Laß Dir nur ja recht angelegen sein, K. in jeder Beziehung zu
befriedigen und ihn und seine Angehörigen[18] möglichst für Dich
einzunehmen. In solchen Verhältnissen mußt Du etwaige Widerwärtigkeiten
und Antipathien durch ernsten Willen zu überwinden suchen mit dem
Gedanken, daß alles Unangenehme wenigstens ebensoviel subjektiv als
objektiv ist. Man kann ja sowenig die Verhältnisse als die Menschen
nach +Wunsch+ ändern, sondern muß sie nehmen, wie sie eben sind, und
aus allem das Beste zu machen streben ...
Immer in der Gegenwart an alle Möglichkeiten der Zukunft denken, aber
doch die Gegenwart und +dreimal+ die Gegenwart warm halten ...
Offenheit und Zutraulichkeit im Verkehr mit K. glaube ich Dir nicht
genug empfehlen zu können. Niemals verschlossene Zurückhaltung; die
führt zu nichts Gutem; lieber Bruch.