»Folge mir, ich bitte dich. Ich selbst habe es nämlich verlassen, wie
ich dir nur gestehen will. Ich kann eben nicht anders. Es ist meine
Natur. Und dann — ich bin jung, jung, jung! Und ich will genießen,
genießen, genießen! Will leben! Ohne Ende! Du scheinst mir zwar
ein sonderbarer Kauz zu sein, so etwas von einem Schwärmer, einem
sogenannten Idealisten, eben einem Narren. Zugleich aber ein netter
Kerl, ein gutmütiger alter Herr. Dabei höchst ehrbar. Dir wird das
niedliche Dingelchen nichts anhaben; und du tust an ihm und auch an
mir ein gutes Werk. Denn ich bin zwar ein Tier; aber schließlich doch
immerhin ein leidlich anständiges. Das erkenne ich daran, daß die
Verlassene mir leid tut.«
So sprach dieser Jüngling, der mich jetzt mit Augen und Lippen anlachte
— wieder mich auslachte ... Ich ließ mich von seiner fröhlichen Jugend
auch wirklich beschwatzen. So meinte ich nämlich damals. Denn damals
wußte ich nicht, daß es etwas anderes, ganz anderes war, was mich
gewaltsam trieb, seiner Lockung zu folgen.
Große Göttin, meine Sehnsucht war's!