Erreicht α - β seinen Maximalwert

lim (α - β) = Max. = 1,

so wird lim A = k . f(t). Es ergeben sich also hier als ein bestimmter

_Grenzfall_ alle sympathischen und antipathischen Beziehungen zwischen

Menschen überhaupt (die aber mit den _sozialen_ Beziehungen im engsten

Sinne, als konstituierend für gesellschaftliche Rechtsordnung,

nichts zu tun haben), soweit sie nicht durch _unser_ Gesetz der

sexuellen Affinität geregelt sind. Indem k mit der Stärke der

verwandtschaftlichen Beziehungen im allgemeinen wächst, hat A unter

Volksgenossen z. B. einen größeren Wert als unter Fremdnationalen.

Wie f(t) hier seinen guten Sinn behält, kann man am Verhältnis zweier

zusammenlebender Haustiere von ungleicher Spezies sehr wohl beobachten:

die erste Regung ist oft erbitterte Feindschaft, oft Furcht vor

einander (A bekommt ein _negatives_ Vorzeichen), später tritt oft ein

freundschaftliches Verhältnis an deren Stelle, sie suchen einander auf.

Geschlecht und Charakter: Eine prinzipielle Untersuchung · 第 42 / 70 题