1 Das in neuerer Zeit in Bremerhafen errichtete _Auswanderungshaus_
existirte damals noch nicht
2 Es ist leicht einzusehen daß nicht Jeder sein ganzes Gepäck, was er
aus dem alten Vaterland mitnimmt, auch bei sich im Zwischendeck
behalten kann, bald in der, bald in jener Kiste herumzustöbern, je
nachdem er gerade dies oder jenes braucht, oder zu brauchen glaubt.
Wo der Raum für einen Jeden nach einer bestimmten Anzahl von
Kubikfuß eingetheilt wird, darf der Eine nicht mehr beanspruchen als
der Andere, und die Räumlichkeit eines Schiffes ist nicht die eines
Hauses mit so und so viel Stuben, Kammern und Boden. Hat der
Auswanderer also _viel_ Gepäck, so suche er sich vor allen Dingen
das, was er _unterwegs notwendig_ bei sich führen _muß_ (und je
weniger das ist desto angenehmer ist es für ihn und die Anderen) und
packe das in eine kleine Kiste, die am bequemsten drei Fuß lang,
zwei Fuß breit und anderthalb oder zwei Fuß hoch sein kann und mit
einem verschließbaren Deckel (weniger zweckmäßig sind
Vorlegeschlosser, die leicht unterwegs abgestoßen werden können)
versehen ist. Die Coyen sind gewöhnlich nur sechs Fuß und vielleicht
einige Zoll lang, und hat man nur drei Fuß lange Kisten, die aber,
der unteren Coyen wegen, nicht zu hoch sein dürfen, bei sich, so
können vor der eigenen Coye zwei neben einander stehn, dienen, wenn
geschlossen, zum Sitz, und nehmen nicht viel Raum, in dem ohnedies
engen Zwischendeck ein. Das andere Gepäck muß aber in den _unteren_
Raum und aus dem Weg »weggestaut«, und was oben bleibt durch Taue
und vorgenagelte Holzkeile so befestigt werden, daß es bei noch so
starkem Schaukeln des Schiffs nicht im Stande ist zu weichen oder
überzuschlagen, und Gliedmaßen wie selbst das Leben der Passagiere
zu bedrohen.
3 Logis wird der Aufenthalt der Matrosen, vorn im Vorcastle unter Deck
genannt, und die Kappe (sogenannte Logiskappe) ist ein kleiner
Unterbau über dem Eingang nach unten, der Regen oder Spritzwellen
verhindert hineinzuschlagen.