19. Itetapanen (Itetapanes).

Die Itetapanen wohnen östlich von den Busao-Igorroten und westlich

von den Gaddanen, welch' letzteren sie ungemein ähnlich sind, indem

sie gleichfalls eine geringe Körpergrösse und sehr dunkle Hautfarbe

besitzen (Ilustr. 1860, p. 285). Auch an Unreinlichkeit können sie

mit ihren östlichen Nachbarn wetteifern. Mas (pobl. 26) bezeichnet

ihr Äusseres geradezu als widerlich. Durch die runde Formung der

Augen unterscheiden sie sich, ebenso wie die Gaddanen, streng von

den Igorroten. Buzeta und Bravo schreiben: "Die Itetapanen besitzen

den vollen Negritotypus in Körperbau, Farbe und Nasenform, aber

in Bezug auf Haare, Augen &c. gleichen sie den Tagalen" und weiter

"Es ist ebenso schwierig, sie von ihrem wilden Leben abzubringen,

wie die Negritos, mit welchen sie mehr in Bezug auf Charakter, Sitten

und Bräuche als im äusseren Habitus Ähnlichkeit besitzen". Es scheint

demnach, dass die Itetapanen eine starke Beimischung von Negritoblut

aufzuweisen haben. Auffallend ist bei ihrer Tracht eine Kappe,

ähnlich dem Tschako der deutschen Bergleute, nur etwas niedriger. Diese

Kappe, sowie alle aus Bejuco-Rohr verfertigten Gegenstände wissen sie

lebhaft-roth zu färben, doch hüten sie die Bereitung dieser Farbe als

ein strenges Geheimniss, obwohl anzunehmen ist, dass sie durch eine

Mischung verschiedener, in ihren Wäldern wachsender Farbehölzer,

insbesondere des Sibucao, erzielt wird (Buzeta I, 54). Die Farbe

selbst soll unaustilgbar am Bejuco haften. Die Schultern bedecken

sie mit einem aus Palmblättern oder Cogongras geflochtenen Kragen,

"anaos" oder "anas" genannt (Buzeta I, 54; Ilustracion 1860, 285). Ihre

Waffen sind Lanze, Pfeil und die Aliva der Igorroten.

Versuch einer Ethnographie der Philippinen · 第 34 / 80 题