[479] Siehe S. 200. Anm. 3.

[480] *Diels*, Antike Technik. S. 9.

[481] *E. Merkel*, Die Ingenieurtechnik im Altertum. 1899. S. 151.

[482] *F. Zink*, Die Entwicklung der Entwässerungen mit offenen

Gräben und Drainagen von den ältesten Zeiten bis zur Gegenwart. --

Drainierungsanlagen mit Tonröhren wurden in Babylonien schon um 1900 v.

Chr. hergestellt.

[483] *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 98.

[484] *Haas*, Antike Lichttheorien, im Archiv für Geschichte d.

Philosophie. 20. Bd. (1907). S. 356.

[485] *Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. I. S. 215.

[486] Einen ausführlichen Beitrag über *Erasistratos* enthält *Paulys*

Realenzyklopädie f. d. klass. Altertum. Bd. VI (1909). S. 333. Er rührt

von *Wellmann* her.

[487] Wie *Diels* (Antike Technik, S. 24) angibt, maß *Herophilos* den

Puls seiner Kranken mit Hilfe einer Taschenwasseruhr.

[488] *Haeser*, Geschichte der Medizin. Bd. I. S. 233.

[489] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. I. S. 26.

[490] Nach einem Ausspruch *Cantors* (Gesch. d. Math. Bd. I. S. 45).

[491] *Cicero*, Tuscul. disput. Lib. I. 2, 5.

[492] Siehe *Cantor*, Röm. Agrimensoren. Leipzig 1875.

[493] Die betreffende Grabschrift wurde im XIV. Bande der II. Serie der

Abhandlungen der Turiner Akademie veröffentlicht.

[494] Siehe *Cantor*, Bd. I. S. 456.

[495] In der Nähe von Regensburg.

[496] Näheres siehe bei *Schmidt*, Neue Jahrbücher f. d. klassische

Altertum. Bd. 13 (1904). S. 329. Ferner Bibl. math. 3. Folge. 4. Bd.

Die Frage, ob die römischen Feldmesser von *Heron* abhängig waren, wird

von *Schmidt* außer Betracht gelassen.

[497] Siehe S. 4 dieses Bandes.

[498] *Plinius*, Hist. nat. III. 2.

[499] Ihr früherer Besitzer hieß *Peutinger*. Er lebte im Anfang des

16. Jahrhunderts in Augsburg und erhielt die Karte von *Konrad Celtes*,

der sie 1500 aufgefunden hatte. Entworfen wurde die Karte im Jahre 375

n. Chr. *Celtes* war einer der bedeutendsten Humanisten Deutschlands.

Er bevorzugte die Realien des Altertums gegenüber den literarischen

Erzeugnissen.

[500] Eine neuere Ausgabe der Karte mit Erläuterungen rührt von *K.

Miller* her. Stuttgart 1916.

[501] *Plinius*, VII. 60. Siehe auch *Bilfinger*, Die antiken

Stundenangaben. Stuttgart 1888. S. 75.

[502] *H. Löschner*, Über Sonnenuhren. Beiträge zu ihrer Geschichte und

Konstruktion. Graz 1905. Das Buch enthält zahlreiche Quellenangaben.

[503] *C. Merkel*, Die Ingenieurmechanik im Altertum. Mit 261 Abbild.

Springer, Berlin 1903.

[504] *Vitruvius*, Zehn Bücher über die Architektur. Übersetzt von

*Reber*. Stuttgart 1865.

[505] Beherzigenswert sind die Worte, welche *Diels* an sie knüpft,

wenn er sagt, es sei der Archimedische Punkt der Pädagogik, in der

Jugend weltoffene Anschauung und praktische Fertigkeit, verbunden mit

Wissen und wissenschaftlicher Einsicht, zu wecken (Antike Technik,

1914. S. 32).

[506] *Terquem*, La science romaine à l'époque d'Auguste. Paris 1885.

S. 75. Fig. 9.

[507] *Gerland* und *Traumüller*, Geschichte der physikalischen

Experimentierkunst. S. 56. Leipzig 1899. W. Engelmann.

[508] *C. Köhne*, Die Ausbildung der Ingenieure in der römischen

Kaiserzeit. Mitteil. z. Gesch. d. Medizin u. d. Naturw. 1907. S. 17.

[509] Epistol. III, 5.

[510] Epistol. III, 5.

[511] Siehe Abschnitt 7 dieses Bandes.

[512] Rerum rustic. libri tres. I. 12, 2.

[513] Siehe S. 100 dieses Bandes.

[514] *Haeser*, Lehrbuch der Gesch. d. Medizin. Jena 1875. 1. Bd. S.

254.

[515] *Cornelius Celsus*, Über die Grundfragen der Medizin, als 3.

Band von *Voigtländers* Quellenbüchern herausgegeben von Dr. *Th.

Meyer-Steineg*. *Celsus* war kein Arzt, wenn er auch eins der besten

medizinischen Werke geschrieben hat. Er wurde wahrscheinlich in Verona

geboren und starb in Rom.

[516] Siehe *Heeger*, Zur Geschichte der Blutstillung im Altertum und

Mittelalter (Wiener klin. Wochenschrift 1910. S. 1006 u. 1079). Über

*Parés* Verfahren der Arterienunterbindung siehe später.

[517] *Pron*, Les maladies de l'estomac et du foie et leur traitement

dans Celse. La France Médic. 1910. S. 374.

[518] Seine Vaterstadt war Prusa in Bithynien.

[519] *Montigny*, Quaestiones in Plinii nat. hist. de animalibus

libros. 1844, und *Müntzer*, Beiträge zur Quellenkritik der Naturgesch.

des Plinius. 1897.

[520] In einem *Plinius* gewidmeten Bande der »Klassiker der

Naturwissenschaft und Technik«, die bei Eugen Diederichs in

Jena erscheinen, habe ich dasjenige aus der »Naturgeschichte«

zusammengestellt, was besonders geeignet ist, von dem

wissenschaftlichen Geist des Altertums, soweit er sich in *Plinius*

spiegelt, und den Errungenschaften jener Zeit ein Bild zu geben.

Die Herausgabe ist durch den Krieg verzögert worden, wird aber

voraussichtlich im nächsten Jahre erfolgen.

[521] Eine Handschrift, nach der die übrigen angefertigt wurden, findet

sich im Vatikan. Ein von Dr. *H. Philipp* herrührender Auszug erschien

als 11. und 31. Band von Voigtländers Quellenbüchern.

[522] Als Beispiel diene der 6. Abschnitt von *Dannemann*, Aus der

Werkstatt großer Forscher. Leipzig, W. Engelmann. 1908.

[523] *Plinius*, VII. 1.

[524] Einen ausführlichen Artikel über Gartenbau im allgemeinen enthält

*Paulys* Realenzyklopädie f. d. klass. Altert. im VII. Bande auf S.

768-841.

[525] *Plinius*, Naturgeschichte. II. 65.

[526] *Plinius*, Naturgeschichte. II. 75.

[527] *Koppernikus* erwähnt, er habe bei *Cicero* und *Plutarch*

gelesen, daß die heliozentrische Lehre im Altertum Anhänger gefunden

habe. *Copernicus*, De revolutionibus (Ausg. v. *Curtze*). S. 6.

[528] *Plinius*, Naturgeschichte. II. 40.

[529] A. a. O. II. 99.

[530] A. a. O. II. 97.

[531] A. a. O. XI. 3.

[532] Nach *H. Bretzl*, Die botanischen Forschungen des Alexanderzuges.

Leipzig 1903. Siehe auch S. 142 dieses Bandes.

[533] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. 4 Bände. 1854.

[534] *v. Humboldt*, Kosmos. Bd. II. 1847. S. 230.

[535] *Galen* fußte besonders auf *Erasistratos*, einem der

bedeutendsten Anatomen der vorchristlichen Zeit (geb. 280 v. Chr.),

der auch den Bau des Gehirns untersucht haben soll. Sein Zeitgenosse

*Herophilos* lieferte eine genaue Beschreibung des Auges.

[536] *A. Hirsch*, Geschichte d. Medizin. S. 10.

[537] *H. Haeser*, Lehrbuch d. Gesch. d. Medizin. Jena 1853. Bd. I. S.

154.

[538] *Galen* meint, daß man den belebenden Bestandteil der Luft, den

er als Pneuma bezeichnet, später noch entdecken werde.

[539] *Galen* war ein außerordentlich fruchtbarer und vielseitiger

Schriftsteller. Man kennt (nach *Christ*, Geschichte der griech.

Literatur, S. 630) mehr als 350 *Galen*sche Schriften, von denen 118

echte und 45 zweifelhafte erhalten sind. Die meisten sind medizinischen

Inhalts. Geschätzt war vor allem eine kurz gefaßte Therapeutik

(τέχνη ἰατρική), die im Mittelalter unter dem Namen »Mikrotechnikum«

bekannt war. Außerdem hat *Galen* auch Schriften philosophischen und

grammatischen Inhalts verfaßt, z. B. Kommentare zu *Platons* »Timaeos«,

zu *Aristoteles* und zu *Theophrast*. Die Hauptausgabe der *Galen*schen

Schriften ist die Aldina (1525; ed. *Chartrier*, Paris 1679). Eine

ausführliche Darstellung der Bedeutung *Galens* enthält *Paulys*

Realenzyklopädie des klass. Altert. Bd. VII. S. 578-591.

[540] *Galenos.* Sieben Bücher Anatomie des Galen. ΑΝΑΤΟΜΙΚΩΝ

ΕΓΧΕΙΡΗΣΕΩΝ ΒΙΒΛΙΟΝ Θ - ΕΙ. Zum ersten Male veröffentlicht nach den

Handschriften einer *arabischen Übersetzung* des 9. Jahrh. n. Chr.,

ins Deutsche übertragen und kommentiert von Dr. med. *Max Simon*. I.

Band: *Arabischer Text*. Einleitung zum Sprachgebrauch, Glossar mit

2 Faksimiletafeln. LXXXI u. 362 S. gr. 8^o u. 2 Tafeln. II. Band:

*Deutscher Text*. Kommentar, Einleitung zur Anatomie des *Galen*. Sach-

und Namenregister. -- Leipzig, J. C. Hinrichs, 1906. LXVIII u. 366 S.

gr. 8^o.

Die ersten 8 Bücher von *Galens* Anatomie und ein Stück des 9. Buches

sind im griechischen Urtext bekannt. In ihnen werden die Gliedmaßen,

Kopf, Hals, Rumpf, die Organe der Verdauung und die Atmungswerkzeuge

beschrieben. Das 9.-15. Buch, die *Simon* nach der arabischen

Handschrift herausgegeben hat, waren bisher so gut wie unbekannt.

Das 9. Buch bringt die Beschreibung des Gehirns. Im 10. werden die

Augen, die Zunge und die Speiseröhre, im 11. der Kehlkopf, im 12. die

Geschlechtsorgane beschrieben. Buch 13 handelt von den Gefäßen, Buch

14 und 15 von den Nerven. Es handelt sich in diesen sieben Büchern

fast überall um eigene anatomische Untersuchungen am lebenden und

toten Tiere, wobei stets auf den Menschen bezuggenommen wird. An

manchen Stellen wird der berühmte alexandrinische Anatom *Erasistratos*

zitiert. Ausdrücklich wird gefordert, daß jeder, der über Anatomie

liest, es nicht versäumen solle, die einzelnen Dinge am Tierkörper mit

eigenen Augen anzusehen.

[541] Bd. II der Ausgabe von *Simon*. S. 45.

[542] Bd. II der Ausgabe von *Simon*. S. 94.

Der häufig anzutreffende Zusatz *Klaudios* zu *Galenos* ist nicht

berechtigt. Der große Arzt ist nicht *Klaudios Galenos*, sondern

nur *Galenos* zu benennen. Siehe Mitteil. zur Gesch. d. Med. u. d.

Naturwissenschaft. 1902. S. 3.

[543] *H. Haeser*, Geschichte der Medizin. Bd. I (1875). S. 364.

Unter anderem hat *Galen* schon versucht, sich eine Vorstellung von

dem Sitz der einzelnen Funktionen des Gehirns zu machen, indem er die

Gehirnmasse schichtenweise abtrug. Siehe *Falk*, Galens Lehre vom

Nervensystem. Leipzig 1871.

[544] Näheres siehe *Gerster-Braunfels*, Abriß der Geschichte der

Jatrohygiene vom Altertum durchs deutsche Mittelalter bis zur Neuzeit.

[545] *Dioskorides* lebte im 1. Jahrhundert n. Chr. Die authentische

Namensform ist *Dioskurides*; *Dioskorides* ist aber die allgemein

übliche. Er war Grieche und besuchte als Arzt im Gefolge römischer

Heere viele Länder. Seine Werke wurden griechisch und lateinisch

von *Sprengel* herausgegeben. Leipzig 1829. (Diese Ausgabe ist

völlig überholt durch die neuere von *Wellmann*.) Sie sind in vielen

Handschriften erhalten. Berühmt ist der mit Abbildungen versehene Kodex

der Wiener Bibliothek aus dem 6. Jahrhundert, der in Konstantinopel

für Maximilian II. erworben wurde. (Siehe *W. Christ*, Geschichte der

griechischen Literatur. München 1889. S. 629.) Zu beachten ist auch

der Artikel über *Dioskorides* von *M. Wellmann* in *Pauly-Wissowas*

Realenzyklopädie. V. 1131.

[546] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. II. S. 113.

[547] Bd. II. S. 94.

[548] *O. Warburg*, Geschichte der angewandten Botanik (Berichte der

Deutsch. bot. Gesellsch. XIX [1901]. S. 159).

[549] *Warburg*, a. a. O. -- Das Wichtigste über den Ackerbau

bei den alten Völkern enthält der Artikel »Ackerbau« in *Paulys*

Realenzyklopädie der klass. Altertumswiss. 1894. S. 261 u. f.

[550] *Seneca* erwähnt solche Beete als neuere Erfindung.

[551] *Cato*, De re rustica. Eine treffliche Ausgabe rührt von *Keil*

(1892) her. *Cato* starb 149 v. Chr.

[552] Auch *Marcus Terentius Varro*, der zur Zeit *Ciceros* lebte,

schrieb ein Buch über die Landwirtschaft. Näheres siehe unter den

Quellen des *Plinius*. *Varros* »De re rustica« wurde 1884 gleichfalls

von *Keil* herausgegeben.

[553] *L. Wittmack*, Die in Pompeji gefundenen pflanzlichen

Reste. *Englers* Botanische Jahrbücher. 33. Bd. (1903). S. 38-63.

Identifiziert wurden unter anderem: Allium Cepa, Amygdalus communis,

Castanea vesca, Corylus Avellana, Iuglans regia, Lens esculenta, Olea

europaea, Panicum italicum, Panicum miliaceum, Phoenix dactylifera,

Pinus Picea, Pisum sativum, Prunus persica, Triticum vulgare, Vicia

Faba, Vitis vinifera.

Es handelt sich bei diesen Resten um Samen und Früchte.

Auf den Wandgemälden Pompejis sind etwa 50 Pflanzen dargestellt, die

sich identifizieren ließen, während dies bei manchen nicht möglich

war. *Comes*, Darstellung der Pflanzen in den Malereien von Pompeji.

Stuttgart 1895.

[554] *Plutarch*, Vita Demetrii.

[555] *Vergil* widmete *Lukrez* die Worte: »Felix, qui potuit rerum

cognoscere causas«, ein Ausspruch, der später auf *Newton* angewandt

wurde. Siehe *Vergils* Georgica II, 490.

[556] Lucretius. Deutsch von *Max Seydel*. München, R. Oldenbourg,

1881. 2. Gesang, V. 258 u. f.

[557] Nach *Vitruv* dagegen werden die Quellen durch das in den Boden

sickernde Regenwasser gespeist.

[558] allerdings wohl vielfach interpolierten.

[559] Quaest. natur. 1, 6.

[560] *Plinius*, Hist. nat. 37, 5. Diese Stelle ist jedoch unklar und

ihre Deutung nur unsicher.

[561] *Poggendorffs* Ergänzungsband 4. S. 452.

[562] Nach einer Mitteilung des *Berosos*.

[563] *Seneca*, Quaestiones VII. 22 u. 23.

[564] *A. v. Zittel*, Geschichte der Geologie und Paläontologie. 1899.

S. 10.

[565] *Vitruv*, De architectura 8, 3.

[566] Die chemischen Kenntnisse des *Plinius* in *E. v. Lippmanns*

Abhandlungen u. Vorträge zur Geschichte der Naturwissenschaften.

Leipzig 1906. Im 2. Bande der Abhandlungen und Vorträge von *Lippmanns*

(Leipzig 1913) findet sich in der zweiten Abteilung Wichtiges über die

chemischen und physikalischen Kenntnisse der Griechen zusammengestellt.

[567] *Plinius* 36, _{64}.

[568] *Plinius* 36, _{66} u. _{67}.

[569] Jahresbericht über die Fortschr. d. klass. Altertumswiss. 1902.

Bd. III. S. 26-82 (*Stadlers* Bericht).

[570] *E. v. Meyer*, Geschichte der Chemie. 1914. S. 17.

[571] *E. v. Lippmann*, Abhandlungen u. Vorträge z. Gesch. d.

Naturwissenschaften. Leipzig 1906. S. 56.

[572] Die bekannten Erzählungen über das »Auflösen« der glühend

gemachten Felsen mit Essig durch *Hannibal*, u. dgl., gehen jedoch

nach *v. Lippmann* auf die rein abergläubische Vorstellung zurück, daß

der Essig von äußerster Kälte sei und daß deshalb das Zusammentreffen

dieses Extrems mit der Glut des Feuers auch ganz außergewöhnliche

Wirkungen bedinge.

[573] Über die alexandrinischen Bücherschätze und deren Schicksale

siehe auch *Ritschel*, Breslau 1838, sowie *F. Schemmel*, Die

Hochschule von Alexandrien im 4. u. 5. Jahrh. n. Chr. Neue Jahrbücher

f. d. klass. Altertum. 1909. S. 438. Nach der dort gegebenen

Darstellung wurde die große Bibliothek mit ihren 400000 Bänden erst 272

n. Chr. zerstört.

[574] *Johannes Frischauf*, Grundriß der theoretischen Astronomie und

der Geschichte der Planetentheorien. 2. Auflage. Leipzig 1903. S. 104.

Die Änderung der Geschwindigkeit der scheinbaren Sonnenbewegung erklärt

sich daraus, daß die Erde im Winter der Sonne näher ist als im Sommer.

[575] *Frischauf*, a. a. O. S. 103.

[576] Durch *Kalippos*.

[577] Der exzentrische, mit dem Epizykel verbundene Kreis wurde als der

deferierende Kreis bezeichnet.

[578] Aus dem arabischen Artikel und dem ersten Wort des griechischen

Titels (ἡ μεγίστη σύνταξις) entstanden. Die Übersetzung ins Arabische

fand spätestens um 827 statt. Seit dem 12. Jahrhundert wurde der

Almagest wiederholt ins Lateinische übertragen. Eine ungenügende

Ausgabe des griechischen Textes nebst einer Übersetzung ins

Französische veranstaltete *Halma* (2 Bde., Paris 1813-1816). Eine

griechisch-lateinische Ausgabe besorgten *Wilberg* und *Grashof*,

Essen 1838-1845. Unter den neueren Schriftstellern, die den Almagest

zugänglich gemacht haben, ist neben *Heiberg* besonders *Manitius*

zu nennen (Des Claudius Ptolemaeus Handbuch der Astronomie. Aus dem

Griechischen übersetzt und mit erklärenden Anmerkungen versehen von

*Karl Manitius*. Leipzig 1912. B. G. Teubner).

[579] Die Zahl der mit bloßem Auge sichtbaren Fixsterne beläuft

sich auf 4-5000. *Hipparch* stellte das erste wissenschaftliche

Fixsternverzeichnis mit Angabe der Positionen und der

Größenverhältnisse auf.

[580] Es bildet das 7. Buch des Almagest und wurde 1795, übersetzt

und erläutert, herausgegeben von *J. E. Bode*: J. E. Bode, Claudius

Ptolemäus' Beobachtung und Beschreibung der Gestirne. Berlin 1795.

[581] Die beste Ausgabe rührt von *Halley* her. Sie erschien in Oxford

im Jahre 1758.

[582] Eine lateinische Übersetzung von *Xylander* (Basel 1575)

vermittelte zuerst die Kenntnis von *Diophants* Werken.

[583] *M. Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. I. S. 402.

[584] *Diophant*, lib. VI. 19. Näheres siehe *Cantor*, I. S. 407.

[585] *H. Hankel*, Die Entwicklung der Mathematik in den letzten

Jahrhunderten. S. 10.

[586] Die erste brauchbare Ausgabe rührt von *Halley* her. Sie erschien

in Oxford im Jahre 1758.

[587] Aus *Repsold*, Zur Geschichte der astronomischen Meßwerkzeuge.

1908.

[588] D. h. Sternfasser. Über noch vorhandene Astrolabien gibt der

Bericht über die Ausstellung im South Kensington Museum (Berlin 1877.

S. 394 u. f.) Auskunft.

Nach dem Almagest (V, 1) war das von *Ptolemäos* benutzte Astrolab

eine Art Armillarsphäre, da es aus einem System teils fester, teils

beweglicher, mit Absehen (Dioptern) versehener Ringe bestand.

[589] Im einzelnen hat dies neuerdings *Repsold* dargetan. S. S. 256.

[590] *Repsold*, a. a. O. S. 6.

[591] *Diels*, Antike Technik. S. 25. In dem noch erhaltenen Turm der

Winde in Athen befand sich eine Wasseruhr, während außen eine Sonnenuhr

und eine Wetterfahne angebracht waren. Unter dem Gesimse sind die

acht Hauptwinde allegorisch dargestellt. Auf sie zeigt der Pfeil der

Wetterfahne je nach der Richtung des herrschenden Windes.

[592] Herausgegeben von *Nobbe*. 3 Bde., Leipzig 1843-1845. Eine

deutsche Übersetzung findet sich im 1. Bande der »alten Geographie« von

*Georgii* (Stuttgart 1838) auf dem Titel als Anhang angekündigt, ist

aber nie erschienen. Eine Übersetzung der Kapitel 21-24 findet sich im

Jahresbericht des Kgl. Gymnasiums zu Chemnitz von 1909. Sie rührt von

*Th. Schöne* her.

[593] *C. Ritter*, Geschichte der Erdkunde u. d. Entdeckungen. Berlin

1861.

[594] Siehe S. 189.

[595] So hatte *Marinus* die Längenausdehnung der den Alten bekannten

Welt (von den glückseligen Inseln bis zur Südostküste Chinas) auf 225°

angegeben. *Ptolemäos* beschränkte diese Ausdehnung auf 180°. Ihr

tatsächlicher Wert ist 140°.

[596] Siehe die Abhandlung von *Th. Schöne* über »Die Gradnetze

des Ptolemäos im ersten Buche seiner Geographie.« Chemnitz 1909

(Programmbeilage des Kgl. Gymnasiums).

[597] *Strabons* Erdbeschreibung, übersetzt von *Forbiger*, Stuttgart

1856-1862. Eine neuere Ausgabe veranstaltete *Meineke*, Leipzig 1866.

Siehe *A. v. Humboldt*, Examen critique de l'histoire de la géographie.

I. 152-154. *Strabon* war griechischer Abstammung, lebte indes meist

in Rom. Er wurde 63 v. Chr. geboren und lernte einen großen Teil des

römischen Weltreichs durch eigene Anschauung kennen; er schrieb in

griechischer Sprache.

[598] Im 3. Abschnitt seines I. Buches.

[599] *Eratosthenes* erblickte auch in den Salzseen der Landenge von

Suez den Beweis dafür, daß diese Landenge früher vom Meere bedeckt war.

[600] *Vitruvius*, De architectura VIII, 1.

[601] *Seneca*, Naturales quaestiones III, 5 und 28. *Seneca*,

römischer Dichter und Philosoph, lebte von 4 v. Chr. bis 65 n. Chr.

Eine Übersetzung seiner Werke veranstalteten *Moser* und *Pauly*,

Stuttgart 1828-1855. Eine neuere Ausgabe rührt von *Haase* her

(Teubner, 1893 und 1895).

[602] *L. v. Ranke*, Weltgeschichte III, 313.

[603] *O. Peschel*, Geschichte der Erdkunde. S. 12.

[604] *C. Ritter*, Gesch. der Erdkunde und Entdeckungen. Berlin 1861.

[605] *Marinus* aus Tyrus lebte im 2. Jahrhundert n. Chr. kurz vor

*Ptolemäos*. Er bemühte sich, für jeden Ort die Länge und die Breite

festzustellen.

[606] Die in den auf uns gekommenen Handschriften »der Geographie«

enthaltenen Karten rühren allerdings nicht von *Ptolemäos* selbst,

sondern von einem jüngeren Zeitgenossen her, der die vorhandenen Karten

einer Durchsicht und Verbesserung unterzog.

[607] Eine Ausgabe mit lateinischer Übersetzung gab *Fr. Hultsch*

heraus. Berlin 1875-1878. Im Jahre 1871 erschien das VII. und VIII.

Buch mit deutscher Übersetzung von *Gerhardt*.

[608] Über die eigentümlichen Schicksale der »Optik« des *Ptolemäos*

berichtet *Wilde* in seiner Geschichte der Optik, Bd. I. S. 51 u. f.

Danach war das Werk *Roger Bacon*, *Regiomontan* und auch noch zu

Anfang des 17. Jahrhunderts bekannt. Dann galt es lange als verloren,

bis es vor einigen Jahrzehnten in einer lateinischen Übersetzung aus

dem Arabischen wiederentdeckt wurde. Eine kritische Ausgabe besorgte

*Gilberto Govi*: L'ottica di Claudio Tolemeo. Torino 1885.

[609] Die Werte in Klammern sind aus dem Brechungsindex n = 1,3335

berechnet (nach *J. Hirschberg*, Zeitschr. f. Psychologie u.

Physiologie der Sinnesorgane. XVI. S. 331).

[610] *Alhazen* im 7. Buche seiner Optik. Siehe an späterer Stelle

dieses Bandes.

[611] Sie wurde griechisch und deutsch von *R. Schöne* herausgegeben

(Berlin 1897).

[612] So heißt es bei *Aristoteles* (de anima I. 2): »Auch *Thales*

scheint die Seele für etwas Bewegendes gehalten zu haben, da er von dem

Magneten sagt, daß er eine Seele besitze, weil er das Eisen bewegt.«

[613] *Lukrez* VI, v. 1043-1044. *Lukrez* lebte von 98 bis 55 v. Chr.

Seine aus sechs Büchern bestehende Schrift »De rerum natura« befaßt

sich mit den Grundlehren der Physik, der Psychologie und der Ethik. Von

den Ausgaben sei hier diejenige *Lachmanns* erwähnt. 4. Aufl. Berlin

1871. Eine Übersetzung rührt von *Seydel* (München 1881) her.

[614] *Lukrez* VI, v. 1005-1006.

[615] Eingehend berichtet über die Kenntnisse der Alten auf dem Gebiete

der magnetischen und elektrischen Erscheinungen unter Anführung

zahlreicher Literaturstellen *A. v. Urbanitzky* im 34. Bande der

Elektrotechnischen Bibliothek. Wien, A. Hartlebens Verlag, 1887.

[616] *Plinius*, Naturgeschichte, Buch 37, Kap. 12.

[617] So erwähnt *Theophrast* in seinem Buche über die Steine einen

Edelstein, welcher durch Reiben elektrisch werde.

[618] *Plinius*, Naturgeschichte, Buch 2, Kap. 50 u. 55.

[619] *Plinius*, Naturgeschichte, Buch 2, Kap. 37.

[620] *R. Hennig* im Archiv f. Gesch. d. Naturw. u. Technik. Bd. II.

Heft 1.

[621] *Oppian*, de piscat. 2. 43.

[622] *Plinius*, 32, 1 u. 2.

[623] *Aelian*, 9, 14.

[624] Galeni opera, ed. *C. S. Kühne*. Bd. XII. S. 365.

[625] *Meyer*, Gesch. d. Chemie. S. 16.

[626] Siehe auch *Berthelot*, Les origines de l'Alchimie. Paris 1885.

*Berthelot* gilt als einseitig und durch neuere Forschungen, vor allem

die *v. Lippmanns*, überholt.

[627] Neuerdings hat man Gegenstände aus ziemlich reinem Zinn in

ägyptischen Gräbern gefunden.

[628] Liquor aeternus, venenum rerum omnium.

[629] Der Urtext dieser Schriften nebst französischer Übersetzung wurde

von *Berthelot* in den Jahren 1887 und 1888 unter dem Titel »Collection

des anciens alchimistes grecs« veröffentlicht.

*Berthelot* (Die Chemie im Altertum u. Mittelalter. Deutsch von

*Kalliwoda* und *Strunz*. 1909. S. 5) hat Texte griechischer Chemiker,

sowie diejenigen von syrischen und arabischen veröffentlicht und

zugänglich gemacht, darunter auch Handschriften, die bis dahin in den

Bibliotheken von Paris, London und Leyden vergraben und vergessen waren.

Etwas anders, wie auf dieser Seite angegeben, stellt sich der Beginn

der Alchemie nach *v. Lippmann* dar. Näheres darüber siehe im Anhange

und in *v. Lippmanns* »Alchemie«.

[630] *Diels*, Antike Technik. S. 111.

[631] Siehe die hiervon abweichende Meinung *v. Lippmanns* in dessen

»Alchemie«.

[632] *Berthelot* a. a. O. S. 20.

[633] Einen Beitrag über *Hermes Trismegistos* enthält *Paulys*

Realenzyklopädie d. klass. Altert. im VIII. Bande auf S. 792-822.

[634] *Kopp*, Beiträge zur Geschichte der Alchemie. S. 377.

[635] *Berthelot*, Collection des anciens alchemistes grecs. Paris 1888.

[636] *Berthelot*, Collection des anciens alchemistes grecs. II. 272 u.

274.

[637] *Berthelot*, Collect. II. 276.

[638] Eine ihm zugeschriebene Abhandlung führt den Titel: »Der

alexandrinische Philosoph über Zosimos, Hermes und die Philosophen.«

[639] In ähnlicher Weise wurden die 12 Edelsteine, die man unterschied,

den 12 Tierkreisbildern zugeteilt. »Alle irdischen Dinge und alles

irdische Geschehen waren in himmlischen Vorbildern vorgezeichnet«

(*M. Berthelot*, Die Chemie im Altertum u. Mittelalter. Deutsch von

*Kalliwoda* u. *Strunz*. 1909. XV). Nach *E. v. Lippmann* sind manche

der von *Berthelot* herrührenden Angaben einseitig und unzuverlässig.

Siehe *v. Lippmanns* »Alchemie«.

[640] Die in syrischer Sprache übermittelten Lehren *Demokrits* sind in

einigen in England befindlichen Manuskripten vorhanden. Näheres darüber

siehe in *E. v. Lippmanns* Entstehung und Ausbreitung der Alchemie.

Berlin 1919. S. 40 u. f.

[641] *E. v. Lippmann*, Alchemie. S. 31.

[642] Ausführlicher bei *E. v. Lippmann*, Alchemie. S. 32.

[643] Stockholmer Papyrus (Ausg. v. *Lagercrantz*). S. 4.

[644] Eine Drachme = 4-1/2 g.

[645] Eine genaue Analyse des Inhalts beider Papyri gibt *E. v.

Lippmann* in seiner Alchemie auf S. 1-26. Nach *Diels*, Antike Technik

S. 21, läuft die Vermehrung der Metalle nicht etwa lediglich auf

Betrug, sondern ursprünglich auf die Vorstellung hinaus, daß das Metall

sich ähnlich vermehren lassen müsse wie ein in die Erde gepflanztes

Samenkorn.

[646] So sagt *H. v. Mohl* in einer 1863 gehaltenen Rede von den Alten:

»Sie blieben in den Naturwissenschaften auf einer durchaus kindlichen

Stufe und bieten ein Beispiel dafür, daß der höchste philosophische

Scharfsinn unfähig ist, in den Naturwissenschaften etwas zu leisten,

wenn er sich nicht auf die genaue Erforschung der Körper stützt.« Wie

*Mohl*, so urteilten die meisten Naturforscher während des größten

Teiles des 19. Jahrhunderts. Erst in den letzten Jahrzehnten, nachdem

der Sinn für die Geschichte der Wissenschaften bei ihren Vertretern

lebendiger wurde, ist man anderer Ansicht geworden. Und der ganze Gang

unserer bisherigen Betrachtung hat zur Genüge gezeigt, daß ein Urteil,

wie dasjenige *v. Mohls*, in seiner Allgemeinheit wenigstens, nicht

zutrifft.

[647] *Lindner*, Weltgeschichte. I. 34.

[648] Dieser richtete sich nur gegen die Heiden, nicht aber gegen

Christen, Juden und Parsen (Bem. von *E. Wiedemann*).

[649] *Lindner*, Weltgeschichte seit der Völkerwanderung. I. 96.

[650] *K. Lasswitz*, Geschichte der Atomistik. Bd. I. S. 12.

[651] *Tertullian*, De praescr. haeretic. cap. 7.

[652] Bedeutende Fragmente dieser Schrift sind als Bestandteile der

Werke von *Eusebius* auf uns gekommen (Ausgabe von *Dindorf*, Leipzig

1867. Bd. II. S. 321). Eine Übersetzung dieser Fragmente enthält:

*Georg Roch*, Die Schrift des alexandrinischen Bischofs Dionysios des

Großen »Über die Natur«. Leipzig 1882.

[653] So sagt *Lasswitz* in seiner trefflichen Darstellung der

Atomistik im Mittelalter (*K. Lasswitz*, Gesch. d. Atomistik. Bd. I. S.

29).

[654] Nach *v. Lippmann* bestritten die Kirchenväter, daß die Sterne

die Ereignisse bewirken. Daß letztere dagegen durch die Bewegungen der

Gestirne angezeigt würden, hielt man wohl für möglich.

[655] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. I. S. 305.

[656] Erlassen auf der Kirchenversammlung zu Paris vom Jahre 1209.

Siehe auch *v. Humboldts* Kosmos II. S. 31, sowie die bezügliche

Anmerkung.

[657] *Libri*, Histoire des sciences mathématiques en Italie. Bd. I. S.

82.

[658] Variarum (epistolarum) libri XII.

[659] De artibus ac disciplinis liberalium literarum.

[660] Siehe den Abschnitt über die Quellen des *Plinius*, S. 222 dies.

Bds.

[661] De consolatione philosophiae. Herausgeg. von *Peiper* 1871.

[662] *Cassiodorus*, Varia I. 45.

[663] *Boëthius*, Fünf Bücher über Musik. Deutsch von *Oscar Paul*,

Leipzig 1880.

[664] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.

[665] Ich verdanke darüber Herrn Prof. *E. Wiedemann* folgende

Bemerkung: Es scheint, als ob ein Ereignis, das sich in Persien

abgespielt hat, auf Ägypten übertragen wurde. *Ibn Khaldun*, ein

arabischer Historiker, bemerkt: Wir wissen, daß die Mohammedaner bei

der Eroberung Persiens eine Unzahl von Büchern vorfanden und daß ihr

Feldherr *Saad Ibn Abi Waggâs* beim Kalifen *Omar* anfragte, ob diese

Bücher mit der Beute an die Gläubigen zu verteilen seien. *Omar*

antwortete: »Wirf sie ins Wasser. Enthalten sie etwas, was zur Wahrheit

führt, so haben wir von Gott, was uns noch besser dahin leitet.

Enthalten sie aber Falsches, so sind wir derselben ledig.« Infolge

dieses Befehles vernichtete man die Bücher durch Wasser oder Feuer.

[666] Genaueres über das wechselnde Schicksal der in Alexandrien

aufbewahrten Bücherschätze siehe bei *Ritschl*, S. 188, Anm. 1.

[667] *Wüstenfeld*, Die Akademien der Araber und ihre Lehrer. Göttingen

1837.

[668] S. 304.

[669] Die Nestorianer waren um 450 aus dem byzantinischen Reich

vertrieben worden. Durch sie wurden die Araber mit den syrischen

Übersetzungen astrologischer und alchemistischer Schriften bekannt.

Eine selbständige alchemistische Literatur als Fortsetzung der

griechischen und syrischen schufen die Araber wohl erst während

der Herrschaft der Abbasiden (750-1258). Man kann wohl mit *E. v.

Lippmann* (Alchemie S. 357) annehmen, daß die Araber, sobald sie auf

das Treiben der Goldmacher aufmerksam wurden, sich der Alchemie nicht

aus wissenschaftlichem Interesse zuwandten, sondern weil sie durch die

Aussicht auf Gewinn dazu verlockt wurden.

[670] *M. Berthelot*, Die Chemie im Altertum und im Mittelalter.

Herausgegeben von *E. Kalliwoda* und *F. Strunz*. Leipzig und Wien

1909. *Berthelots* Buch ist nach *E. v. Lippmann* zum Teil wenig

zuverlässig.

[671] Siehe *v. Lippmann*, Über das Feuerbuch des *Marcus Graecus* in

der »Alchemie«. 1919. S. 477 u. f.

[672] Das Manuskript befindet sich im Britischen Museum. Näheres siehe

in *v. Lippmanns* »Alchemie«.

[673] Sie befindet sich in Cambridge. Siehe *Berthelot* a. a. O. S. 43.

[674] *Nestorios* war in Syrien geboren. Er war ein Anhänger des

*Anastasios*, dessen Lehre für Ketzerei erklärt wurde.

[675] Unter diesen ist die Schule zu Nisibis zu nennen und die Akademie

von Dschondisabur, die bereits im 6. Jahrhundert in hoher Blüte stand.

[676] *Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. III. S. 107.

[677] *Heller*, Geschichte der Physik. 1882. Bd. I. S. 160.

[678] Über die Zeiteinteilung und den Uhrenbau der Araber haben *E.

Wiedemann* und *F. Hauser* eine sehr ausführliche Darstellung gegeben:

Über die Uhren im Bereich der islamischen Kultur. E. Harras, Halle

1915. 272 S. -- Nach *Wiedemann* und *Hauser* ist *Einhards* Erzählung

nicht ganz zutreffend.

[679] *S. Günther*, Studien zur Geschichte der mathematischen und

physikalischen Geographie. 1877. S. 59.

[680] *Peschel*, Geschichte der Erdkunde. 1877. S. 122.

[681] *E. Wiedemann*, Bestimmungen des Erdumfanges von *Al Beruni*

(Archiv für Geschichte der Naturwiss. u. der Technik). I. Bd. (1908).

S. 66.

[682] *E. Wiedemann* a. a. O. S. 69.

[683] *Abul Wafa* (940-998). Siehe *v. Braunmühl*, Vorlesungen über

Geschichte der Trigonometrie. S. 55.

[684] *Repsold*, Zur Geschichte der astronomischen Meßwerkzeuge.

Leipzig 1908. S. 11.

[685] *Sédillot*, Mémoire sur les instrumens astronomiques des Arabes.

Paris 1841.

[686] *C. Brockelmann*, Geschichte der arabischen Literatur. 1898/1902.

Bd. I. S. 222.

[687] *C. Brockelmann*, Bd. I. S. 220.

[688] *C. Brockelmann*, Gesch. d. arabischen Literatur. Bd. I (1898).

S. 215.

[689] *Klaproth*, Sur l'invention de la Boussole. 1834.

Neuere Untersuchungen verlegen die chinesischen Angaben über den Kompaß

bis ins 4. Jahrhundert v. Chr. zurück. Siehe *E. Gerland*, Der Kompaß

bei den Arabern und im christlichen Mittelalter. Die Chinesen benutzten

den Kompaß zuerst bei Landreisen; auf Seereisen wurde er wohl nicht vor

dem 3. Jahrhundert n. Chr. gebraucht.

[690] *Heller*, Geschichte der Physik. Bd. I. S. 210.

[691] La Bible von *Guyot de Provins*.

[692] Von *Alexander Neckam*. Die betreffende Stelle lautet: »Nautae

enim mare legentes, cum beneficium claritatis solis in tempore nubilo

non sentiunt, aut etiam cum caligine nocturnarum tenebrarum mundus

obvolvitur, et ignorant in quem mundi cardinem prova tendat, acum

super magnetem ponunt, quae circulariter circumvolvitur usque dum ejus

motu cessante cuspis ipsius septentrionalem plagam respiciat.« Siehe

*Hellmann*, Die Anfänge der magnetischen Beobachtungen. Zeitschrift

der Gesellschaft für Erdkunde zu Berlin. Bd. 32. Berlin 1907. In

der Übersetzung lautet die Stelle: »Wenn die Seeleute bei nebligem

Wetter die Sonne nicht sehen oder bei Nacht nicht wissen, nach welcher

Himmelsrichtung das Schiff sich bewegt, so bringen sie eine Nadel über

einem Magneten an. Diese dreht sich so lange, bis ihre Spitze, nachdem

die Nadel zur Ruhe gekommen ist, nach Norden zeigt.«

[693] *A. Breusing*, Flavio Gioja und der Schiffskompaß. In der

Zeitschr. d. Gesellsch. f. Erdkunde zu Berlin. Bd. IV. 1869.

[694] Siehe *E. Wiedemann*, Zur Geschichte des Kompasses bei den

Arabern. Verhandl. d. Deutschen physik. Gesellschaft zu Berlin. 1907.

Bd. 9. S. 764-773. *Wiedemann* gibt darin unter anderem eine Stelle aus

dem Jahre 1232 an, aus der hervorgeht, daß man dem Eisen durch Reiben

mit dem Magnetstein die Eigenschaft gab, sich in die Nord-Südrichtung

einzustellen.

[695] Nach der Übersetzung von *E. Wiedemann*.

[696] Von den Verbesserungen, welche der Kompaß in der neuesten Zeit

erfuhr, wird an späterer Stelle die Rede sein.

[697] Das Manuskript befindet sich in Paris.

[698] *Marcus Graecus*, Liber ignium. *Berthelot*, Chimie au moyen âge.

Bd. I. S. 108.

[699] Näheres darüber siehe bei *Diels*, Antike Technik. S. 97 u. f.

Die obige nach *Diels*, der wieder *Berthelot* gefolgt ist, gegebene

Darstellung wird von *E. v. Lippmann* bestritten. (Siehe dessen

Abhandlungen und Vorträge Bd. I.) Nach *v. Lippmann* ist *Marcus

Graecus*' Schrift erst um 1250 verfaßt. Siehe auch die neueste Schrift

von *Ruska* über diesen Gegenstand. Näheres siehe im Anhang des

vorliegenden Bandes und in *v. Lippmanns* »Alchemie« S. 477 u. f.

[700] So pflegte *Ibn al Haitam* (*Alhazen*) in jedem Jahre den Euklid

und den Almagest abzuschreiben, um von dem Erlös zu leben. Siehe *E.

Wiedemann*, Ibn al Haitam, ein arabischer Gelehrter. Leipzig 1906. S.

152.

[701] Die Übersetzung wurde 1857 in der Bibliothek zu Cambridge

entdeckt und bildet das I. Heft der von dem Fürsten *Boncompagni*

herausgegebenen Trattati d'aritmetica.

[702] Trattati d'aritmetica I. 8.

[703] *Alfarabi* verfaßte eine enzyklopädische Darstellung der

Wissenschaften, die arabisch und in lateinischen Übersetzungen erhalten

ist (De scientiis). Näheres enthält die Abhandlung von *E. Wiedemann*,

Beiträge zur Geschichte der Naturwissenschaften. XI. Erlangen 1907.

(Sitzungsberichte der physikalisch-medizinischen Sozietät in Erlangen.

39. Bd.)

[704] Dieser erschien, ins Lateinische übersetzt, im Druck zuerst in

Venedig im Jahre 1493.

[705] *E. Renan*, Averroes et l'Averroisme. Paris 1852.

[706] Reliqua librorum Friderici II. imperatoris de arte venandi

cum avibus. Ed. *J. G. Schneider*. T. I. II. Lipsiae 1788/89. Siehe

auch *Carus*, Geschichte der Zoologie. München 1872. S. 206, und

*Burkhardt*, Geschichte der Zoologie. Leipzig 1907. S. 45.

[707] Opticae thesaurus Alhazeni Arabis libri VII, nunc primum editi

a *Frederico Risnero*. Basileae 1572. Vergleiche auch *Schnaase*, Die

Optik Alhazens. Programm des Friedrichs-Gymnasiums zu Stargard. 1889.

*Alhazens* vollständiger Name lautet Abû Alî Muhammed ben el Hasan

ibn el Haitam el Basri. Eine arabische, mit Abbildungen versehene

Handschrift seines Werkes wird in Leyden aufbewahrt. *Risners*

Übersetzung ist eine gekürzte, indes getreue Wiedergabe des Originals.

Über eine spätere arabische Bearbeitung von *Alhazens* Optik hat *E.

Wiedemann* ausführlich berichtet. Siehe das Archiv f. d. Geschichte d.

Naturwiss. u. d. Technik. 1912. S. 1-53.

[708] Diese Ansicht begründet er fälschlich damit, daß die Zerstörung

der Linse eine Vernichtung der Sehkraft zur Folge habe, während die

Verletzungen anderer Teile des Auges seiner Meinung nach eine solche

Wirkung nicht hervorbringen.

[709] Im 3. Buche seiner Optik.

[710] Siehe auch *Schnaases* »Alhazen« in den Schriften der Danziger

Gesellschaft. N. Folge. Bd. VII. S. 140.

[711] Optic. Thes. VII. 48.

[712] In einem Anhange zum Optic. Thesaur.

[713] *Alhazen* nahm den Erdumfang gleich 4800 (statt 5400) Meilen an.

[714] Zeitschr. d. morgenl. Gesellsch. 1882. *Baarmann,* Ȇber das

Licht« von *Ibn al Haitam*.

[715] Optic. Thesaur. VII. 48. Siehe auch *Schnaase*, »Alhazen«, in den

Schriften der Danziger Natf. Gesellschaft. N. Folge. Bd. VII. S. 140.

[716] *Montucla* z. B.

[717] Besonders durch *Schnaase* und *E. Wiedemann*.

[718] Die Tabelle findet sich bei *Al Khazini* her, der im Jahre

1137 ein die »Wage der Weisheit« betiteltes Buch verfaßte. Siehe

*Wiedemanns* Annalen. Bd. 20. S. 539.

[719] Näheres siehe *Gerland* und *Traumüller*, Geschichte der

physikalischen Experimentierkunst. Leipzig, Wilh. Engelmann. 1899. S.

71 u. f.

[720] *E. Wiedemann*, Über das Experiment im Altertum und Mittelalter

(Vortrag).

[721] Starb 1274.

[722] Summa theologiae. Venet. 1593. T. XI. p. 407.

[723] In der Bibliothek zu Lucca. Siehe *Berthelot* a. a. O. S. 28.

[724] *E. v. Lippmann*, Alchemie. S. 405.

[725] Eine Übersetzung erschien in den »Historischen Studien«, Jahrg.

1893. Einen Auszug brachte *E. v. Lippmann* unter der Überschrift

»Chemie vor tausend Jahren« in der Zeitschrift f. angewandte Chemie.

1901. H. 26; siehe auch dessen Abhandlungen und Vorträge.

[726] Näheres siehe bei *E. v. Lippmann*, Abhandlungen und Vorträge zur

Geschichte der Naturwissenschaften. Leipzig 1906. S. 139.

[727] *E. v. Lippmann* a. a. O. S. 132.

[728] Nach *E. v. Lippmann* (a. a. O. S. 263) in der Zeit zwischen 300

und 600 n. Chr. Geb.

[729] Über die Ergebnisse der neuesten Untersuchungen, die *v.

Lippmann* hierüber angestellt hat, siehe den Anhang dieses Bandes.

[730] Deutsche Ausgaben erschienen 1710 in Erfurt und 1751 in Wien.

Eine Aufzählung der Schriften *Gebers* siehe bei *Wüstenfeld*,

Geschichte der arabischen Ärzte und Naturforscher. 1840. S. 12 u. 13.

[731] Siehe auch *E. v. Lippmann* in der Zeitschrift f. angewandte

Chemie. 1901. H. 26.

[732] *Berthelot* a. a. O. S. 61.

[733] Die wichtigsten sind die »Summa perfectionis magisterii«,

die Schrift »de inventione veritatis« und die »Alchimia Geberi«.

In der letzteren wird die Zubereitung der Salpetersäure und des

Königswassers beschrieben. Nach *Berthelot* ist es unrichtig, wenn

man annimmt, die genauere Kenntnis unserer Mineralsäuren und ihrer

Salze sei auf die arabischen Autoren des 12. und 13. Jahrhunderts

zurückzuführen. Vielmehr wurden die »komplizierten und umständlichen

Darstellungsmethoden von damals erst im lateinischen Abendland im Laufe

des 14. und 15. Jahrhunderts entwirrt«.

Die Ergebnisse der Forschungen *Berthelots* erscheinen in neuester

Zeit durch die von *E. v. Lippmann* in seiner »Alchemie« über *Geber*

veröffentlichten Untersuchungen in mancher Hinsicht anfechtbar. Siehe

den Anhang des vorliegenden Bandes.

[734] Siehe auch die Abhandlung von *E. Wiedemann*, Über chemische

Apparate bei den Arabern; erschienen in *Diergart*, Beiträge aus der

Geschichte der Chemie.

[735] *H. Kopp*, Geschichte der Chemie. Bd. I. S. 53.

[736] Na_{2}CO_{3} + Ca(OH)_{2} = 2 NaOH + CaCO_{3}.

[737]

6 KOH + 12 S = K_{2}S_{2}O_{3} + 2 K_{2}S_{5} + 3 H_{2}O

K_{2}S_{2}O_{3} + 2 HCl = 2 KCl + SO_{2} + S + H_{2}O K_{2}S_{5} + 2

HCl = 2 KCl + H_{2}S + 4 S.

[738] In den echten Schriften *Gebers* ist nach *Berthelot* diese

Theorie noch nirgends erwähnt (a. a. O. S. 65).

[739] Die Kenntnis des metallischen Zinks läßt sich nicht weiter als

bis gegen den Ausgang des Mittelalters zurückverfolgen. Nach *E. v.

Lippmann* (siehe dessen »Alchemie«) ist das metallische Zink sogar erst

in der Neuzeit bekannt geworden. Die Legierung von Kupfer und Zink, das

Messing, war dagegen schon zur römischen Kaiserzeit bekannt. Mitteil.

z. Gesch. d. Med. u. d. Naturwissensch. 1903. S. 150 u. 174.

[740] Zur Erläuterung diene folgende von *Berthelot* (a. a. O. S. 66)

wiedergegebene Stelle: »Das Kupfer wird von einem trüben und dicken

Quecksilber und einem trüben und roten Schwefel erzeugt. -- Das Zinn

wird von einem klaren Quecksilber, das kurze Zeit mit einem weißen und

klaren Schwefel gekocht wird, erzeugt. Wenn die Kochung von langer

Dauer ist, gewinnt man Silber usw. Diese Erzeugung der Metalle wird im

Schoß der Erde allerdings in dem langen Zeitraum von hundert Jahren

vollendet, aber die Kunst kann die Vollendung abkürzen. Sie wird also

in einigen Stunden oder in einigen Minuten in Erfüllung gehen.«

[741] *E. v. Lippmann*, Alchemie. 1919. S. 487. Ferner *Stillmann* und

*Sudhoff*.

[742] Eine unvollendet gebliebene Übersetzung wurde nach der

*Wüstenfeld*schen Textausgabe von *H. Ethé* im Jahre 1868

herausgegeben. Den Abschnitt, der von den Steinen handelt, hat (1895)

*J. Ruska* übersetzt und erläutert. Er wurde hier zugrunde gelegt.

[743] Siehe über den »Physiologus« an späterer Stelle.

[744] Siehe *Carus*, Geschichte der Zoologie. S. 173.

[745] *Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. III. S. 263.

[746] Ins Englische übersetzt von *S. Lee*. London 1829.

Ins Französische von *Defremerie* u. *Sanguinetti*. Paris 1854. Neue

Aufl. ebd. 1913.

[747] Näheres enthält: *Berendes*, Das Apothekenwesen, seine Entstehung

und geschichtliche Entwicklung. Stuttgart 1907. S. 61.

[748] Siehe *Hirschberg*, Über das älteste arabische Lehrbuch der

Augenheilkunde (Berichte der Berliner Akademie der Wissenschaften.

1903).

Ferner *J. Hirschberg*, Geschichte der Augenheilkunde. Zweites Buch.

1. Abteil. Geschichte der Augenheilkunde bei den Arabern. Leipzig, W.

Engelmann. 1905.

[749] *C. Brockelmann*, Gesch. d. arab. Literatur. Bd. II (1902). S. 3.

[750] *C. Brockelmann* a. a. O. Bd. II. S. 6.

[751] *F. Boll* im Reallexikon der germanischen Altertumskunde von

*Hoops* (1911-1918) unter »Astronomie«.

[752] *Hoops*, Reallexikon des german. Altertums.

[753] Er wurde 754 in Friesland erschlagen und in Fulda beigesetzt.

[754] De Universo libri. XXII.

[755] *L. Geisenheyner*, Über die Physika der heiligen Hildegard

und die in ihr enthaltene älteste Naturgeschichte des Nahegaues.

Berichte über die Versammlungen des Botan. und des Zoolog. Vereins f.

Rheinland-Westfalen. 1911. Bonn. Vgl. auch die Veröffentlichungen von

*Ch. Singer*, Oxford (siehe Mitteil. z. Gesch. d. Med. 1919. S. 338).

[756] *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 13.

[757] Vgl. *H. Würschmidt*, Archiv f. Gesch. d. Mathem. 1913.

[758] Durch den englischen Mönch *Atelhart* um 1120.

[759] Auch *Fibonacci* oder *Bonacci* genannt. Fibonacci bedeutet Sohn

Bonaccis (filius Bonacci).

[760] *Cantor*, Bd. II. S. 3.

[761] Eine ausführliche Inhaltsangabe des Liber abaci gibt *Cantor* in

seiner Geschichte der Mathematik. Bd. II. S. 7-32.

[762] Am bekanntesten ist die Ausgabe von *F. Risner*. Basel 1572.

[763] Ad Vitellonem Paralipomena, quibus astronomiae pars optica

traditur. Francof. 1604.

[764] So auch von *Cantor* in seiner großen Geschichte der Mathematik.

[765] Die Reisen des Venezianers *Marco Polo* im 13. Jahrhundert. Zum

ersten Male vollständig nach den besten Ausgaben deutsch mit einem

Kommentar, von *Aug. Bürck*. Leipzig 1845.

[766] Reste und Eier riesiger, ausgestorbener Vögel sind bekanntlich

später in Madagaskar gefunden worden (Äpyornis). Ein Auszug über die

zoologischen Angaben *Marco Polos* findet sich in *Carus*, Geschichte

der Zoologie. München 1872. S. 197 u. f.

Unter dem Titel »Chemisches bei Marco Polo« hat *E. v. Lippmann* eine

Abhandlung in der Zeitschrift für angewandte Chemie veröffentlicht.

1908. 34. Heft.

[767] Die Gründung der Städte bedeutet eine der fruchtbarsten

Errungenschaften des Mitteltalters. Dadurch erfolgte eine Loslösung

der Arbeit von der Scholle. Vor der Entwicklung der Städtefreiheiten

besaß im Mittelalter niemand Rechte und ausgiebige Lebensquellen, der

nicht mit der Scholle verknüpft war. Siehe *Grupp* im 2. Bande seiner

Kulturgeschichte d. Mittelalters.

[768] Der älteste bekannt gewordene Geldwechsel stammt aus dem Jahre

1207. Siehe *Grupp*, Kulturgeschichte d. Mittelalters. 1894. Bd. II. S.

56. Im Orient waren Wechsel, Geldanweisungen und Abrechnungsanstalten

weit älter.

[769] Beide gehören der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts an.

[770] Diese Lehre war aber nicht allgemein angenommen. (Bemerkung von

*Würschmidt*.)

[771] *M. Maywald*, Die Lehre von der zwiefachen Wahrheit, ein Beitrag

zur Geschichte der scholastischen Philosophie. Berlin 1861. Siehe auch

*J. Tyndall*, Religion und Wissenschaft, sowie *Langes* Geschichte des

Materialismus.

[772] *Jourdain*, Geschichte der aristotelischen Schriften im

Mittelalter, übersetzt von *Ad. Stahr*. Halle 1831.

[773] *Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S.

[774] In Lauingen. Als Geburtsjahr ist neuerdings mit großer

Wahrscheinlichkeit das Jahr 1207 nachgewiesen (*Enders* im Histor.

Jahrbuch der Görresgesellschaft. 1910. S. 293).

[775] Siehe auch *Peters*, Der griechische Physiologus und seine

orientalischen Übersetzungen. Berlin 1898. Das genannte Werk enthält

auch eine Geschichte der merkwürdigen Schrift.

[776] *M. Goldstaub*, Der Physiologus und seine Weiterbildung,

besonders in der lateinischen und byzantinischen Literatur. Philologus,

1901. Supplementband 8, 3.

[777] *H. Stadler*, Neue Jahrbücher f. d. klass. Altertum. 1911. S. 86.

[778] *Carus*, Geschichte der Zoologie. S. 231.

[779] Eingehender wird *Albertus Magnus* gewürdigt in *E. Meyer*,

Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 9-84. Vgl. auch *Fellner*, Albertus

Magnus als Botaniker. Wien 1881.

Eine kritische Ausgabe der botanischen Schriften rührt von *E. Meyer*

und *K. Jessen* her: Alberti Magni de vegetabilibus libri VII. Berlin

1867.

[780] *H. Stadler*, Albertus Magnus als selbständiger Naturforscher

(Forschungen zur Geschichte Bayerns. Bd. 14. S. 95-114).

[781] *H. Stadler* a. a. O.

[782] Des *Nikolaos Damaskenos*.

[783] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 40.

Anzuerkennen waren jedoch die Verdienste der Araber um die Botanik.

(Bem. von *E. Wiedemann*.)

[784] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik.

[785] Auch nach *Warburg* (Berichte der Deutschen botan. Gesellschaft.

1901. S. 153) hat das Mittelalter weder für die wissenschaftliche,

noch für die angewandte Botanik neue Bahnen erschlossen, wenn auch die

Araber auf dem Gebiete der Heilmittellehre manche neue Tatsache fanden.

[786] Nach *H. Stadler*, Albertus Magnus von Cöln als Naturforscher und

das Kölner Autogramm seiner Tiergeschichte. Leipzig 1908.

Nach der Kölner Handschrift, welche nach *Stadler* von den vorhandenen

Handschriften die beste ist, hat der Genannte eine Ausgabe der

Tiergeschichte des *Albertus Magnus* veranstaltet: Albertus Magnus, De

animalibus libri XXVI. Nach der Cölner Urschrift. Erster Band, Buch

I-XII enthaltend. Münster i. W., Aschendorff. 1916.

[787] Die *Albertus Magnus* zugeschriebenen, eigentlich alchemistischen

Werke sind nach *E. v. Lippmann* als Fälschungen zu betrachten.

[788] *Kopp*, Beiträge z. Geschichte der Chemie. 3, 64 u. f.

[789] Das Geburtsjahr steht nicht fest. Die Angaben schwanken zwischen

1210 und 1214. Doch nimmt man wohl meist 1214 an. (Feier in Oxford

1914. Vgl. »Die Roger Bacon-Commem.«.)

[790] *Sebastian Vogl*, Die Physik Roger Bacons. Inaug.-Dissertation.

Erlangen 1906.

[791] Von *Peregrinus* ist noch eine Schrift über den Magneten

erhalten. *Peregrinus* unterschied die Pole des Magneten und wies die

Anziehung der ungleichnamigen Pole nach.

[792] *Gerbert* war in Frankreich geboren. Er besuchte die arabischen

Hochschulen in Sevilla und Cordova und wurde im Jahre 999 zum Papst

gewählt; als solcher führte er den Namen *Sylvester II.*

[793] *Vogl* a. a. O.

[794] Epistola de secretis artis et naturae operibus atque nullitate

magiae. 1260. Eine Ausgabe dieser Schrift erschien im Jahre 1542 in

Paris.

Ausführlich über *Bacon* handelt *Siebert*, Roger Bacon, sein Leben und

seine Philosophie. Marburg 1861.

[795] *Bacon*, Opus tert. cap. 43. Siehe auch *K. Werner*, Die

Kosmologie und allgemeine Naturlehre des Roger Baco. Wien 1879.

[796] Opus majus cap. 1.

[797] Opus majus cap. 13.

[798] *Vogl*, Die Physik Roger Bacons.

[799] *Bacon* erklärt die Förderung des geistigen und materiellen

Wohlseins als Zweck sämtlicher Wissenschaften. Doch gibt es nach

*Bacon* ein noch höheres Ziel, das er in dem Wort ausspricht: »Humana

nihil valent nisi applicentur ad divina« (Opus majus p. 108).

[800] *Döring*, Die beiden Bacon (Archiv für Geschichte der

Philosophie. 1904. S. 341).

[801] *Clemens* IV.

[802] Eine Neuausgabe veranstaltete *J. H. Bridges*. London 1897-1909.

3 Bände. Das Werk enthält den lateinischen Text und eine ausführliche

Analyse jedes Kapitels in englischer Sprache, ferner eine Einleitung

über das Leben und die Bedeutung *Bacons*.

Eine ältere unzuverlässige Ausgabe wurde von *Jebb* (London 1733)

herausgegeben.

Zur Feier des 700. Geburtstags *Bacons* erschien 1914 ein

Erinnerungsband, der Abhandlungen über *Bacons* wissenschaftliche

Tätigkeit und Bedeutung enthält (Oxford, Clarendon press, 1914).

Genannt seien: *F. Picavet* (Paris), La place de Roger Bacon parmi les

philosophes du XIII^e siècle. -- *E. Smith* (New York), The place of R.

Bacon in the history of mathematics. -- *E. Wiedemann* (Erlangen), R.

Bacon und seine Verdienste um die Optik. -- *Pierre Duhem* (Bordeaux),

Roger Bacon et l'horreur du vide. -- *Pattison Muir* (Cambridge), Roger

Bacon, his relations to alchemie and chemistry.

[803] »Visio non completur in oculis, sed in nervo« heißt es bei ihm

(Opus majus V cap. 2).

[804] Die Brennkugel erwähnen schon *Aristoteles* und *Plinius*.

[805] *J. Würschmidt*, Roger Bacons Art des wissenschaftlichen

Arbeitens, dargestellt nach seiner Schrift »De speculis« (Roger Bacon

Commemoration Essays IX).

[806] Sine experientia nihil sufficienter sciri potest.

[807] Opus majus IV cap. 3.

[808] Ein Wort, das lebhaft an *Kants* späteren, oft zitierten

Ausspruch erinnert.

[809] De secretis operibus artis et naturae, cap. 4.

[810] Als Erfinder wird ein *Salvino degli Armati* in Florenz genannt.

Nach anderer Nachricht ist *Alexander de Spina* als Erfinder der

Brillen zu betrachten. Beide Angaben sind unrichtig. Soviel ist jedoch

sicher, daß die ersten Brillen in Italien gemacht wurden und daß dies

gegen das Ende des 13. Jahrhunderts geschah (*Wilde*, Optik. Bd. I. S.

96).

Daß der geschliffene Smaragd, mittels dessen *Nero* die Zirkusspiele

besah, ein Spiegel war, hat schon *Lessing* nachzuweisen gesucht:

*Lessing*, Antiquarische Briefe. 45. Die Erzählung kommt bei *Plinius*

vor (Nat. hist. XXXVII. S. 84. Sillig).

[811] Sie werden neuerdings als nicht echt betrachtet (*E. v.

Lippmann*).

[812] Nach einer Untersuchung von *H. W. L. Hime* (R. B. Essays, Oxford

1914) hat er aus Salpeter, Kohlenpulver und Schwefel eine explosible

Mischung wohl zufällig hergestellt und die Explosion des Gemisches

beobachtet. Die Zusammensetzung des Gemisches hat er anagrammatisch

mitgeteilt, wohl um das Geheimnis nicht allgemein zugänglich zu machen

und Schwierigkeiten bei der kurz zuvor gegründeten Inquisition wegen

dieser gefährlichen Kunst zu vermeiden. (*J. Würschmidt*, Mon.-Hefte f.

d. nat. Unterr. 1915, 264.)

[813] Nach *E. v. Lippmann* ist dies jedoch nicht zutreffend.

[814] Die Feuerwaffe wurde sehr wahrscheinlich in Deutschland erfunden.

Ihr Erfinder ist nicht bekannt. Sicher ist nur, daß sich die neue

Erfindung im 14. Jahrhundert schnell durch ganz Europa bis nach Asien

verbreitete. *Ariost* wütet im »Orlando furioso« gegen die »verruchte,

dumme Teufelskunst«, von der er sagt:

»Durch dich ging jeder Waffenruhm verloren, Die Ritterehre ward zum

eitlen Dunst!«

[815] Das Buch war eine der Enzyklopädien des Mittelalters. Es entstand

im Anfang des 15. Jahrhunderts. *Columbus* wurde dadurch mit der

Ansicht des *Aristoteles* und des *Strabon* bekannt, daß die Ostküste

Asiens durch eine Fahrt nach Westen zu erreichen sein müsse.

[816] *Tschackert*, Peter von Ailly. Gotha 1877. S. 335.

[817] Siehe *K. Werner*, Die Kosmologie und allgemeine Naturlehre des

Roger Baco. Wien 1879.

[818] »Seit die Inquisition ihre Ketzerverfolgungen anfing und

seit fanatische Pfaffenwut alle selbständigen Gedanken auszurotten

trachtete, fielen vier Jahrhunderte lang zahlreiche Schlachtopfer in

ganz Europa.« *M. Carrierre*, Die philosophische Weltanschauung der

Reformationszeit. Stuttg. 1847. S. 87.

[819] Näheres über *Pico von Mirandola* siehe bei *M. Carrierre*, Die

philosophische Weltanschauung der Reformationszeit. 1847.

[820] Es wurde 1862 nach den Handschriften von *Fr. Pfeiffer*

veröffentlicht. Die neueste auszugsweise Bearbeitung rührt von *H.

Schulz* her: *Conrad von Megenberg*, Das Buch der Natur. Die erste

Naturgeschichte in deutscher Sprache. In neuhochdeutscher Sprache

bearbeitet und mit Anmerkungen versehen von *H. Schulz*. Greifswald

1897.

[821] Es sind noch zahlreiche Handschriften vorhanden, so in Breslau,

Wolfenbüttel, Gotha, Paris, London usw. Siehe *Carus*, Geschichte der

Zoologie. S. 214.

Über das Verhältnis *Konrads von Megenbergs* zu *Thomas* schreibt

*H. Stadler* bei der Besprechung der ersten Auflage dieses Werkes

in den Neuen Jahrbüchern f. d. klass. Altert. 1911. S. 86: »Es ist

natürlich bei *Konrad von Megenberg* nicht an eine direkte Benutzung

des *Aristoteles*, *Galen*, *Plinius* oder gar des *Theophrast*, den

kein mittelalterlicher Autor wirklich kennt, zu denken, sondern alle

diese Autorenzitate *Megenbergs* stammen aus *Thomas von Cantimpré*.«

Es existieren neben den vollständigen Handschriften (in Paris und

München) des Werkes dieses Autors gekürzte. »Eine Handschrift letzterer

Form übersetzte *Konrad* und fügte gelegentlich eine naive Kritik, eine

erweiterte Moralisation und auch einige wenige sachliche Bemerkungen

hinzu.«

[822] Daß es eine große Verbreitung fand, beweisen die zahlreichen

Handschriften, die sich noch heute besonders in Süddeutschland finden.

Auch erschien es bis 1500 sechsmal im Druck.

*Megenbergs* »Buch der Natur« ist eine Übersetzung des *Thomas von

Cantimpré* und darf nicht als selbständige Arbeit betrachtet werden

(*H. Stadler*, *Albertus Magnus*, *Thomas von Cantimpré* und *Vinzenz

von Beauvais*, Natur und Kultur. 1906. S. 86-90).

[823] Siehe Ausgabe von *Schulz*, Vorrede. VI.

[824] *J. Burkhardt*, Die Kultur der Renaissance in Italien.

*Derselbe*, Geschichte der Renaissance in Italien.

[825] *Giorgio Vasari*, Vite di più eccellente pittori, scultori ed

architetti. Florenz 1550. Dasselbe deutsch 1832-1849. 6 Bände.

[826] *W. Goetz*, Mittelalter und Renaissance. Historische Zeitschrift.

Bd. 98 (1907). S. 30.

[827] *W. Goetz* a. a. O. S. 50.

[828] *G. Voigt* im Vorwort zu seinem Werke: Die Wiederbelebung des

klassischen Altertums. Berlin 1859.

[829] *Ranke*, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. Bd. I.

S. 174 u. f.

[830] Siehe auch *Libri*, Histoire des sciences mathématiques en

Italie. Bd. II. S. 173.

[831] *G. Voigt*, Die Wiederbelebung des klassischen Altertums. Berlin

1859.

[832] *G. Voigt* nach *Benvenuti Insolensis* Comment. in *Dantes*

Comoed.

[833] Auch unter dem Namen *Enea Silvio* bekannt.

[834] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 277.

[835] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 291.

[836] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 314.

[837] *Lange*, Geschichte des Materialismus. Bd. I. S. 189.

[838] *J. Ranke*, Die Geschichte des Zeitalters d. Reformation. Bd. IV.

S. 4.

[839] *A. Harnack*, Geschichte d. Akademie d. Wissensch. zu Berlin. S.

3.

[840] *A. Harnack* a. a. O. S. 3.

[841] Das »Lob der Narrheit« (Encomium moriae) fand in *Holbein* einen

seiner Bedeutung würdigen Illustrator.

[842] *Ranke* a. a. O. S. 178.

[843] Das Wort, mit dem *Hutten* sein Denkschreiben an den Humanisten

*Pirkheimer* schloß.

[844] *Peschel*, Geschichte der Erdkunde. 1877. S. 386.

[845] Auf dem Konzil zu Basel im Jahre 1437.

[846] Das Original der ersten gedruckten Karte von Deutschland befindet

sich im Germanischen Museum in Nürnberg. Die Karte (1491) rührt

von *Nicolaus von Cusa* her. Die erste in Holz geschnittene Karte

(Weltkarte) stammt aus dem Jahre 1475.

[847] De docta ignorantia. II. 1 u. 2.

[848] Nach diesem System wurde der Erde eine dreifache Bewegung

beigelegt, diejenige um ihre Achse, um zwei im Äquator befindliche Pole

und die Bewegung um die Weltpole.

[849] Über »*Nicolaus von Cusa* und seine Beziehungen zur

mathematischen und physischen Geographie« äußert sich *Günther* in den

Jahrbüchern über die Fortschritte der Mathematik (Jahrg. 1899) mit

folgenden Worten: »Er zertrümmerte die Kristallsphären der Griechen,

verkündete die Wesensgleichheit der Erde mit anderen Weltkörpern,

lehrte die Bewegung der Erde und entwarf als erster unter den Neueren

eine Landkarte in richtigem geometrischen Netz.«

[850] *Max Jacobi*, Das Weltgebäude des Kardinals Nicolaus von Cusa.

Ein Beitrag zur Geschichte der Naturphilosophie und Kosmologie in der

Frührenaissance. Berlin 1904.

[851] De staticis experimentis dialogus.

[852] *Vasari*.

[853] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. IV. S. 288.

[854] Er schuf den Kanal von Martesano, welcher den Tessin mit der Adda

verbindet.

[855] *Libri*, Histoire des sciences mathématiques en Italie. T.

III. *Dühring*, Kritische Geschichte der allgemeinen Prinzipien der

Mechanik. Berlin 1873. S. 12 ff.

[856] Vgl. *H. Grothe*, Leonardo da Vinci als Ingenieur und Philosoph.

Berlin 1874.

[857] *H. Wieleitner*, Das Gesetz vom freien Fall in der Scholastik,

bei Descartes und Galilei. Mitteilungen zur Gesch. d. Medizin u. d.

Naturwiss. Nr. 58. S. 488.

[858] Siehe auch *Fritz Schuster*, Zur Mechanik Leonardo da Vincis

(Hebelgesetz, Rolle, Tragfähigkeit von Ständern und Trägern). In.-Diss.

Erlangen 1915. 153 Seiten.

[859] Siehe auch *E. v. Lippmann* in der Zeitschrift f. Naturwissensch.

72. Bd. S. 291. Siehe auch dessen Abhandlungen u. Vorträge.

[860] Eine Zusammenstellung der wichtigsten Sätze aus dem großen, von

der französischen Akademie herausgegebenen Manuskriptenwerk *Lionardo

da Vincis* hat *Marie Herzfeld* unter dem Titel »Leonardo da Vinci, der

Denker, Forscher und Poet« herausgegeben. Jena 1906.

Das Buch *M. Herzfelds* enthält 745 Notizen *Lionardos*, die nach

bestimmten Gesichtspunkten geordnet sind: Über die Wissenschaft; Von

der Natur, ihren Kräften und Gesetzen; Sonne, Mond und Erde; Menschen,

Tiere und Pflanzen; Philosophische Gedanken; Aphorismen, Allegorien;

Entwürfe zu Briefen; Allegorische Naturgeschichte; Fabeln; Schöne

Schwänke; Prophezeiungen. Bei jeder Notiz ist auf die betreffende

Manuskriptstelle hingewiesen.

[861] Auch gegen die alchemistischen Bestrebungen wendet sich

*Lionardo*.

[862] Manuskript A. Fol. 22 v.

[863] Siehe *F. M. Feldhaus*, Leonardo, der Techniker u. Erfinder. E.

Diederichs, Jena 1913. Mit 9 Tafeln und 131 Abbildungen im Text. S. 118.

[864] *L. Darmstädter*, Handbuch zur Geschichte der Naturwissenschaften

u. der Technik. Berlin 1908. S. 136. Dort wird das Jahr 1667 als das

Jahr der Erfindung angegeben.

[865] Siehe *F. M. Feldhaus*, Leonardo, der Techniker und Erfinder.

[866] Durch *Lenormand* im Jahre 1783.

[867] *E. v. Lippmann*, da Vinci (Abhandl. u. Vortr. 1906. S. 346).

[868] Eingehender handelt von der »Anatomie des Lionardo da Vinci« *M.

Roth* im Archiv für Anatomie u. Physiologie. Jahrg. 1907. Anat. Abteil.

Suppl.-Bd. S. 1-122.

[869] Mit den biologischen Kenntnissen und Anschauungen *Lionardo

da Vincis* befaßt sich *de Toni* in seiner Schrift »La Biologia in

Leonardo da Vinci«. Discorso letto nell' adunanza solenne del R.

Istituto Veneto, il 24 maggio 1903. *De Toni* erblickt den Ausgang

der zahllosen Studien *Lionardos* in der Künstlernatur, die sich

in die Gegenstände vertieft, um sie der Wirklichkeit entsprechend

darzustellen. In *Lionardos* anatomischen Tafeln sind nach *de Toni*

die Muskeln stellenweise so genau abgebildet, wie in den besten

modernen Werken.

Das gleiche Thema behandelt *M. Holl* in der Inaugurationsrede »Ein

Biologe aus der Wende des 15. Jahrhunderts«. Graz 1905. *Holl*

weist besonders auf die methodischen Grundsätze *Lionardos* hin und

erwähnt als solche seine vergleichende Methode, die Anwendung des

Experiments, die Bezugnahme auf die Funktionen des Organismus und die

Altersveränderung der Organe usw.

[870] Im »Laokoon« und in den »Briefen antiquarischen Inhalts«.

[871] Les manuscrits de *Léonard de Vinci*. Paris 1881.

[872] Manuskript F. Fol. 69.

[873] Manuskript CA. Fol. 190v.

[874] *Gerland* u. *Traumüller*, Abb. 100.

[875] Manuskript CA. Fol. 345v. in der Übersetzung von *M. Herzfeld*

auf S. 42.

[876] Nach *E. Wiedemann* hat *Lionardo da Vinci* sehr viel von den

Arabern übernommen und ist sein schriftlicher Nachlaß zum großen Teile

eine Sammlung von Notizen.

[877] Manuskript E. Fol. 55 v.

[878] *Max Jacobi*, Nicolaus von Cusa und Lionardo da Vinci, zwei

Vorläufer des Nicolaus Coppernicus. Altpr. Monatsschr. Bd. 39. Heft 3

u. 4.

[879] Einen Vorläufer besaß *Peurbach* in *Johann von Gmunden* (1380

bis 1442), der vor *Peurbach* an der Wiener Hochschule lehrte und

wohl als der Vater der deutschen Astronomie bezeichnet wurde. Nach

*E. v. Lippmann* erhob die Universität Protest gegen diese erstmalige

Einrichtung einer Professur für Mathematik. Dieser Protest wurde aber

durch den einsichtigen Kaiser *Maximilian* I. abschlägig beschieden.

[880] *Alfons X. von Kastilien* hatte um 1250 die ptolemäischen

Planetentafeln durch neue Tafeln ersetzen lassen.

[881] *Repsold*, Zur Gesch. der astronomischen Meßwerkzeuge. W.

Engelmann, Leipzig 1907. Abt. 7. -- Vgl. hierzu *Gerbert* (*J.

Würschmidt*, Archiv f. Gesch. d. Math. 1919), der gleichfalls sich des

Quadratum geometr. bediente. Er hatte es zweifellos von den Arabern

übernommen.

[882] Die Anregung empfing *Peurbach* durch den großen Humanisten

*Bessarion* (um 1500), durch dessen Vermittlung zahlreiche Werke aus

Konstantinopel nach Italien gelangten.

[883] Es handelt sich um einen kleinen Ort dieses Namens in

Unterfranken.

[884] So berichtet *Doppelmayr* in seinem Werk »Historische

Nachrichten« von den Nürnberger Mathematicis und Künstlern. 1730. S. 22.

[885] Siehe *Doppelmayr* a. a. O.

[886] Ein mit Gradteilung und Dioptern versehener Ring, in dem sich

eine drehbare, gleichfalls mit Dioptern versehene Scheibe befindet.

Eine derartige Vorrichtung wurde schon von *Hipparch* zum Messen von

Winkeln benutzt.

[887] *Montucla*, Histoire des mathémat. Paris. An VII. Tome I. p. 307.

[888] *Repsold*, Zur Gesch. der astronomischen Meßwerkzeuge. W.

Engelmann, Leipzig 1907.

Als Erfinder des Jakobsstabes gilt der Astronom *Levi ben Gerson*. Er

hat dadurch (1325) ein bequemes Mittel für Ortsbestimmungen auf See

geschaffen.

[889] *Breusing* in der Zeitschrift für Erdkunde. Berlin 1868. Über

*Behaims* Globus, sowie andere Globen aus dem Zeitalter der großen

Entdeckungsreisen siehe: *Matteo Fiorini*, Erd- und Himmelsgloben, ihre

Geschichte und Konstruktion; frei bearbeitet von *S. Günther*. Leipzig

1895. Kapitel V. Globen fertigten auch schon die Araber an, z. B.

*Edrisi* im 12. Jahrhundert.

[890] Eine Abbildung enthält das Werk von *Ghillany*: »Geschichte des

Seefahrers M. Behaim«. Nürnberg 1853.

[891] Plastische Darstellungen der Erde fertigte man übrigens auch

schon im Altertum an (s. *Peschels* Gesch. d. Erdk. 1877. S. 51), und

die Araber stellten Himmelsgloben her.

[892] *Pierre d'Ailly* (*Petrus de Alliaco*) lebte von 1350 bis 1420.

Er war ein hoher kirchlicher Würdenträger. In seinem Weltbuch (Imago

mundi) findet sich die antike, von *Roger Bacon* wiederholte Ansicht,

Asien erstrecke sich so weit nach Osten, daß seine Küste von Spanien

aus in wenigen Tagen zu erreichen sei (*Tschackert*, Peter von Ailly.

Gotha 1877. S. 335).

[893] *Doppelmayr*, Historische Nachrichten von den Nürnberger

Mathematikern und Künstlern. 1730.

[894] *E. F. Apelt*, Die Reformation der Sternkunde von N. v. Cusa bis

auf Kepler. Jena 1852. S. 58. *Behaims* Verdienst um die Entwicklung

und die Übermittelung der wissenschaftlichen Nautik wird heute geringer

eingeschätzt. Siehe die Mitteilungen z. Geschichte d. Medizin u. d.

Naturwiss. Nr. 60. S. 21.

[895] *E. Meyer*, Geschichte d. Botanik. Bd. IV. S. 255. Zoologische

Gärten finden sich schon bei den Arabern (*E. Wiedemann*).

[896] Der Leydener Garten wurde 1577, der Heidelberger 1593

eingerichtet.

[897] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 273, ist geneigt,

den Italiener *Luca Ghini*, der in Bologna lehrte, als den Erfinder der

Herbarien zu betrachten.

In Leyden ist noch ein Herbarium von *Rauwolf* vorhanden, der 1573 in

den Orient reiste. (Mitteilung von *E. Wiedemann*.)

[898] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 284.

[899] Es ist archivalisch festgestellt, daß der Name *Koppernigk*

lautete. Das Titelblatt des 1543 in Nürnberg gedruckten Werkes enthält

zwar den Namen *Copernicus*. Es scheint hier aber ein Versehen des

Herausgebers (Rheticus) vorzuliegen. Die richtige Schreibweise

würde *Coppernicus* oder *Koppernikus* lauten. Siehe *Max Jacobi*,

»Koppernikus oder Kopernikus«. Artikel in der »Täglichen Rundschau« v.

14. 8. 1907.

[900] *Apian* lebte von 1495-1552. Er wurde von Kaiser *Karl V.*

hoch geschätzt und verfertigte für diesen eine Maschine, durch deren

Bewegung man den Lauf der Planeten darstellen konnte. Auch empfahl er

dunkle Gläser zur Beobachtung der Sonne, in der Hoffnung, auf diese

Weise den Vorübergang von Venus und Merkur sehen zu können. Auch der

Vorschlag, die Monddistanzen zum Bestimmen der geographischen Länge zu

benutzen, rührt von *Apian* her (Cosmographia § 5).

[901] Anspielung auf das *Horaz*ische nonumque prematur in annum.

[902] »Dem Reformator«, sagt *Schiaparelli* (Die Vorläufer des

Koppernikus im Altertum, S. 87), »der ein wesentlich neues Weltschema

zur Geltung bringen wollte, konnte es nicht genügen, nur eine

allgemeine Idee auseinanderzusetzen, sondern ihm fiel die Pflicht zu,

seine Idee bis zu demselben Grade der Vollendung auszuarbeiten, bis zu

dem *Ptolemäos* die seinige gebracht hatte.«

[903] *Nicolai Copernici Torinensis*, De revolutionibus orbium

coelestium, libri VI. Eine Übersetzung von *C. L. Menzzer* hat der

Koppernikus-Verein zu Thorn im Jahre 1879 herausgegeben.

[904] In dem Bestreben, die ungleichförmig erscheinenden Bewegungen

der Planeten auf gleichförmige Bewegungen zurückzuführen, nahm man

an, diese Himmelskörper beschrieben Kreise, deren Mittelpunkt sich

gleichzeitig der Peripherie eines zweiten Kreises entlang bewege; die

so entstandenen Linien nennt man Epizyklen.

[905] Siehe S. 180 u. f. d. Bds.

[906] *Schiaparelli*, Die Vorläufer des Koppernikus im Altertum,

übersetzt von *M. Curtze*.

[907] Die außerhalb des Saturn befindlichen Planeten Uranus und Neptun

wurden erst 1781, beziehungsweise 1846 entdeckt.

[908] Die hierin liegende Schwierigkeit wurde erst von *Bessel*

gehoben, der nachwies, daß die Fixsterne in der Tat infolge der

jährlichen Bewegung der Erde ihren Ort, wenn auch in sehr geringem

Maße, verändern.

[909] Die Schrift galt lange als verschollen. Sie wurde erst im

19. Jahrhundert wieder entdeckt und (1878) herausgegeben. Näheres

siehe in dem von *A. Kistner* herrührenden Bd. 39 von Voigtländers

Quellenbüchern.

[910] Die Drehung der Erde wurde durch Fallversuche, sowie den

*Foucault*schen Pendelversuch nachgewiesen, während die Fortbewegung im

Raume aus der Aberration und der Fixsternparallaxe geschlossen wurde.

[911] Anstatt 1 : 49 : 1300000.

[912] In seiner, sechs Jahre nach dem Tode des *Koppernikus*

veröffentlichten Schrift »Initia doctrinae physicae 1549« (Die

Anfangsgründe der Naturlehre) beschuldigt *Melanchthon* den

*Koppernikus*, daß er lediglich zur Befriedigung seiner Eitelkeit

Irrlehren, die schon das Altertum als bloße Gedankenspiele erkannt

habe, verbreitete (*L. Prowe*, Nicolaus Coppernicus. Bd. I, 2. S.

232). In den späteren Auflagen seiner »Naturlehre« hat *Melanchthon*

diesen Vorwurf zwar abgeschwächt, den ablehnenden Standpunkt gegen die

heliozentrische Lehre aber beibehalten. *Melanchthon* ließ sich von

der Überzeugung leiten, daß auch in den Fragen der Naturwissenschaft

die Bibel maßgebend sei. Siehe die Abhandlung von *E. Wohlwill*:

»Melanchthon und Copernicus«. Mitteil. z. Gesch. d. Med. u. d. Naturw.

1904. S. 260 u. f.

[913] Die kirchliche Behörde, der das Zensoramt oblag und die

mißliebige Bücher auf den Index, d. h. das Verzeichnis der verbotenen

Bücher setzte.

[914] *Giordano Bruno* wurde zu Nola im Jahre 1548 geboren. Er

durchwanderte lehrend Europa, geriet jedoch mit den herrschenden

kirchlichen Dogmen in Widerspruch und wurde, weil er nicht widerrufen

wollte, 1600 von der Inquisition zu Rom den Flammen übergeben. Siehe

*Landsbeck*, Bruno, der Märtyrer der neuen Weltanschauung. Leipzig 1890.

[915] De Immenso. L. III. c. 5.

[916] Wie klein erscheint *Hegel* dagegen, der aus spekulativen Gründen

annahm, daß es nicht mehr als 7 Planeten geben *könne*.

[917] *Dilthey*, G. Bruno und Spinoza. Archiv der Philosophie. 1894. S.

269 u. f.

[918] Übersetzt von *Kuhlenbeck* 1893.

[919] *Breusing*, Gerhard Kremer, genannt Merkator, der deutsche

Geograph. Duisburg 1869.

*H. Averdunk* und *J. Müller-Reinhard*, Gerhard Mercator und die

Geographen unter seinen Nachkommen. J. Perthes, Gotha 1914. VIII u. 188

S.

[920] Die »Kosmographie« erschien 1544 in Basel (zuletzt 1628). Sie kam

auch lateinisch (1550), französisch, italienisch usw. heraus.

[921] Professor der Medizin und der Astronomie in Löwen; lebte von 1535

bis 1577.

[922] Siehe *Breusings* zitierte Schrift S. 35.

[923] *Philipp Apian* (1531-1589), Sohn des Astronomen *Peter Apian*

(zu deutsch *Bienewitz*).

[924] 1526-1598.

[925] Nova et aucta orbis terrae descriptio ad usum navigantium

emendata accommodata. Duisburgi mense Augusto, 1569. Auf 8 Blättern, im

ganzen 1,26 m hoch und 2 m breit. Die Karte wurde nach den Originalen

in der Stadtbibliothek zu Breslau im Jahre 1891 von der Gesellschaft

für Erdkunde in Berlin herausgegeben.

[926] *Rumold Mercator.*

[927] Atlas sive cosmographicae meditationes de Fabrica mundi et

fabricati figura. Duysburgi Clivorum 1595.

[928] In seiner Schrift »Über die geographische Kunst«.

[929] Die Bedingung der Konformität aufgestellt zu haben, gilt

gewöhnlich als ein Verdienst *Lamberts* (siehe a. a. St.). *Mercator*

spricht sie aber fast mit denselben Worten aus. Die Bedingung der

Konformität ist dann erfüllt, wenn das Verhältnis zwischen den Breiten-

und Längengraden überall auf der Karte gewahrt bleibt.

[930] *Maurolykus*, De lumine et umbra. Venedig 1575.

[931] Die Erklärung des *Maurolykus* beruht gleichfalls auf der

geradlinigen Fortpflanzung des Lichtes; jeder Punkt der Öffnung wird

dabei als die Spitze eines von der Sonne ausgehenden Strahlenkegels

betrachtet, der auf der andern Seite der Öffnung seine Fortsetzung

findet.

[932] *J. P. Portae Neapolitani*, Magia naturalis. 1553 (nicht mehr

vorhanden). 1560. 1589.

[933] Eine Beschreibung der schon viel älteren Lochkamera findet

sich auch bei *Lionardo da Vinci*. Sie lautet: »Wenn die Bilder von

beleuchteten Gegenständen durch ein kleines Loch in ein sehr dunkles

Zimmer fallen, so sieht man diese Bilder im Innern des Zimmers auf

weißem Papier, das in einiger Entfernung von dem Loche aufgestellt ist,

in voller Form und Farbe. Sie sind aber in der Größe verringert und

stehen auf dem Kopfe.« Die Umkehrung des Bildes leitete *Lionardo da

Vinci* ganz richtig von dem Gang der Lichtstrahlen ab.

Von früheren abendländischen Gelehrten haben sich *Vitello*, *Peckham*

und *Roger Bacon* mit der Abbildung der Sonne durch verschieden

gestaltete Öffnungen beschäftigt; im 14. Jahrhundert hat sich *Levi

ben Gerson* der Camera obscura zu Beobachtungen bei Sonnen- und

Mondfinsternissen bedient, *Maurolykus* im 15. Jahrhundert eine

genügend richtige Abbildung der Sonne durch eine enge Öffnung gegeben.

Von den arabischen Gelehrten hat schon *Alkindi* (750-800) den

Strahlengang für den Fall der Lochkamera untersucht, dann haben der

große *Ihn al Haitam* und sein ebenfalls bedeutender Kommentator *Kamâl

al Dîn* die Theorie ausführlich entwickelt. (*J. Würschmidt*, Zeitschr.

f. math. u. naturwiss. Unters. 1915, 466.)

[934] *W. Schmidt*, Heron von Alexandrien im 17. Jahrhundert. In den

Abhandlungen z. Gesch. d. Mathem. 8. Heft (1898). S. 195.

[935] *Porta*, Pneumaticorum libri tres. Neapoli 1601.

[936] Seine Vorrichtung, mit Hilfe gespannter Dämpfe Wasser zu heben,

kann noch nicht als Dampfmaschine bezeichnet werden. Außerdem ist es

zweifelhaft, ob *de Caus* ein Franzose oder ein Deutscher war.

[937] *Gilbert*, De magnete. I, 1. Von dem Deutschen *Georg Hartmann*

(1489-1564) rührt eine noch ältere, aber ganz ungenaue Beobachtung der

Inklination her (9 Grad anstatt etwa 70 Grad).

[938] Deliciae physico-mathematicae. Nach dem Tode *Schwenters*

erschienen. Eine Übersetzung rührt von *Harsdörffer* her.

[939] A. a. O. 3. Teil XIX.

[940] A. a. O. 11. Teil XVIII.

[941] Dieses Holz hatten Jesuiten in Mexiko kennen gelernt; es wurde

Nierenholz (lignum nephriticum) genannt, weil man es gegen Nieren- und

Blasenkrankheiten anwandte.

Ausführlicher hat *G. Berthold* über die Geschichte der Fluoreszenz in

*Poggendorffs* Annalen der Physik und Chemie, Bd. 158 (1876) S. 620,

berichtet. Danach rührt die älteste Nachricht über die Fluoreszenz

eines Aufgusses des lignum nephriticum von *Monardes* (16. Jahrh.)

her. Auch *Boyle*, *Grimaldi*, *Newton* und andere haben sich mit dem

Phänomen beschäftigt. *Newton* hat zuerst den Aufguß in homogenem

Lichte untersucht. Eingehender geschah dies durch *E. Wünsch* (Versuche

und Beobachtungen über die Farben. Leipzig 1792). Bei *Musschenbroek*

findet sich die Bemerkung, daß Erdöl dieselbe Erscheinung zeige wie

der Aufguß des Nierenholzes (Introductio ad philos. nat. 1762. Bd.

II. S. 739). *Goethe* beschrieb sie an dem Aufguß der frischen Rinde

der Roßkastanie (Nachträge zur Farbenlehre. Nr. 10). Da indessen die

Erklärung dieser Erscheinung nicht gelang, geriet sie in Vergessenheit,

bis sie um die Mitte des 19. Jahrhunderts zum Gegenstande sehr

eingehender Experimentaluntersuchungen gemacht wurde. (Siehe Bd. IV.)

[942] Sie soll um 1630 erfolgt sein.

[943] Siehe *Wilde*, Geschichte der Optik. Bd. I. S. 294.

[944] Schon im 13. Jahrhundert versuchte der Deutsche *Jordanus

Nemorarius*, mechanische Probleme auf dynamischem Wege zu lösen (Liber

Jordani Nemorarii de ponderibus. Herausgegeben von *Peter Apian*,

1533). Näheres siehe *Gerland* und *Traumüller*, Geschichte der

physikalischen Experimentierkunst. Leipzig, W. Engelmann. 1899. S. 78

u. f.

[945] *Tartaglia*, Nuova scienza (Venedig 1537).

[946] Nach *v. Lippmann*.

[947] Dies geschah im Jahre 1423.

[948] Übrigens betrieb Karl VII. von Frankreich, dem die Engländer den

Thron zugunsten ihres Königs Heinrich VI. streitig machten, dieselbe

Art von Falschmünzerei.

Siehe auch *H. Schelenz*: »Hermes und seine Kunst, Alchemie in

England«. Pharmazeutische Post. Wien 1902. Nr. 6. Danach wurde im Jahre

1440 einer englischen Firma sogar das Privileg zur Herstellung von

künstlichem Gold gegeben. Doch sank dadurch der Wert der englischen

Goldmünzen um die Hälfte. Nach *v. Lippmann* handelte es sich um

gefälschte Münzen.

[949] Es lehrte, sagt *Chamberlain* treffend, schärfer beobachten,

verdoppelte die Erfindungsgabe, flößte die kühnsten Hypothesen ein

und schenkte endlose Ausdauer und Todesverachtung (*Chamberlain*,

Grundlagen. S. 756).

[950] Siehe in *v. Lippmanns* Werk »Die Alchemie« (1919) den Abschnitt,

der von der Alchemie nach 1300 handelt (S. 495 u. f.).

[951] Vereinzelt selbst bis ins 19. Jahrhundert. So entstand 1894 in

Paris eine Société hermétique und bald darauf eine Société alchimique.

Fristeten diese Regungen ihr Dasein immer wieder durch ihre Verbindung

mit Mystik und Okkultismus, so erhielten sie neue Nahrung durch die

Umwandlungen, die man am Radium und den radioaktiven Stoffen entdeckte.

[952] Besonders die Studien *Sudhoffs*.

[953] Siehe *F. Strunz*, Theophrastus Paracelsus, sein Leben und

seine Persönlichkeit. Ein Beitrag zur Geistesgeschichte der deutschen

Renaissance. Leipzig, E. Diederichs. 1903.

[954] Siehe *E. Sudhoffs* Bericht über die neuesten Wertungen

*Hohenheims* in den Mitteil. z. Gesch. d. Medizin u. Naturwiss. 1904.

S. 475.

[955] Im Druck erschien es zuerst 1493 und zuletzt in Basel in fünf

Bänden 1523, also kurz bevor *Paracelsus* dort auftrat.

[956] Voll Selbstbewußtsein sprach er einst das Wort: »Engländer,

Franzosen, Italiener, ihr mir nach, nicht ich euch!«

[957] *Strunz* a. a. O.

[958] Über die Anfänge des Apothekenwesens im frühen Mittelalter siehe

S. 294 d. Bds.

[959] Es wurde im Jahre 1505 veröffentlicht. Der Titel lautet: »Ein

wolgeordnet vñ nutzlich büchlin wie man Bergwerck sůchen und finden

sol / von allerley Metall / mit seinen figuren / nach gelegenheyt,

des gebijrges / artlych angezeygt / Mit anhangenden Bercknamen / den

anfahenden Bergleuten vast dienstlich.« In dem Buch spricht »Daniel der

Bergner stendig / zum jungen Knappjo«. Einen Abdruck dieses seltenen

Werkes hat die »Zeitschrift für Bergrecht« in Band XXVI gebracht.

Siehe die Besprechung von *O. Vogel* in den Mitteilungen z. Gesch. d.

Medizin u. d. Naturwiss. 1909. S. 299. Ferner *W. Jacobi*, Das älteste

Lehrbuch für den Bergbau. Der Erzbergbau. 1909. Heft 3. S. 52.

[960] *Beckmann*, Geschichte der Erfindungen. Bd. III.

Siehe auch *Ranke*, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation.

Bd. V. S. 348.

[961] *Agricolas* Bergwerksbuch. Übersetzt von *Bechius* 1621.

Vgl. auch *Agricolas* mineralogische Schriften, übersetzt und

mit Anmerkungen von *E. Lehmann*. Freiburg 1816. Der Titel des

Originalwerkes lautet: De re metallica libri XII. 1556. Ein Jahr nach

dem Erscheinen von *Agricolas* »De re metallica« wurde eine deutsche

Übersetzung von *Ph. Beck* unter dem Titel »Vom Bergwerk XII Bücher«

herausgegeben. Sie erlebte mehrere Auflagen (1580, 1621). Eine neuere

deutsche Übersetzung gibt es nicht, wohl aber eine vorzügliche

englische vom Jahre 1912 (*O. Vogel*, Stahl und Eisen. Jahrg. 1916. S.

405).

[962] Vom Marktscheiden, kurzer und gründlicher Unterricht durch *E.

Reinhard*. Erfurt 1574.

[963] Über die Anregungen, die der Bergbau im Laufe der

Kulturgeschichte der Naturwissenschaft und der Technik gegeben hat,

berichtete *E. Gerland* im Archiv für Geschichte der Naturwissensch. u.

der Technik. Jahrg. 1910. S. 301 u. f.

[964] *Lindner*, Gesch. Bd. IV. S. 431.

[965] Seit 1566.

[966] Seit 1574.

[967] Historia natural y moral de las Indias.

[968] Näheres siehe in den Mitteilungen z. Gesch. d. Med. u. d.

Naturwiss. Nr. 59. S. 592.

[969] Diejenigen Stellen der Bibel, welche der Entwicklung der Geologie

besonders hinderlich waren, lauten nach der Ausgabe von *E. Kautzsch*,

Die Heilige Schrift des Alten Testaments, 1896, S. 1 und S. 750:

Da sprach Gott: Es sammle sich das Wasser unterhalb des Himmels an

einem Ort, so daß das Trockne sichtbar wird. Und so geschah es, und

Gott nannte das Trockne Erde, die Ansammlung der Gewässer aber nannte

er Meer. (Die Schöpfung der Welt. Text S. 1.)

Ehe die Berge geboren, und die Erde und der Erdkreis >hervorgebracht

wurden< und von Ewigkeit zu Ewigkeit bist du, o Gott. (Text S. 750. Ps.

90.)

[970] *Agricola*, De ortu et causis subterraneorum. Basileae 1546.

Liber tertius, p. 36.

[971] Principles of geology. 11. Aufl. Bd. I. London 1872. S. 27-28.

[972] *Georgius Agricola*, De natura fossilium. Basel 1546.

[973] Als Begründer dieser irrigen Ansicht ist *Avicenna* (980-1037) zu

betrachten. Auch *Albertus Magnus* huldigte ihr. Doch meinte er, Tiere

und Pflanzen könnten auch wohl an solchen Orten zu Stein erhärten, wo

eine steinmachende Kraft vorhanden sei. (*Zittel*, Geschichte d. Geol.

u. Paläont. 1899. S. 15.)

[974] *Konrad Gesner*, De omni rerum fossilium genere. 1565.

[975] *Zittel*, Geschichte der Geologie und Paläontologie. 1899. S. 18.

[976] *Palissy*, Discours admirable de la nature des eaux et fontaines,

des métaux, des sels et salines, des pierres, des terres, du feu et

des émaux. Paris 1580. Nach *E. v. Lippmann* wird seine Originalität

neuerdings stark bezweifelt.

[977] *Zittel*, a. a. O. S. 22.

[978] Nach *Löwenheim* stimmen *Palissy* und *Cardanus* mitunter fast

wörtlich überein. Siehe S. 74 u. 75.

[979] Den jüngsten Sohn König *Johanns des Ersten*.

[980] Siehe S. 399.

[981] Exoticorum libri X.

[982] *Sprengel*, Geschichte der Botanik. Bd. I. S. 352.

[983] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 290.

[984] Eine ausführliche Schilderung des Lebenslaufes von *Brunfels* und

seiner Verdienste um die Botanik enthält die Abhandlung von *F. W. E.

Roth*: »Otto Brunfels, 1489-1534, ein deutscher Botaniker«. Botanische

Zeitung 1901. S. 191 u. f. *Brunfels* trat als Kartäusermönch mit

den bedeutendsten Humanisten, darunter mit *Ulrich von Hutten*, in

Verbindung. Mit Hilfe des letzteren entfloh *Brunfels* dem Kloster,

um offen als Lutheraner aufzutreten. Später wirkte er als Lehrer am

Gymnasium in Straßburg. Er starb im Jahre 1534, nachdem er einige Jahre

vorher die medizinische Doktorwürde erworben hatte.

[985] *S. Killermann*, Dürers Pflanzen- und Tierzeichnungen und ihre

Bedeutung für die Naturgeschichte. Heft 119 der Studien zur deutschen

Kunstgeschichte. Mit 22 Tafeln. Straßburg 1910.

[986] *Brunfels* lernte, wahrscheinlich im Jahre 1533, die Sammlungen

*Bocks* kennen und veranlaßte ihn zur Herausgabe des Kräuterbuches.

[987] *Hieronymus Bock* (1498-1554), New Kreuterbuch von Underscheidt,

Würkung und Namen der Kreuter, so in teutschen Landen wachsen.

[988] Einige der von *Fuchs* zum ersten Male abgebildeten deutschen

Arten seien hier aufgezählt: Ligustrum vulgare, Salvia pratensis,

Hordeum vulgare, Avena sativa, Convolvulus arvensis, Lysimachia

Nummularia, Cyclamen europaeum, Lilium candidum, Paris quadrifolia,

Daphne Merzereum, Saponaria officinalis, Euphorbia Cyparissias, Prunus

spinosa, Clematis Vitalba, Ranunculus acris, Digitalis purpurea,

Genista tinctoria, Orchis Morio, Equisetum arvense, Pteris aquilina usw.

[989] Dodonaei stirpium historiae pemptades sex sive libri XXX.

Antwerpiae, ex officina Christophori Plantini, 1583, in fol.

[990] Von der Einführung amerikanischer Pflanzen handelt *S.

Killermann* in der Naturwiss. Wochenschrift. 1909. S. 193. Danach

ist der Mais in der ersten Hälfte des 16. Jahrhunderts nach Europa

gekommen. Die Agave americana wurde nach *Caesalpin* 1561 eingeführt.

Weitere Angaben finden sich über Nicotiana tabacum, Solanum tuberosum,

Capsicum annuum usw.

Mitgebracht hat den Mais übrigens schon *Columbus*, wie er (nach *E. v.

Lippmann*) selbst bezeugt.

[991] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. III. S. 325.

[992] *Conradi Gesneri*, Opera botanica. 2 Bde. Nürnberg 1751-1771.

Dieser Nachlaß *Gesners* wurde also erst lange nach seinem Tode

herausgegeben (durch *Schmiedel*).

[993] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 334.

[994] Siehe S. 337.

[995] *A. v. Humboldt*, Kosmos. Bd. II. S. 256.

[996] Pro herbis necessariis artis suae.

[997] 1540 und 1547.

[998] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. IV. S. 270.

[999] *H. Schelenz*, Über Kräutersammlungen und das älteste deutsche

Herbarium. Verhandlungen der Versammlung deutscher Naturforscher und

Ärzte. 1906. II. 2.

[1000] L. *Ranke*, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation. 5.

Bd. 4. Aufl. S. 346.

[1001] *Conradi Gesneri*, Historiae animalium libri, opus philosophis,

medicis, grammaticis, philologis, poetis et omnibus rerum linguarumque

variarum studiosis utilissimum simul jucundissimumque.

[1002] *Ulisse Aldrovandi* wurde 1522 in Bologna geboren. Er gründete

dort 1567 einen botanischen Garten. Sein Nachfolger in der Leitung

dieses Gartens war der Botaniker *Caesalpin*. *Aldrovandi*, Opera

omnia. 13 Bde.

[1003] De differentiis animalium.

[1004] Nach *Dantes* Inferno ruht Friedrich II. in einem feurigen Grabe.

[1005] Siehe S. 313.

[1006] *Eustachio* lieferte unter anderem eine genaue Untersuchung des

Gehörorgans und entdeckte dabei den Steigbügel (um 1546). Hammer und

Amboß waren schon früher aufgefunden (um 1480). *Haeser*, Geschichte

der Medizin. Bd. II. S. 61.

[1007] *L. v. Ranke*, Deutsche Geschichte im Zeitalter der Reformation.

Bd. V. S. 345.

[1008] Namens *Johann Stephan von Calcar*. Jedoch ist dessen

Autorschaft nicht sichergestellt. Siehe Mitteilungen z. Geschichte d.

Medizin u. d. Naturwiss. 1903. S. 282.

[1009] *Sprengel*, Geschichte der Arzneikunde. Bd. III. § 46-78.

[1010] *Wunderlich*, Geschichte der Medizin. Stuttgart 1859. S. 70.

[1011] De humani corporis fabrica libri VII. Basel 1543.

[1012] *Wunderlich*, Geschichte der Medizin. Stuttgart 1859.

[1013] *Fabricio ab Aquapendente* (1537-1619), De formatione ovi.

[1014] Zum Beispiel, daß die Herzscheidewand, durch die *Galen* das

Blut aus dem rechten in den linken Ventrikel hindurchtreten ließ,

undurchdringlich ist.

[1015] Sie rühren zum größten Teile von *E. Wiedemann* (Wi), *E. v.

Lippmann* (Li) und *J. Würschmidt* (Wü) her.

Einige Auszüge aus den Besprechungen der ersten Auflage.

Des Verfassers Grundriß einer Geschichte der Naturwissenschaften

hat in zweiter Auflage *G. W. A. Kahlbaum* (I, 160 und III, 75)

in anerkennendster Weise besprochen und zugleich die Gefühle

ausgesprochen, die angesichts der Erfolge dieses Werkes jeden

Historiker der Naturwissenschaften beseelen müssen. Aus den

gleichen Gründen begrüßen wir es heute freudigst, daß unser

Gesellschaftsmitglied und Mitarbeiter den zweiten Teil dieses Buches zu

einem vierbändigen Werke ausgestalten will und davon bereits den ersten

Band vorzulegen vermag.

(H. Stadler in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und

der Naturwissenschaften, Bd. X, 2. Heft.)

Der soeben erschienene 2. Band dieses großen Werkes behandelt die Zeit

von Galilei bis zur Mitte des 18. Jahrhunderts, also jene Epoche, in

welcher die Grundlagen der neueren Naturwissenschaften gelegt wurden.

Auch in diesem Bande hat sich der Verfasser mit Erfolg bemüht, eine

Darstellung zu schaffen, die nicht nur dem Historiker dient, sondern

für jeden anregend ist, der sich überhaupt für die Naturwissenschaften

interessiert.

(Kölnische Zeitung, 20. Februar 1911.)

Ähnlich wie *Cantors* Vorlesungen über Geschichte der Mathematik

ein »standard work« allerersten Ranges bleiben werden, so wird

auch *Dannemanns* Werk von bleibendem Wert sein, das für den

Geschichtsforscher wie für den Mediziner, für den Lehrer wie für den

Techniker großen Nutzen haben und dessen Lektüre für jeden, der sich

für die Naturwissenschaften interessiert, eine Quelle hohen Genusses

bilden wird.

(Monatsschrift für höhere Schulen, 1911, 6. Heft.)

Man weiß nicht, was man mehr bewundern soll, die überraschende

Belesenheit des Autors oder seine Gabe, selbst die schwierigsten

Probleme wissenschaftlicher Forschung nicht nur dem Kenner, sondern

auch dem interessierten Laien leichtfaßlich in ernst-vornehmer Form

vorzutragen.

(Pharmazeutische Zeitung, 1911, Nr. 13.)

Besonders dankenswert erscheint, wie *Dannemann* in allen diesen

Wissenschaften die verbindenden großen Gedanken herauszuschälen

weiß, die im hohen Maße geeignet sind, die Vertreter der einzelnen

naturwissenschaftlichen Disziplinen vor Einseitigkeit zu bewahren.

(Ärztliche Rundschau, 1910, XX. Jahrgang, Nr. 47.)

Dem Techniker, dem Lehrer, dem Arzte, jedem, der sich lebhafter

für Naturwissenschaften interessiert, vor allem also auch unseren

Studierenden, dürfte das Buch eine unerschöpfliche Quelle des Genusses

und der Anregung sein. Einen ganz besonderen Wert besitzt das Werk

dadurch, daß es gewissermaßen den Rahmen für *Ostwalds* Klassiker der

exakten Wissenschaften abgibt und so die Beziehungen aufweist, durch

welche die einzelnen Gebiete sich gegenseitig beeinflußt haben.

Für die Hebung der Kultur unseres Volkes kann dieses Buch, das die

Wissenschaft und ihre Erfolge als etwas Werdendes vorstellt, von

größtem Nutzen sein, da es die Erfolge fortschrittlichen Denkens

gegenüber den Schwächen dogmatischer Gesinnung aufs deutlichste

vergegenwärtigt.

(Prometheus, 26. November 1910, XXII. Jahrgang.)

L'ouvrage me paraît excellent; il a d'ailleurs une qualité

inappréciable; c'est de n'avoir pas d'équivalent.

(Revue générale des Sciences. Paris 15. III. 1912.)

Das Gesamtwerk, dessen Inhalt durch gute Register und

Literaturverzeichnisse übersichtlich zusammengehalten wird, liegt nun,

auch in äußerlich schönem Gewande, vollständig vor; es gehört fraglos

zu den *besten, bestgeschriebenen, originellsten und nutzbringendsten

der neueren naturwissenschaftlichen Literatur* und ist mehr als jedes

andere geeignet, den immer unheilvoller hervortretenden Folgen der

völligen Zersplitterung unter den Naturforschern abzuhelfen und deren

allgemeine Fortbildung wieder zu heben. Es gereicht dem Verfasser zur

Ehre, nicht minder aber auch der ganzen deutschen Literatur.

(Prof. Dr. *E. O. von Lippmann* in der Chemiker-Zeitung 1913.)

Seit Jahren empfehle ich meinen Hörern in der einführenden Vorlesung

über experimentelle Chemie das *Dannemann*sche ausgezeichnete, noch

nicht nach Gebühr verbreitete Werk »Die Naturwissenschaften in ihrer

Entwicklung und in ihrem Zusammenhange«.

(Dr. *A. Stock*, Prof. a. d. Univ. Berlin und am

Kaiser-Wilh.-Inst. Dahlem, in d. Monatsschrift f. d. chem. u.

biol. Unterr. 1920.)

Druck von Breitkopf & Härtel in Leipzig.

Von dem Verfasser erschienen ferner:

=Leitfaden für die Übungen im chemischen Unterricht der oberen Klassen

höherer Lehranstalten.= 6. Aufl. B. G. Teubner, Leipzig 1920.

=Aus der Werkstatt großer Forscher.= 430 Seiten. 3. Aufl. Leipzig 1908.

Wilhelm Engelmann.

Gebunden M. 9.-- und 50% V.-T.-Z.

»Es sei jeder, der sich bisher noch nicht mit diesem vortrefflichen

Werke bekannt gemacht hat, darauf hingewiesen, die sehr wertvolle

Bekanntschaft nicht länger hinauszuschieben.«

(Prof. Dr. =Wilh. Ostwald=.)

=Der naturwissenschaftliche Unterricht auf praktisch-heuristischer

Grundlage.= Hannover 1907. Hahnsche Buchhandlung. Geh. M. 6.--, geb. M.

6.80.

»Das Werk entwickelt in recht überzeugender Weise die Bedeutung und die

Grundzüge des praktisch-heuristischen Verfahrens. -- Der Arbeit kann

das Verdienst nicht vorenthalten werden, mit Gründlichkeit und Energie

für eine gute Sache eingetreten zu sein.«

(=J. Norrenberg=, in der =Zeitschrift für lateinloses Schulwesen

1908=.)

=Naturlehre für höhere Lehranstalten, auf Schülerübungen gegründet.=

Hannover 1908. Hahnsche Buchhandlung.

»Der Verfasser hat so alle Momente vereinigt, die zur Erteilung eines

zeitgemäßen Unterrichts von Belang sind und zwar so, daß zu dem neuen

Plane ein Übergang von dem bestehenden her möglich ist.«

(=Deutsche Literaturzeitung. 1909, Nr. 5.=)

=Handbuch für den physikalischen Unterricht.= J. Beltz, Langensalza

1919.

»Was in diesem Buche gesagt wird, faßt alle lebenskräftigen

Reformgedanken der letzten Jahre in geschickter Weise zusammen.«

(=R. Winderlich=, i. d. =Ztschr. f. d. math. u. naturw. Unterr.=)

Die Naturwissenschaften in ihrer Entwicklung und in ihrem Zusammenhange, I. Band Von den Anfängen bis zum Wiederaufleben der Wissenschaften · 第 57 / 58 题