Sie triumphierte. – – –

Diesmal fiel sein Gedicht deutlicher aus. Es war etwas herkömmlich im

Ton, etwas heine-geibelig sozusagen; aber deutlich war es.

»Wir standen auf hoher Warte

In klarer Sommerluft;

Tief unten lag die Erde

In lauter Glanz und Duft.

Und über unsern Häuptern

Der Himmel hoch und hehr

Ein unergründlich tiefes,

Ein weites, blaues Meer!

Es strebte mein Geist zum Himmel

Und strebte zur Erde auch:

Ihn lockte die himmlische Reine,

Der irdische Wonnenhauch.

Fern waren Erd’ und Himmel;

Du aber warst bei mir,

Und haften blieb mein Auge,

Das sehnende – an dir. –

Du bringst mir irdische Wonnen

Auf rosigen Lippen dar;

Es fließt der Schönheit Zauber

Von deinem goldnen Haar.

Du trägst des Himmels Reinheit

Und Frieden im Angesicht;

Treu glänzen deine Augen

Wie seiner Sterne Licht.

Vergessen die prangende Erde,

Vergessen das himmlische Zelt!

In dir halt ich umfangen

Den Himmel, die Erde – die Welt!«

Er hatte erst schreiben wollen:

Semper der Jüngling · 第 222 / 292 题