Die Gaddanen (richtiger: Gad-danen) werden besonders in Missionswerken
älteren Datums auch Yogades genannt. Ihr Hauptgebiet ist die
Commandancia Saltan, welche von ihnen nahezu ausschliesslich bewohnt
wird, von hier dehnen sich ihre Wohnsitze nach den benachbarten
Provinzen Isabela, Nueva Vizcaya und Cagayán aus. Man findet sie
ebenso bei Gabagan am Rio de Calao, bei Tarnauini, Ilagan, Furao
im Stromgebiet des Rio Grande de Cagayán, wie bei Tuao am Rio Chico
de Cagayán. Am dichtesten wohnen sie zwischen dem Rio Magat und Rio
Chico de Cagayán.
Ihre Hautfarbe ist dunkler, als jene der übrigen Bergstämme Luzons. Sie
besitzen einen gedrungenen Körperbau, rundgeformte Augen und eine
grosse plattgedrückte Nase (Buzeta I, 56), überdiess sind sie wie
die Igorroten schmutzig und unreinlich.
Ihre Hütten stehen auf sehr hohen Pfählen, um der Feuchtigkeit des
Erdbodens nicht ausgesetzt zu sein und um feindliche Angriffe zu
erschweren, es wird deshalb zur Nachtzeit und in Kriegsgefahr auch
bei Tage die Leiter, welche in die Wohnräume führt, aufgezogen. Die
Hütten sind aus Holz oder Cogongräsern erbaut (Cavada I, 82).
Ein grosser Theil der Gaddanen ist zum Christenthum bereits bekehrt,
wenn auch nur äusserlich. Die heidnischen Gaddanen verehren einen
Gottschöpfer Amanolay und dessen Gattin Dalingay (Mas, pobl. 4; Buzeta
I, 60), überdiess ist bei ihnen auch der Ahnencultus heimisch (Semper,
Erdk. X, 165). Sie sind von sanfteren Sitten als ihre Nachbarstämme.