LVII. Kapitel.

Fängt fröhlich an und endet traurig; das Schicksal fordert seinen

Zoll.

Zu allen diesen Freuden schenkte das Schicksal, das ihn verziehen zu

wollen schien, unserm Asmus noch eine sonnige Weihnacht. Schon zur

vorigen Weihnacht hatte er die bisherige Ordnung der Dinge auf den

Kopf gestellt und seinen Eltern den Tannenbaum geschmückt; diesmal, da

er wieder ein feistes Honorar von siebzig Mark errungen hatte, sollten

sie das zu essen bekommen, was in seinem Elternhause immer als das

Weihnachtsgericht der Reichen gegolten hatte: Karpfen! Und Weißwein

sollte dazu getrunken werden, ja Weißwein! Unmittelbar vor der

allgemeinen Bescherung aber winkte Hilde ihren Gatten auf die Seite,

zog ihn ins andere Zimmer, schlang die Arme um seinen Hals und

flüsterte ihm ins Ohr: »Wenn du lieb bist, hab’ ich noch ein

besonderes Geschenk für dich – freilich noch nicht heute.« Er sah ihr

mit jähem, frohem, fragendem Staunen ins Gesicht.

Semper der Jüngling · 第 278 / 292 题