The dialect under discussion, as spoken in the "pikaden" is practically
incomprehensible to the German-speaking person traveling in Brazil for
the first time. To the uninitiated it is even harder to understand than
the German dialects of North America. The latter developed under the
influence of a related language, as has been stated, while the former
came into being because of linguistic influences entirely foreign.
In order to give an idea of the spoken Brazilian German the following
"Sprachprobe" by Breitenbach[96] is reproduced. While of somewhat
peculiar composition, the example below quoted is a good representation
of spoken Brazilian German.
Ein Kolonist fährt in seinem mit einer Tolde[97] versehenen Wagen
aus, der mit einem Tupiano[98] und einem Zebruno[99] bespannt ist,
welche er von einem Tropeiro[100] von der Serra[101] gekauft hat.
Er will seinen Compadre[102] besuchen, findet die Porteira[103] zur
Pikade[104] verschlossen, öffnet sie und erfährt von der ihm
entgegenkommenden Frau seines Compadre, der Mann sei in die
Rosse[105] gegangen, um einige Miljekolben[106] für die Mule[107]
und einige Bobres[108] für die Schweine zu holen, welche im
Poteiro[109] seien. Wenn er den Compadre aufsuchen wolle, so würde
er ihn leicht finden, jenseits der Sange,[110] die aber steile
Barankas[111] habe, so dass man beim Ueberschreiten derselben
vorsichtig sein müsse. Da unser Freund seinen Compadre in der Rosse
nicht findet, so geht er in den nahen Wald, aus dem Hundgebell ihm
entgegen schallt. Mit seinem Fakong[112] schlägt er einige
Taquaras[113] und Zipos[114] nieder, um sich den Weg zu bahnen.
Bald trifft er denn auch seinen Compadre, der soeben ein Tatu[115]
ausgegraben und mit seinem Fuchs[116] erschlagen hat. Nach den
üblichen Begrüssungen begeben sich beide ins Haus und beschliessen,
sich am Nachmittag die Carreira[117] anzusehen. Gleichzeitig will
der Compadre einige Säcke Farin[118] mitnehmen, um sie dem
Vendisten[119] zu verkaufen. Zu diesem Behuf muss eine Mule
eingefangen werden was aber nicht ganz leicht ist. Die Mule ist
nämlich sehr störrisch und muss gepusst[120] und getockt[121]
wereden. Beim Hause angelangt, wird dem Tiere die Cangalje[122]
aufgelegt und die Ladung befestigt. Dann geht's fort.