ein solches im Zimmer und ein zweites im Vorhaus (Treppenhaus des
Einfamilienhauses). Fehlt es, so suchen die Hunde, deren Bauchseite dürftig
behaart, aus Wärmebedürfnis Polstermöbel auf. Alle Hunde, die auf blanker
Erde oder Holzboden beständig liegen, bekommen häßliche, kahle Liegebeulen
an den Ellenbogen. Für kleine Rassen genügt als Lager eine Kokosmatte. Für
größere bewährt sich am besten eine Matratze, mit Seegras gefüllt, vom
Tapezierer in Form solid durchgenäht, aus Gründen der Reinlichkeit mit
abzuknöpfendem Überzug, die Ösen zum Knöpfen aus Leder unterhalb der
Matratze zu befestigen, damit sie der Hund nicht aus Langeweile nachts
annagt. Aus Verdoppelung (Zusammennähen) zweier Stücken eines ausgedienten
Teppichs kann man auch für mittelgroße Rassen ein Lager stabil herstellen.
In vielen Geschäften sind fertige Hundelager für kleinere Schläge
erhältlich, die aus Eisenrahmen mit starkem Drellbezug bestehen; in diese
gehört aber unbedingt eine genau dazu passende Kokosmatte. Körbe in flacher
Form empfehlen sich nur für kleine Tiere; das darin liegende Kissen muß
jeden Morgen sauber ausgeschüttelt werden. Für Hausflur oder Treppenhaus
kann man mit 4 Eckpfosten, 4 Brettstücken von etwa 15 cm Breite und
darunter Bodenbretter eine erhöhte Pritsche von etwa 30 cm Höhe, für
mittlere Rassen (50x75 Bodenfläche) sehr leicht zusammennageln. Als Lager
eine genau hineinpassende Matratze. Hütten im Haus oder Schlafkisten
verhindern die Hautausdünstung und sperren den Hund ab, mit abschließbarer
Tür mögen sie höchstens vorübergehend zur Erziehung dienen, wenn ein
Junghund nachts nicht zimmerrein ist oder man gezwungen ist, ihn öfter
allein im Hause zu lassen und fürchtet, daß er diese Zeit zum Anbeißen von
Gegenständen mißbraucht. Für kleinste Nassen eignen sich dazu sehr gut die
sogenannten Bruthäuschen für Hühner, die vorn mit aufklappbarem
Drahtgeflecht versehen sind. Dauernd sollten sie aber nicht nötig und durch
gute Erziehung überflüssig gemacht werden.
22. Kapitel.
=Die Läufigkeit der Hündin, der Zuchtrüde.=
Im allgemeinen gehört die Hündin _nicht in Laienhände,_ am
wenigsten in der Mietwohnung und Großstadt. Man lasse sich also nicht zur
Anschaffung eines weiblichen Welpen verleiten; nur wer schon mit
Hundehaltung vertraut ist und genügend Platz mit Sonne und Auslauf zur Ver-
fügung hat, darf an Erwerb einer Zuchthündin denken. Aus der Stadt, dem
Miethaus sollten alle Hündinnen ganz verschwinden, so daß weder sie noch
ihre Witterung anzutreffen ist, dann würden wir treuere, weniger
rauflustige Rüden haben, keine häßlichen Bilder mehr sehen, die
Hundefeinden — das sind jene, die den Hund nicht kennen — den Vorwand zur
Agitation bieten. Obschon unsere Forschungen in dieser Richtung noch nicht
geschlossen, möchten wir behaupten, daß mit Abschaffung der herumlaufenden
Hündinnen die Tollwut verschwinden wird, die immer aus dem Osten nach
Europa hereingebracht wird. Aus den Ländern der halbwildlebenden
Straßenhunde. Für Hündinnen, die nicht im Besitz eines Züchters,
ausgewiesen durch das stammbuchmäßige, anerkannte Züchteraffix, sollte die
3 fache Hundesteuer erhoben werden. Hündinnen sind weder treuer noch
leichter zu dressieren, das Nachlaufen der Rüden hinter Hündinnen würde
abnehmen, wenn es weniger und nur gut behütete Hündinnen in Züchterhänden
gäbe. Hat man aber als Geschenk doch eine Hündin erhalten, so ist zu
beachten, daß diese erstmals mit 7—9 Monaten hitzig (läufig) wird, sodann
mit Pausen von etwa 5—6 Monaten zweimal im Jahr. Infolge Blutandranges nach
den Genitalien schwellen diese an, während der ersten 9—12 Tage findet eine
Blutabsonderung statt, die während der zweiten Hälfte der Hitze in einen
helleren Ausfluß übergeht. Die Witterung des Zustandes wird vom Rüden schon
einige Tage vorher wahrgenommen; doch pflegen Hündinnen den Rüden während
der ersten Tage abzuweisen. Trotzdem ist es auf alle Fälle nötig, die
Hündin vom ersten Tage an sorgfältigste zu behüten, sie nie allein
hinauszulassen und auch beim Hinausführen an die Leine zu legen. Wo es
räumliche Verhältnisse gestatten, läßt man sie während dieser Tage nur in
Hof oder Garten oder trägt die kleine Hündin auf dem Arm in eine ruhige
Seitenstraße morgens früh und spät abends, damit möglichst wenig Spuren zum
und in das Haus führen, dessen Tür tunlichst geschlossen gehalten wird.
Trotz aller Vorsicht läßt es sich schwer vermeiden, daß während dieser Tage
das Haus von schlecht behüteten Rüden der Nachbarschaft belagert wird. Mit
Gummischleuder (grobe Schrotkörner), Wasser, Peitsche muß man eben sehen
die Zudringlichen zu vertreiben. Beim Ausgehen wird das Halsband gut
gesichert und zur Abwehr von Rüden die Peitsche mitgenommen. Besser zu viel
Vorsicht als zu wenig. Der Zustand ist ein pathologischer, und viele
Hündinnen suchen zu entweichen, solche hängt man am Lager an die Kette,
wenn man das Haus verläßt. Kommt es trotz Vorsicht zu ungewollter
Verbindung, wobei der Rüde auf Dauer von 20 bis 30 Minuten fest mit der
Hündin körperlich verbunden ist, so unterlasse man jeden Versuch
gewaltsamer Trennung, stelle das Paar abseits vom Verkehr und warte
geduldig das Ende ab. Soll aber die ausgewachsene Hündin (nicht vor 1 1⁄2
Jahr) belegt werden, so geschieht das etwa am 13. oder 15. Tag der Hitze.
Der Gesundheit schadet es nicht, wenn eine Hündin nie zur Zucht verwendet
wird; doch ist es gefährlich, sie erst mit 3—4 Jahren oder später decken zu
lassen, da die Genitalorgane dann oft nicht mehr elastisch genug sind.
Kastrieren entwertet, führt zu Fettsucht und Temperamentlosigkeit. Wird man
als Besitzer eines schönen Rüden gebeten, dessen Tätigkeit für eine
vollwertige Rassenhündin zur Verfügung zu stellen, so mag, falls Bedenken
wegen der Persönlichkeit des etwa unbekannten Besitzers nicht vorliegen,
dem Gesuch stattgegeben, nur soll die _Hündin_ zum richtigen Zeitpunkt
ins Haus gebracht werden. Führt man den Rüden zur Hündin, so steht zu
befürchten, daß der Rüde die nächste Gelegenheit zum Entweichen ergreift,
und die Hündin sucht. Während des Deckakts soll der Besitzer seine Hündin
an kurzer Leine halten; einmaliges Belegen genügt. Vor vollendeter
systematischer Dressur, vor allem vor zweitem Lebensjahr sollte ein Rüde
nicht, oder höchstens ausnahmsweise zur Zucht verwendet werden. Geschieht
es überhaupt nie, so schadet es auch nichts, vorausgesetzt, daß man seinen
Hund vernünftig hält, nicht überfüttert und für ausgiebigen Auslauf und
Tätigkeit sorgt. Ein besonders kluges und zugleich schönheitlich
hervorragendes Tier der Zucht ganz zu entziehen, wäre eine Schädigung für
die Hochzucht und Rasse, da ohnehin die für Vermehrung tätigsten Zuchthunde
leider vielfach Zwingerhunde sind, also zur Hebung von Intelligenz und
guten Charaktereigenschaften selten beitragen. Wenn Rüden häufig Zeichen
von Geschlechtserregung geben, auf andren Hunden reiten, so ist das ein
Zeichen zu üppiger Fütterung, muß man reduzieren und für ausgiebige
Bewegung sorgen.
23. Kapitel.
=Die Pflege von Haar, Zähnen, Ohr, Auge; Scheren und Baden.=
Jedem Haushund muß man sofort auf erstem Blick am Gesamteindruck ansehen,
daß er gepflegt ist; das unterscheidet ihn von Straßenköter und Zwingerhund
in Verbindung mit einer gewissen Haltung, die nur der wohlerzogene Hund
zeigt. Dadurch übertrifft er selbst Ausstellungstiere von höheren
Rassenwerten. Ein einmaliges Waschen und Bürsten gibt diesen Eindruck noch
nicht; Pflege sitzt wie ein gutgearbeiteter und selbstverständlich
getragner neuer Anzug. Wer durch etwas Ausübung Verständnis erhalten hat,
wird — um durch sorgfältige Pflege seinen Kameraden zu heben — sogar den
Pudel, den rauh- oder langhaarigen Rassenhund dem stock- und kurzhaarigen
vorziehen. Allerdings sind die erstgenannten ohne oder mit mangelhafter
Haarpflege geradezu abstoßend, die letzteren (kurzhaarige) auch dann noch
erträglich. Da sie sehr wenig Pflege brauchen, unterbleibt leider oft das
Wenige, doppelt beschämend für den Besitzer, zumal der, der keine Zeit für
solche Äußerlichkeiten hat, die alle Welt feststellen und kritisieren kann,
noch weniger Lust und Sinn für Erziehung und Innenleben seines Hausgenossen
hegen wird und besser täte, gar keinen Hund zu halten. Pünktlichkeit ist
das Rückgrat der Pflichterfüllung, deshalb soll eine ganz bestimmte,
alltäglich innegehaltene Viertelstunde gewählt und unerbittlich (gegen sich
selbst) festgehalten werden, z. B. kurz vor dem Mittagessen, weil da die
Hygiene ohnehin geistige und anstrengende körperliche Arbeit verbietet,
also eine halbe Ruhepause als Übergang von Arbeit recht nützlich ist. Gibt
es auch noch so wenig am Hund zu tun, er wird doch so täglich kontrolliert.
Zunächst wird das Haar gebürstet; je länger oder seidiger dieses ist, desto
weicher und länger muß die Bürste dazu sein. Ganz kurzhaarige Rassen auch
Schäferhunde werden mit einer Borstenkartätsche, wie für Pferde üblich mit
Lederschlaufe über Handrücken, behandelt. Vom Kopf nach rückwärts bis zum
Rutenansatz, sodann Keulen und Läufe abwärts. Dieses Bürsten ist zugleich
eine sehr wohltätige Hautmassage, es entfernt Staub und Schmutz, die für
Ungeziefer und Räudeansteckung der Nährboden sind. Für zarte Rassen oder
solche mit feiner Haut (Windhunde, Barzois, glatte Terriers, kurzhaarige
Zwergpinscher) wird die Bürste am besten durch den sogenannten
_Haarhandschuh_ ersetzt. Nach Gebrauch wird letzterer, kräftig ausgeklopft,
von Zeit zu Zeit mit Seife gewaschen. Die Bürste, mit Tuch sauber gerieben.
Ein Kamm wird für langhaarige Rassen _niemals_ benützt; einem Collie,
Bernhardiner, Chin, Pekingesen, Malteser würde damit alle Schönheit
(Haarreichtum mit dichter Unterwolle) hoffnungslos ruiniert. Filzt sich
Haar je zusammen, so wird es nur mit den Fingerspitzen vorsichtig
aufgezupft. Ein Kamm voll Haare nach dem Auskämmen wäre nicht Beweis von
Pflege, sondern von unverstandener Mißhandlung. Der schöne Hund soll
(ausgenommen Setter und Spaniel) nicht von dünner Haardecke leicht umgeben
sein, sondern in einem vollen Haarschmuck prangen. Der harte _Stahlkamm_
dient lediglich _zur Korrektur_ für zu zottig und üppig behaarte
Rauhhaarrassen, wie Airedales, Schnauzer, Brüssler Griffons, namentlich muß
damit das überragende Haar am Hals, Oberkopf, Läufen, Backen entfernt
werden, um eine elegante Erscheinung herzustellen, die nicht wie ein
Wollpudel aussieht. Ferner wird mit weitem Kamm täglich beim Wollpudel das
Haar auf Kopf und Körper offen gehalten, damit es sich nicht zu Schnüren
schließt. Zur Kontrolle, ob Flöhe vorhanden, dient der enge Staubkamm bei
kurzhaarigen Rassen. Solche dürfen beim sauber gehaltenen Haushund nie
Vorkommen; sie quälen den Hund (abirrend den Menschen) und sind
Zwischenträger von Würmern. Sich wegen Ungeziefer kratzende Hunde ruinieren
sich damit ihr Haar und ziehen sich leicht Hautverletzungen (Ekzem) zu. Ein
gepflegter und gesunder Hund muß immer ein glänzendes Fell haben und auch
ohne Bäder sauber aussehen. Nach der Haarpflege wird mit besonderem Tuch
das Auge täglich gereinigt, so daß sich in den Winkeln nie Sekret
festsetzt. Ist es katarrhalisch entzündet, so wird es mit leichter
Borsäurelösung gewaschen, darauf gut getrocknet, damit nicht bei kühlem
Wetter eine Erkältung eintritt. Nach den Augen wird das Ohrinnere mit
feuchtem Schwämmchen (der in sogenannter Seifenschale geschlossen
aufbewahrt und nach Gebrauch ausgewaschen wird) täglich gereinigt. Zeigt
sich Ausfluß, so bläst man mit kleinem Röhrchen etwas pulverisierte
Borsäure in den Gehörgang. Die Zähne der Junghunde bedürfen noch keiner
Pflege; nur bei ersten Anzeichen von _Staupe_ muß _täglichmehr malsdas
ganze Gebiß_ mit desinfizierender Flüssigkeit (verdünntem Spiritus, Lösung
von hypermangansaurem Kali, essigsaurer Tonerde oder dgl.) gründlich
gesäubert werden, um das sogenannte Staupegebiß (kariös, ohne Schmelz) zu
verhindern. Mit etwa 5 Monaten ist nachzuprüfen, ob die ersten Hakenzähne,
dicht hinter den zweiten stehen geblieben sind. Da sich zwischen diese
Speisereste festsetzen, riechen solche Hunde faulig aus dem Maul. Bei
Zwerghunden ist das häufig. Die ersten Zähnchen sind mit dafür
konstruierten Zange leicht zu entfernen, oft schon mit der Hand; doch soll
man sie herausziehen, nicht abbrechen. Erhalten Jährlinge harte
Hundekuchen, Knochen für das kräftige Gebiß, das danach verlangt, so wird
sich selten ein gelblicher Belag an den Eckzähnen bilden. Wo die Neigung
dazu vorhanden ist, genügt ein tägliches energisches Darüberstreichen mit
harter Zahnbürste, woran sich Hunde sehr rasch gewöhnen. Die erstmalige
Entfernung des schon leicht verhärteten Belags kann mit Fingernagel oder
Messer erfolgen. Laufen Hunde wenig auf harter Straße, so werden oft die
Krallen zu lang; sie zersplittern sich auch bisweilen, so daß man von Zeit
zu Zeit kontrolliert und mit Eisenfeile etwas kürzt. Abzwicken mit Zange
erfordert scharfes Instrument (Nagelzangenschere), da sonst die Kralle
splittert oder Blutung eintritt, wenn man zuviel wegnimmt. Allmähliches
Abfeilen, wobei jemand den Hund beschäftigen und die Pfote halten mag, ist
vorzuziehen. Namentlich ist bei Hunden mit Afterklauen (lose, fünfte Zehe
am Hinterlauf) die Kralle zu kürzen, da sie sonst in das Fleisch
hineinwächst. Vor Abzwicken mit warmem Wasser weich machen, schützt vor
Splittern. Ausgenommen bei Hautkrankheiten zu intensiver Behandlung werden
Hunde nie geschoren und so des natürlichen Schutzes auch gegen Sonnenbrand
beraubt. Infolge des natürlichen Haarwechsels ist im Sommer ohnehin die
sogenannte Unterwolle der dichtbehaarten Rassen dünner. Einen dicken
Haarpelz, für bestimmte Rassen besonders erwünscht, z. B. für Collies,
Chow-Chow, russische Windhunde, erzielt man nur, wenn man sie auch im
Winter im Freien schlafen läßt. Die einzige Ausnahme macht der
halbgeschorene Pudel, an dessen Keulen, Hüftknochen, Gelenken kleine
Krausen stehen bleiben. Die Schnauze wird mit Ausnahme des Bartes bis etwa
2 cm über die Augen geschoren, das Kinn und die Kehle bis etwa unter
Halsbandtiefe. Zum Füttern werden die langen Ohren mit einer Klammer
(Schnurrbartklammer, bei Friseuren erhältlich) über dem Kopf befestigt.
Sein Bart ist täglich mit Schwamm zu reinigen. Wird der Hund täglich mit
der Bürste oder Haarhandschuh gereinigt, was die meisten als eine Wohltat
empfinden, so daß sie dazu willig sich stellen, so sind Bäder sehr selten
nötig. _Junge Hunde,_ die noch Mutterwolle tragen, sollte man überhaupt
nicht baden, man setzt sie selbst bei aller Vorsicht im überhitzten Raum
der Gefahr von Erkältung aus. Wird der ältere Hund gebadet, so hebt man ihn
in eine Wanne, in der das Wasser nicht ganz bis zur Bauchhöhe reicht. In
einer Schüssel wird etwas milde Seife im warmen Wasser aufgelöst und damit
mittels Bürste (bei kleinen Rassen mit Schwamm) von der Mitte des Rückens
nach rechts und links abwärts abgewaschen. Sodann kräftig mit Wasser
nachgespült, das Haar energisch nach der Richtung des Wuchses ausgedrückt.
Wollte man kräftig den Hund selbst einseifen, so brauchte man eine Unmenge
Wasser, um alle Seifenspuren zu entfernen und verfilzt das Langhaar
derartig, daß man später beim Auskämmen zu viel ausreißt. Hat man das
Wasser aus dem Haar gestrichen, so überdeckt man mit einem Frottiertuch und
klopft mit flacher Hand trocken. Zarte Seidenrassen, wie Malteser,
Yorkshireterriers werden nachher dicht am wärmenden Feuer mit der Bürste
trocken gebürstet; würde man das Haar am Feuer ohne Bürste (immer vom
Scheitel abwärts) trocknen, so wird, es wellig, was ein großer
Schönheitsfehler ist. Derbe Rassen wie Schäferhunde, Boxer, französische
Bulldoggen, Foxterriers kann man etwas kräftiger abreiben, doch benütze man
immer milde (überfettete) Seifen und lasse bei Kälte oder Wind die Hunde
erst einige Stunden nach dem warmen Bad ins Freie, da die geöffneten Poren
leicht zu Erkältung führen. Sehr bequem ist die sogenannte Trockenwäsche
für weiße Hunde; doch soll man damit nur das äußere Haar reinigen, nicht
die Hautporen verschließen. Trockenwaschpulver (eine Mischung von
Kartoffelmehl und Magnesia) ist in Spezialgeschäften für Hundeutensilien
erhältlich. Zur Erhaltung der Gesundheit und Sauberkeit wird das lange
Stirnhaar (der Fall) von Pudel, Malteser, Yorkshireterrier mit einem
Seidenband zusammengebunden, man umfaßt es mit linker Hand, zieht es nach
oben, umwickelt mehrmals mit farbigem Band fest zusammen, die Enden werden
zu einer Schleife geknüpft. Ein sehr langer „Fall” wird zum Zopf
geflochten.
24. Kapitel.
=Utensilien zur Pflege und Dressur.=