»Kommen Sie mit, Jurii Nikolajewitsch?« wendete sich Karssawina an
diesen. »Auf Wiedersehen,« sie reichte Ssanin die Hand. Für eine Minute
trafen sich ihre Blicke, unwillkürlich wurde sie betroffen.
Beim Fortgehen sagte Dubowa: »Der Zirkel ist verwelkt, bevor er geblüht
hat.«
»Aber warum denn nur,« fragte traurig und ratlos Ssoloveitschik, der
allen wie ein Pfahl im Wege stand.
Erst in diesem Augenblick erinnerte man sich an ihn; der sonderbare
Ausdruck seines Gesichts fiel ihnen auf.
»Hören Sie, Ssoloveitschik,« sagte nachdenklich Ssanin. »Ich möchte
einmal zu Ihnen kommen. Mich mit Ihnen ein bißchen persönlich
unterhalten.«
»Ich bitte recht sehr ...« Ssoloveitschik verbeugte sich hocherfreut.
Auf dem Hofe schien es nach der Helle des Zimmers so dunkel, daß man die
Nebenstehenden garnicht bemerken konnte, man hörte nur laute Stimmen um
sich.
Die Arbeiter gingen abseits von den anderen. Als sie schon in der
Finsternis untergetaucht waren, sagte Piszow:
»So geht's doch ein für alle Mal. Ich möchte mal sehn, ob's nicht immer
dasselbe ist. Da laufen die Herrschaftens nun zusammen und wollen ne
Sache machen. Und was? ... Jeder will's in seine Hände kriegen. Aber
dieser gesunde Kerl da, der, der da immer zuletzt red'te, Donnerwetter,
der macht Laune.«
»Na, du hast auch 'ne Ahnung, wenn gebildete Leute unter sich zu reden
haben,« erwiderte Kudriawi und drehte wieder seinen Hals als wenn er
einen Erstickungsanfall bekäme. Seine Stimme war stumpf und erbittert.
Piszow pfiff selbstsicher und spöttisch.