Aufnahme von Georg Marschner, Dresden]

Die pressenden Kräfte des Erdinnern steigerten sich zu ungeheurer

Spannung; sie wirkten nicht nur aufwärts, sondern auch seitwärts

schiebend. Die oberste Felskruste zerbrach dabei; das tiefer liegende

Gestein aber wurde durch Druck und Hitze weich genug, daß es sich

biegen und falten ließ. Und so türmte sich aus mehreren großen

und Millionen kleiner Falten ein langgestrecktes Gebirge auf, das

von Südfrankreich gegen Mittelsachsen zog und etwa in der Gegend

Nossen–Gottleuba umbog in »sudetische« Richtung. Auch vulkanische

Massen beteiligten sich am Aufbau: Gesteinsschmelze drang von unten

in den sich aufbäumenden Schiefer und erstarrte halbwegs während des

Aufsteigens als _Granit_. Wie hoch jene »_mitteldeutschen Alpen_«

des erdgeschichtlichen Altertums (der »Steinkohlenzeit«) gewesen

sein mögen, wir wissen es nicht. Aber eins ist sicher: während in

ungezählten Jahrtausenden die plutonischen Kräfte sich mühten, ein

Gebirge aufzutürmen, arbeiteten bereits unablässig die Kräfte des

Himmels – Sommerhitze und Winterfrost, Regen und Wind, strömendes

Wasser und Eis – an seiner Vernichtung.

[Illustration: Abb. 3 =Rumpffläche bei Dittersdorf, links hinten

Sattelberg=

Landesverein Sächsischer Heimatschutz — Mitteilungen Band XIII, Heft 3-4 · 第 15 / 69 题