6. Fam. Hyaenidae.

Backzähne (4·1)/(3-4·1) (Fig. 881). Die R bilden lange, schneidende

Klingen, an den oberen ist der Innenhöcker, an den unteren der Anhang

rudimentär, unten fehlt die Innenspitze, oben ist der a’-Höcker sehr

gross. Höckerzähne sind rudimentär oder fehlen ganz. Dafür sind die

Lückzähne mit Ausnahme des ersten sehr gut entwickelt und zwar als

auffallend dicke Kegel; auch die R sind verhältnissmässig dick, die

Spitze wird leicht abgenutzt. Dies Gebiss eignet sich vortrefflich zum

Zertrümmern von Knochen. Füsse digitigrad. Die Hyänen erscheinen als

Viverriden, welche eine extreme Ausbildung zu Aasfressern erfuhren.

Sie schliessen sich vermittelst der Gattung Hyaenictis direct an

Ictitherium an. Die Familie findet sich seit dem Pliocän in Europa und

Indien, lebend in Asien und Afrika.

[Illustration: Fig. 881. Hyaena spelaea Goldf. Diluvium. Gebiss A des

Oberkiefers, B des Unterkiefers von der Kaufläche, C des Unterkiefers

von aussen.]

Hyaena Zimm. (Fig. 881) ist die wichtigste Gattung.

H. eximia Roth u. Wagn. Pliocän von Südeuropa.

H. sivalensis Falc. Pliocän von Indien.

H. spelaea Goldf. (Fig. 881) dürfte sich kaum von der noch lebenden

H. crocuta Erxl. unterscheiden. Die Höhlenhyäne ist eine höchst

charakteristische Form des europäischen Diluviums.

Elemente der Paläontologie · 第 477 / 606 题