Zahlenmystik, 80.
Zahnkaries, 46.
Zahnradübertragung, 199.
Zeitmessung, 23.
Zellentheorie, 224.
Zentralfeuer, 93.
Ziffernsystem, indisches, 305.
Zink, 42, 271.
Zinn, 42, 271.
Zitterrochen, 270.
Zoologie, Anfänge, 99, 458.
Zosimos, 274, 276, 277.
Zucker, 322.
Zweckbegriff, 73, 74.
Ergänzungen, Zusätze und Berichtigungen[1015].
(Aufgenommen, soweit der Raum es erlaubte.)
Zu S. 2: In Anmerkung 2 muß es heißen »Siehe auch *A. Wiedemann* (Wi)«.
Zu S. 11: Bezügl. der Dreiecksberechnung ist die Hypothese zu beachten,
die *M. Simon* in seiner Geschichte der Mathematik im Altertum 1909 auf
S. 46 gibt. Danach würde es sich nicht um gleichschenklige, sondern um
rechtwinklige Dreiecke handeln (Wü).
Zu S. 14: Über die ältere Geschichte der Metalle findet sich eine sehr
ausführliche Darstellung in dem Anhang zur »Alchemie« von *Lippmanns*.
Kupfer wurde danach in Ägypten schon in der Steinzeit zu Geräten
verwandt (S. 539). Silber und Eisen lernte man erst später kennen (Li).
Zu S. 15: Die Herkunft der Sumerer ist nicht sicher festgestellt. Sie
sind nicht semitischen Ursprungs und hatten schon vor 3000 eine hohe
Kulturstufe erreicht, u. a. besaßen sie eine ausgebildete Schrift, die
Keilschrift (Li).
Zu S. 19: vergleiche man *E. Hoppe*, Mathematik und Astronomie im
klassischen Altertum S. 17 u. f. (Wü).
Zu S. 19: Es verdiente schon hier erwähnt zu werden, daß die Araber
neben dem Sexagesimalsystem auch das Dezimalsystem benutzt haben (Wi).
Zu S. 31 (Dauer des synodischen Monats): Die genaue Übereinstimmung
beruht darauf, daß eine sehr große Anzahl von Umläufen genommen wurde
und nicht etwa darauf, daß die Beobachtungen bis auf Sekunden genau
waren. Es wäre wohl angebracht, hierauf besonders hinzuweisen (Wi).
Zu S. 38, unten: Die Übereinstimmung ist sicher Zufall. Sie rührt
daher, daß die menschliche Elle rund 1/2 m lang ist. Die Assyriologen
haben aber stets die Neigung zum Geheimnisvollen gehabt (Wi).
Zu S. 43 Anm. 3: Man vergleiche damit die von derjenigen *Wilsers* zum
Teil abweichende Ansicht, die *E. von Lippmann* in seiner »Alchemie«
über die ältere Geschichte des Kupfers entwickelt. Die Meinungen der
Forscher gehen hier, zumal was das Auftauchen von Kupfer in Nord- und
Mitteleuropa betrifft, noch stark auseinander.
Zu S. 50, Anm. 2: Nach *E. v. Lippmann* hat sich die Destillation aus
unvollkommenen Anfängen entwickelt, so daß sich bestimmte Angaben
über ihren Ursprung nicht machen lassen. Die ältesten Abbildungen und
Beschreibungen von Destillierapparaten finden sich in Schriften, die
angeblich im 1. Jahrh. n. Chr. entstanden sind (»Alchemie«, S. 46-48).
Zu S. 60 (Ayur-Veda): Die Entstehung der Veden fällt in die Zeit von
1500 bis 500 v. Chr. Das Wort Veda bedeutet das Wissen.
Zu S. 67: Über seine Methode der Schattenmessung für beliebige Winkel
vergleiche man *E. Hoppe*, Math. u. Astr. i. klass. Altertum (Wü).
Danach hat *Thales* (nach *Plutarch*) seinen Stab bei irgendeiner
Sonnenhöhe in den Endpunkt des Schattens gesteckt und gelehrt, daß die
Schattenlänge des Stabes sich zur Schattenlänge der Pyramide verhalte
wie die Länge des Stabes zur Höhe der Pyramide.
Zu S. 80, unten: Näheres über die fünf regelmäßigen Körper (platonische
Körper) siehe bei *E. v. Lippmann* (Alchemie, S. 127).
Zu S. 90: Die früheren Angaben über die Schiefe der Ekliptik sind
nach *v. Lippmanns* Mitteilung vermutlich babylonischer Herkunft. Ob
tatsächlich chinesische Astronomen schon um 1100 v. Chr. den ziemlich
richtigen Wert von 23° 52' für die Schiefe der Ekliptik kannten, bleibe
dahingestellt (Li).
Zu S. 113: Über die Frage der Echtheit der »mechanischen Probleme«
siehe die Anm. auf S. 128.
Auf S. 115 heißt es richtiger 2 : 1 statt 1 : 2.
Zu S. 116: Das Wort Rückschritt ist hier nicht zeitlich zu nehmen,
da *Leukipp* und *Demokrit* ihre Vorstellungen vor *Aristoteles*
entwickelten.
Zu S. 123: Das Nordlicht ist auch in unseren Zeiten, wenn auch sehr
selten im südlichen Europa beobachtet worden.
Zu S. 128, Anm. 2: Mit Recht warnt auch *E. Wiedemann* davor, solchen
Vorahnungen und Andeutungen einen zu hohen Wert beizumessen. »Ich
stehe«, bemerkt er, »ihnen sehr skeptisch gegenüber, denn man kann im
Altertum alles finden, positiv und negativ«.
Zu S. 156: Bezüglich des 14. und 15. Buches der »Elemente«, die nicht
von *Euklid* herrühren, findet man das Nähere in *E. Hoppes* Mathematik
und Astronomie im klassischen Altertum 1911, S. 314 u. f. (Wü).
Zu S. 171 (*Archimedi*sches Prinzip): Hierzu sind die Dissertationen
von Th. *Ibel*, Die Wage im Altertum und Mittelalter, Erlangen 1908
und von *H. Bauerreiß* »Zur Geschichte des spezifischen Gewichtes im
Altertum und Mittelalter«, Erlangen 1914 zu vergleichen (Wi).
Zu S. 178, Anm. 2: Nach *Hoppe*, Math. u. Astr. i. klass. Altertum, S.
283, beläuft sich der Wert des griechischen Stadiums auf 185,136 m und
derjenige des kleinen pharaonischen Stadiums auf 174,5 m. Siehe auch
Decourdemanche, Traité pr. d. poids et mesures. 1909. p. 134 (Wü).
Zu S. 183, Anm. 1: Da der Hang zur Astrologie zu dem Bilde, das man
sich im übrigen von *Hipparch* als kühlem Forscher macht, wenig
paßt, so hat man seine Beschäftigung mit astrologischen Dingen wohl
angezweifelt. Sie kann aber heute für ihn wie auch für Ptolemäos als
erwiesen betrachtet werden.
Zu S. 189: Ob *Hipparch* die stereographische Projektion kannte, ist
nach *Hoppe*, Math. u. Astron. i. klass. Altertum nicht sicher (Wü).
Siehe dort S. 325.
Zu S. 200: Schreibweise ist Theodolit. Die Herkunft des Wortes ist
unbekannt.
Zu S. 215: Ausführliches über die Uhren findet sich bei *E. Wiedemann*
und *J. Würschmidt* (Wü).
Zu S. 228, Anm. 1: *Günther* und mit ihm auch *Würschmidt* und
andere bevorzugen die Schreibweise Copernicus. Siehe indessen die
Anm. 1 auf S. 403. Die erwünschte Einigung in solchen Dingen ist
kaum herbeizuführen, da in der gesamten Literatur die verschiedenen
Schreibweisen nebeneinanderlaufen.
Zu S. 251, Anm. 1: Der *Heiberg*sche Text ist dem von *Halma*
vorzuziehen (Wi).
Zu S. 256: Über die Geschichte des Astrolabs berichtet ausführlich
*Josef Frank* in den Sitzungsberichten der physikalisch-medizinischen
Sozietät zu Erlangen (Bd. 50. 51. 1918/19). Die Abhandlung ist durch
eine Anzahl Abbildungen erläutert.
Das ursprünglich für die Aufnahme der Sterne bestimmte Instrument
erhielt allmählich verschiedene Abänderungen, die alle als Astrolabien
bezeichnet werden und sich in den älteren astronomischen Werken
abgebildet finden.
[Illustration: Einfachste Form eines Astrolabiums nach *Peschel*.
(Gesch. d. Erdk. S. 386.)]
Zu S. 261: Ob der Verfasser der Naturales quaestiones mit dem Tragöden
*Seneca* identisch ist, steht immer noch nicht fest (Li).
Zu S. 264, Anm. 2: Nach *E. Wiedemann* ist die »Optik« des *Ptolemäos*
vor *Govi* wohl auch von anderen, z. B. *Venturi*, bemerkt worden.
Zu S. 271: Über die Kenntnis und Verwendung von Zink und Zinn im
Altertum siehe *von Lippmanns* »Alchemie« v. S. 577-600.
Zu S. 274: Über die ersten Erwähnungen der Chemie und ihres Namens
sowie über die Herkunft des Namens Chemie handelt *E. v. Lippmann* sehr
ausführlich in seiner »Alchemie« S. 282-314. Etwas Sicheres läßt sich
danach über die Herkunft des Namens »Chemie« nicht feststellen.
Auch *v. Lippmann* gibt als älteste Quelle für das Vorkommen des Namens
»Chemie« Zosimos an. Dieser gehört danach schon dem 3. Jahrhundert
an. Er schrieb eine Anzahl griechischer Werke, die, wenn auch in
entstellter Form, zum Teil noch erhalten sind und ausdrücklich die
Chemie als Kunst des Gold- und Silbermachens erwähnen (Chem. Ztg. 1914,
S. 685). Die Ableitung des Wortes Chemie von Chemes findet sich nach
*v. Lippmann* bei Zosimos jedoch nicht.
Zu S. 275: Ebenso unsicher wie die Ableitungen des Wortes »Chemie« sind
alle Nachrichten über den »Stein der Philosophen« oder »der Weisen«.
Nach *von Lippmann* kommt diese Bezeichnung zuerst in Schriften vor,
die wahrscheinlich im 1. nachchristlichen Jahrhundert entstanden sind
(»Alchemie« S. 51).
Zu S. 277: Dunkel sind nach *v. Lippmann* auch die mystischen
Beziehungen zwischen der Alchemie und der Astrologie, wie sie sich in
der auf S. 277 gegebenen Zusammenstellung der Metalle mit bestimmten
Planeten ausgesprochen finden.
Z. S. 303: *Al Biruni* (973-1048 etwa) war Mathematiker, Astronom und
Geograph. Er hat besonders wissenschaftliche Beziehungen der arabischen
Welt zu Indien vermittelt.
Meisterhaft schilderte *Al Biruni* die Dämmerungserscheinungen, unter
denen auch das Zodiakallicht deutlich erkennbar ist.
Die kupferrote Mondfarbe, die bei einer totalen Mondfinsternis infolge
des Erdscheins auftritt, vermochten weder *Al Biruni* noch die übrigen
arabischen Astronomen zu erklären. (Nach Meyerhofs Sammelbericht; S. S.
314.)
Zu S. 304: *Albattanis* Werk wurde von *Nallino* arabisch und
lateinisch in trefflicher Bearbeitung herausgegeben (Wi).
Z. S. 310: Zu *Marcus Graecus'* Schrift schreibt *v. Lippmann*: »Sie
ist erst um 1250 verfaßt. *Berthelots* Angabe, *Marcus Graecus* habe
den Salpeter gekannt, ist ganz unhaltbar. *Diels* ist ihm mit Unrecht
gefolgt«. (Li.)
Z. S. 310, unten: Man kann ein ganzes Verzeichnis der Umschreibungen
des Namens *Alchwarizmi* zusammenstellen. *Ruska* (Zur ältesten
arabischen Algebra und Rechenkunst, Heidelberg 1917) führt etwa ein
Dutzend solcher Umschreibungen an.
Der vollständige Name lautet Muhammed ibn Musa Alchwarizmi.
Z. S. 311: Ausführlicher über *Ibn Musa* handelt die Schrift von
*Ruska*: Zur ältesten arabischen Algebra und Rechenkunst, Heidelberg
1917 (Sitzungsber. d. Heidelb. Akad. d. Wissensch.).
Nach *Ruska* sind über die Grundlagen der arabischen Algebra viele sich
ausschließende Ansichten geäußert worden. Eine genauere Vergleichung
der Texte und der Übersetzungen war danach nötig. Eine Algebra im
heutigen Sinne hat *Ibn Musa* nicht geschrieben. Sein Buch will
weiter nichts sein, als eine auf zahlreiche Musterbeispiele gestützte
Einführung in das angewandte Rechnen (a. a. O. S. 7). Woher *Ibn Musa*
seinen Stoff hat, deutet er nirgends an.
Die verschiedenen Übersetzungen der Ausdrücke algabr und almukabalah
vermögen keine klare Vorstellung von ihrem mathematischen Sinn zu
geben. *Cantor* spricht von Wiederherstellung und Gegenüberstellung,
*Ruska* dagegen von Ergänzung und Ausgleichung. In dem Abschnitt, der
von den sechs Formen der Gleichungen handelt, wird nämlich gesagt, daß
jede andere Gleichung durch das erwähnte Verfahren auf eine der sechs
Normalformen gebracht werden könne.
Zu S. 314: Bezüglich der Optik der Araber kommt der neueste Standpunkt
in *Meyerhofs* zusammenfassenden Abhandlungen zum Ausdruck (Wi):
Siehe *M. Meyerhof*, »Die Optik der Araber« i. d. Zeitschrift f.
ophthalmologische Optik. Berlin, Verlag v. J. Springer 1920.
Z. S. 314: In Ergänzung der im vorliegenden Werk gegebenen Darstellung
sei nach diesem Sammelbericht noch auf folgendes hingewiesen:
Die Verfasser der seit dem 8. Jahrhundert in arabischer Sprache
entstandenen Literatur waren zum allergeringsten Teile Araber, dagegen
vorwiegend Perser, Syrer, Ägypter, Mesopotamier, und zwar nicht nur
Mohammedaner, sondern auch Christen und Juden.
Die bedeutendste optische Schrift der Araber, der Thesaurus Opticae
des *Alhazen* (Ibn al-Haitham) ist zwar seit dem 13. Jahrhundert der
abendländischen Welt bekannt. Die genauere Erforschung der arabischen
Optik auf Grund der Übersetzung der Urtexte erfolgte jedoch erst in den
letzten Jahrzehnten und zwar auf ophthalmologischem Gebiete durch *J.
Hirschberg*, auf physikalischem durch *E. Wiedemann*. Leider ist der
arabische Urtext der Optik *Alhazens* trotz aller Bemühungen bisher
noch nicht gefunden worden.
Die Lebensgeschichte *Alhazens* ist von *E. Wiedemann* getreulich nach
den arabischen Gelehrtenbiographien dargestellt worden. (Archiv f. d.
Gesch. d. Naturw. u. d. Technik 1910. 3, S. 1-53.)
Die Übersetzung ins Lateinische, welche der *Risner*'schen Ausgabe
zugrunde liegt, ist vermutlich im 13. Jahrhundert entstanden.
Eine genauere Inhaltsangabe der 7 Bücher gibt *M. Meyerhof* in seinem
Sammelbericht in der Zeitschr. f. ophthalmolog. Optik. VIII (1920) Heft
3.
Z. S. 315: Bei der Darstellung der Anatomie des Auges stützt sich
*Alhazen* im wesentlichen auf *Galen*. Wie er unterscheidet er 3
Feuchtigkeiten (Kammerwasser, Linse, Glaskörper) und 4 Häute. Die Linse
verlegt auch *Alhazen* in den Mittelpunkt des Auges.
Z. S. 316: Im Gegensatz zu den meisten Griechen und seinen arabischen
Fachgenossen stellt *Alhazen* vollbewußt die Theorie auf, daß das Sehen
durch Strahlen zustande kommt, die in gerader Linie vom Gegenstande zum
Auge hinziehen (*Meyerhof*, a. a. O. S. 42).
Z. S. 317: Daß das Licht zu seiner Fortpflanzung Zeit gebraucht, glaubt
*Alhazen* daraus schließen zu dürfen, daß die Farben des Farbenkreisels
(der schon *Ptolemäos* bekannt war) bei rascher Umdrehung nicht mehr
einzeln unterschieden werden (a. a. O. S. 43).
Z. S. 318: Daß die Gestirne in der Nähe des Horizontes größer
erscheinen als im Zenit erklärt *Alhazen* als eine optische Täuschung.
Diese entstehe dadurch, daß das Auge die Größe der Gegenstände nach
derjenigen des Gesichtswinkels und der mutmaßlichen Entfernung
schätzt. Letztere erscheint am Horizont wegen der dazwischen
liegenden Gegenstände größer. Aus dem gleichen Grunde erscheine das
Himmelsgewölbe abgeplattet (a. a. O. S. 45).
Die erste Erwähnung der Dunkelkammer findet sich in der von *E.
Wiedemann* übersetzten Schrift *Alhazens* »Über die Gestalt des
Schattens«. Es heißt dort nämlich: »Tritt das Licht der Sonne zur Zeit
ihrer Verfinsterung aus einem engen runden Loche heraus und gelangt zu
einer gegenüber liegenden Wand, so hat das Bild Sichelgestalt«. Den
Beweis gibt *Alhazen* durch eine ausführliche Abhandlung (Übersetzt v.
*E. Wiedemann*). Sein Kommentator *Kemal al-Din*, der etwa 300 Jahre
später lebte, entwickelt die Theorie der Camera sehr eingehend. *J.
Würschmidt* nimmt an, daß die abendländischen Gelehrten die Erfahrungen
der Araber über die Dunkelkammer übernahmen.
Die Tatsache, daß bei einer Sonnenfinsternis hinter einer engen Öffnung
ein sichelförmiges Bild der Sonne entsteht, war schon im Altertum
bekannt.
In seiner Schrift »Über Brennspiegel nach Kegelschnitten«
(herausgegeben von *J. L. Heiberg* und *E. Wiedemann*, Bibl. math. III.
Folge, Bd. 10, Heft 3) erwähnt *Alhazen* die Beobachtung der Alten,
daß Spiegel von der Form eines Umdrehungsparaboloids alle Strahlen in
einem Punkte vereinigen und wirksamer sind, als alle anderen Spiegel.
Die Entdeckung soll von *Diokles* um 350 v. Chr. gemacht worden
sein. *Alhazen* vermißt die theoretische Konstruktion, die er dann
vollständig gibt. Indessen hatte schon *Appollonios* die richtige Lage
des Brennpunktes bei paraboloiden Hohlspiegeln festgestellt.
Z. B. 318: Einen guten Überblick über den Stand, den die Augenheilkunde
bei den Arabern erreicht hatte, gibt eine von *C. Prüfer* und *M.
Meyerhof* in der Zeitschrift »Der Islam« (6. Jahrg. 3. Heft 1915)
herausgegebene ausführliche Abhandlung über diesen Gegenstand.
Z. S. 319: Daraus, daß in dieser Tabelle der Alkohol fehlt, schließt
von *Lippmann*, daß man um 1120 den Alkohol noch nicht kannte. Nach ihm
ist dieser gar keine arabische Entdeckung, sondern eine verhältnismäßig
späte abendländische. Bisher war man allgemein der Ansicht, daß der
Alkohol schon seit dem 9. Jahrhundert den Arabern bekannt gewesen sei.
Über die Geschichte des Aräometers siehe auch *v. Lippmanns* Abhandlung
in der Chemiker-Zeitg. 1912, Nr. 68.
Z. S. 319: »Über Wagen bei den Arabern« handelt *E. Wiedemann*
(Sitzsber. d. Phys. Mediz. Soziet. in Erlangen Bd. 37, 1905, S. 388
u. f.). *Wiedemann* berichtet dort von der Verwendung physikalischer
Kenntnisse zu allerhand Betrügereien. So stellte man Wagen her, deren
Balken hohl war und etwas Quecksilber enthielt. In einem arabischen
Werk, das eine Reihe von Taschenspielerkunststücken schildert, heißt
es: »Soll das Gold leicht erscheinen, so läßt man das Quecksilber nach
der Seite der Gewichte fließen«. Auch dadurch wurde betrogen, daß der
Bankier einen Ring trug, in dem sich ein Magnetstein befand. Diesen
brachte er beim Wägen in geeigneter Weise an die eiserne Zunge der
Wage. Daß derartige Betrügereien recht alt waren, geht auch daraus
hervor, daß schon der Koran dagegen eifert.
Zu S. 318 und 327: *Al Qazwini* und *Al Khazini* sind zwei verschiedene
arabische Schriftsteller. *Al Khazini* lebte um 1130. Von ihm rühren
die sehr genauen Bestimmungen einer Anzahl von spezifischen Gewichten
her. *Al Qazwini*, der Verfasser des Steinbuches, lebte etwa hundert
Jahre später. Er schrieb eine große Erdbeschreibung: »Die Wunder der
Schöpfung und die Denkmäler der Länder«. Sein vollständiger Name
lautet: *Zakarija ibn Muhammad ibn Mahmud al-Qazwini*.
Die arabischen Steinbücher enthalten auch Vorschriften zur Gravierung
von Planetenbildern auf die den einzelnen Planeten zugeteilten Steine.
Bei jedem der sieben Planeten wird angegeben, bei welcher Konstellation
das genau beschriebene Planetenbild in den dem Planeten geweihten Stein
graviert werden soll und welche Wirkung das Amulett hat, wenn noch
gewisse rituelle Vorschriften erfüllt werden. Dem Saturn entspricht
ein Stein in einem Ring aus Blei, dem Mars ein Stein in einem Ring aus
Eisen usw. Näheres bei *J. Ruska*, Griechische Planetendarstellungen
in arabischen Steinbüchern. (Sitzgsber. d. Heidelb. Akad. d. Wiss.,
Heidelberg 1919.)
Zu S. 320, 8. Z. v. oben: Neben Spanien verdient Sizilien Erwähnung, da
auch von hier aus die arabische Wissenschaft dem Abendlande übermittelt
wurde (Wi).
Z. S. 322: Über *Geber* berichtet ausführlicher und dem Ergebnis der
neuesten Forschungen entsprechend *v. Lippmann* in seiner »Alchemie«.
Zu S. 322: Nach *v. Lippmann* ist der Alkohol eine Erfindung des
Abendlandes, die vermutlich erst im 11. Jahrhundert gemacht wurde
und zwar wahrscheinlich in Italien (Alchemie 472). Das Wort »Kohol«
bezeichnet ursprünglich ein sehr feines Pulver. Al ist der arabische
Artikel. Näheres siehe bei *v. Lippmann*, Chemiker-Zeitung 1913, S.
1313, ebd. 1917, S. 865.
Z. S. 325: Es sei bemerkt, daß die Gleichungen unter 2) nur zur
Erläuterung dienen. Die Salzsäure, durch die hier die Zerlegung bewirkt
wird, war damals noch nicht bekannt.
Z. S. 326: Wunderbare Wirkungen wurden dem Stein der Weisen indessen
auch schon von den frühesten griechischen Alchemisten beigelegt (Li).
Zu S. 327, unten: Es muß jedoch anerkannt werden, daß die Araber recht
gute botanische Kenntnisse besaßen (Wi).
Z. S. 330: Über die medizinischen Kenntnisse bei den Arabern hat
ausführlich G. Seidel in den Sitzungsber. d. phys. med. Sozietät in
Erlangen berichtet (Bd. 47, S. 1915).
Z. S. 352: Die *Albertus Magnus* zugeschriebenen, eigentlich
alchemistischen Werke sind nach v. *Lippmann* Fälschungen.
Zu S. 390: Inbezug auf die Optik *Lionardos* sei auf *Werners* in
Erlangen erschienene Dissertation hingewiesen. *Werner* weist nach,
daß sich in den optischen Studien *Lionardo da Vincis* zahlreiche
Andeutungen finden, die auf seine Bekanntschaft mit den Schriften
*Alhazens* schließen lassen.
Zu S. 401: »Ortus« wird im Mittelalter häufig statt »Hortus« gebraucht.
Fußnoten:
[1] *Berthold* hat diese Arbeit nicht vollendet. Sie wurde später
*Gerland* (-1800) und *Würschmidt* (1800-1900) übertragen.
[2] Die Verwandtschaft des Ägyptischen mit dem Semitischen wurde
besonders durch *Erman* dargetan, der die ältesten Verbalformen
verglich und zahlreiche Übereinstimmungen auffand. Daß der
altägyptische Typus von dem der Neger stark abweicht, hat *Virchow*
durch die Untersuchung der Königsmumien nachgewiesen (Ber. d. Berl.
Akad. von 1888).
[3] Siehe auch *Wiedemann*, Ägyptische Geschichte 1884. S. 22, sowie
*E. Meyer*, Geschichte des Altertums 1. Bd. 1909. S. 44.
[4] Näheres über den Namen und über die Geographie des alten Ägyptens
findet man in *Paulys* Realencykl. d. klass. Altertumswiss. Bd. I. S.
978.
[5] *G. Maspero*, Gesch. d. morgenländischen Völker im Altertum.
Leipzig 1877. S. 63.
[6] So entstand z. B. aus der Eule [Symbol: Eule], die in der
Hieroglyphenschrift _m_ bedeutet, das Zeichen [Symbol: ähnlich einer
3] (hieratisch) und schließlich [Symbol: geschwungener, nach rechts
geneigter Halbkreis] (demotisch). Der demotischen Schrift bediente man
sich in der griechisch-römischen Zeit besonders im Verkehr.
[7] Z. B. *Athanasius Kircher* (1601-1680), der sich auch um die
Naturwissenschaften verdient gemacht hat (s. a. anderen Stellen dieses
Werkes).
[8] *E. Meyer*, Geschichte des Altertums. 1909. I. Band. S. 54. Siehe
auch an späterer Stelle dieses Bandes.
[9] Zeitschrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft. 1904. S.
386.
[10] Nach *Nissen* und *Lockyer*. Siehe die Abhandlung *Charliers*
i. d. Zeitschr. der morgenl. Gesellschaft. 1904. S. 386 u. f. Danach
wiederholte sich ähnliches bei den älteren christlichen Kirchen. Ihre
Achse wurde mitunter gegen den Punkt des Horizontes gerichtet, an
welchem die Sonne am Gedenktage des Heiligen der betreffenden Kirche
unterging. *Charlier* will auf diese Weise das Alter von Kirchen auf
astronomischem Wege bestimmt haben.
[11] *M. Cantor*, Vorlesungen über Geschichte der Mathematik. Bd. I
(1880). S. 59.
[12] *G. Maspero*, Geschichte der morgenländischen Völker im Altertum.
Übersetzt von *R. Pietschmann*. Leipzig 1877. S. 54.
[13] Um ihre Entzifferung hat sich zuerst *Thomas Young* und später
*Champollion* die größten Verdienste erworben.
[14] *Lepsius*, Denkmäler II. 50.
[15] In Tell el-Amarna in Mittelägypten.
[16] *Herodot* II. 109.
[17] H. *Hankel*, Die Entwicklung der Mathematik in den letzten
Jahrhunderten. Tübingen 1869.
[18] Der Papyrus Rhind des Britischen Museums in London, den der
Schreiber *Ahmes* des Hyksoskönigs Ra-a-us verfaßte. Die Entstehung
dieser Schrift fällt zwischen 1700 und 2000 v. Chr. Das Dokument wurde
übersetzt und erläutert herausgegeben von *Eisenlohr*, Leipzig 1877.
Eine eingehende Besprechung seines Inhalts findet sich in M. *Cantors*
Vorlesungen über Geschichte der Mathematik. Leipzig 1880. Bd. I. S.
19-52.
[19] J. *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 52.
[20] *Eisenlohr*, Ein mathematisches Handbuch der alten Ägypter (2.
Ausgabe). S. 46-48.
[21] Schak im 38. und 40. Band der Zeitschrift für ägyptische Sprache.
[22] *Cantor* im Archiv für Mathematik und Physik. 8. Bd. 1904.
[23] *Cantor*, Vorlesungen über Gesch. d. Mathem. Bd. I (1880). S. 37.
[24] Näheres über das Verfahren und die erhaltenen Exemplare siehe bei
*Cantor*, Vorlesungen über Gesch. d. Mathem. Bd. I. S. 43-45; 109-112
usw.
[25] *Cantor*, Bd. I. S. 46.
[26] *Eisenlohr*, Papyrus. S. 125.
[27] *Cantor*, Bd. I. S. 58. Abb. 6 u. 7.
[28] *M. Cantor*, Vorlesungen über Gesch. d. Mathem. Bd. I. S. 59.
[29] *Cantor*, a. a. O. Bd. I. S. 59. Siehe auch S. 9.
[30] Er lautet Seqt. Siehe *Cantor*, Gesch. d. Mathem. Bd. I S. 52,
sowie *Eisenlohr*, a. a. O. S. 135 (Anm. 3).
[31] *Tropfke*, Gesch. d. Elementarmathematik. Bd. I. S. 74.
[32] *C. Merkel*, Die Ingenieurtechnik im Altertum. Berlin. J.
Springer. 1900. An dies größere Werk lehnen sich die »Bilder aus der
Ingenieurtechnik« an, die *Merkel* als 60. Bändchen der Sammlung »Aus
Natur und Geisteswelt« veröffentlichte (B. G. Teubner. Leipzig 1904).
[33] Ist doch bekannt, welche Mühe es kostete, den Obelisken von
Heliopolis auf dem Platze vor der Peterskirche in Rom mit Hilfe
zahlreicher Göpel und Flaschenzüge aufzurichten. Dieser Obelisk ist
eine einzige Steinmasse von über 300000 kg Gewicht. Näheres siehe bei
*Beck* in seinen Beiträgen zur Geschichte des Maschinenbaus. Berlin
1899. S. 192.
[34] Siehe »Der alte Orient.« I., herausgegeben von der
vorderasiatischen Gesellschaft.
[35] Ort zwischen Kairo und Theben, wo eine Anzahl Keilschrifttafeln
entdeckt wurden. Sie befinden sich zum Teil im Museum der
vorderasiatischen Altertümer in Berlin. In einem der Briefe (um 1400 v.
Chr.) findet sich die erste Erwähnung Jerusalems. Die Berliner Sammlung
enthält auch zahlreiche Tafeln der ältesten babylonischen Zeit (3000 v.
Chr.). Bei ihrer Auffindung waren die Schriftzüge durch Auflagerungen
unkenntlich; nach Anwendung verschiedener Reinigungsverfahren traten
sie mit voller Deutlichkeit hervor. Erwähnenswert ist auch ein
sumerisch-babylonisches Wörterbuch.
Von den Tell el-Amarna-Tafeln gelangten etwa 200 nach Berlin; die
wertvollsten sind in London. Siehe auch *C. Niebuhr*, Die Amarna-Zeit.
»Der Orient« I. 2. Heft. Berlin 1899.
[36] Hettitische Schriftdenkmäler wurden in Nordsyrien und in
Boghaz-Kiri (Kappadozien) gefunden. Sie bilden einen Teil der
Berliner Sammlung vorderasiatischer Altertümer. Die Hettiter haben
Bedeutendes auf dem Gebiete der Metallurgie geleistet. Es ist nicht
unwahrscheinlich, daß durch sie metallurgische Kenntnisse, z. B. die
Art der Gewinnung des Eisens, nach Ägypten und nach Babylonien gelangt
sind (*E. Reyer*, Altorientalische Metallurgie. Zeitschrift der
orientalischen Gesellschaft. 1884. S. 149).
[37] *Merkel*, »Die Ingenieurtechnik des Altertums«, enthält darüber
und über den Wasserbau der übrigen alten Völker (Chinesen, Griechen,
Römer) das Nähere.
[38] *F. X. Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel. Münster 1907.
Der Inhalt der astrologischen Keilschriftfunde wurde im III. Bande
des Londoner Inschriftenwerkes veröffentlicht. Die Übersetzung der
astronomischen Keilschrifttafeln begann 1874.
[39] *Bezold*, Ninive und Babylon, Monographien zur Weltgeschichte.
1903. Mit 102 Abbildungen.
[40] *A. H. Layard*, Niniveh and its remains (1848).
[41] Die Nippurtexte wurden unter der Oberleitung *Hilprechts*
veröffentlicht: The Babylonian expedition of the university of
Pennsylvania, Philadelphia.
[42] Siehe S. 19.
[43] Beispiele führt *Cantor* Bd. I. S. 71 in größerer Zahl an.
So heißt es Samuel I. 18: Saul hat tausend geschlagen, David aber
zehntausend. Und an anderer Stelle: Tausend mal tausend dienten ihm
(Daniel 7. 10).
[44] Auf den Tafeln sind die Zahlen selbstverständlich ohne Zeichen
nebeneinander gestellt.
Unter den neubabylonischen Tafeln der Berliner Sammlung findet sich
der Grundriß eines größeren Gebäudes. Auf diesem Grundriß sind die
Abmessungen durch Zahlen nach dem Sexagesimalsystem verzeichnet, z. B.
11 · 60 + 40 (= 700).
[45] Nach *E. v. Lippmann* ist es sogar sehr unwahrscheinlich.
[46] Siehe auch *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I.
S. 76.
[47] *Theo Smyrnaeus* (ed. Ed. Hiller). Leipzig 1878. S. 177.
[48] *Wilhelm Spiegelberg*, Orientalistische Literaturzeitung, 1902.
S. 6. Es fand sich unter einer großen Menge Ostraka (durch Einritzen
beschriebene Tonscherben), welche die Straßburger Bibliothek erwarb,
und wurde von *Spiegelberg* entziffert. Der Text ist demotisch.
[49] Geht ein Gestirn gleichzeitig mit der Sonne auf, so spricht
man von seinem heliakischen oder Frühaufgang. Dabei ist der wahre
Frühaufgang, der wohl ermittelt, aber nicht beobachtet werden kann, von
dem sichtbaren Frühaufgang zu unterscheiden. Letzterer Zeitpunkt tritt
ein, wenn das Gestirn schon etwas vor dem Aufgang der Sonne erscheint,
so daß es in der Dämmerung wahrzunehmen ist. Der Zeitunterschied
beläuft sich auf etwa 20 Tage. Ähnlich liegen die Verhältnisse beim
heliakischen Untergang.
[50] Der Beginn der ersten ägyptischen Kalenderordnung wird in
das Jahr 4241 v. Chr. verlegt. (*E. Meyer*, Ägypten zur Zeit
der Pyramidenerbauer. Leipzig 1908. Sendschrift der deutschen
Orientgesellschaft.)
[51] Der Sirius (Sothis) galt daher als der Stern der Isis, welche
die Überschwemmung dadurch bewirkte, daß sie, die große Naturgöttin,
eine Träne in den Strom fallen ließ. Siehe auch die Abhandlung »Die
Nilschwelle« von *W. Capelle* in den neuen Jahrbüchern f. d. klass.
Altertum. 1914. S. 317.
[52] Näheres über die Sothisperiode und andere im Altertum
gebräuchliche Ären, d. h. der Einrichtung, die Jahre von einem
allgemein anerkannten, festen Zeitpunkt ab zu rechnen, enthält *Paulys*
Real-Encycl. d. klass. Altertumswissensch. unter »Aera« (1898. S. 606).
[53] *Ideler*, Über die Sternkunde der Chaldäer. Abhandlungen der
Berliner Akad. d. Wissensch. 1814/15. S. 214.
Wie die alten Astronomen hierbei verfuhren, hat *Pappus* in seinem
Kommentar zum V. Buche des Almagest geschildert.
[54] *K. F. Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier. In
den Beiträgen zur alten Geschichte. Bd. I (1902). S. 350.
[55] Vielleicht haben die Babylonier die Wasserwägung auf den Durchgang
der Sonne durch den Meridian bezogen und so den durch die Schiefe der
Sphäre bedingten Fehler vermieden.
[56] Siehe *K. F. Ginzel* a. a. O. S. 351.
[57] *E. Meyer*, Geschichte des Altertums. Bd. III. 1901. S. 132.
[58] Arabischer Name des astronomischen Hauptwerkes von *Ptolemäos*.
[59] *E. Meyer*, Geschichte des Altertums. Bd. I. S. 527.
[60] *C. Bezold*, Die Astrologie der Babylonier in Bolls Sternglaube
und Sterndeutung. B. G. Teubner, Leipzig. 1918. S. 9.
[61] So erscheinen die Plejaden in der Siebenzahl auf der Stele
(Grabsäule) eines Königs des 7. vorchristlichen Jahrhunderts.
[62] *E. Meyer*, Geschichte des Altertums. I (2). S. 369.
[63] *Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier.
[64] Eine ausführliche Abhandlung von *Rieß* über die Astrologie im
Altertum enthält *Paulys* Reallexik. d. klass. Altert. Bd. II (1896).
S. 1802.
[65] *A. H. Sayce*, The astronomy and astrology of the Babylonians with
translations. London 1874. Siehe auch *Cantor* I. S. 38 (3. Aufl. 1907).
[66] Nach *Simplicius*, Kommentar zu Aristoteles »De coelo«.
[67] *Wolf*, Geschichte der Astronomie. S. 10.
[68] *H. Suter*, Die Geschichte der mathematischen Wissenschaften.
Zürich 1873. S. 18.
[69] *R. Lepsius*, Das bilingue Dekret von Kanopus. Berlin 1866. Die
betreffende Inschrift wurde von *Lepsius* im Jahre 1866 in Unterägypten
gefunden.
[70] Die aus dem Altertum auf uns überkommenen Nachrichten über
die Astronomie der Babylonier hat *Ideler* zusammengestellt: Über
die Sternkunde der Chaldäer (Abhandlungen der Berliner Akademie d.
Wissensch. v. 1814/15).
Die in *Idelers* Schrift zusammengestellten und erläuterten Fragmente
waren bis zur Entzifferung der Keilschriftfunde, also bis 1870 etwa,
die wichtigste Quelle für die Geschichte der babylonischen Astronomie.
[71] *F. Boll*, Astronomische Beobachtungen im Altertum. Neue
Jahrbücher f. d. klass. Altert. 1917. S. 17.
[72] Siehe *Ginzel*, »Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier
und ihre kulturhistorische Bedeutung«; in den Beiträgen zur alten
Geschichte (Klio). 1 Bd. (1901).
[73] Nach *Ginzel* a. a. O. S. 191.
[74] Siehe *Ginzel* a. a. O. (Klio).
[75] »Was auf diesem Gebiete die Assyriologie geleistet, gehört zu den
erstaunlichsten Ergebnissen der Altertumsforschung und bildet einen der
größten Triumphe der Keilschriftenentzifferung« (*Bezold*, Ninive und
Babylon 1903. S. 89). Unter den Männern, welche die Astronomie und die
Keilschriftenkunde in einer Person vereinigen, ist besonders *F. X.
Kugler* zu nennen.
[76] Nach *Kugler*.
[77] *F. X. Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel. Münster 1907.
[78] Nach *Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier.
[79] *Ginzel*, Die astronomischen Kenntnisse der Babylonier.
[80] Wie *Geminos* mitteilt. Wann *Geminos* lebte, ist nicht genau
bekannt (100 v.-100 n. Chr.). Er stammte aus Rhodos und schrieb eine
Einführung in die Astronomie (εἰσαγωγὴ εἰς τὰ φαινόμενα). Eine Ausgabe
mit deutscher Übersetzung veröffentlichte *K. Manitius*. Leipzig 1898.
[81] Wie die Bewegung der Gestirne, so galt auch das Verhalten
gewisser Tiere als Omen. In Babylon hat, nach dem Inhalt mancher
Keilschrifttexte zu urteilen, der Skorpion in dieser Hinsicht eine
Rolle gespielt, wie sie heute beim Volke noch der Spinne zugeschrieben
wird. Aus dem Verhalten der Skorpione suchte man z. B. das Schicksal
der Heere oder den Verlauf öffentlicher Angelegenheiten vorherzusagen.
(Mitteilungen zur Gesch. d. Medizin und der Naturwissensch. 1906. S.
326.)
[82] Siehe *Diodors* von Sizilien historische Bibliothek, übersetzt von
*J. F. Wurm*. Stuttgart 1827. Buch II. Kap. 30.
[83] Eingehender handelt von der kulturgeschichtlichen Bedeutung der
babylonischen und der ägyptischen Priesterschaft *E. Meyer* im 1. Bande
(1,_{2}) seiner Geschichte des Altertums.
[84] Nach *Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel.
Assyriologische, astronomische und, astralmythologische Untersuchungen.
I. Buch: Entwicklung der babylonischen Planetenkunde von ihren Anfängen
bis auf Christus. Münster 1907. S. 41.
[85] Siehe *Kugler*, Sternkunde und Sterndienst in Babel. Münster 1907.
[86] *Kugler*, Im Bannkreis Babels. S. 57.
[87] *Wolff*, Geschichte der Astronomie. S. 10.
[88] *Berosos* war Priester in Babylon. Er gibt selbst an, daß er unter
Alexander, dem Sohne Philipps, gelebt habe. Näheres siehe in *Christ*,
Geschichte der griechischen Literatur. 1889. S. 412.
[89] *K. A. v. Zittel*, Geschichte der Geologie u. Paläontologie. 1899.
S. 2.
Die Aufzeichnungen des *Berosos* (*Christ*, a. a. O.) erregten bei den
Juden und den Christen besonderes Interesse durch die mit der Bibel
übereinstimmenden, jetzt auch durch Keilschrifttexte bestätigten Mythen
von der Sündflut, dem Turmbau zu Babel usw.
[90] Nach *Ginzel*, Das astronomische Wissen der Babylonier. (Klio.
1901.)
[91] Nach einer von *H. Winckler* aufgestellten, jedoch sehr
fragwürdigen Ansicht. Nach *Winckler* begann das babylonische Jahr
mit dem Frühlingsäquinoktium. Nun wandern die Äquinoktialpunkte in
26000 Jahren durch den ganzen Tierkreis. Der Frühlingspunkt verweilt
somit in jedem Tierkreisbild etwa 2000 Jahre. In Anbetracht des großen
Zeitraums, über den sich die babylonischen Beobachtungen erstreckten,
konnte die Wanderung der Äquinoktien den Babyloniern nach *Winckler*
nicht entgehen. Als ihre Beobachtungen, soweit Urkunden darüber
vorliegen, begannen, befand sich der Frühlingspunkt im Stier. Im 8.
Jahrhundert v. Chr. war die Frühjahrssonne in den Widder getreten,
während sie jetzt schon in den Fischen steht. Damit hängt vielleicht
zusammen, daß die Aufzählung der Sternbilder in dem bekannten Verse:
Sunt aries taurus ... mit dem Widder beginnt. Daß die Namen der
Tierkreisbilder zum Teil mit babylonischen Benennungen zusammenfallen,
weist darauf hin, daß sie, wenn auch auf Umwegen, von den Babyloniern
auf uns gelangt sind. (S. auch *Bezold*, Ninive u. Babylon. 1903.)
[92] *F. H. Kugler*, Im Bannkreis Babels. Münster 1910.
[93] *Ginzel*, Das astronomische Wissen der Babylonier (Klio. 1901. S.
209).
[94] Dies entspricht auch einer Angabe des *Josephus* (Antiquit. I, 8).
Siehe auch *Kugler* a. a. O. S. 117.
[95] *A. Boeckh*, Metrologische Untersuchungen über Gewichte, Münzfüße
und Maße des Altertums in ihrem Zusammenhange. Berlin 1838.
[96] Siehe den Artikel »Gewichte« von *Lehmann-Haupt* in Paulys
Reallexikon der klass. Altertumskunde. Supplement-Bd. III. (1918.) S.
588-654.
[97] *Lehmann* ist geneigt, hier eine absichtliche Verknüpfung
anzunehmen. Beiträge zur alten Geschichte. Bd. I. (1902.) S. 355.
[98] *C. F. Lehmann*, Über die Beziehungen zwischen Zeit- und
Raummessung im babylonischen Sexagesimalsystem (Klio. Bd. I. S. 381 u.
f.).
[99] Von anderer Seite wird bestritten, daß die alten Babylonier schon
das Gewicht aus dem Längenmaß abgeleitet hätten und auf das Bedenkliche
derartiger Spekulationen, wie sie *Lehmann* und besonders *Winckler*
(s. S. 36) anstellten, hingewiesen. Siehe u. a. *E. Meyer*, Geschichte
d. Altertums. 1909. S. 518.
[100] Das Medizinalgewicht, das der Verfasser des Papyrus Ebers seinen
Rezepten als Einheit zugrunde legt, betrug nach *F. Hultsch* (Griech.
u. röm. Metr. 1882, S. 374 u. 376) ungefähr 6 g und das kleinste
Gewicht namens pek 0,71 g. Vgl. *R. Lepsius*, Abhandl. d. Berliner
Akademie, 1871. S. 41-43 und *F. Chabas*, Recherches sur les poids,
mésures et monnaies des anc. Egypt. Paris 1876. S. 21, 38.
[101] Näheres über die Geschichte der Wage, der Gewichte und des Wägens
enthält die Schrift: *Th. Ibel*, Die Wage im Altertum und Mittelalter.
Erlangen 1908.
[102] *Lepsius*, Die Metalle in den ägyptischen Inschriften. Abhandl.
d. Akademie d. Wissensch. zu Berlin. 1871. S. 111.
[103] *A. Rössing*, Geschichte der Metalle. 1901.
[104] *A. de Rochas*, Les origines de la science et ses premières
applications.
[105] *Rössing*, Geschichte der Metalle. S. 11.
[106] Die erste schriftliche Erwähnung findet das Zink bei
*Paracelsus*. Er nannte es »ein gar fremdes Metall, sonderlich
seltsamer als die anderen«.
[107] Neuerdings hat man Gegenstände aus ziemlich reinem Zinn in
spätägyptischen Gräbern gefunden. Die Römer unterschieden es als
Plumbum candidum von dem Blei, das sie als Plumbum nigrum bezeichneten.
[108] *Rössing*, a. a. O. S. 3. In manchen untersuchten Bronzen
ist das Zinn ganz oder zum Teil durch Antimon ersetzt. Entweder
wurde dieses Metall in Form von Antimonerz bei der Verhüttung
der Kupfererze zugesetzt oder man war im Altertum schon mit der
Gewinnung des metallischen Antimons vertraut. Die letztere Ansicht
vertritt *Helm*. Siehe den Jahresbericht über die Fortschritte der
klassischen Altertumswissenschaft 1902. III. S. 26-82. (*Stadlers*
Literaturbericht.)
Einen bei den Ausgrabungen in Sakkara zutage geförderten Bronzebarren
von der Form, wie ihn die alten Abbildungen zeigen, untersuchte
*Berthelot* (Comptes Rendus 1905. S. 183), Quelques métaux trouvés dans
les fouilles archéologiques en Egypte. Dieser Barren enthielt 87,5%
Kupfer und 11,47% Zinn. Der Rest bestand aus Blei und Patina.
[109] *E. Gerland* im Archiv f. d. Gesch. d. Naturw. u. d. Technik.
1910. S. 304.
[110] Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und der
Naturwissenschaften. 1909. S. 300.
[111] *L. Wilser* in den Mitteilungen zur Geschichte der Medizin und
der Naturwissenschaften. 1907. S. 487. Nach *A. Ludwig* stammt das Wort
aus dem Hebräischen (Zeitschr. f. d. Kunde des Morgenlandes. 1905. Bd.
XIX. S. 239-240).
[112] *Rössing*, Geschichte der Metalle. S. 14, sowie die Abhandlung
Eisen und Stahl in Indien von Dr. *E. Schultze* im Archiv f. d. Gesch.
d. Naturw. u. d. Technik. 1910. S. 350.
[113] *A. H. Layard*, Niniveh and its remains. London 1849.
[114] *A. C. Kisa*, Die Erfindung des Glasblasens. Jahrbuch für
Altertumskunde I. S. 1.
[115] *Herodot* II. 84.
[116] *Kodex Hammurabis.* Siehe Mitteilungen z. Geschichte d.
Medizin u. d. Naturwissenschaften. 1903. Heft 1. S. 90. *Hammurabi*
(*Chammurabi*) regierte von 1958-1916. Er hat die herrschenden
Rechtsgrundsätze zusammengestellt. Das Gesetzbuch *Hammurabis* wurde
1901 gefunden.
[117] Die Staroperation, der man bisher ein Alter von etwa 2000 Jahren
zuschrieb, ist infolge dieser Erwähnung in der Gesetzessammlung
*Hammurabis* um weitere 2000 Jahre zurückzudatieren. Siehe *H.
Magnus*, Zur Kenntnis der im Gesetzbuche des *Hammurabi* erwähnten
Augenoperationen. Deutsche med. Wochenschrift. 1903. Nr. 23.
Es läßt sich mit Bestimmtheit annehmen, daß diese Gesetze schon vor
ihrer Kodifizierung durch lange Zeiträume hindurch Geltung besaßen. Der
118. Paragraph der Sammlung *Hammurabis* lautet:
»Wenn ein Chirurg jemandem eine schwere Wunde mit dem kupfernen
Skorpionpfriemen macht und den Menschen tötet oder den Star eines
Menschen mit dem kupfernen Skorpionpfriemen öffnet und das Auge des
Menschen wird zerstört, seine Hände soll man ihm abhauen.«
[118] *Diodor*, I. 82, 3.
[119] In einem altbabylonischen Texte wird Bilsenkraut als »die
Pflanze, welche die Glieder lähmt« und »Fett vom Baume« (Harz)
empfohlen. Mitteil. z. Gesch. d. Med. u. d. Naturwissensch. 1904. S.
221.
[120] *F. v. Oefele*, Zwei medizinische Keilschrifttexte in Urschrift,
Umschrift und Übersetzung. (Mitteil. zur Gesch. der Med. u. d.
Naturwissensch. 1904. S. 217 u. f.)
[121] *H. A. Nielsen*, Die Straßenhygiene im Altertum. Arch. f.
Hygiene. Bd. 43 (1902). S. 85-115.
[122] Eine Liste der in Ägypten und in Palästina angebauten Pflanzen
enthält die Abhandlung von *Warburg*, »Geschichte und Entwicklung der
angewandten Botanik« (Berichte der Deutschen botanischen Gesellschaft.
1901. S. 153). Für Ägypten kommen unter anderen in Betracht: drei
Weizenarten, zwei Gerstenarten, Knoblauch, Porree, Schalotten,
Lein, Papyrus, Ölbaum, Weinstock, Dattel, Feige, Melonen, Kürbis,
Artischocke, Spargel, Rettich, Ackererbse, Pferdebohne, Linse, Kohl,
Fenchel, Anis, Absynth, Schlafmohn, Rizinus, Granatapfel. Die meisten
dieser Pflanzen wurden auch in Palästina angebaut, wo man auch schon
das Pfropfen verstand. Als Werkzeuge sind der Pflug, die Egge, Sicheln,
Hecheln und Dreschbretter nachgewiesen.
[123] Im Papyrus Ebers finden sich einige Andeutungen, die erkennen
lassen, daß die alten Ägypter die Heilung von Wunden durch Nähte
förderten. Die erste Beschreibung dieses Verfahrens findet sich bei
*Celsus*. Siehe *Gurlts* Geschichte der Chirurgie, sowie *Erhardt*,
Die in der Chirurgie gebräuchlichen Nähte und Knoten in historischer
Darstellung. (*Volkmanns* klin. Vorträge Nr. 580/81.)
[124] Tierärztliches Zentralblatt. 1903. Nr. 18.
[125] *R. Burckhardt*, Geschichte d. Zoologie. S. 12. Leipzig,
Göschensche Buchhandlung. 1907.
[126] *Eduard Meyer*, Ägypten zur Zeit der Pyramidenerbauer. Leipzig
1908. (Sendschrift der deutschen Orientgesellschaft.)
[127] *v. Hehn*, Kulturpflanzen und Haustiere in ihrem Übergange aus
Asien. Berlin 1902. S. 520.
[128] *Gerland* und *Traumüller*, Geschichte der physikalischen
Experimentierkunst. Engelmann, Leipzig 1899. S. 9.
[129] *Meyer*, Geschichte der Chemie. S. 16.
[130] Ein ausführlicher Artikel über Industrie und Handel im Altertum
findet sich im 9. Bande von Paulys Reallexikon, S. 1381-1535. Der
Verfasser ist *Gummerus*.
[131] Von den Vorstellungen der Alten über Indien handelt sehr
ausführlich *Wecker* in Paulys Reallexik. d. klass. Altert. Bd. IX.
(1914). S. 1264-1325. Die beste Darstellung der antiken Kenntnisse über
Indien findet sich in der »Geographie« des *Ptolemäos* (s. a. spät.
Stelle).
[132] Nach *Arrian*.
[133] *Lassen*, Indische Altertumskunde. II. 511.
[134] *Cantor*, I. 509.
[135] *Bürk* in der Zeitschrift der Deutschen morgenländischen
Gesellschaft. Bd. 55 u. 56.
[136] Kap. I. 4. in der Zeitschrift der Deutschen morgenländischen
Gesellschaft. 56. Bd. (1902.) S. 328.
[137] Die Konstruktion von Altären unter Verwendung rechtwinkliger
Dreiecke, deren Seiten sich wie ganze Zahlen verhalten, geht vielleicht
in das 8. vorchristliche Jahrhundert zurück. Mitteil. z. Geschichte d.
Medizin u. Naturwissenschaften. 1906. S. 473.
[138] Vor allem des Apastamba Sulbasutra.
[139] Siehe *Zeuthens* Bemerkungen in der Biblioth. mathem. (3. Folge).
V. 97-112.
[140] *Cantor*, Über die älteste indische Mathematik. Arch. f. Math.
und Physik. 1904.
[141] Ap. Sulb. Sutra. III. 2. Zeitschr. d. morgenl. Gesellsch. Bd. 55
u. 56. Abhandlung *Bürks*.
[142] Siehe S. 19.
[143] *Cantor*, Über die älteste indische Mathematik i. Arch. f. Math.
u. Phys. 8. Bd. (1904).
[144] Siehe S. 6.
[145] *Cantor*, a. a. O. S. 71.
[146] *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. I. S. 98.
[147] Siehe *Arneth*, Die Geschichte der reinen Mathematik. S. 143.
[148] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Bd. I. S. 540.
[149] Sie findet sich bei *Aryabhatta* (geb. 476 n. Chr.), dem ältesten
indischen Astronomen, dessen Schriften auf unsere Zeit gekommen sind.
[150] Das Nirukta.
[151] *Roth*, »Indische Feuerzeuge«. Zeitschrift der morgenländischen
Gesellschaft. 1889.
[152] *Aristophanes*, Wolken. v. 766 u. f. *Aristophanes* erzählt
dort, ein Schuldner habe seinen Gläubiger dadurch geprellt, daß er die
Wachstafel, welche die Forderung enthielt, mittelst einer der Linsen
geschmolzen habe, die zum Erzeugen von Feuer gebraucht würden.
[153] Über die »Schießpulverfrage im alten Indien«, siehe die
Mitteilungen zur Gesch. d. Med. u. d. Naturwissensch. 1905. S. 1 u. f.
[154] *Hoernle*, Studies in the Medicine of ancient India. Oxford 1907.
[155] *E. v. Lippmann*, Abhandlungen und Vorträge. 1906.
[156] *Berendes*, Das Apothekenwesen, seine Entstehung und
geschichtliche Entwicklung. Stuttgart 1907.
[157] Ein Sanskrittext, der sich gegen den Genuß des Fleisches, der
gegohrenen Getränke und gegen die geschlechtliche Liebe wendet, findet
sich in der Zeitschrift der deutschen morgenländischen Gesellschaft,
Jahrg. 1907, in der Übersetzung wiedergegeben.
[158] *S. Hirschberg*, Der Starstich der Inder. Zeitschr. f. prakt.
Augenheilk. Januarheft 1909.
[159] *Lindner*, Weltgeschichte. Bd. I. S. 413.
[160] Siehe auch *W. Förster*, Die Astronomie des Altertums und
Mittelalters. Berlin 1876.
[161] *Wolff*, Geschichte der Astronomie. S. 11.
[162] Der Jesuitenorden, dem ja neben der Verteidigung auch die
Verbreitung des katholischen Glaubens oblag, ließ sich schon im 16.
Jahrhundert in den außereuropäischen Ländern nieder. In China gewann
er besonderen Einfluß dadurch, daß er für die Kalenderrechnung, die
dort sehr in Unordnung geraten war, eine Neuordnung auf astronomischer
Grundlage schuf. Eine solche Neuordnung war deshalb sehr wichtig, weil
man eine verworrene Zeitrechnung als ein ungünstiges Omen für die
Verwaltung und damit die Zukunft des Staates ansah.
[163] *Baden-Powell*, History of natural philosophy. London 1834. S. 11.
[164] Siehe auch *H. Löschner*, Über Sonnenuhren. Beiträge zu ihrer
Geschichte und Konstruktion nebst Aufstellung einer Fehlertheorie. Graz
1905.
[165] Mitteilungen zur Gesch. der Medizin und der Naturwissenschaften.
1908. S. 351.
[166] Näheres enthält die Abhandlung *R. Ehrenfelds* in den
Mitteilungen zur Gesch. der Medizin und der Naturwissenschaften. 1908.
S. 144 u. f.
[167] Auch *H. Winckler* wendet sich in einer Abhandlung über die
Bedeutung der Phönizier für die Kulturen des Mittelmeeres (Zeitschr.
f. Sozialwissenschaft. 1903. Bd. IV. Nr. 6 u. 7) gegen die Auffassung,
als ob die Phönizier die Buchstabenschrift erfunden hätten. Er ist
der Ansicht, daß sich das Verständigungsmittel geistigen Lebens an
dessen Mittelpunkt entwickelt haben wird und die phönizische Schrift
im Anschluß an die Keilschriftliteratur entwickelt ist. Übrigens haben
auch die arischen Perser die zu monumentalen Inschriften beibehaltene
Keilschrift zu einer Buchstabenschrift umgestaltet (*L. Wilser* in den
Mitteil. z. Gesch. d. Med. u. Naturwissensch. 1905. S 32). Die ältesten
uns erhaltenen Inschriften im griechischen Alphabet und in griechischer
Sprache gehen kaum über den Anfang des 7. vorchristlichen Jahrhunderts
hinaus. Siehe *Beloch*, Griechische Geschichte. Bd. I. 2. S. 2. 1913.
[168] *K. Suter*, Geschichte der mathemat. Wissenschaften. Zürich 1878.
[169] Im Archiv für Geschichte der Philosophie (1902. S. 311) hat
*Peithmann* in einer Abhandlung über die Naturphilosophie vor Sokrates
neuerdings die Anschauung zu begründen versucht, daß *Thales*
sich nicht als Philosoph, sondern nur als Astronom und Ingenieur
verdient gemacht habe. Nach *Peithmann* hat es den Anschein, daß erst
Aristoteles den Thales unverdientermaßen zu einem Philosophen gemacht
hat. Die Ansicht wird nach *v. Lippmann* jedoch nicht allgemein
anerkannt.
[170] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. Leipzig 1880. Bd. I. S. 113.
[171] A. a. O. S. 114.
[172] Ein Verzeichnis der von den antiken Schriftstellern erwähnten
Finsternisse findet sich in *Paulys* Reallexikon der klass.
Altertumswiss. im 6. Bande auf S. 2352-2364. Dort findet sich auch
(S. 2339-2364) ein ausführlicher, von *Boll* verfaßter Beitrag
über die Finsternisse. Die erste verbürgte Nachricht betrifft eine
Mondfinsternis, die am 19. 3. 721 in Babylon beobachtet wurde.
[173] Siehe oben S. 35.
[174] *Thales* hat die am 18. Mai 603 eingetretene große
Sonnenfinsternis wahrscheinlich in Ägypten beobachtet. Er konnte
deshalb damit rechnen, daß etwas mehr als 18 Jahre später eine neue
Finsternis stattfinden würde. Sie fand denn auch am 22. Mai 585 statt
(*H. Diels*, Antike Technik. 1914. S. 3). Siehe auch *J. Zech*,
Astronomische Untersuchungen über die wichtigsten Finsternisse, welche
von den Schriftstellern des Altertums erwähnt werden. Leipzig 1853.
[175] Neue Jahrbücher f. d. klass. Altertum. 1911. S. 5.
[176] Nach *Plutarch*, Vol. III, pag. 174, ed. Didot, sowie nach
*Plinius* XXXVI. 12.
[177] *A. Forbiger*, Handbuch der alten Geographie. I. 44.
[178] *Aristot.*, Metaphys. I, 3.
[179] *Zeller*, Die Philosophie der Griechen. Bd. I. (5. Aufl.) S. 35.
[180] *E. Meyer*, Alte Geschichte. Bd. IV. 1901. S. 199.
[181] *Zeller*, Die Philosophie der Griechen. 5. Aufl. Bd. I. S. 769.
[182] *E. Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. I (1854). S. 45.
[183] *Zeller*, Über die griechischen Vorgänger Darwins. Abhandlungen
d. kgl. Akademie d. Wissensch. zu Berlin. 1878. S. 115.
[184] *E. Meyer* a. a. O.
[185] So heißt es bei *Plutarch*, Strom. VII. Dox. Gr. S. 581.
[186] S. auch *Windelband*, Die Lehre vom Zufall. Berlin 1870.
[187] *A. Brieger*, Die Urbewegung der Atome und die Weltentstehung bei
Leukipp und Demokrit. Halle 1884.
[188] *E. Meyer*, Alte Geschichte. Bd. V. 1902. S. 340.
[189] Gesammelt durch *Mullach*, Berlin 1843. (Völlig veraltet; s. auch
Diels' »Vorsokratiker«).
Ist auch die Zahl der authentischen Fragmente nur klein, so sind wir
über *Demokrits* Lehren doch besser unterrichtet als über die Ansichten
zahlreicher anderen Philosophen. Man hat mit Recht bemerkt, daß er
eifriger ausgeschrieben als abgeschrieben wurde (*F. A. Lange*, Gesch.
d. Materialismus. 1873. Bd. I. S. 11). Zumal durch *Aristoteles* und
durch *Lukrez* sind wir mit *Demokrits* Anschauungen ziemlich genau
bekannt. Selbst in der Überlieferung erscheinen sie als »so klar und
folgerichtig, daß sich das kleinste Bruchstück mit Leichtigkeit dem
Ganzen einfügen läßt« (*Lange*, a. a. O.).
[190] *Lucretius Carus*, De rerum natura. S. an späterer Stelle dies.
Buches.
[191] 5. Buch. 181-194.
[192] 5. Buch. 419 u. f.
[193] *Cardanus*, De subtilitate. lib. XI. (Cardani operum tom. III.
Lugduni 1663. p. 549.) Auf diese Stelle machte mich *Leopold Löwenheim*
aufmerksam. Siehe auch die von ihm herausgegebene Schrift: Die
Wissenschaft Demokrits und ihr Einfluß auf die moderne Naturwiss. Von
*Louis Löwenheim*. Berlin 1914.
[194] Über diese Zusammenhänge siehe auch die soeben erwähnte Schrift
*Löwenheims*.
Über den Einfluß, den die demokritischen Anschauungen auf die weitere
Entwicklung der Wissenschaften ausgeübt haben, wurden von *Louis
Löwenheim* eingehende Untersuchungen angestellt. *Löwenheims* Arbeit
ist bisher nur im Auszuge (s. S. 74 Anm. 2) veröffentlicht. Sie ist
dem Verfasser nach dem Erscheinen seines Werkes durch den Sohn des
verstorbenen Forschers im Manuskript zugestellt worden, um bei einer
neuen Auflage berücksichtigt zu werden. Dies konnte an mehreren Stellen
dieses Bandes geschehen.
[195] *Fr. Schultze* in der Zeitschrift Kosmos. 1877. 8. u. 9. Heft.
[196] Siehe auch *H. C. Liepmann*, Die Mechanik der
Leukipp-Demokritischen Atome. Leipzig 1885.
[197] *Schaubach*, Anaxagorae fragmenta. Lipsiae 1817. *Mullachius*,
Fragm. phil. graec. Parisiis. I u. II. 1860-1867. Vor allem aber
*Diels'* »Vorsokratiker«.
[198] D. h. Vernunft, hier Weltvernunft.
[199] Es besaß die Größe eines Mühlsteins und wird auch von *Plutarch*
und *Plinius* erwähnt.
[200] *Anaxagoras* nahm an, daß die Sonne mehrere Male so groß sei
wie der Peloponnes und daß der Mond ihr an Größe etwa gleich komme.
Letzterer sei wie die Erde ein Wohnsitz lebender Wesen.
[201] *Lange*, Geschichte des Materialismus. Bd. I. S. 57.
[202] Man darf den hier gerügten Mangel der Alten aber auch nicht
übertreiben, wie es z. B. *Du Bois Reymond* (Kulturgeschichte und
Naturwissenschaft) getan hat. Daß das Experiment auch im Altertum
eine Rolle spielte, und zumal bei den Alexandrinern zu wichtigen
Ergebnissen führte, darf nicht verkannt werden. Im Mittelalter
waren insbesondere die Araber bemüht, die ihnen von den Griechen
übermittelten Wissenschaften durch experimentelle Untersuchungen weiter
auszubauen. Siehe auch *E. Wiedemann*, Über das Experiment im Altertum
und Mittelalter (Unterrichtsblätter für Mathem. und Naturwissensch.
1906. Nr. 4-6).
[203] *Cantor*, Geschichte der Mathematik. 1880. Bd. I. 128 u. 158.
[204] Näheres siehe bei *Diels*, Antike Technik, S. 21.
[205] *H. Vogt*, Die Geometrie des Pythagoras. Siehe Bibl. math. (3.
Folge) 9. Bd. S. 15 u. f. Danach sind neuerdings auch Zweifel erhoben,
ob Pythagoras mit der Konstruktion der fünf regulären Körper schon
vertraut gewesen. Auch mit dem Begriff des Irrationalen wurden die
Griechen wahrscheinlich erst viel später bekannt.
[206] Die Griechen haben schon über die Entwicklung der Mathematik
geschrieben. Eudemos, ein Schüler des Aristoteles, verfaßte eine
Geschichte der Astronomie und der Geometrie, die bis auf wenige, auch
die erwähnten Angaben über Thales enthaltende Bruchstücke verloren
gegangen ist. Ferner schrieb Theophrast von Eresos eine Geschichte der
Mathematik. Sie ist leider ganz verloren gegangen (*Suter*, Geschichte
der mathematischen Wissenschaften. 1873. S. 21). Die Fragmente des
Eudemos wurden von *L. Spengel* gesammelt und herausgegeben: Eudemi
fragmenta, quae supersunt. Berlin 1866. Zu erwähnen ist auch Menon. Er
war gleichfalls ein Schüler des Aristoteles und schrieb eine Geschichte
der Medizin. Die erhaltenen Bruchstücke veröffentlichte *Diels* (Suppl.
Arist. III, 1. Berlin 1893).
[207] *Tropfke*, Geschichte der Mathematik. II. S. 5.
[208] *Proclos*, ed. *Friedlein*. S. 379.
[209] *Tropfke*, II. 88.
[210] Nach Angaben von *Platon* (Timäos) und *Vitruv* (De
architectura). Näheres siehe *Tropfke*. II. 400.
[211] H. *Vogt*, Die Entdeckungsgeschichte des Irrationalen. Biblioth.
mathemat. 10. Bd. S 97.
[212] Siehe *Paulys* Reallex. d. klass. Altert. Bd. VIII.
[213] Über Hippokrates siehe *Brettschneider*, Die Geometrie und die
Geometer vor Euklid. Leipzig 1870.
[214] Antiphon um 430 v. Chr. Siehe *Cantor*, Vorlesungen zur
Geschichte der Mathematik. I. 172. (1880.)
[215] Die wichtigsten Mitteilungen über die verschiedenen Wege, wie
die Alten das delische Problem lösten, verdanken wir dem *Eutokios*,
welcher die Schriften des *Archimedes* kommentierte, *Archimedes*, ed.
*Heiberg*, III., S. 104.
[216] Diese Konstruktion, welche Eutokios in seinen Erläuterungen zu
*Archimedes* bringt, wird *Platon* zugeschrieben. *Archimedes*, ed.
*Heiberg*, III., S. 66-70.
[217] Näheres bringt die von *Cantor* (Bd. I. S. 199) nach Eutokios
gegebene Darstellung der von Menächmos gefundenen Sätze.
[218] Ging man ähnlich wie bei der Ableitung der Parabel vor, stellte
aber die Bedingung, daß von den an die Gerade anzutragenden Rechtecken
stets ein Stück übrig bleibt, so ergab sich als geometrischer Ort
die Ellipse (ἐλλείπειν heißt übrig bleiben). Überragten dagegen die
Rechtecke die Gerade, so ergab sich die Hyperbel (ὑπερβάλλειν heißt
überragen).
[219] Hippias von Elis.
[220] Näheres *Cantor*, I. 167.
[221] *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. II. S. 5.
[222] Beide Sätze werden Platons Schüler Eudoxos von Knidos
zugeschrieben.
[223] Diese Entdeckung wird auf *Aristaeos* (um 320 v. Chr.), der
ebenfalls der platonischen Schule angehörte, zurückgeführt. Er soll
auch das erste Werk über die Kegelschnitte geschrieben haben. *Cantor*
I, 211.
[224] Eine ausführliche Darstellung mit zahlreichen Literaturangaben
enthält *Paulys* Realenzykl. f. d. klass. Altertum in Bd. II. (1896.)
S. 1828-1862. Sie rührt von *Hultsch* her.
[225] *F. Cumont*, Babylon und die griechische Astronomie. Neue
Jahrbücher f. d. klass. Altertum. 1911. S. 1.
[226] *Aristophanes*, Wolken. 615-619.
[227] Es ist wahrscheinlich, daß *Meton* sich hierzu der Tabellen
bediente, welche die Chaldäer Jahrhunderte vorher für die Mondbewegung
und die Finsternisse entworfen hatten.
[228] Das Wichtigste über die Hilfsmittel, welche im Altertum für die
Zeitmessung zur Verfügung standen, bringt die Realenzykl. d. klass.
Altertumswiss. von *Pauly-Wissowa-Kroll* (8. Bd. Sp. 2416-2433) in dem
Beitrag »Horologium« von *A. Rehm*.
[229] Der Name Ekliptik (ἑκλειπτικός κύκλος) ist im Altertum erst spät
in Gebrauch gekommen.
[230] Um 560 v. Chr. Siehe auch *Darmstädter*, Handbuch der Geschichte
der Naturwissenschaften.
[231] Derartigen Versuchen, die Abstände der Planeten in eine
mathematische Regel zu fassen, begegnet man bis ins 18. Jahrhundert
(Titiussche Regel; 1766).
[232] *August Boeckh*, Philolaos des Pythagoreers Lehren nebst den
Bruchstücken seines Werkes. Berlin, Vossische Buchhandlung. 1819.
[233] *Schiaparelli*, Die Vorläufer des Kopernikus im Altertum. 1873.
Übersetzt von *Curtze*.
[234] Dies gilt z. B. von Anaxagoras, der nach der Begründung der
pythagoreischen Schule lebte.
[235] *Schiaparelli*, a. a. O. S. 7.
[236] *Platon* erklärte im »Timäos«: »Vom Ganzen, welches kugelförmig
ist, zu behaupten, daß es einen Ort unten, den anderen oben habe, ziemt
keinem Verständigen« (siehe »Timäos«, 62 u. 63).
[237] Er lebte etwa von 390-310 und war den Pythagoreern in mancher
Hinsicht geistesverwandt. Er verfaßte zahlreiche Schriften, von
denen nur die Titel und Fragmente bekannt sind. Letztere den Titeln
zuzuweisen, ist schwierig und oft nicht möglich. Über *Herakleides*
siehe auch *Gomperz*, Griechische Denker. I, 98.
[238] Siehe die spätere Darstellung und Abbildung des Tychonischen
Systems.
[239] *Vitruv*, De architectura. Von den meisten Schriftstellern wird
der Ursprung dieser Lehre den Ägyptern zugeschrieben. *Koppernikus*
selbst kannte sie durch *Martianus Capella* (siehe an späterer Stelle
bei *Koppernikus*).
[240] *Platons* »Timäos«. 38.
[241] Siehe S. 93.
[242] Ein ausführlicher, von *Boll* herrührender Beitrag über die
Fixsterne findet sich in *Paulys* Realenzyklopädie f. d. klass. Altert.
VI. Bd. S. 2407-2431.
[243] *Platons* Phaedon. cap. 58. Leipzig, Wilhelm Engelmann. 1852.
[244] *Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. I. S. 5.
[245] Ausg. v. *Sturz*, Vers 160-163. Seine Worte lauten: »Jetzt
zuvörderst vernimm des Alls vierfältige Wurzeln: Feuer und Wasser und
Erd' und des Äthers unendliche Höhe. Daraus ward, was da war, was da
sein wird, oder was nun ist.«
[246] *Meyer*, Geschichte der Botanik. Bd. I. S. 51.
[247] *Plut.* V. cap. 26.
[248] *Aristoteles*, De gen. animalium. Bd. I. S. 23.
[249] *Aristoteles*, De part. anim. I. S. 640a.
[250] *Aristoteles*, De generatione animalium. V. 8.
[251] *Diogenes Laertius* IX. 47.
[252] *E. Dacqué*, Der Deszendenzgedanke u. seine Geschichte. München
1903.
[253] Die auf *Epikur* und *Demokrit* zurückzuführenden Verse des
*Lucretius* lauten folgendermaßen:
Denn wer nur immer sich jetzo erfreut der belebenden Lüfte, Den hat
entweder List oder Stärke beschützt oder Schnelle Seit seiner frühesten
Jugend und so sein Geschlecht stets erhalten. Viele jedoch existieren,
die unserem Schutz es verdanken, Daß sie erhalten blieben, dem sichern
Verderben entrissen. -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- -- --
-- -- -- -- -- -- -- Denen jedoch von alledem nichts die Natur hat
gegeben, Daß sie aus eigener Kraft vermochten ihr Leben zu fristen,
Diese sind selber zur Beute geworden.
[254] *E. Meyer*, Geschichte d. Altert. Bd. IV. 1901. S. 205.
[255] Über die den *Alkmäon* betreffenden Fragmente siehe die Angaben
von *Meyer* in seiner Geschichte des Altertums Bd. IV. 1901. S. 207.
[256] *Th. Beck*, Hippokrates' Erkenntnisse. Jena 1907.
[257] *Platons* Protagoras. Kap. III.
[258] *Hippokrates* aus Kos lebte um 400 v. Chr.
[259] Als Corpus Hippocraticum sind der Nachwelt etwa 100 griechische
und 30 lateinische Schriften übermittelt worden. Mit völliger
Sicherheit lassen sich nur wenige Bücher auf *Hippokrates* selbst
zurückführen. Man hat übrigens nie alle für echt gehalten. Näheres
siehe in dem sehr ausführlichen Beitrag über Hippokrates in *Paulys*
Reallexik. d. klass. Altert. Bd. VIII (1913). S. 1801-1852.
[260] *Beck*, Hippokrates' Erkenntnisse. Jena 1907. Das Werk enthält
außer einer Untersuchung über die Entstehung und die Bedeutung der
Hippokratischen Sammlung eine Auslese der wertvollsten Stellen mit
Bezugnahme auf die moderne Heilkunde.
[261] *Haeser*, Geschichte der Medizin. Bd. I (1875). S. 141.
Nach den Ansichten, die *Platon* im »Timäos« entwickelt, bewirkt das
Herz die Verknüpfung der Adern. Es ist die Quelle des durch alle
Glieder heftig herumgetriebenen Blutes. Zur Abkühlung des Herzens
dienen die Lungen.
[262] In der lateinischen Fassung von *Schiller* seinen »Räubern« als
Motto vorangestellt: Quae medicamenta non sanant, ferrum sanat. Quae
ferrum non sanat, ignis sanat.
[263] R. *Burckhardt*, Geschichte der Zoologie. S. 18.
[264] *Stahr*, Das Leben des Aristoteles, als I. Teil von *Stahrs*
Aristotelia. Halle 1830.
[265] Sein Vater *Nikomachos* war Leibarzt des Königs Amyntas von
Mazedonien.
[266] *E. Meyer*, Gesch. d. Altertums. V. Bd. 1902. S. 338.
[267] *Zeller*, Die Philosophie der Griechen. Bd. II, 2. S. 172.
[268] Ein Talent hatte in Reichsmünze den Wert von etwa 4700 Mark.
[269] *Zeller*, Die Philosophie der Griechen. Bd. II, 2. S. 33.
[270] *Heller*, Geschichte der Physik. Bd. I. S. 48.
[271] Gedruckt wurden die Schriften des *Aristoteles* zuerst im Jahre
1473 in Rom, und zwar in lateinischer Übersetzung. 1493 erschien die
erste gedruckte griechische Ausgabe. Augenblicklich gilt als beste die
im Auftrage der Berliner Akademie der Wissenschaften veranstaltete
Ausgabe von *Bekker*. Eine griechisch-deutsche (unvollendete) Ausgabe
rührt von *Prantl* her. Sie erschien in Leipzig bei Wilhelm Engelmann
und wurde der hier gegebenen Darstellung der aristotelischen Lehren
besonders zugrunde gelegt.
[272] Diese Schrift ist indessen als nichtaristotelisch erkannt.
[273] *Zeller*, Die Philosophie der Griechen.
[274] Ein Beispiel dafür findet sich nach Eucken in de gener. et corr.
(328,_{23}). *Aristoteles* meint dort, wenn ein großes Quantum mit
einem sehr kleinen vereinigt werde, so entstehe keine Mischung, sondern
das kleinere schlüge in das größere um. So werde ein Tropfen Wein in
zehntausend Maß Wasser geradezu zu Wasser.
[275] Eine Zusammenstellung der auf die Mathematik bezüglichen Stellen
hat schon *Biancani* veröffentlicht: Aristoteles loca mathematica. 1615.
[276] *E. Haas*, Grundfragen der antiken Dynamik (Archiv f. d.
Geschichte d. Naturwiss. u. d. Technik. 1908. 1. Heft).
[277] Mit *Haas* a. a. O. (Archiv f. d. Geschichte d. Naturwiss. u.
Technik. 1908. S. 47.)
[278] Besonders bei *Plutarch* und bei *Lukrez*.
[279] *Haas* a. a. O. S. 44.
[280] Daher lautet der Titel des Werkes auch »Quaestiones mechanicae«.
[281] Mechanische Probleme. Ausg. von *Poselger* 1881. S. 34.
[282] *Haas*, Antike Lichttheorien (Archiv für Geschichte d. Philos.
20. Bd. 1907. 3. Heft.)
[283] *Aristoteles*, Über die Sinne. Kap. II.
[284] *Wilde*, Über die Optik der Griechen. Berlin 1832.
[285] Die aristotelische Schrift über die Farben gilt allerdings nach
neueren Untersuchungen als unecht.
[286] *Haas*, a. a. O. S. 386.
*Platon* hatte die Lehre von den Sehstrahlen und den Abbildern zu einer
Theorie der Zusammenstrahlung (Synergie) verschmolzen.
[287] *Wolff*, Geschichte der Astronomie, S. 42.
[288] Nach der Ausgabe von *Prantl*.
[289] Nach *Diog. Laertius* VIII, 26, der aber wenig zuverlässig ist.
[290] Nach der Übersetzung von *Prantl*, *Aristoteles'* vier Bücher
über das Himmelsgebäude. Leipzig 1857. Verlag von W. Engelmann. S.
180-181.
[291] De coelo II, 4.
[292] *Schiaparelli*, Le sfere omocentriche di Eudosso, di Calippo e
d'Aristotele. Mailand 1876; deutsch von *Horn*. Abhandl. z. Gesch. d.
Math. 1. Heft.
[293] Siehe *Wolff*, Geschichte der Astronomie. S. 195.
[294] Siehe *Martin Behaim*, 1492.
[295] De coelo II, 7.
[296] De coelo II, 8.
[297] De coelo II, 9.
[298] De coelo II, 8.
[299] *Kaiser*, Der Sternenhimmel. Berlin 1850.
[300] Daß *Nietzsche* dieser ἀποκατάστασις genannten Lehre einen
besonderen Wert beilegte, ist bekannt genug.
[301] E. v. *Lasaulx*, Die Geologie der Griechen und Römer. München
1851. S. 32.
[302] Auch im Neuen Testament findet sich ein Anklang an diese Lehre
(Apostelgeschichte 3. 21).
[303] S. *Günther*, Die antike Apokatastasis. Sitzungsber. d. k. bayer.
Akad. d. Wissensch. math. phys. Kl. 1916. S. 83-111.
[304] Kap. 4 u. 5.
[305] *Arist.*, Meteor. I, 14.
[306] Ähnliche Anschauungen entwickelten auch *Strabon* und
*Eratosthenes*. S. a. spät. Stelle. *Strabon* knüpfte seine Theorien
an seine Kenntnis der vulkanischen Erscheinungen an, während
*Eratosthenes* von der Beobachtung von Versteinerungen im Innern der
Kontinente ausging.
[307] Die Begründung, die *Aristoteles* hierfür gibt, sei übergangen.
Er spricht von der Blütezeit und dem Alter der einzelnen Teile der
Erdoberfläche.
[308] *Aristoteles* führt dann des Näheren aus, weshalb die Erinnerung
an solche Vorgänge selbst im Gedächtnis der Völker, die vor dem
eindringenden Meere zurückwichen oder in neuentstandene Länder
einwanderten, nicht festgehalten worden ist.
[309] *Barthélemy St. Hilaire* erklärt diese Darlegungen des
Aristoteles in der Vorrede zu seinem Werke »Météorologie d'Aristote«.
Paris 1863, für geradezu bewunderungswürdig.
[310] *Ovid* hat diesen Gedanken in seinen »Metamorphosen« in
poetischer Form zum Ausdruck gebracht (XV, 260 u. f.). Es heißt dort:
260 So auch hat gar oft sich gewendet der Gegenden Schicksal. Ich
sah selber als Meer, was fester und trockener Boden Vormals war; ich
sah aus Wogen gewordene Länder. Fern ab lagen vom Meer in der See
einheimische Muscheln, 265 Und man entdeckte sogar auf Gebirgshöhen
Anker der Vorzeit. Was erst Ebene war, das schuf der Gewässer
Herabsturz Um zum Tal, und der Berg ward niedergeschwemmt in die
Fläche. Vordem sumpfiges Land ist lechzend von trockenem Sande, 269
Während von stehendem Sumpf feucht ist, was früher gedürstet.
Zu 265: *Pomponius Mela* berichtet, im Innern Numidiens seien »Reste
von Schnecken, von den Fluten abgeschliffenes und von Strandsteinen
nicht unterscheidbares Gestein, in Felsen haftende Anker(?), sowie
andere Zeichen dafür gefunden worden, daß einst das Meer bis in diese
Gegend gereicht habe«.
[311] Diodori bibliotheca historica I, 39. Dieser Darstellung der
geologischen Ansichten *Demokrits* ist die oben erwähnte Schrift
*Löwenheims* (siehe S. 75) zugrunde gelegt.
[312] *Aristoteles* bemerkt an dieser Stelle, daß er es lächerlich
finde, wenn einige annehmen, die Sonne werde durch die feuchten Dünste
ernährt und mache deswegen ihren Umlauf, da ihr nicht immer dieselben
Orte die Nahrung liefern könnten.
[313] So sagt *Plutarch*: »Die Insel Pharos, die einst eine Tagfahrt
von Ägypten entfernt war, ist jetzt ein Teil des Landes. Sie bewegte
sich aber nicht an das Land heran, sondern das dazwischen liegende Meer
wich vor dem, festes Land bildenden Flusse zurück.« Weiter bemerkt
*Plutarch*: »Ägypten war nämlich ein Meer. Daher findet man noch jetzt
viele Muscheln in den Schächten und auf den Bergen. Alle Quellen und
Brunnen haben salziges und bitteres Wasser als Rest des ehemaligen
Meeres« (*Plutarch*, »Über Isis und Osiris«, herausgegeben von Parthey,
Berlin 1850. S. 70 u. 71).
[314] Auch *Platon* entwickelte schon die Lehre von den vier Elementen,
sowie Ansichten über die Stoffe, aus denen sich die Mineralien, die
Pflanzen und die Tiere zusammensetzen. Alchemistische Vorstellungen
begegnen uns bei *Platon* und bei *Aristoteles* noch nicht, dennoch
sind ihre Lehren von der Natur der Stoffe von großem Einfluß auf
die Entstehung der Alchemie gewesen. Näheres hierüber enthält die
Abhandlung O. E. v. *Lippmanns*, Chemisches und Physikalisches aus
*Platon* (Journal für praktische Chemie, Bd. 76. S. 513 u. f.). Siehe
auch v. *Lippmanns* Abhandlungen und Vorträge zur Gesch. d. Naturwiss.
Bd. II, Leipzig 1913.
[315] Von den chemischen Kenntnissen des *Aristoteles* und seinen
Vorstellungen handelt E. v. *Lippmann* im Archiv für die Gesch. der
Naturwiss. u. d. Technik. 1910. Bd. 2. S. 235-300.
[316] Nach der »Physik«, nach »Entstehen und Vergehen« und der
Schrift »Über das Himmelsgebäude«. Die betreffenden Stellen hat O.
E. v. *Lippmann* im zweiten Bande des Archivs für die Gesch. d.
Naturwissensch. u. d. Technik zusammengestellt. Dort findet man auf S.
235-300 eine große Zahl weiterer, die Hauptgedanken des *Aristoteles*
wiedergebender Zitate.
[317] Mechanische Probleme. S. 9 u. 32. Die in dieser Schrift
entwickelten allgemeinen Ansichten entsprechen denjenigen der älteren
peripatetischen Schule. Trotzdem wird die Schrift nicht für echt
aristotelisch gehalten, weil die Probleme und Lösungen im einzelnen auf
praktische Anwendungen hinzielen. Dies gilt nämlich als unaristotelisch
und entspricht mehr der Richtung *Stratons*, der nach dem Tode des
*Theophrast* die Leitung der peripatetischen Schule übernommen hatte.
Über grundlegende kritische und erklärende Ausgaben siehe *Paulys*
Reallex. der klass. Altertumswiss. II. Bd. (1896) S. 1012-1055
(Aristoteles).
[318] »Physik« VIII, 1 und »Metaphysik« XII, 6.
Man darf solche Vorahnungen nicht zu hoch einschätzen, vor allem aber
sie nicht den neuzeitlichen Ergebnissen wissenschaftlicher Forschung
als gleichwertig zur Seite stellen. Andererseits läßt sich auch nicht
in Abrede stellen, daß sie häufig durch die Jahrhunderte hindurch
anregend und befruchtend gewirkt haben. Man vergleiche z. B. hierzu die
Beziehungen des *Koppernikus* zu den alten Schriftstellern.
[319] *Aristoteles*, Politik. I, 8.
[320] *Aristoteles*, Zwei Bücher über Entstehen und Vergehen.
Übersetzung von *Prantl.* Leipzig, W. Engelmann. 1857. S. 451.
[321] A. a. O. S. 437.
[322] *Aristoteles'* Tierkunde, kritisch berichtigter Text mit
deutscher Übersetzung, sachlicher und sprachlicher Erklärung und
vollständigem Index von H. *Aubert* und Fr. *Wimmer*. 2 Bände. Mit 7
lithograph. Tafeln. Gr. 8. Leipzig, Verlag von Wilh. Engelmann. 1868.
[323] *Aristoteles*, Teile der Tiere. III, 4.
[324] Als Probe für die Art, wie *Aristoteles* die anatomischen
Verhältnisse betrachtet, möge folgende Stelle aus seiner Schrift über
die Teile der Tiere dienen (*Aristoteles*, Vier Bücher über die Teile
der Tiere. Griechisch und Deutsch; herausgegeben von *Franzius*.
Leipzig, W. Engelmann. 1853):
»Da das Blut eine Flüssigkeit ist, so muß notwendig ein Gefäß da sein,
für welchen Zweck die Natur die Adern bildete. Für diese muß notwendig
ein einziger Anfang sein. Denn, wenn es sein kann, ist einer besser als
viele. Das Herz aber ist der Anfang der Adern, denn sie entspringen
offenbar aus diesem, nicht aber gehen sie durch das Herz hindurch, und
dessen Beschaffenheit als eines verwandten Teiles ist aderartig.«
[325] *Aristoteles*, 5 Bücher von der Zeugung und Entwicklung der
Tiere, übersetzt und erklärt von H. *Aubert* und Fr. *Wimmer*. Leipzig,
Verlag von W. Engelmann. 1860.
[326] Nach einem von O. *Lenz* in seiner Zoologie der Griechen und
Römer mitgeteilten Auszug. S. dort S. 519.
[327] *Lenz*, a. a. O. S. 137.
[328] Zwischen der von *Aristoteles* erwähnten harten und weichen Haut
(dura und pia mater) befindet sich noch die sehr zarte Spinnwebenhaut
(Arachnoïdea).
[329] S. *Günther*, Geschichte der antiken Naturwissenschaft. Handbuch
der klass. Altertumswissensch. Bd. V. 1. Abt. S. 100. Selbst den
Elefanten, der bald darauf zu Kriegszwecken in die Mittelmeerländer
eingeführt wurde, kannte *Aristoteles* nur vom Hörensagen (*Beloch*,
Griech. Geschichte).
[330] Er unterscheidet Knorpelfische (Haie) und Grätenfische.
[331] Vgl. J. *Müller*, Über den glatten Hai des Aristoteles. Abhandl.
der Berliner Akademie. 1840.
[332] *Claus*, Lehrbuch der Zoologie. 1883. S. 677.
[333] Der Name Insekten, welcher heute die sechsfüßigen Arthropoden
bezeichnet, wurde von *Aristoteles* in viel weiterem Sinne gebraucht;
er rechnete auch die Spinnentiere, sowie die Tausendfüßler und
Eingeweidewürmer, kurz alle Geschöpfe mit Einschnitten rings um den
Körper, zu den Insekten.
[334] Im dritten Buch der Schrift »Über die Teile der Tiere«.
[335] H. *Stadler* zieht einen Vergleich mit dieser Betrachtungsweise
des Aristoteles und derjenigen moderner Biologen (Biologie und
Teleologie, in den neuen Jahrbüchern für das klass. Altert. 1910.
S. 147). Als Beispiel führt er folgende Stelle aus dem Lehrbuch der
Zoologie von *Schmeil* an: »Schließt die Katze das Maul, so greifen
die Zähne des Oberkiefers dicht an denen des Unterkiefers entlang.
Da die Zähne aneinander vorbeigleiten, reiben sich ihre Kronen nicht
ab, sie bleiben also stets scharf und schneidend, wie dies für ein
Raubtier notwendig ist. Wenn die Katze gähnt, sieht man, daß ihr
Maul weit gespalten ist. Sie vermag daher ihre Zähne tief in das
Opfer einzuschlagen.« Ähnlich drückt sich auch *Goethe* in seiner
Metamorphose der Tiere aus (siehe *Dannemann*, Aus der Werkstatt großer
Forscher, 3. Aufl. W. Engelmann 1908. S. 4).
[336] Tierkunde I, 69.
[337] De anima. I, 4 u. 5.
[338] Eine Sammlung dieser Fragmente aristotelischer Pflanzenkunde gab
*Wimmer* heraus. Fr. *Wimmer*, phytologiae Aristotelicae fragmenta.
Breslau 1838. Eine Übersetzung dieser Fragmente findet sich in E.
*Meyer*, Geschichte der Botanik, Bd. I. S. 94 u. f.
[339] Histor. animal VIII. cap. 1.
[340] De anima. cap. 6.
[341] De part. animal. 4, 5.
[342] De animalibus II. cap. 1.
[343] De part. animal. II. cap. 3.
[344] Politic. VII. cap. 16.
[345] *Diogenes Laert.* 5, 38, 51.
*Diogenes Laertios* schrieb im 3. Jahrhundert n. Chr. »Zehn Bücher über
das Leben, die Lehren und Aussprüche der in der Philosophie berühmten
Männer«. Das Werk ist indessen nur oberflächlich und wenig zuverlässig.
Von *Plutarch* rührt eine Schrift her, die unter dem Titel »Über
die Meinungen der Philosophen« bekannt ist. Wahrscheinlich ist das
Vorhandene nur ein Auszug einer Schrift des *Plutarch*.
Trotz ihrer Unvollkommenheiten sind die erwähnten Schriften wichtige
Quellen, weil sie über manches berichten, was anderweitig nicht mehr
festgestellt werden kann.
[346] *Diogenes* 39, 37.
[347] *Cicero*, tuscul. disput. 3. 28.
[348] *Diogenes* führt 227 Titel an.
[349] *Zeller*, Philos. der Griechen. II. 2. S. 642.
[350] Über die Schriften des *Theophrast* siehe auch *W. Christ*,
Griechische Literaturgeschichte. Nördlingen 1889. S. 435 u. f.
[351] *Theophrast*, Naturgeschichte der Gewächse, übersetzt und
erläutert von *K. Sprengel*. 1822. Die Hauptausgabe seiner Werke rührt
von *Wimmer* her. Breslau und Leipzig 1842-1862. Theophrasti Eresii
Opera, quae supersunt, omnia. -- *Theophrast* fußt auf Schriften
anderer, die jedoch nicht auf uns gelangt sind.
[352] Eine Untersuchung über die einigermaßen sicher zu bestimmenden
Pflanzen des *Theophrast* findet sich in *Sprengels* Geschichte der
Botanik. I. S. 58-90.
[353] *Strabon* sagt von den Nachrichten der Griechen über Indien: Was
sie sahen, erkannten sie nur auf den Feldzügen im Vorbeigehen. Buch 15.
Ausgabe von *Grosskurd*. Bd. III. S. 108.
[354] *H. Bretzl*, Botanische Forschungen des Alexanderzuges. Mit 11
Abb. und 4 Karten. Gedruckt mit Unterstützung der Kgl. Gesellschaft der
Wissenschaften zu Göttingen. Leipzig, B. G. Teubner. 1903. 412 Seiten.
[355] ἱστορίαι τῶν φυτῶν.
[356] Hist. plant. IV. 7, 8. Siehe *Bretzl* a. a. O. S. 121.
[357] Die Wirkung der Pflanzen auf den Menschen wird im 9. Buch
geschildert, das aber gerade in diesen Teilen unecht ist (*H. Stadler*,
Neue Jahrbücher f. d. klass. Altertum. 1911. S. 86).
[358] Gesch. der Pflanzen. 1, 5.
[359] Von den Ursachen der Pflanzen. 2, 14.
[360] Gesch. d. Pflanzen. 8, 2.
[361] *O. Warburg*, Berichte der Deutsch. bot. Gesellschaft XIX (1901).
S. 153.
[362] Ursache d. Pflanzen. I. 5, 5.
[363] Περὶ λίθων. *Theophrasti* Eresii Opera. Griechisch und lateinisch
von *F. Wimmer*.
[364] *Beloch*, Griechische Geschichte. I, 1. S 212.
[365] *Böckh*, Abhandlungen der Berliner Akademie. 1814/15. S. 104. Die
von den Athenern aufgehäuften Schlacken enthalten noch 10% Blei und
0,004% Silber; sie werden neuerdings wieder auf diese beiden Metalle
verarbeitet. (Siehe *Dammer*, Handbuch der chemischen Technologie.
1895. II. Band. S. 549.)
[366] *H. Fühner*, Beiträge zur Geschichte der Edelsteinmedizin.
Berichte der Deutschen pharmazeutischen Gesellschaft. 1901. S. 435 u.
f. 1902. S. 86 u. f.
Siehe auch *Lenz*, Mineralogie der alten Griechen und Römer. 1861.
[367] Siehe das Reallexikon der indogermanischen Altertumskunde von *O.
Schrader* unter »Bergwerk«.
[368] *C. v. Ernst*, Über den Bergbau im Laurion. Berg- und
Hüttenmännisches Jahrbuch der k. k. Bergakademien zu Leoben und
Pribram. 1902. Die Abhandlung stützt sich auf das Gutachten Cordellas,
der Jahrzehnte lang die Wiederaufnahme und den Betrieb der Bergwerke
des Laurions leitete.
[369] Der Meister derjenigen, die Wissenschaft treiben.
[370] Auch in der neuesten Phase der Biologie begegnet uns eine
Wiederbelebung aristotelischer Gedanken. Siehe an späterer Stelle (Bd.
IV).
[371] *J. Tyndall*, Religion und Wissenschaft. Autorisierte
Übersetzung. Hamburg 1874.
[372] *Aubert* und *Wimmer*.
[373] *Cantor*, Vorlesungen über Geschichte der Mathematik. Bd. I. S.
223. Leipzig 1880.
[374] Genaueres über die alexandrinische Bibliothek und die übrigen
Bibliotheken des Altertums findet man in *Paulys* Reallexikon d. klass.
Altertums. Bd. III (1899). S. 405 u. f.
[375] *Euklid* ist oft mit einem Zeitgenossen *Platons*, *Euklid* von
Megara, verwechselt worden.
[376] Vgl. auch *Cantor*, Euklid und sein Jahrhundert (Leipzig 1867).
Eine neuere Ausgabe sämtlicher Werke Euklids rührt von *Heiberg* und
*Menge* her (Leipzig 1883-1896).
[377] *Heiberg*, Euklidstudien. S. 88.
[378] Siehe die merkwürdige Anwendung, die später *Kepler* von den fünf
regelmäßigen Körpern zur Begründung einer astronomischen Lehre machte.
[379] *H. Hankel*, Die Entwicklung der Mathematik in den letzten
Jahrhunderten.
[380] *Tropfke*, Gesch. d. Elementarmath. Bd. II. S. 3.
[381] Mehrere Handschriften enthalten noch ein 14. und 15. Buch. Sie
werden indessen nicht *Euklid*, sondern *Hypsikles* von Alexandria (um
150-120) zugeschrieben. Wahrscheinlich rührt aber nur das erste Buch
von ihm her. Beide handeln von den regelmäßigen Körpern. Näheres siehe
bei *Cantor*, Gesch. d. Math. I (1907). S. 358.
[382] Einen ausführlichen Beitrag über *Archimedes* bringt *Hultsch* in
*Paulys* Realenzykl. d. klass. Altert. Bd. II (1896). S. 507.
[383] *Hippokrates* stammte aus Chios. Er lebte in der zweiten Hälfte
des 5. vorchristlichen Jahrhunderts in Athen.
[384] Siehe S. 83.
[385] Nach *Cantor* (Gesch. d. Mathem. Bd. I. S. 253) ist es
wahrscheinlich, daß er von niederer Abkunft war.
[386] *W. Schmidt*, Aus der antiken Mechanik (Jahrbuch für das
klassische Altertum). Bd. 13 (1904). S. 329.
Die Abbildung (Abb. 17 S. 159) ist der Heronausgabe von *Schmidt*
entnommen (Op. II, 1. Fig. 62).
[387] *O. Spieß*, Archimedes von Syrakus. Mitteilungen zur Geschichte
der Mediz. u. Naturwiss. III. Bd. S. 230.
Siehe auch *Cicero*, De rep. I, 14 und die Abhandlung von *F. Hultsch*,
Über den Himmelsglobus des Archimedes, in Schlömilchs Zeitschr. H.
XXII. A. 106-108.
[388] *Polybios*, Geschichte. Übersetzt von *Haakh*. Stuttgart 1868. 8.
Buch. Kapitel 5-9. *Plutarchos*: Marcellus 14-19.
[389] *Cicero* erzählt diese Begebenheit (Tusculanae disputationes V.
23) mit folgenden Worten: »Als ich in Sizilien Quästor war, fand ich
das Grab des *Archimedes*, das die Syrakusaner selbst nicht kannten.
Mir waren nämlich einige kleine Verse in der Erinnerung, die man auf
dem Grabmal eingemeißelt hatte. Die Verse weisen darauf hin, daß sich
an dem oberen Teile des Monumentes eine Kugel mit einem Zylinder
befindet. Nun bemerkte ich unter den vielen Gräbern, die sich vor dem
nach Agrigent führenden Tor befinden, eine kleine Säule, die nur wenig
aus dem Gestrüpp hervorragte und auf der sich das Bild einer Kugel mit
einem Zylinder befand. Sogleich sagte ich zu den Syrakusanern, von
denen mich die vornehmsten begleiteten, dies sei das gesuchte Grabmal.
Wir ließen den Platz mit Hacken erschließen und säubern. Darauf
erschien auf der Vorderseite des Sockels jene Inschrift. Die vornehmste
und einst so gelehrte Stadt Großgriechenlands besäße also keine
Kenntnis von dem Grabe ihres größten Denkers, wenn nicht ein Fremder es
ihren Bürgern gezeigt hätte.«
[390] De republica I, 22.
[391] So urteilt auch *H. Diels* in dem *Archimedes* gewidmeten
Abschnitt seines Buches »Antike Technik«.
[392] *Archimedes'* von Syrakus vorhandene Werke. Aus dem Griechischen
übersetzt und mit erläuternden und kritischen Anmerkungen begleitet von
*Ernst Nizze*. Stralsund 1824. Eine neuere Archimedesausgabe rührt von
*Heiberg* her. Sie erschien im Jahre 1880: *J. L. Heiberg*, Archimedis
opera omnia cum comentariis Eutocii. Leipzig, bei B. G. Teubner. Eine
neue erweiterte Ausgabe erfolgte 1910.
*Eutokios*, der einen Teil der Archimedischen Schriften kommentierte,
lebte zur Zeit *Justinians* (um 550 n. Chr.).
[393] Nach *Simplicius*. Siehe auch die Abhandlung von *W. Schmidt*
über Isoperimetrie im Altertum (Bibl. math. 1901. S. 5).
[394] *Hippias* von Elis lebte um 420 v. Chr. Seine unter dem Namen der
Quadratrix bekannte Linie ließ *Hippias* durch die Verbindung einer
drehenden mit einer fortschreitenden Bewegung entstehen. Mit Hilfe
dieser Linie hoffte man zur Quadratur des Kreises zu gelangen. Näheres
bei *Cantor*, Gesch. d. Math. I (1907). S. 197.
[395] *Heiberg* entdeckte sie in einem in Konstantinopel aufbewahrten
Palimpsest und veröffentlichte sie in der Zeitschrift »Hermes«. Berlin
1907. S. 235 u. f.
In der neuen Archimedesausgabe von *Heiberg* (1913) findet sich die
»Methodenlehre« mit lateinischer Übersetzung (Bd. II. S. 427). Eine
deutsche Übersetzung veröffentlichte *Heiberg* mit *Zeuthen* in der
Bibl. mathem. III. Folge. VII (1907). S. 322 u. f.
[396] *Heiberg*, a. a. O. S. 302.
[397] Des *Apollonios* Schrift über die Kegelschnitte wurde 1861
in deutscher Bearbeitung von *H. Balsam* herausgegeben. Die in
der Ursprache erhaltenen Schriften gab *Heiberg* heraus (Leipzig
1891-1893). Das Werk über die Kegelschnitte umfaßt 8 Bücher. Die
ersten vier sind in der Ursprache, Buch 5-7 in arabischer Übersetzung
erhalten. Das achte dagegen ist verlorengegangen. Eine gute Bearbeitung
rührt von dem englischen Astronomen *Halley* her (1710), der das Werk
unter Beifügung des griechischen Textes, soweit er vorhanden war, ins
Lateinische übersetzte und verlorengegangene Teile zu rekonstruieren
suchte.
[398] Die ersten Ansätze zur Erforschung der Kegelschnitte finden sich
schon bei dem im 4. Jahrhundert v. Chr. lebenden *Menächmos*.
[399] Das 5. Buch.
[400] Daß *Archimedes* bei Volum- und Flächenbestimmungen sich schon
einer dem Verfahren *Cavalieris* entsprechenden Infinitesimalmethode
bediente, und zwar neben den üblichen Beweisverfahren, hat die
Entdeckung des »Ephodion« bewiesen (s. S. 164).
[401] *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. I. S. 253.
[402] Eine gekürzte Wiedergabe enthält *Dannemann*, Aus der Werkstatt
großer Forscher. Verlag von Wilhelm Engelmann. Leipzig 1908. S. 10.
[403] δός μοι ποῦ στῶ καὶ κινῶ τὴν γὴν (*Pappus* VIII, 11, ed.
*Hultsch*).
[404] Archimedes' Werke. Ausgabe von *Nizze*. S. 26 ff.
[405] Die erwähnten hydrostatischen Grundgesetze finden sich in
*Archimedes*' erstem Buch von den schwimmenden Körpern. Siehe die
Archimedesausgabe von *Nizze*. S. 225-228.
[406] *Vitruvius*, de architectura IX. Übersetzt von *V. Reber*.
Stuttgart 1865.
[407] *Euklids* Optik und Katoptrik wurde 1557 zu Paris griechisch und
lateinisch herausgegeben. Eine neuere Ausgabe von *Gregory* erschien im
Jahre 1703. Die Hauptausgabe rührt von *Heiberg* und *Menge* her. Bibl.
Teubn. 1883.
[408] 30. Theorem der Katoptrik *Euklids*.
[409] *Euklids* Optik und Katoptrik findet sich im 7. Bande der
Gesamtausgabe von *Heiberg* und *Menge*.
[410] Gesamtausgabe Bd. 7. S. 343. Siehe auch die Abhandlung von
*Würschmidt* in den Commemoration Essays, Oxford 1914.
[411] *E. Wiedemann*, Über das Experiment im Altertum und Mittelalter
(Vortrag).
[412] Gesamtausgabe Bd. 7.
[413] 7. Erfahrungssatz der Katoptrik.
[414] Eigentlich müßte man Sehstrahlen sagen, da nach der Vorstellung
*Euklids* die Strahlen aus dem Auge kommen.
[415] Von *Smith* und *Helmholtz*.
[416] Nach *Stadler* handelt es sich hier nicht um eine Insel, sondern
um Skandinavien (Jahrbücher f. d. klass. Altert. 1911. S. 86). Auch
Island oder die Shetlandsinseln galten wohl für Thule. Siehe *Peschels*
Geschichte der Erdkunde. 1877. S. 2.
[417] Genauere Angaben über die räumliche Begrenzung der griechischen
und der römischen Erdkunde enthält der erste Abschnitt von *Peschels*
Geschichte der Erdkunde.
[418] Die von ihm erhaltenen Fragmente gab M. *Fuhr* heraus. Darmstadt
1841.
[419] *Beloch*, Griechische Geschichte. Bd. III. 1. Abt. S. 476 (1904).
[420] *Plin.* lib. II. cap. 65. *Plinius* verweist an dieser Stelle
auch auf die Angaben *Dikäarchs*.
Aus der Angabe des *Aristoteles* würde sich für den Kaukasus eine Höhe
von etwa 70000 m ergeben haben.
[421] A. *Gercke* und E. *Norden*, Einleitung in die
Altertumswissenschaft. II. Bd. S. 314. B. G. Teubner. 1912.
[422] Siehe *Bernhardy*, Eratosthenica, Berlin 1822, eine Sammlung von
Bruchstücken der Schriften des Eratosthenes. *Eratosthenes* starb um
194 v. Chr. *Bernhardys* Schrift ist veraltet. Doch fehlt eine neuere
zusammenhängende Darstellung aller Fragmente. Ferner H. *Berger*, Die
geographischen Fragmente des Eratosthenes. Leipzig 1880.
[423] Siehe S. 180.
[424] Siehe auch *Günther*, Die Erdmessung des Eratosthenes (in der
Deutschen Rundschau für Geographie und Statistik. III. Band).
[425] 3 Am ersten Nilkatarakt, fast unter dem nördlichen Wendekreis
gelegen (das heutige Assuan).
[426] Alexandria liegt um 3° 14' westlich von Syene.
[427] Das Skaphium. Siehe *Schaubach*, Geschichte der griechischen
Astronomie. Tab. III. Fig. 2.
[428] S. *Cantor*, Bd. I. S. 283.
[429] Näheres siehe bei *Lepsius*, Das Stadium und die Gradmessung des
Eratosthenes auf Grundlage der ägyptischen Maße, in der Zeitschrift
für ägyptische Sprache u. Altertumskunde. 1877. 1. Heft. S. 3-8. Nach
*Lepsius* kann es keinem Zweifel unterliegen, daß das Stadium des
*Eratosthenes* eine Länge von 180 Metern besaß. A. a. O. S. 7. Dies war
die Länge des griechischen Stadiums. Das ägyptische Stadium belief sich
auf 179 Meter.
[430] Siehe S. 93.
[431] Siehe S. 95.
[432] *Koppernikus*, De revolutionibus I, 10.
[433] Siehe an späterer Stelle dieses Bandes.
[434] G. *Bilfinger*, Die antiken Stundenangaben. Stuttgart 1888. S. 74.
[434] *Aristarchos*, Über die Größen und Entfernungen der Sonne und
des Mondes. Übersetzt und erläutert von A. *Nokk*. Als Beilage zu dem
Freiburger Lyzeumsprogramm von 1854.
*Aristarchs* Schrift wurde durch eine 1488 erschienene lateinische
Übersetzung bekannt. Den griechischen Text hat erst 1688 *Wallis* nach
einem Manuskript veröffentlicht. Erneut wurde der griechische Text dann
1856 durch E. *Nizze* herausgegeben. Eine Ausgabe des griechischen
Textes mit deutscher Übersetzung wird von K. *Manitius* vorbereitet.
[436] *Aristarch*, Über die Größen usw., Lehrsatz 15-18.
[437] Des *Archimedes* Sandesrechnung (*Dannemann*, Aus der Werkstatt
großer Forscher. S. 13).
[438] Über *Hipparch* handelt ein Artikel von A. *Rehm* in der
Realenzyklopädie des klassischen Altertums von *Pauly-Wissowa-Kroll*.
8. Bd. Sp. 1666-1681.
*Hipparchs* »Geographische Fragmente« wurden von H. *Berger* gesammelt
und bearbeitet; eine weitere Sammlung von Fragmenten liegt bisher nicht
vor. Daß sich wissenschaftliche Bedeutung wohl mit astrologischen
Vorstellungen vereinigen läßt, hat *Hipparch* ähnlich wie später
*Kepler* bewiesen. Im Original erhalten ist von *Hipparch* nur ein
Jugendwerk von geringerer Bedeutung (Τῶν Ἀρατοῦ καὶ Εὐδόξου φαινομένων
ἐξηγησέων βιβλία).
[439] J. *Tropfke*, Geschichte der Elementarmathematik. Bd. II. S. 223.
[440] Der neue Stern trat, wie auch aus chinesischen Berichten
hervorgeht, im Sternbilde des Skorpions auf.
[441] *F. Boll*, Die Sternkataloge des Hipparch und des Ptolemäos
(Bibl. math. Jahrg. 1901. S. 185). Nach *Boll* umfaßte *Hipparchs*
Katalog 850 Sterne.
[442] Die Erscheinung erklärt sich daraus, daß die Erdachse innerhalb
eines Zeitraums von etwa 26000 Jahren einen Kegelmantel beschreibt.
Infolgedessen ändert der Himmelsäquator, der sich als eine Projektion
des Erdäquators darstellt, gleichfalls seine Lage innerhalb derselben
Periode. Der Vorgang wird als Präzession oder Vorrücken der
Nachtgleichen bezeichnet, weil dabei der Frühlings- und der Herbstpunkt
langsam ihren Ort im Sinne der täglichen Umdrehung ändern.
[443] Mitteilungen zur Gesch. d. Mediz. u. d. Naturwissenschaften. Nr.
53 (1913). S. 431.
[444] Siehe auch S. 121 dieses Bandes.
[445] *Hipparch* nahm die Dauer des tropischen Jahres zu 365 Tagen 5
Stunden 55' an, während sie in Wahrheit 365 Tage 5 Stunden 48' 51''
beträgt.
[446] Die mittlere Entfernung zwischen den Mittelpunkten von Mond und
Erde beträgt 60,27 Halbmesser des Erdäquators oder 384400 km.
[447] Durch den in Jever geborenen *Hildericus*. Eine spätere Ausgabe
besorgte 1819 *Halma* im Anschluß an seine Ptolemäosausgabe.
[448] Genaueres über diese Messungen siehe in *Peschels* Geschichte der
Erdkunde. München 1877. S. 43-45.
[449] Die stereographische Projektion wurde auch von *Ptolemäos*
empfohlen. Ob *Hipparch* sie kannte, ist nach *Hoppe* nicht sicher.
[450] Die Erfindung der Feuerspritze wird dem *Ktesibios* (um 150 v.
Chr.) zugeschrieben. Siehe *Vitruvius*, De architectura X, 7.
[451] 1795 in der Nähe von Civitavecchia ausgegraben.
[452] Einen sehr ausführlichen Artikel über *Heron* enthält *Paulys*
Realenzyklopädie f. d. klass. Altert. Bd. VIII (1913). S. 992-1080.
[453] Herons von Alexandria Pneumatica et Automata. Griechisch und
deutsch herausgegeben von *Wilhelm Schmidt*. Teubner, Leipzig 1899.
*Herons* »Pneumatik« wurde 1575 durch *Commandinus* aus dem
Griechischen ins Lateinische übersetzt und im Druck herausgegeben
(Heronis Alexandrini Spiritualium liber. A *Federico Commandino*
Urbinate. Ex Graeco nuper in Latinum conversus. Urbini 1575). Der
Urtext wurde zuerst 1693 von *Thévenot* veröffentlicht.
[454] *W. Schmidt*, Aus der antiken Mechanik. Neue Jahrbücher für das
klassische Altertum. Bd. 13 (1904). S. 329.
[455] *W. Schmidt*, Die Geschichte des Thermoskops (Abhandl. z. Gesch.
d. Mathem. Bd. VIII. S. 161-173).
[456] Durch *Carra de Vaux*. Dieser gilt jedoch als wenig zuverlässig.
[457] Heronis Alexandrini Opera quae supersunt omnia. Leipzig, B. G.
Teubner. Bd. I: Druckwerke und Automatentheater, griechisch und deutsch
herausgegeben von *W. Schmidt*. 1899. Bd. II: Herons Mechanik und
Katoptrik, herausgegeben und erläutert von *L. Nix* und *W. Schmidt*.
1901. Bd. III: Herons Vermessungslehre und Dioptra, griechisch und
deutsch von *H. Schoene*. 1903.
[458] *Baldo v. Urbino*.
[459] Ausgabe von *Schmidt*. S. 24.
[460] Ausgabe von *Schmidt*. S. 29.
[461] Heronis Alexandrini spiritualium liber. Amstelodami 1680. Siehe
auch *Mach*, Die Prinzipien der Wärmelehre. Leipzig 1896. S. 5.
[462] Das »Klavier« der alten Römer (Mitteil. zur Geschichte d.
Medizin u. Naturwiss. 1905. S. 342). Der Bau der Wasserorgeln hat
sich während des Mittelalters im oströmischen Reich erhalten, so daß
die Konstruktion nicht, wie man früher annahm, gegen den Ausgang des
Mittelalters von neuem entdeckt werden mußte.
[463] *Schmidt*, a. a. O. S. 133.
[464] Heronis Alexandrini opera, ed. *Schmidt*. S. 475.
[465] Ausgabe von *Schmidt*. Abb. 115.
[466] Pappi Alexandrini collectionis lib. VIII, ed. *F. Hultsch*.
Berlin 1878. Über die vor kurzem entdeckte arabische Bearbeitung der
Mechanik *Herons* siehe die folgende Seite.
[467] Ausgabe von *Schmidt*. Bd. II. S. 102.
[468] *Papp*. Kap. X. Heron, Opera omnia, Ausgabe v. *Schmidt*. Bd. II.
1. Teil. S. 259.
[469] *Diels*, Ant. Technik, Abb. 28.
[470] Näheres über derartige antike Automaten enthält *Diels'* Antike
Technik im 3. Abschnitt. Leipzig, B. G. Teubner. 1914.
[471] Von *Carra de Vaux* im Journal asiatique X, 1-2. Von dem
griechischen Text sind nur einige Fragmente vorhanden. Bd. II der Opera
omnia (Ausg. v. *Schmidt*) enthält die Übersetzung der Mechanik nach
der arabischen Bearbeitung dieser Schrift *Herons*. Die Katoptrik wurde
nach einem lateinischen Text übersetzt.
[472] Journal asiatique IX, 2. S. 264 u. f.
[473] Eine gute Übersicht über das physikalische Wissen *Herons* bietet
die Programmabhandlung von *F. Knauff*, Sophiengymnasium, Berlin.
Ostern 1900.
[474] Der griechische Text wurde 1858 von *Venturi* und *Vincent* mit
französischer Übersetzung herausgegeben, und zwar in den Notices et
extraits des manuscrits de la bibliothèque impériale XIX, 2. Paris
1858. Dioptra heißt etwa Sehrohr oder Instrument zum Visieren durch
zwei sich gegenüberstehende Öffnungen (siehe die Abb. 35).
[475] Sie rührt von *Hermann Schöne* her und wurde im Jahrbuch des
Kaiserl. deutschen archäolog. Institutes (Bd. XIV. 1899. Heft 3)
veröffentlicht.
[476] Siehe Abschn. 25 des *Heron*schen Werkes sowie *Cantor*,
Geschichte der Mathematik. Bd. I. S. 324.
[477] Siehe *Cantor*, Geschichte der Mathematik. I (1907). S. 382 u. f.
[478] Heronis Alexandrini Opera, quae supersunt omnia. Ausgabe von
*Schmidt*. Bd. I-III. Leipzig 1889, 1900, 1903. Die »Metrika« finden
sich im III. Bande; sie wurden von *R. Schöne* 1896 entdeckt.