XIII.

Nach etwa drei Stunden meldete ihm Antonio, daß alles zur Abreise bereit

sei und daß Signor Mutius aufbrechen wolle. Fabius erwiderte darauf kein

Wort und trat auf die Terrasse, von wo der Pavillon zu sehen war. Einige

Saumpferde standen fertig beladen, und vor dem Eingang zum Pavillon

wartete ein kräftiger, rabenschwarzer Hengst mit einem breiten Sattel,

welcher für zwei Reiter eingerichtet war. Da standen auch schon Diener

mit unbedecktem Kopfe und bewaffnete Begleiter. Die Türe des Pavillons

ging auf, und, gestützt vom Malaien, der wieder sein gewöhnliches Kleid

trug, erschien Mutius. Sein Gesicht war leichenblaß, seine Hände hingen

herab wie bei einem Toten, -- aber er schritt vorwärts ... ja! er

bewegte die Beine, und als ihn der Malaie aufs Pferd gehoben hatte,

hielt er sich gerade und fand tastend die Zügel. Der Malaie half ihm in

die Bügel, sprang von rückwärts in den Sattel, umfaßte seinen Herrn mit

den Armen, -- und der ganze Zug setzte sich in Bewegung. Die Pferde

gingen im Schritt, und als sie am Hause einbogen, glaubte Fabius zu

sehen, wie sich auf dem dunklen Antlitze Mutius' zwei weiße Fleckchen

bewegten ... Hatte er vielleicht auf ihn seine Pupillen gerichtet? --

Nur der Malaie grüßte ihn ... höhnisch wie immer.

Ob auch Valeria diese Szene sah? Die Vorhänge an ihren Fenstern waren

herabgelassen ... vielleicht stand sie aber hinter den Vorhängen.

Visionen und andere phantastische Erzählungen · 第 59 / 80 题