C. Der Ricochettschuß.

Ich verstehe hierunter nicht nur den eigentlichen Ricochettschuß,

sondern jeden Schuß oder flachen Bogenwurf, mittelst dessen Voll- und

Hohlkugeln, sowie Shrapnels und Granaten gegen offene Wallgänge der

Länge nach über die deckende Brustwehr der anliegenden Face hinweg im

flachen oder stärkern Bogen geschleudert werden. So weit mir bekannt,

haben nicht blos Granaten aus Haubitzen, sondern auch Shrapnels aus

glatten Geschützen auf diese Weise gegen offene Wälle angewandt, ganz

günstige Resultate gegeben, und wenn auch diese Art von Feuer aus

gezogenen Geschützen und aus großen Entfernungen bisher noch nicht

ausgebildet worden ist: so steht dies doch für die Folge zu erwarten und

die Wirkung eines solchen Feuers kann nicht zweifelhaft sein, während

zugleich eine Erwiederung desselben von Seiten der Festung, indem man

die Parallelen des Angreifers -- wie es auch in der Belagerung von

Sebastopol versucht wurde -- echarpirend beschießt, doch bei Weitem

nicht ebenso erfolgreich wirken kann.

Gegen ein solches Feuer wird es nun bei bereits fertigen Werken kein

anderes Mittel geben, als Vervielfältigung der Traversen, -- wie sie

auch in Sebastopol stattfand -- und wo möglich, nachträgliche

Anbringung von Hohltraversen. Aber es ist nicht zu verkennen, daß

dieses Mittel der eigentlichen Geschützaufstellung sehr viel Raum

entzieht und daher ebenfalls nur bei geräumigen Festungen anwendbar, in

kleinen Festungen aber mehr oder weniger unausführbar ist -- ein

Argument mehr, gegen das Bestehen der kleinen Festungen.

Bei neuen Anlagen wird sich dagegen auch hier die schon mehrfach

hervorgehobene frontale Lage der Wälle dem Angriff gegenüber empfehlen.

Die Festungen gegenüber den gezogenen Geschützen · 第 5 / 6 题