dieser lustigen Leutchen.

Die wahren Motive einer Handlung zu ergründen, die der Angehörige einer

Rasse begeht, die nicht die unserige ist, ist ein törichtes Beginnen.

Vielleicht finden wir das Motiv, oder wir mögen glauben, daß wir es

gefunden haben, aber wenn wir versuchen, es zu begreifen, es unserer

Welt- und Seeleneinstellung nahezubringen, stehen wir ebenso

hoffnungslos da – vorausgesetzt, wir sind ehrlich genug, es

einzugestehen –, genau so, als wenn wir in Stein eingegrabene

Schriftzeichen eines verschollenen Volkes entziffern sollen. Der

Angehörige der kaukasischen Rasse wird, wenn als Richter über die

Handlung des Angehörigen einer andern Rasse gesetzt, immer ungerecht

sein.

Was Salvatorres jetzt tat, kann lediglich in der Handlung und in der

Wirkung mitgeteilt werden. Eine Erklärung für seine Handlung zu geben,

würde eine Untersuchung nötig machen, die ein dickes Buch füllen würde.

Als er sich davon überzeugt hatte, daß seine Elvira sehr glücklich war,

offenbar viel glücklicher und viel verliebter, als er sie jemals gesehen

hatte, solange sie seine Frau war, daß also keine Hoffnung blieb, sie je

wieder als Ehegesponst zu haben, beschloß er, einen dicken Strich unter

diesen Abschnitt seines Lebens zu ziehen.

Mit der ganzen Geschicklichkeit und Intelligenz, die den mexikanischen

Indianern eigen ist, fabrizierte er in überraschend kurzer Zeit eine

ausgezeichnete Bombe aus den denkbar primitivsten Mitteln. Um ihre

Wirkung ganz sicher zu machen, arbeitete er sich mit großer Mühe in die

Werkzeugbude, verschaffte sich das Dynamit, das Hütchen und die

Zündschnur. Als alles fertig war, schlich er sich wieder zu jener Hütte,

wo die lustige Gesellschaft noch immer beisammen war und wahrscheinlich

im Sinne hatte, dort zu übernachten. Türen haben diese Hütten ja nicht,

und so war es eine einfache Sache, die Bombe, nachdem die Zündschnur gut

Feuer gepackt hatte, in die Hütte zu schleudern.

Nachdem das geschehen war, verließ Salvatorres die Nähe der Hütte und

ging ruhig nach Hause, um sich zu Bett zu legen. Was ein Mensch nur tun

konnte, um eine Bombe wirkungsvoll zu machen, das hatte er getan. Das

Resultat kümmerte ihn nicht. Ging die Bombe auf, war es recht, ging sie

nicht auf, war es auch recht. Nachdem die Bombe verfertigt und sachgemäß

an die richtige Stelle gebracht worden war, hatte die ganze

Ehegeschichte jegliches Interesse für ihn verloren. Morgen und für den

Rest ihres ganzen Lebens waren Elvira und ihr neuer Gatte und alle, die

bei diesem Drama bewußt oder unbewußt helfend mitgewirkt hatten, vor dem

Zorn Salvatorres so sicher, als ob er nicht existierte. Für ihn war der

Fall Elvira gänzlich abgetan.

Nicht aber so für die lachende Gesellschaft in der Hütte.

In den Bergwerksgegenden Mexikos weiß jeder Indianer und jede

Indianerin, was es zu bedeuten hat, wenn sie plötzlich eine alte

Konservenbüchse sehen, an der eine schmökende Zündschnur hängt. Die

Bombe sehen und raus aus der Hütte, ohne ein Wort zu sagen, ohne auch

nur einen Warnungsschrei auszustoßen, dauerte nur den Bruchteil einer

Sekunde. Dann erfolgte eine fürchterliche Explosion, die die Hütte

splitterweise einige hundert Meter weiter fortschleuderte.

Elvira und ihre neue Liebe waren mit dem Schrecken, der keine ernste

Folgen bei ihnen zurückließ, davongekommen. Auch die übrigen Leutchen

waren heil, bis auf eine der anderen beiden jungen Frauen, die in dem

Augenblick, als die Bombe auf der Bildfläche erschien, sich in einer

Ecke gerade mit den Kaffeetassen beschäftigte und deshalb weder die

Bombe noch den wortlosen Abschied ihrer Gäste bemerken konnte. Diese

bedauernswerte Tochter Mexikos machte die Reise der Hütte mit, und da

sie sich in der kurzen Zeit nicht so rasch entscheiden konnte, mit

welchem Teil der Hütte sie die Fahrt machen möchte, landete sie

stückweise an zwanzig verschiedenen Stellen der Umgegend.

Zwei Tage später erschien auf dem Arbeitsplatze des Salvatorres ein

Polizeibeamter. Das Verhör ging vor sich, ohne daß sich Salvatorres in

seiner Arbeit viel stören ließ. Nur dann gerade, wenn er sich sowieso

die Zeit nahm, um sich eine Zigarette zu rollen, gab er genügend

Auskunft.

„Sie haben da in die Hütte des Juan Guennel eine Bombe geworfen?“

„Das ist richtig. Das geht aber Sie gar nichts an. Das ist eine reine

Familienangelegenheit.“ Salvatorres ist in seinem guten Recht.

„Bei dieser Bombengeschichte ist aber eine Frau getötet worden.“

„Das weiß ich, das brauchen Sie mir nicht zu sagen. Das ist meine Frau,

und ich denke doch, daß ich mit meiner Frau machen kann, was ich will,

denn sie kriegt doch von mir das Essen und die Kleider, und die Musik

für die Hochzeit habe ich auch bezahlt.“ Salvatorres ist abermals in

seinem guten Recht.

„Es ist aber nicht Ihre Frau Elvira, die getötet wurde, sondern die Frau

des Juan Guennel.“

„Dann geht mich die ganze Geschichte überhaupt gar nichts an. Die Frau

des Juan kenne ich gar nicht, die hat mir gar nichts getan, und wenn die

dabei draufgegangen ist, dann war das nicht meine Absicht, das ist dann

ein Unglücksfall. Und für Unglücksfälle bin ich nicht verantwortlich.

Die Guennel Frau konnte ja besser achtgeben.“

Damit ist für Salvatorres die Angelegenheit erledigt. Seine Zigarette

ist aufgeraucht, er wirft den Stummel fort, nimmt eine Pickhacke und

wütet gegen den Berg.

Acht Tage darauf ist die Gerichtsverhandlung. Salvatorres hat sich wegen

Mord zu verantworten. Die Geschworenen sind indianische Arbeiter, wie er

einer ist. Irgend jemand hat ihm gesagt: „Im Gerichtssaal hältst du

einfach die ganze Zeit das Maul. Entweder du sagst kein einziges Wort

oder, wenn du schon was sagst, antwortest du immer nur ‚Das weiß ich

nicht‘.“ Daran hält sich Salvatorres. Im großen und ganzen ist ihm das

alles ganz egal. Wird er verurteilt, ist es ihm recht, wird er

freigesprochen, ist es ihm auch recht. Er rollt sich seine Zigaretten

und macht sich in dem Gerichtssaal einen faulen Tag. Auch die

Geschworenen rauchen frischweg; wenn man es ihnen verböte, würden sie

nach Hause gehen, und man hätte keine Geschworenen.

„Der Angeschuldigte hat den Mord eingestanden. Der hier als Zeuge

anwesende Beamte hat den Angeschuldigten an seinem Arbeitsplatze

vernommen, und die Tat ist ohne weiteres zugegeben worden.“

Der öffentliche Ankläger vertritt eine klare, sichere Sache; er hat so

gut wie gar keine Arbeit.

Ein Geschworener läßt Salvatorres durch den Vorsitzenden fragen, ob er

den Mord eingestanden habe.

„Das weiß ich nicht“, sagt Salvatorres. Darauf setzt er sich wieder und

raucht weiter.

Ein anderer Geschworener wünscht das Protokoll zu sehen, in dem

Salvatorres unterschrieben hat, daß er dem Beamten gegenüber die Tat

nicht geleugnet habe.

„Das Protokoll ist nur von dem Beamten unterzeichnet, da Salvatorres

weder lesen noch schreiben kann. Er hat aber gestanden, und dafür haben

wir das Wort und das Protokoll des Beamten, eines ehrenhaften Mannes.“

Der öffentliche Ankläger wird ein wenig nervös.

Ein dritter Geschworener will wissen, warum sie, die Geschworenen, dem

Beamten, der im Dienste und Lohn des Staates stehe, mehr Glauben und

Vertrauen schenken sollen als Salvatorres, der sich seinen

Lebensunterhalt verdiene, ohne von den Steuern der Leute zu leben.

Ein vierter Geschworener verlangt, daß Salvatorres hier in Gegenwart der

Geschworenen erklären soll, ob er den Mord begangen habe, da er nicht

sehe, auf Grund welcher Beweise er Salvatorres schuldig sprechen könne.

„Bekennen Sie sich schuldig?“

„Das weiß ich nicht.“ Salvatorres setzt sich wieder und beginnt an einer

neuen Zigarette zu rollen.

Der Vertreter der Anklage spielt seine letzte Karte aus. Er läßt die

Zeugen aufmarschieren: Elvira, ihren Geliebten und die anderen drei

Leutchen, die an jenem Abend in der Hütte waren. Sie alle wissen, was

der ganze Ort weiß und worüber gar kein Zweifel herrscht, da Salvatorres

viel zuviel auf seine Ehre hält, als daß er irgend jemand darüber im

unklaren ließe, wie er eine ungetreue Frau behandelt.

Die Zeugen erklären einmütig, daß sie nicht gesehen haben, wer die Bombe

geworfen habe. Und auf die Frage, ob sie glauben, daß Salvatorres es

gewesen sein könne, erklären sie wieder einmütig, es könne auch

ebensogut der frühere Liebhaber der Frau des Guennel gewesen sein; er

wohne zwar seit einem halben Jahr in Parral mit einer Frau, aber er sei

sehr eifersüchtig. Elvira fügt hinzu, sie kenne Salvatorres sehr gut, da

sie seine Frau gewesen sei, und eine Bombe würde er nie werfen, sicher

nicht gegen eine Frau, die er gar nicht kenne.

Dem öffentlichen Vertreter der Anklage ist sein wunderschöner Kuchen

zerkrümelt. Die Geschworenen ziehen sich zurück, und nach einer

Viertelstunde Anstandsberatung geben sie ihr Urteil ab: „Salvatorres ist

unschuldig mit allen Stimmen.“

Salvatorres wird sofort auf freien Fuß gesetzt. Er geht mit den Zeugen,

Elvira und ihren Neuerwählten eingeschlossen, in den nächsten Saloon, wo

sie eine Flasche Tequila leeren, wobei sie der Reihe nach die Flasche an

den Mund führen. Am Nachmittag desselben Tages ist Salvatorres bereits

wieder in der Grube.

Am Abend des nächsten Tages ist Tanz. Salvatorres ist auch da. Er findet

eine neue Frau, die sehr hübsch ist und noch in der Nacht in sein Haus

einzieht.

Nachmittags geht sie aus, um ihre Habseligkeiten, die sie in einem

Schilfkorbe aufbewahrt, von ihrer bisherigen Unterkunftsstelle zu holen

und in das neue Heim zu bringen.

Am Abend – Salvatorres ist schon längst von der Arbeit heimgekehrt –

sieht sie plötzlich, während sie die Frijoles auf den Tisch stellen

will, eine alte Konservenbüchse mit einer schmökenden Zündschnur daran,

mitten auf dem Fußboden liegen.

Sie konnte noch rechtzeitig entweichen. Aber von Salvatorres ist nicht

einmal mehr ein Hosenknopf übriggeblieben, den sie als trauernde Witwe

hätte beweinen können.

Der Busch · 第 7 / 42 题