Wenn du mich hältst, den namenlos ich liebe?«

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Weisst du wohl, als ich einzog, fragte ich

Vorsorglich gleich den Wirt, wer sonst im Haus

Noch etwa wohne -- und da nannt' er dich.

Und ich, nichts ahnend, forscht' ihn weiter aus,

Nach Alter, Nam' und Stand. Da sagt' er mir,

Du seist schon über Jugendzeit hinaus;

Sehr scheu und einsam; wärst zur Heilung hier;

Recht krank und elend; überdies ja Frau

Und jedenfalls ganz ungefährlich mir.

Ich folgte der Beschreibung, und genau

Wie er gesagt, hatt' ich dich mir gedacht.

Und heute, wenn ich dir ins Antlitz schau,

Wenn mir dein liebes Auge schelmisch lacht,

Wenn ich verspüre deines Körpers Nähe

Und wie mich all das Liebe toll gemacht --

Ja, wenn ich nur dran denke -- ich gestehe

(Aus meinem Blick hast du's wohl lang gelesen),

Dass heut, du Zauberin, in dir ich sehe

Gefährlichste Gefahr, die je gewesen!

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Es liegt in mir ein Hang zur Zärtlichkeit,

Ich lieb es, einen weissen Arm zu küssen,

Zu streicheln einen Strumpf, ein seidnes Kleid,

Und sitze gern zu meiner Liebsten Füssen.

Ein wenig lieb ich auch Koketterie

Und finde es noch süss, dafür zu büssen.

Und jetzt erfahr ich -- all das liebt auch sie

Und zeigt es mir mit soviel Schelmerei

Und Übermut -- (ich ahnt' ihn früher nie!) --

Dass, wäre mein gefangnes Herz noch frei,

Es sicher heute anfing, ihr zu schlagen.

Nun aber freu ich mich der Sklaverei,

Die sie mir auferlegt seit manchen Tagen.

Nur dünkt die Kette oft mir noch zu leicht;

Ich liesse willig mich recht weidlich plagen,

Und wär belohnt, wenn sie zum Dank vielleicht

Entgeltend überstandene Gefährden

Zum Kusse mir die duft'gen Hände reicht.

Wie küsst' ich oft sie, konnte satt nicht werden,

Es neu zu tun, wenn neckend sie zum Scherz

Sich mir entzog mit reizenden Gebärden!

Doch neu erhaschend drückt' ich sie an's Herz,

Schlang fest den Arm um sie und sah sie an --

Dann sprach sie leis -- wie innig Glück und Schmerz

Woge und Wind: Eine Strandnovelle in Versen · 第 11 / 27 题