»Nie vergeß’ ich Dich, Drückchen, — nie!« rief ich.
»Du bist ein Leutnant — ich nehm’ Dir’s nit übel. Aber ich — ich
denk’ an Dich! Adjes!«
Sie reichte mir die Hand. »Nun gehst Du hier außen, ich gehe innen an
der Mauer. Ich bitt’ Dich, laß es uns nit zu schwer machen, laß die
Mauer zwischen uns sein.... Und nun Anavang!«
»Drückchen, liebes Drückchen!«
Aber nichts als das streifende Schneewehen und die melancholische Weite
der von Schollen bedeckten Rheinflut. Sie war verschwunden. —
Auf einem Umwege über die feste Rheinbrücke, denn die Schiffbrücke war
des Eisgangs wegen ausgefahren, gewann ich Deutz. Hier bliesen schon
die Signale zum Dienst, und schnell den Puder aus den Haaren gebürstet,
und schnell in die Uniform geschlüpft — »Eins-zwei! Eins-zwei! ...«
Ich habe mein herziges Faschingslieb nicht wieder gesehn, so viel ich
in meiner thörichten Sehnsuchtshoffnung nach ihr spähte. Viele Sonntage
lang fand ich mich in Sankt Maria im Elend zur Messe ein — vergeblich!
Aus — alles aus! Wie sie gelobt.
Und das brutale »Eins-zwei! Eins-zwei!« des Lebens fuhr auslöschend
auch über diesen Liebestraum.