Er erzählte ihm, wie er Anna zum ersten Male gesehen hatte, alle
Einzelheiten peinlich genau, bis auf das Kleid, das sie an dem Tage
getragen hatte.
An Liebe hatte er nicht gedacht, ganz mit seinem Studium beschäftigt,
einzig mit der festen Absicht, sich einen Namen zu machen.
Da war ihm Anna begegnet; und er hatte von dem Augenblicke an nur den
einen Gedanken gehegt, sie um jeden Preis der Welt zu erringen.
Anfangs schien es, als ob sie ihn gern sähe, dann, als sie über
sein Gefühl nicht mehr im unklaren sein konnte, setzte sie ihm eine
höfliche, aber ruhige Abwehr entgegen.
Und dann plötzlich war der Umschlag eingetreten; sie hörte seine
Werbung an, aber sie entschied sich noch nicht.
Sie schien zurückhaltend, zaudernd, wie ungewiß über sich selbst, und
dann, als er die entscheidende Frage stellte, sagte sie Ja.
Er erzählte im Eifer, sein Herz auszuschütten, von seinen Reisen, aus
der ersten Zeit ihrer Ehe.
Anna war anfangs überaus nervös gewesen, dann war Reinhold Petri aus
Paris zurückgekehrt, er hatte ihn kennen gelernt, und von da an hatten
sie so vieles gemeinsam unternommen.