2. Fam. Tropitidae.

Wohnkammer 1¼-1⅓ Umgänge lang. Schale mit einfachen oder gespaltenen,

häufig geknoteten Rippen verziert. Aussenseite meist mit Kiel oder

Furche. Lobenlinie z. Th. schon bei den permischen Formen zerschlitzt

und vollzählig, bei den jungtriadischen vielfach reichlich verästelt.

Hilfsloben spärlich. Mittelsattel klein und meist unverziert. Diese

Familie geht aus der Goniatiten-Gruppe der Carbonarii, insbesondere aus

den schon früh stark verzierten Formen wie Pericyclus hervor; sie ist

im Perm und in der Trias durch eine Reihe von Gattungen vertreten.

Acrochordiceras Hyatt. Schale mit breit gerundetem Querschnitt. Die

zu je 3 am Nabel entspringenden und z. Th. daselbst geknoteten Rippen

setzen über die gerundete Aussenseite fort. Loben unterzählig bis fast

vollzählig, gezackt. Sättel ganzrandig oder gekerbt. Bezeichnend für

den Muschelkalk in den Südalpen, Bosnien, Schlesien, Nevada.

A. Damesi Nötl. unterer Muschelkalk. Bosnien, Niederschlesien.

A. Carolinae Mojs. Oberer Muschelkalk. Nordalpen.

Tropites Mojs. (Fig. 488). Schale aufgeblasen oder scheibenförmig.

Wohnkammer oft ausgeschnürt. Die gespaltenen und meist geknoteten

Rippen auf der Aussenseite durch einen Kiel unterbrochen. Loben

vollzählig, stark zerschnitten, die Sättel baumförmig verästelt, ihre

Stämme breit. Hilfslobus klein. Obere Trias des Salzkammergutes.

Tr. subbullatus Hau. (Fig. 488). Bezeichnend für die untere

Abtheilung der karnischen Stufe im Salzkammergute.

[Illustration: Fig. 488. Tropites subbullatus Hau. Karnisch.

Salzkammergut. A Schale von vorn, die ausgeschnürte Wohnkammer zeigend.

B dieselbe von der Seite. C die stark zerschlitzte Lobenlinie.]

Celtites Mojs. Rippen der weitgenabelten Schale meist einfach nach vorn

geschwungen, auf der glatten Aussenseite fehlend. Loben goniatitisch

(Paraceltites) oder schwach gezähnt. Sättel ganzrandig. Vom Perm bis in

die karnische Stufe, vielleicht noch im Lias.

C. (Paraceltites) Hoeferi Gemm. Perm. Sicilien.

C. epolensis Mojs. Norisch. Südalpen, Bakony.

Unterabtheilung II. Leiostraci.

Schale im Allgemeinen glatt. Loben und Sättel meist stark zerschlitzt.

Die meist zahlreichen Hilfsloben den Seitenloben ähnlich.

Elemente der Paläontologie · 第 199 / 606 题