Lieber Engels!
Ich habe Dich während der ganzen Zeit mit Hämorrhoiden akkompagniert.
Nur bleiben sie bei mir diesmal, da sie glücklicherweise in die magere
Ruhezeit fielen, ohne die „perfide“ Entwicklung. Im Notfall mußt Du
Blutigel anwenden. _C’est le grand moyen._[1] Das Geld gestern vor acht
Tagen erhalten.
Aus der folgenden Kopie eines Briefes von Schabelitz jr. siehst Du, wie
es mit den „Enthüllungen über den Kölner Kommunistenprozeß“ steht:
Basel, 11. Dezember 1852.
„Lieber Marx!
Das Manuskript ist vorgestern unversehrt in meine Hände gekommen, und
heute lese ich bereits den ersten Korrekturbogen. Die Broschüre wird aus
ganz neuer Schrift splendid gesetzt und in 16^o gedruckt. Die Korrektur
werden wir bestmöglich besorgen. Das Ganze wird 70 bis 80 Seiten im
Drucke geben, und ich glaube, wir dürfen den Preis pro Exemplar auf 10
Silbergroschen festsetzen, da jedenfalls ein Teil der Auflage (2000
Exemplare) konfisziert werden dürfte. Die Hauptsendung werden wir in die
Rheinprovinz machen. Ich bin überzeugt, daß die Broschüre ungeheures
Aufsehen machen wird, denn sie ist ein Meisterwerk. Wir waren vier
Personen, als wir das Manuskript durchlasen, und darunter zwei sehr
kompetente, urteilsfähige Männer, und wir waren alle einstimmig in
unserem Lobe. Allerdings ist der preußischen Regierung ein ‚Denkmal‘
dadurch gesetzt. – Mit herzlichem Gruße an die Partei Marx.