Bisweilen hat selbst ein Betrunkener noch eine Überlegung oder doch
einen guten Einfall, wie einer, der auf dem Heimweg aus der Stadt
nicht auf dem gewöhnlichen Pfad, sondern gerade in dem Wasser ging,
das dicht neben dem Pfade fortläuft. Ihm begegnete ein
menschenfreundlicher Herr, der gerne der Notleidenden und
Betrunkenen sich annimmt, und wollte ihm die Hand reichen. "Guter
Freund", sagte er, "merkt Ihr nicht, dass Ihr im Wasser geht? Hier
ist der Fusspfad!" Der Betrunkene erwiderte: sonst finde er's auch
bequemer, auf dem trockenen Pfad zu gehen, aber diesmal habe er ein
wenig auf die Seite geladen. "Eben deswegen", sagte der Herr, "will
ich Euch aus dem Bache heraushelfen!" "Eben deswegen", erwiderte der
Betrunkene, "bleib' ich drin. Denn wenn ich im Bach gehe und falle,
so falle ich auf den Weg. Wenn ich aber auf dem Weg falle, so falle
ich in den Bach." So sagte er und klopfte mit dem Zeigefinger auf
die Stirne, nämlich, dass darin ausser dem Rausche auch noch etwas
mehr sei, woran ein anderer nicht denke.