»Wenn ich sage dumm, so meine ich das natürlich nur im Reportersinn,
und hoffentlich werden Sie auch in diesem Sinne in etlichen Monaten
nicht mehr dumm sein. Und nun will ich Sie ein bißchen orientieren,
mein Sohn. Hier gibt's keine Herren und keine Knechte. Wir sind alle
zusammen Arbeiter im Dienste der Zeitung, und in unserem Leben darf
und kann es nichts Wichtigeres geben als die Zeitung. Sie ist es, die
uns vereint. Wir sind eine große Familie. Wir teilen unsere Zigarren
und unseren Whisky, manchmal sogar unser Geld -- nun, Sie werden das
sehr bald herausbekommen. Wir sind alle Blutsbrüder. Wenn Sie etwas
nicht wissen, fragen Sie Ihren Nachbar. Wenn Sie etwas bedrückt, kommen
Sie zu mir ... Halten Sie vor allem den Kopf hoch und lassen Sie sich
nicht verblüffen! Sie werden ganz von selber sehen und hören und lernen
-- und weder ich noch irgend jemand kann Ihnen da viel helfen. Der
Journalist muß einem im Blut stecken, und wer's nicht in sich hat,
wird's nie! Und nun --«
Er teilte mir meine erste Arbeit beim Examiner zu.
* * * * *
Um neun Uhr morgens versammelte sich die Reporterschar im
Reporterzimmer, während Mac schon eine Viertelstunde vorher sich
an seinem Schreibtisch eingefunden hatte. Eine selbstverständliche
Voraussetzung war natürlich, daß jeder der »Herren des Stabes« nicht
nur das eigene Blatt, sondern auch die anderen Morgenzeitungen San
Franziskos beim Frühstück gründlich gelesen hatte. Diese morgendliche
Konferenz hatte immer eine lustige und eine etwas weniger lustige
Seite. Man lachte und plauderte und spielte allerlei Schabernack, Mac
so gut wie wir alle, bis er auf einmal zu Mr. Allan McGrady wurde und
seine berühmte Geste der Ernsthaftigkeit annahm. Er pflegte dann die
Hände in die Hosentaschen zu stecken.