Abb. 25. Kaguratanz, ausgeführt von Tempelmädchen.]

[Illustration:

Phot. Yei Ozaki.

Abb. 26. Szene aus dem Gionfest zu Kyoto.

Einer der dreiundzwanzig mächtigen Dashi oder Wagen, die aufs

prächtigste geschmückt durch die Straßen gefahren werden. Sie

tragen die Bildnisse chinesischer Philosophen, berühmter Männer der

Wissenschaft, Darstellungen des Mondes und anderes mehr.]

Da kommen zunächst die +Oiwaifeste+, an denen die kleinen Leute von

drei (Abb. 36), fünf und sieben Jahren in eine neue Lebensphase

eintreten, womit die Zeremonie der „Gurtentfernung“, des

„Hakamatragens“ und der „Haarerhaltung“ verbunden ist. Das erstgenannte

Fest hat seinen Namen davon erhalten, daß die Kinder beiderlei

Geschlechtes den schmalen, bandartigen Gurt, an denen ihre Kleider

hängen, fortan ablegen und dafür den Obi der Erwachsenen erhalten;

das zweite Fest betrifft die Knaben allein, die zum erstenmal Hakama

tragen, und das dritte bezieht sich darauf, daß von diesem Zeitpunkt

an die Kinder, denen vordem der Kopf rasiert wurde, um einen möglichst

starken Haarwuchs zu erzielen, ihr Kopfhaar lang wachsen lassen.

Jedesmal, wenn die Kinder eine der bezeichneten Altersstufen erreichen,

werden sie zum Altar ihrer Beschützer gebracht, um diesen davon

Kenntnis zu geben.

[Illustration: Phot.

Gebr. Haeckel.

Die Sitten der Völker, Zweiter Band Liebe, Ehe, Heirat, Geburt, Religion, Aberglaube, Lebensgewohnheiten, Kultureigentümlichkeiten, Tod und Bestattung bei allen Völkern der Erde · 第 65 / 254 题