»Nun ja, ich kann ja hinkommen.«

Und Asmus ging mit neuer Hoffnung: Der wird vielleicht zu einem

anderen Ergebnis kommen.

Als er andern Tages ins Elternhaus kam, war der zweite Arzt noch nicht

dagewesen. Der Kranke aber delirierte und konnte nur mit größter Mühe

im Bette festgehalten werden. Da kam Asmussen der Gedanke: Ins

Krankenhaus. Hier, in diesen ärmlichen, beschränkten Verhältnissen

konnte ja der Vater nicht gepflegt werden wie im Krankenhause, und

wenn eine Operation nötig war, mußte er doch dorthin. Und dort waren

die besten Ärzte. Er besorgte die Aufnahme ins Krankenhaus, nahm eine

Droschke und fuhr vors Elternhaus. Nun holte er seinen Vater in der

Droschke! Aber nicht im Triumph, ach Gott, nicht im Triumph!

Ohnmächtig lag ihm sein Vater im Arm wie ein Kind, und als er so mit

seinem Vater im Wagen allein war, rannen seine Tränen unaufhörlich.

Als er den Vater endlich wohlgebettet sah, eilte er zum Arzt des

Krankenhauses und erstattete ihm Bericht über den Kranken. Dieser Arzt

war ein feiner und milder Mann; er hörte den Sohn, aus dessen Worten

er wohl die fliegende Angst des Herzens vernahm, mit großer Teilnahme

an und entließ ihn mit neuer Hoffnung. Nun kann noch alles gut werden,

dachte Asmus. Dieser Arzt ist ein vortrefflicher Mann, und im

Krankenhause hat man alles zur Hand, was man zur Pflege eines schwer

Erkrankten braucht.

Andern Mittags, als er aus der Schule heimkam, war sein erstes Wort:

Semper der Jüngling · 第 282 / 292 题