Aufnahme von Georg Marschner, Dresden]

Das in einem so umfänglichen, an erhaltenswerten Naturvorkommnissen

so reichem Gebiete nicht mit den bisher angewendeten Mitteln allein,

wie Kauf, Pacht, Vertrag, ein ausreichender Naturschutz durchgeführt

werden kann, ist im Hinblick auf die dichte Besiedelung und auf die

Not der Gegenwart ohne weiteres verständlich. Es kamen deshalb für den

Naturschutz im östlichen Erzgebirge nur Maßnahmen in Frage, welche

auf breitester Grundlage aufgebaut, ohne Anwendung eines irgendwie

gearteten Zwanges und ohne Aufwendung erheblicher Geldmittel zu

sicherem Erfolge führten.

Da nun der Heimatschutz durchaus nicht, wie vielfach noch angenommen

wird, seine schützende Hand nur auf sogenannte Seltenheiten von

vorwiegend botanischem Werte legt, sondern die vielen schönblütigen,

Feld, Wald und Wiese schmückenden Pflanzen und die durch häufiges

Vorkommen bestimmten Örtlichkeiten ein ganz besonderes Gepräge gebenden

Gewächse, als ebenso wichtige Objekte seiner Fürsorge ansieht, wie

die Erhaltung landschaftlicher Schönheit und Eigenart, so konnte

der Versuch gemacht werden, der gesamten im Gebiete eingesessenen

Bevölkerung die Notwendigkeit des Schutzes ihrer Heimatnatur

überzeugend nahezubringen.

[Illustration: Abb. 2 =Geschützte Karpathen-Birke in Hellendorf=

Besitzer Gutsbesitzer Käubler in Hellendorf

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XIII, Heft 3-4 · 第 25 / 69 题