_Harlekin_ und _Kolombine_.
_Kolombine._ Nun, Sie fangen an.
_Harl._ Nein, fangen Sie an.
_Kolombine._ Ach, nein! so habe ich es nicht gelernt.
Der Bräutigam fängt zuerst an, und sagt: Ach, meine theuerste
Schöne, wie lange habe ich mir nicht schon das Glück gewünscht,
Ihnen mein Herz zu eröffnen.
_Harl._ Und was sagt denn die Braut?
_Kolombine._ Sie antwortet: O! Sie schmeicheln mir zu viel;
ich weiß, es ist nur Ihr höflicher Scherz.
_Harl._ Und was antwortet denn Er wieder?
_Kolombine._ Er nimmt dann ihre Hand, küßt solche, und
sagt: Ach, mögten Sie in dieses Herz sehen; da würden Sie
lesen, daß mein aufrichtiger Wunsch niemals ein anderer
gewesen, als das Glück Ihnen zu gefallen, und diese schöne
Hand zu küssen.
_Harl._ Und läßt sie das so geschehen?
_Kolombine._ O ja, sie läßt ihm die Hand, und er küßt sie
noch hundertmal; und seufzet dann, bis endlich die Braut solche
nicht mehr zurückziehen kann, und mit ihrer ganzen Person
folget.
_Harl._ Die Rolle mag ich nicht spielen.
_Kolombine._ Auf welche Art wollen Sie dann?
_Harl._ Ich sage: Kolombine, mein englisches
Magentröpfchen, wenn _Sie_ will, ich will wohl.
_Kolombine._ Und was muß sie denn sagen?
_Harl._ Sie spricht: Nun, ich will--
_Kolombine._ Nun ich will--
_Harl._ Fallen Sie mir doch nicht in die Rede. Sie muß
sagen: Nun, ich will nicht.
_Kolombine._ Die Rolle mag ich nicht spielen.