»Göttinnen!«
»Narr! O du Narr!«
»Ich kenne sie also nicht.«
»Dir hing niemals ein Weib am Halse, niemals der Mund einer Frau an
deinem Munde?«
»Niemals.«
»Du Tor, du Narr, du — Mensch! Du verdientest wahrlich ein Mensch zu
sein, der allernärrischsten einer.«
Und er wälzte sich am Boden vor Vergnügen über meine Narrheit. — Als
er nicht mehr lachen konnte, erhob er sich, stand vor mir, meinte
plötzlich: »Komm mit mir.«
»Wohin?«
»Ich führe dich.«
»Ich muß wissen, wohin. Siehe, ich bin gewiß ein großer Tor; aber ich
bin zugleich ein großer Einsamer. Aus meiner Einsamkeit lasse ich mich
nicht fortlocken.«
Da redete er mir schmeichelnd zu: »Nur dieses eine Mal, du großer
Tugendhafter. An deiner Leier erkenne ich, daß du Musikant bist. Gewiß
sogar Dichter. Du siehst mir ganz danach aus. Als Lautenschläger
und Poet sollst du mir helfen, ein armes Weiblein zu trösten, ein
blutjunges, bildhübsches, verlassenes.«