Aufnahme von Georg Marschner, Dresden]

Die Berggipfel, erst ruinenhaft wild zerrissen, nahmen allmählich

sanftere Rundung an. Brausende Bergströme trugen die Trümmer zu

Tal. Am Gebirgsfuß entstanden weite Schotterflächen, und in ruhigen

Talbuchten oder in Mündungsebenen wucherten waldmoorbildend Baumfarne,

Schachtelhalme, Siegel- und Schuppenbäume. In einem gleichmäßig warmen

Klima lösten die Baumgeschlechter einander rasch ab; ihre modernden

Leichen versanken in den Schlamm und wandelten sich dort allmählich zu

_Steinkohle_.

Das Werk der Zerstörung und Gebirgsabtragung wurde oft unterbrochen

durch vulkanische Katastrophen. In langen Spalten brach der Erdenpanzer

auf; Asche stiebte in gewaltige Höhen empor und schneite weithin das

Land ein; dünnflüssige Lava ergoß sich zu Strömen und Decken und

erstarrte zu _Porphyr_.

[Illustration: Abb. 4 =Der Hohle Stein bei Oelsen= Verwitterungsform im

Gneis

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XIII, Heft 3-4 · 第 16 / 69 题