Und Oesterreich? -- --

Es wird kommenden Geschlechtern ein Räthsel bleiben, dass das mächtige

Donaureich, während es in Europa eine erste Rolle übernahm und durch

seine Institutionen und durch seinen Fortschritt in allen Zweigen der

Culturs-Entwicklung einen hervorragenden Platz behauptete, bei einer

strebsamen, rührigen Bevölkerung von 36 Millionen, im Besitze einer

Seeküste und aller zur Herstellung ausgedehnter Handelsverbindungen

erforderlichen materiellen Mittel, zu einer Zeit, wo der Handel die

aussereuropäische Welt umstaltete, sich wie absichtlich ausserhalb der

grossen Verkehrsströmung gehalten hat.

Indessen, wenn nicht alle Zeichen trügen, so ist der Moment nicht ferne,

wo diese Abschliessung ein Ende nehmen wird. Die kaiserliche Regierung

ist durch die in grossem Style gedachte und glücklich ausgeführte

Novara-Expedition mit dem ersten vorbereitenden Schritte vorangegangen.

S. M. Fregatte »Novara« hat in den Jahren 1857 bis 1859 in der würdigsten

Weise die österreichische Flagge in Häfen und Handelsmittelpuncten

entfaltet, in welchen nicht einmal der österreichische Name bekannt war, es

ward ihr aller Orten mit der grössten Achtung und Zuvorkommenheit begegnet.

Die Novarafahrt hat ein glänzendes Zeugniss österreichischer Seekunde

geliefert; der mit den Waffen der Wissenschaft geführte Kampf mit dem

Teifun vom 18. August 1858 wird stets ein schönes Blatt in der Geschichte

der Nautik bilden.

So wie die Resultate der Forschungen der scientifischen Abtheilungen

der Novara-Expedition in der gesammten Gelehrtenwelt verdientes Aufsehen

erregten, so sieht der österreichische Handelsstand seinerseits

der Veröffentlichung des von der Novara gesammelten reichen

handelsstatistischen Materiales mit grösster Spannung entgegen, in weiten

Kreisen ist ein lebhaftes Interesse für die von der »Novara« besuchten

fernen Länder erwacht; schon haben sich einige österreichische Rheder

bestimmen lassen, einzelne Schiffe nach den indischen Gewässern auf gut

Glück zu senden, und wenn auch unsere wackeren Capitäne dort nach wie vor

mit den oben geschilderten Hindernissen und Schwierigkeiten zu kämpfen

haben, so verhallen ihre Klagen doch nicht mehr ungehört.

Erst vor einigen Wochen wurde in allen Zeitungen das Schreiben des Capitäns

vom österreichischen Handelsschiffe »Erzherzog Ferdinand Max« besprochen,

welcher seinem Rheder anzeigte, dass er einen Frachtgewinn von 4000 L.

Sterling für eine Fahrt nach Japan ausschlagen musste, weil der

österreichischen Flagge in Ermangelung eines Handelsvertrages die

dortigen Häfen verschlossen sind, indem er zugleich bittere Klage über die

Mangelhaftigkeit der österreichischen Consulate in den transoceanischen

Ländern überhaupt erhob.

Ebenso hat die Triester Handelskammer ganz kürzlich, in einer an das

Handelsministerium gerichteten Vorstellung, die Nothwendigkeit der

Reorganisirung des dortigen österreichischen Consularwesens zum bessern

Schutze des österreichischen Handels- und Schiffahrts-Verkehrs auf das

Nachdrücklichste betont, und fast täglich erscheinen in den Tagesblättern

Mahnungen und Andeutungen, Oesterreich solle seine Handelsverbindungen nach

Aussen erweitern.

Schon sind ernst gemeinte Projecte zur Errichtung österreichischer

regelmässiger transatlantischer und transegyptischer Dampfschiffahrtslinien

aufgetaucht, und selbst die originelle Idee, von Wien und Triest aus

eine Reise um die Welt als Vergnügungsfahrt zu veranstalten, beweist, wie

vertraut sich das Publicum mit weit aussehenden Unternehmungen zu machen

anfängt.

Es scheint hoch an der Zeit zu sein, dass die kaiserliche Regierung

zur Vermeidung der sonstigen Zersplitterung der Kräfte alle diese

Vorbereitungen und Anregungen in ein System bringe und mit fester Hand

dem praktischen Ziele einer möglichsten Verwerthung der vaterländischen

Production und der Potenzirung der österreichischen Handelstätigkeit

zuführe.

So viel auch im Allgemeinen die Selbstthätigkeit der Individuen gilt, so

ist das Ziel, das wir vor Augen haben, doch zu schwer zu erreichen,

als dass die Einzelkraft genügte. Es ist nicht hinreichend, dass ein

österreichischer Kaufmann nach einem beliebigen Puncte der Erde sich

wende, um dort ein Verkaufsmagazin aufzuschlagen oder einen Tauschhandel zu

betreiben, bei dem grossen Vorsprunge, welchen andere Handelsvölker vor

uns gewonnen haben, bei der Intensität ihrer Handelsverbindungen, bei

ihrer Capitalsübermacht und ihren Local-Erfahrungen wird es für den

österreichischen Handelsmann nicht eben die leichteste Aufgabe sein, durch

Ankauf an den Erzeugungsorten fremdländische Producte wohlfeiler auf den

österreichischen Verkaufsmarkt zu stellen, als solche in Oesterreich von

den grossen europäischen Weltmärkten, wie London und Liverpool, Amsterdam

und Hamburg, Havre und Marseille bezogen werden können.

Ebenso schwierig wird dem Exporteur österreichischer Fabrikate und

Producte, auch wenn sie vollkommen preiswürdig sind, der Kampf mit der

fremden Concurrenz in den transoceanischen Ländern werden, da wir in Allem,

was die Appretur einer Waare, die gefällige äussere Ausstattung, Reclame

und überhaupt Waarenvertrieb betrifft, noch sehr viel zu lernen haben,

eingehende Studien über den Geschmack der ausländischen Kunden erst zu

machen sind, und das richtige Creditgeben zu den schwersten Aufgaben

gehört.

Missgriffe in den ersten Anläufen würden um so schädlicher wirken,

je schwächer die Capitalskraft ist, welche wir auf weit aussehende

Unternehmungen verwenden können, Verluste der ersten Unternehmer würden

für lange Zeit andere abschrecken und auch spätere richtige Combinationen

paralisiren.

Es gehört also zur Förderung der guten Sache vor Allem ein bestimmter Plan,

eine grosse Vorsicht und Umsicht bei den ersten Schritten, eine sorgfältige

Auswahl der Operationsobjecte, und die Regierung wird diese Leitung um

so mehr in die Hand nehmen müssen, als nur sie allein im Stande ist, die

Haupthindernisse zu beseitigen, welche der Entwicklung unseres äusseren

Handelsverkehrs theils vom internationalen Standpuncte, theils wegen

einzelner Mängel und Gebrechen der einheimischen Gesetzgebung und

Verwaltung noch entgegenstehen.

Sind einmal die Wege in grossen allgemeinen Umrissen vorgezeichnet

und geebnet, dann, aber auch erst dann, wird die Thatkraft und der

Unternehmungsgeist Einzelner oder sich bildender Associationen sich geltend

machen können, und die Anstrengungen und Opfer, welche hier, wie überall,

wo etwas Grosses geleistet werden soll, zu bringen sind, werden um so

gewisser zum Erfolge führen, als das frische, geistige Leben, welches seit

der Begründung freisinniger Institutionen die Völker Oesterreichs erfasst,

auch die volkswirtschaftliche Bewegung unwiderstehlich aus den alten

Geleisen herausdrängt.

An alle diese Erwägungen reiht sich als verstärkendes Argument die

Suezfrage.

Kommt der Schiffahrtskanal zu Stande, welcher das mittelländische mit dem

rothen Meere, Central-Europa mit Ostindien und Hinterasien verbindend, in

vollendeter Gestalt den Handelsweg wieder eröffnet, der von den Zeiten der

Ptolomäer bis zu jenen Vasco de Gama's die Länder des Mittelmeer-Beckens,

gross, reich und mächtig gemacht hatte, so wird ein solches Ereigniss

unfehlbar dem Welthandel eine neue Richtung geben und denjenigen Staaten

die grössten Vortheile bieten, welchen nach ihrer geographischen Lage der

directe Schiffahrtsweg nach dem Handelsgebiete des indischen Oceans am

meisten abgekürzt wird.

In diesen günstigen Fall wird Oesterreich kommen, denn von Triest beträgt

der Weg nach Bombay über das Cap der guten Hoffnung 13,000 und über Suez

nur 4200 Seemeilen; Triest wird also auf der letzten Wasserstrasse 8800

Seemeilen, das ist zwei Drittel des Weges, gewinnen, während z. B. von

Southampton nach Bombay die Distanz über das Cap 10,550 und über Suez 6100

Seemeilen beträgt, daher für England die Distanzenverringerung nur mit zwei

Fünftel entfallen wird.

Die österreichischen Schiffe werden am rothen Meere, dessen Beschiffung

viele Aehnlichkeit mit jener des adriatischen Golfes hat, bis

Bombay gleichsam Cabotage betreiben; was man von ausserordentlichen

Schwierigkeiten der Segelschiffahrt am rothen Meere fabelt, ist nach dem

Urtheile der competentesten Nautiker einer ernsten Beachtung nicht werth.

Die mit Hartnäckigkeit festgehaltene Behauptung, dass der Durchstich des

Isthmus technisch unausführbar sei, ist verstummt, seitdem eine der ersten

brittischen Fachautoritäten, Mr. _Hawkshaw_, mit überzeugenden Gründen

seinen ungläubigen Landsleuten über die technische Frage die Augen geöffnet

hat. Seither haben die Gegner des Suezkanals ihre Taktik geändert, sie

bespötteln das Werk nicht mehr, aber sie suchen es durch allerhand Chikanen

zu hindern, doch auch dieses Bemühen ist vergebens, die Arbeiten gehen

unaufhaltsam vorwärts, das grosse Werk ist zu weit vorgeschritten, es

entspricht zu sehr dem Zeitgeiste und wird von zu mächtigen Interessen

getragen, als dass sein endliches Gelingen noch ernstlich in Zweifel

gezogen werden könnte.

Aber auch eine skeptische Auffassung der Suezfrage wird sich der

Ueberzeugung nicht verschliessen können, dass es sehr bedenklich wäre,

einer solchen, die handelspolitische Zukunft Oesterreichs so nahe

berührenden Eventualität gegenüber, sich indifferent und unthätig zu

verhalten.

Wenn sich die auf den Suezkanal gesetzten Hoffnungen nicht erfüllen

sollten, Oesterreich aber im Welthandel festen Fuss gefasst, und in

Ostindien und Ostasien Verbindungen angeknüpft hat, so wird es diese

Verbindungen auf den alten Handelswegen, über das Cap der guten Hoffnung

und auch mittels der egyptischen Eisenbahn über Suez pflegen und mit den

anderen Handelsvölkern gleichen Schritt halten, umgekehrt aber, wenn der

Suezkanal, wie Alles erwarten lässt, und zwar bald, zu Stande kommt und

Oesterreich sich gar nicht hiefür vorbereitet hat, so wird es durchaus

nicht in der Verfassung sein, von der neuen Handelsstrasse irgend einen

Nutzen zu ziehen, es wird von anderen Nationen überholt werden und dadurch

empfindlichen Schaden erleiden.

Man beachte nur, was um uns herum, bei unsern Nachbarn und Rivalen vorgeht.

Sollte uns ganz gleichgiltig sein, dass _Frankreich_ alle seine Kräfte in

Bewegung setzt, um den Verkehr nach der Richtung des Suezkanals zu fördern,

dass es die Vollendung desselben nicht abgewartet hat, um von Suez

bis China sich eine Verkehrslinie ersten Ranges durch Errichtung einer

ausgedehnten Dampfschiffahrt zu schaffen, und dass alle seine Vorkehrungen

dahin gerichtet sind, Marseille zu einem Hauptstapelplatz des Welthandels

zu erheben?

Während das französische Eisenbahnnetz nach allen Richtungen hin so

vervollständigt wird, dass alle Häfen und Mittelpuncte der Industrie und

Production unter einander und mit Paris in Verbindung gesetzt werden,

während Marseille und Bordeaux, also das mittelländische Meer mit dem

atlantischen Ocean, einer vermehrten Schienenverbindung entgegensieht,

entstehen in Marseille die grossartigsten Hafenbecken und Docks zur

Aufnahme der anlangenden Güter, welche unmittelbar von den Schiffen

entweder auf die Waggons der bis an die Quais reichenden Eisenbahn

geschafft, oder in den in gleicher Weise zugänglichen Waarendocks

aufgespeichert werden. -- Die Bedingungen des Handels, wie sie heut zu Tage

zur unabweisbaren Nothwendigkeit geworden, werden in Frankreich in grösstem

Massstabe erfüllt, und die ungeheueren Kosten, welche dies erfordert,

müssen sich glänzend verwerthen, da nur hiedurch sich die auffallende

Erscheinung erklärt, dass Hand in Hand mit dem von Jahr zu Jahr steigenden

colossalen Ausgabsbudget die Regierungs-Einnahmen sich jährlich vermehren,

und die erhöhten Abgaben mit Leichtigkeit einfliessen.

Noch näher berührt uns aber, was in Italien vorgeht.

Ungeachtet eines von Jahr zu Jahr steigenden Finanzdeficits, verfolgt die

Regierung von Turin mit grösster Thätigkeit und, wie sich nicht leugnen

lässt, mit überraschendem Erfolge, handelspolitische Ziele, welche ihre

Spitze zunächst gegen Oesterreich kehren.

Ohne uns bei den Anstrengungen aufzuhalten, welche Genua macht, um unsere

Rhederei immer mehr aus den Häfen des Archipels und des schwarzen Meeres

zu verdrängen, und indem wir einerseits den italienisch-preussischen

Handelsvertrag vom Jahre 1861 und andererseits die italienischen

Absichten auf Montevideo, wohin eben jetzt zur Verstärkung der dortigen

Schiffsstation eine Fregatte abgesendet wird, nur vorübergehend erwähnen,

müssen wir ernstlich hervorheben, dass die Haupttendenz der italienischen

Regierung offenbar darauf ausgeht, Oesterreich auf dem adriatischen Meere

den Rang abzulaufen, und unsern Seeverkehr in italienische Häfen zu leiten.

Schon führt die Eisenbahn vom Fusse der Savoyischen und Schweizer Alpen bis

Ancona und wird binnen Jahresfrist die directe Schienenverbindung bis

an die Küste des jonischen Meeres, bis Brindisi reichen; für ein neues

Project, die Eisenbahn bis Otranto zu führen, hat sich schon eine englische

Gesellschaft mit einem Capitale von 4 Millionen L. Sterl. gebildet, auf die

Verbesserung der Häfen von Ancona und Brindisi werden jährlich ungeheuere

Summen verwendet, in Ancona ist eine Dampfschiffahrt-Gesellschaft errichtet

worden, welche sich bezeichnend die adriatisch-orientalische nennt,

dem Oesterreichischen Lloyd auf der Linie Alexandrien-Triest bedeutende

Concurrenz macht und sich einstweilen, da Italien noch zu wenige

Handelsverbindungen mit Egypten besitzt, ihre Ausfrachten in Triest selbst

holt, schon stellt der Schweizer Bundesrath mit dieser Gesellschaft in

Verhandlung, um die für die Schweiz bestimmte _indische Post_ über

Ancona auf die Route Colico-Chur zu leiten, und wiederholt tauchen in den

Tagesblättern Notizen auf, dass man sich in Italien mit dem Gedanken der

Errichtung einer italienischen Suez-Indien-Dampfschiffahrtslinie vertraut

mache, was um so weniger übersehen werden darf, als nach der Ansicht von

Männern, welche mit den ostindisch-hinterindischen Handelsverhältnissen

vertraut sind, neben der englischen Peninsular-Company und der

französischen Messageries für eine _dritte_, aber keineswegs für eine

_vierte_ Dampfschiffahrts-Unternehmung noch Raum bleibt.

Wie fest in Italien die Eventualität der Eröffnung des Suezkanals im Auge

behalten wird, beweiset das erst vor kurzem veröffentlichte officielle

Schreiben, welches die Handelskammer von Ancona an Herrn _Lesseps_, den

Director der Suez-Gesellschaft, richtete, und welches wir unten seinem

vollen Wortlaute nach wiedergeben[A].

[A]: A. M. Ferdinand de Lesseps, la chambre royale du commerce et des

arts d'Ancône.

Ancône, 21. Juillet 1863.

Illustre seigneur!

Si l'Italie entière accompagne de ses voeux votre entreprise et nourrit

l'espérance de son accomplissement, ces voeux et cette espérance sont

d'autant plus profonds dans les habitants d'Ancône, que le jour où

votre grande pensée sera devenue un fait, elle ouvrira pour eux une

féconde source de vie commerciale, de prospérité et de richesse. En

effet, le courant puissant qui, grâce à vous, va s'établir pour

les échanges entre les océans orientaux et l'Europe, en divisant la

navigation du monde entre quatre grandes branches, celle du Danube,

celle de l'Adriatique, celle de la Méditerranée et de Gibraltar, fera

dériver chez nous un vaste rameau de ces commerces et une large part

des nouvelles richesses.

C'est pourquoi cette chambre, interprète des voeux du commerce

ancônitain, se tourne vers vous et vous envoie remercîments et bon

augure en faveur de l'achèvement prochain de cette oeuvre magnanime.

Les jalousies politiques, les défiances des puissants ne pourrant

arrèter cette oeuvre. La voix de l'humanité industrielle et pacifique

qui vous guide providentiellement au but vaincra toutes les passions,

dispersera tous les obstacles des hommes ou des États opposants.

~Le président, Pietre Farsetti.~

Wir glauben eine Bürgerpflicht zu erfüllen, wenn wir alle diese Thatsachen

anführen, durch welche Oesterreich auf seinem eigenen Seegebiete mit

vollständiger Ueberflüglung bedroht und der Gefahr nahe gerückt wird, für

immer von einer thätigen Theilnahme am Welthandel ausgeschlossen zu werden.

Was es bedeute, wenn sich der Handelszug im adriatischen Meere von der

österreichischen Seeküste ab in italienische Häfen lenkte, dass hiedurch

die ganze _politische_ Machtstellung Oesterreichs in der Adria in ihren

Grundfesten erschüttert würde, bedarf wohl kaum einer näheren Begründung.

In unserem Zeitalter des Positivismus üben die materiellen Interessen die

stärkste Anziehungskraft und entscheiden über die Geschicke der Staaten.

Noch steht Oesterreich in dem schon begonnenen Kampfe um das commercielle

Uebergewicht im adriatischen Meere im Vortheile; dass Italien mit seinen

Eisenbahnen viel südlicher als wir reicht, wird durch die längere Strecke

der wohlfeilern Wasserfracht nach österreichischen Häfen und unsern längst

vollendeten Schienenweg über die Alpenkette noch immer aufgewogen, wenn

aber gegnerischer Seits mit einer nur durch die im Hintergrund liegenden

politischen Zwecke erklärlichen Rührigkeit Alles aufgeboten wird, die

dortigen Nachtheile zu überwinden, und unsererseits nichts geschieht, um

die natürlichen Vortheile zu benützen, so kann das Endresultat leider nicht

zweifelhaft sein.

Oesterreich's Betheiligung am Welthandel: Betrachtungen und Vorschläge · 第 7 / 15 题