II. Mimoceratinae.

Die ältesten hierher gehörigen Formen sind noch nicht spiral

eingerollt; sie werden als

Bactrites Sdb. (Leth. pal., t. 35, Fig. 14) unterschieden. Die

stabförmige, im Querschnitt kreisrunde oder ovale Schale gleicht

einem Orthoceras, besitzt aber eine asellate Embryonalblase. Der

fadenförmige Sipho liegt auf der Bauchseite, die an dem Zurückweichen

der Zuwachsstreifung kenntlich ist. Septaldüten trichterförmig. Ein

mehr oder weniger tiefer Seitenlobus und ein kurzer, ungetheilter

Aussenlobus vorhanden. Devon, wahrscheinlich auch im Silur.

B. carinatus Mnstr. Mittel- und Oberdevon. Deutschland, Bretagne.

Oberdevon. Russland.

B. gracilis Sdb. Mittel- und Oberdevon. Deutschland.

[Illustration: Fig. 473. Mimoceras compressum Beyr. Mitteldevon

(Wissenbacher Schiefer). Nassau. Schalenanfang. e = Embryonalblase,

kugelig; 1-5 = die ersten fünf Scheidewände; x = das durchbrochene

Centrum.]

Mimoceras Hyatt (Fig. 473) werden die spiral eingerollten Formen

genannt, welche sich sonst nicht von Bactrites unterscheiden. Die

ersten Windungen berühren sich oft noch nicht oder das Centrum ist

durchbrochen (x). Aussenseite gerundet. Unter- und Mitteldevon.

M. compressum Beyr. (Fig. 473). } Mitteldevon

} (Orthocerasschiefer).

M. gracile Qu. (Leth. pal., t. 25, Fig. 7). } Nassau, Harz.

Agoniatites Hyatt. Wie vorige, aber Schale stärker involut, ihre

Aussenseite mehr oder weniger verschmälert und meist abgeflacht.

Seitenlobus tief. Ein kleiner Innenlobus entwickelt. Mitteldevon.

A. bicanaliculatus Sdb. }

} Mitteldevon. Deutschland.

A. Dannenbergi Beyr. (= evexus v. B.). }

A. occultus Barr. Mitteldevon. Mitteldeutschland, Böhmen.

Aus diesen beiden mitteldevonischen Gruppen entwickeln sich in

den jüngeren Abtheilungen des Devon zwei wesentlich verschiedene

Formenreihen mit vermehrter Lobenzahl, aus denen später ammonitische

Formen hervorgehen; eine dritte, aberrante, scheint bereits im Devon

zu erlöschen; sie behält den einen äusseren Seitenlobus. Bei allen 3

Reihen ist eine Theilung des Aussenlobus durch Mittelsättel schon sehr

früh angedeutet oder ausgebildet. Die 3 Reihen sind:

a. Compressus-Reihe (an Mimoceras anschliessend). Aussenseite der

Schale im Allgemeinen gerundet. Sattelenden abgerundet oder

lanzettförmig.

b. Evexus-Reihe (an Agoniatites anschliessend). Aussenseite der

Schale zugeschärft. Windungsquerschnitt dreieckig. Sattelenden

zugespitzt.

c. Primordialis-Reihe (an Mimoceras und Agoniatites anschliessend).

Aussenseite gerundet oder zugeschärft. Nur ein Seitenlobus, dem

Rücken genähert. Aussenlobus sehr tief.

a. Compressus-Reihe.

Pharciceras Hyatt (Fig. 474). Schale ungerippt. Umgänge niedrig.

Aussenlobus getheilt. Zwei Seitenloben und Hilfsloben. Sättel und Loben

zungenförmig, gerundet. Oberdevon, aber auch schon im Mitteldevon.

Ph. tridens Sdb. (Fig. 474). Oberdevon. Mitteldeutschland.

Ph. clavilobus Sdb. Mittel- und Oberdevon. Mitteldeutschland.

Hier dürfte sich die Ammonitenfamilie der Ptychitidae anschliessen

(p. 412).

[Illustration: Fig. 474. Pharciceras tridens Sdb. Unteres Oberdevon.

Oberscheld, Nassau. Lobenlinie bis zur Naht. Der Aussensattel (es) sehr

niedrig.]

[Illustration: Fig. 475. Pronorites cyclolobus Phill. Subcarbon.

Belgien. Lobenlinie. Der Aussenlobus (el) ist dreispitzig, der erste

Seitenlobus (sl₁) durch einen Secundärsattel zweitheilig.]

Prolecanites Mojs. Schale ungerippt. Windungsquerschnitt oval.

Aussenlobus ungetheilt. Lobenlinie normal oder überzählig. Sättel

gerundet, an der Basis eingeschnürt. Loben spitz endigend. Oberdevon

und Subcarbon.

P. lunulicosta Sdb. (Leth. pal., t. 35, Fig. 11). } Unteres

} Oberdevon.

P. Becheri Gf. } Mitteldeutschland.

Pronorites Mojs. (Fig. 475). Von Prolecanites durch den dreispitzigen

Aussenlobus und die beginnende Zerschlitzung des ersten

Seitenlobus durch 1 oder 2 kleine Secundärsättel ausgezeichnet.

Steinkohlenformation und Perm.

P. mixolobus Phill. Subcarbon. Grossbritannien, Belgien, Westfalen.

P. cyclolobus Phill. (Fig. 475). Subcarbon. Grossbritannien,

Belgien, Pyrenäen, Deutschland, Ural.

An diese Gattungen reihen sich die Ammonitenfamilien der

Phylloceratidae (p. 418), Lytoceratidae (p. 420) und Aegoceratidae

(p. 424) an.

b. Evexus-Reihe.

Beloceras Hyatt (Fig. 476). Schale flach scheibenförmig, aussen

zugeschärft. Lobenlinie mit zahlreichen zungenförmigen Loben und

Sätteln, vollzählig, mit Adventiv- und Hilfsloben. Aussenlobus

getheilt. Oberdevon.

B. multilobatum Beyr. (Fig. 476). Unteres Oberdevon.

Mitteldeutschland, Frankreich.

Hieran schliesst sich die Ammonitenfamilie der Pinacoceratidae

(p. 410).

[Illustration: Fig. 476. Beloceras multilobatum Beyr. Unteres

Oberdevon. Martenberg, Waldeck. Schale von der Seite. s = die

sichelförmige Streifung der Schale. Der Aussensattel (es) ist in

zahlreiche adventive Elemente zerfallen.]

[Illustration: Fig. 477. Manticoceras primordiale Schl. Oberdevon.

Grund a. H. Ansicht der Septalfläche. p = Projection des vorhergehenden

Umganges; nl = Nahtlobus.]

[Illustration: Fig. 478. Manticoceras intumescens Beyr. Oberdevon.

Grund am Harz. A Schale von der Seite. B dieselbe von vorn. C

Lobenlinie bis zur Naht. s’ = Schale.]

c. Primordialis-Reihe.

Manticoceras Hyatt (Fig. 477, 478). Schale mehr oder weniger

scheibenförmig, ihre Aussenseite gerundet oder zugeschärft.

Embryonalblase eingerollt, asellat. Septa in der Jugend procöl,

später durch Vertiefung des Aussen- und Innenlobus opisthocöl.

Aussenlobus (el) sehr breit und tief zweitheilig. Seitensattel (ss)

breit, gerundet. Seitenlobus (sl) weniger tief, z. Th. innerhalb der

Projection des vorhergehenden Umganges (Fig. 477). Ein Innenlobus

und ein innerer Seitenlobus entwickelt. Die inneren Windungen sind

wenig abgeplattet, fast halbmondförmig. An die Compressus-Reihe

anschliessend. Eine im übrigen ähnliche, aber durch die Scheibenform

der inneren Windungen ausgezeichnete Gruppe, welche an die Evexus-Reihe

sich anschliesst, wird als

Gephyroceras Hyatt bezeichnet. Beide sind sehr häufig im Oberdevon,

scheinen aber in jüngeren Formationen nicht fortzusetzen.

M. primordiale Schl. } Sehr häufig im unteren Oberdevon

} (»Intumescens-Stufe«).

M. intumescens Beyr. (Fig. 478). } Russland, Deutschland,

} England.

M. carinatus Beyr. }

G. calculiformis Beyr. }

} Ebendaselbst.

G. Buchi d’Arch. & Vern. }

Clymenia.

Die Clymenien bilden einen Seitenzweig der Goniatiten, dessen Glieder

durch die rückenständige Lage des Sipho, die häufig langen Septaldüten

und die seltene Ausbildung des Aussenlobus gekennzeichnet sind. Im

Gegensatz zu den Nautilidae zeigen sie die Tendenz, ihre Loben zu

vertiefen und zu vermehren, sowie das Siphonalrohr zu verengern. Die

Berippung erreicht vielfach einen höheren Grad der Ausbildung als bei

den gleichaltrigen Goniatiten. Die Zuwachsstreifung, bez. Berippung und

besonders die stehen gebliebenen Mundränder, welche auf dem Steinkern

oder auch auf der Schale sichtbar sind, zeigen eine S-förmige Biegung

auf den Seiten und einen tiefen Ausschnitt auf der Aussenseite. Die

Schalen sind meist wenig involut und im Windungsquerschnitt höher als

breit, wodurch sie sich den Mimoceratinae enger anschliessen, als

den Anarcestinae. Doch giebt es einige wenige Formen mit niedrigen

Windungen, welche an die letztgenannte Familie anzureihen sein dürften.

Die Clymenien scheinen ein rasch erlöschender Zweig der Ammonoidea

zu sein. Sie sind bisher nur im Oberdevon, und zwar in der obersten

Abtheilung desselben, der sog. »Clymenien-Stufe«, in Deutschland, in

den Ostalpen, in Frankreich, Belgien, England und am Ural gefunden

worden. Von den Gruppen, welche man unterschieden hat, heben wir

folgende hervor:

A. Nautiliniformes. Aussensattel breit, in der Mitte ungetheilt. Ein

Seiten- und ein tiefer Innenlobus entwickelt. Septaldüten kurz.

Oxyclymenia Gü. (Fig. 479, 480 A, B). Schale scheibenförmig, meist

ungerippt. Ein meist spitziger, selten gerundeter Seitenlobus

vorhanden. Ein äusserer Seitensattel fehlt. Innenlobus tief.

O. laevigata Mnstr. (Fig. 480 A).

O. undulata Mnstr. (Fig. 479, 480 B).

O. Dunkeri Mnstr.

B. Primordialiformes. Aussensattel breit, in der Mitte ungetheilt.

Zwei Seitenloben und ein Innenlobus vorhanden. Septaldüten mässig lang.

Cymaclymenia Gü. (Fig. 480 C, D). Schale nicht oder schwach gerippt.

Ein auf der Aussen- oder Innenseite stehender, gerundeter zweiter

Seitenlobus ausser dem meist spitzigen ersten entwickelt.

C. striata Mnstr. (Fig. 480 C).

C. bilobata Mnstr. (Fig. 480 D).

C. Serratiformes. Aussensattel durch einen tiefen Aussenlobus in der

Mitte und jederseits durch einen Adventivlobus getheilt. Sipho weit.

Septaldüten conisch, sehr lang.

Gonioclymenia Gü. (Fig. 480 E). Schale mit Querrippen und häufig mit

Aussenknoten. Aussenseite abgeflacht oder eingedrückt.

G. speciosa Mnstr. (Fig. 480 E).

G. subarmata Mnstr.

G. intermedia Mnstr.

[Illustration: Fig. 479. Oxyclymenia undulata Mnstr. Oberes Oberdevon.

Elbersreuth, Fichtelgebirge. Schale von der Seite. Oben rechts:

Querschnitt der Windung, um die dorsale Lage des Sipho zu zeigen.]

[Illustration: Fig. 480. Lobenlinien verschiedener Clymenien.

A Oxyclymenia laevigata Mnstr. B Oxyclymenia undulata Mnstr. C

Cymaclymenia striata Mnstr. D Cymaclymenia bilobata Mnstr. E

Gonioclymenia speciosa Mnstr. Alle aus dem oberen Oberdevon des

Fichtelgebirges. es = Aussensattel; el = Aussenlobus; il = Innenlobus;

sl₁ = erster, sl₂ = zweiter Seitenlobus; ss₁ = Seitensattel; is =

Innensattel; n = Naht.]

Die genetischen Beziehungen der Goniatitidae unter einander

und ihr Verhältniss zu den Ammonitiden-Familien, sowie sich

dieselben nach den bisherigen Untersuchungen darstellen, ist aus

nachfolgender Stammbaumtafel ersichtlich. Die früher gebräuchlichen

Gruppenbezeichnungen der Goniatiten entsprechen z. Th. genetischen

Reihen, z. Th. aber Entwickelungsstufen des ganzen Stammes. Es sind

deshalb nur die wichtigsten derselben hier aufgenommen worden.

Latisellati Angustisellati

| |

+ --------------+------------+ + ---------------------------+----------------------------------------+

| | | |

Kreide { Ammoniten-Familien der }

und { ? 7) Amaltheidae { 10) Aegoceratidae }

Jura { | { | }

-------------------------------------------------------------------------|--------{ 9) Lytoceratidae }

{ | { | }

Trias { 2) Tropitidae † 4) Pinacoceratidae † 6) Ptychitidae { | }

{ 1) Ceratitidae † 3) Arcestidae † 5) ? Cladiscitidae † { 8) Phylloceratidae }

{ | | | | | | | | | |}

+-------+--------+ +-------+-------+ +------------+-------+ +-------+-----+ +----------+--------+

{ | | | | | }

{ Trachyostraca Leiostraca Serratiformes Linguatiformes Lanceolatiformes }

{ | | | | | }

Perm, { Carbonarii | | | | }

Carbon {(Glyphioceras, Gastrioc., | | | | }

und { (Pericyclus) | | | | }

Sub- { | | | | | }

carbon { Indivisi | | | | } | | | |

{ (Muensteroceras, | | | | }

- Brancoceras) Aequales -------------------|------------------|--------------- Lanceolati --

{ \ (Sporadoceras) Clymenia † | | (Pronorites, }

{ \ / / \ Serrati Linguati Prolecanites) }

Ober- { \ / / \ (Beloceras) (Pharciceras) / }

devon { \ / / \ | Primordiales † | / }

{ Magnosellares / \ | (Gephyroc., | / }

{ (Tornoceras) / \ | Mantio.) \ | / }

----------------------------------/-------------\----------/--------\--------------/-------------------

{ | / \ | / \ | / }

Mittel-{ Nautilini / Nautilini (Evexus-R.) Nautilini (Compressus-R.) }

und { (Anarcestes) / (Agoniatiles) (Bactrites, }

Unter- { Mimoceras) }

devon { }

{ Anarcestinae Mimoceratinae }

{ | | }

{ +----------------------------+----------------------------+ }

|

Nautiloide Vorfahren

Abtheilung II. Ammonitidae.

Die Grenze, welche man zwischen Goniatiten und Ammoniten zieht, ist

weder eine natürliche, noch eine scharfe, da die unterscheidenden

Merkmale nicht alle gleichzeitig erscheinen. Unter den Goniatiten

giebt es Formen, bei welchen eine Zerschlitzung der Loben bereits

sehr früh (im Subcarbon) einzutreten beginnt (Pronorites), andere,

bei welchen die Septalfläche schon opisthocöl wird und die Septaldüte

durch den Septalkragen z. Th. ersetzt ist (Glyphioceras). Ebenso ist

der Trichterausschnitt vielfach schon verschwunden. Andrerseits giebt

es Ammoniten der Trias (Lobites -- p. 409) mit goniatitischen Loben.

Die Umprägung der goniatitischen Merkmale in die ammonitischen ist eben

in den verschiedenen Formenreihen zu verschiedenen Zeiten erfolgt. Im

Perm sehen wir bereits die Mehrzahl der Ammonoidea in das ammonitische

Stadium eingetreten.

Der Entwickelung eigentlicher Ammonitenloben (mit stark

zerschlitzten Sätteln und Loben) geht bei fast allen Gruppen ein

sog. Ceratiten-Stadium voraus, welches durch beginnende Kerbung des

Lobengrundes ausgezeichnet ist. Einige Gruppen kommen nicht über

dieses Stadium hinaus (vgl. Fig. 483-485). An das Ceratiten-Stadium

schliesst sich ein weiteres Uebergangsstadium, welches als brachyphyll

bezeichnet wird, wenn die Sättel am ganzen Umfange eingekerbt sind

(Fig. 486 C -- vgl. p. 376), als phylloid dagegen, wenn die Sättel nur

an der Basis Kerben erhalten, ihre Enden aber blattförmig bleiben

(Fig. 493 C -- vgl. p. 377). Nur aus phylloiden Uebergangsloben

entwickeln sich später zweitheilige Ammonitensättel, wie in den

Familien der Phylloceratidae, Lytoceratidae, Aegoceratidae und z. Th.

in der Familie der Arcestidae (Fig. 492 x).

Eine natürliche Eintheilung der Ammoniten nach der Form und Berippung

der erwachsenen Schale ist undurchführbar. Unter Zuhilfenahme der

Merkmale der ersten Scheidewand und des allgemeinen Charakters des

Lobenbaues gelingt aber eine wie es scheint natürliche Gruppirung

in die beiden Stämme der Latisellati und Angustisellati, den

Goniatitenfamilien der Anarcestinae und Mimoceratinae entsprechend.

Wenn auch vielleicht die Angustisellati ein latisellates Stadium

durchgemacht haben, so scheint dasselbe rasch überwunden worden zu

sein. Latisellate Schalen verschwinden mit dem Ende der Triasformation

fast vollständig, nachdem sie z. Th. trachyostrak geworden sind und

Nebenformen gebildet haben; die Angustisellati sind in der Trias zum

grössten Theil noch glattschalig, werden aber im Jura und in der Kreide

fast durchgängig trachyostrak.

Die Familienmerkmale finden sich, soweit sie sich in wenigen Worten

angeben lassen, auf nachfolgender Tabelle zusammengestellt:

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+--+

| | Länge der | Aussenseite|Verzierung | | | | |

| Familien |Wohnkammer | der | der |Seitenloben|Hilfsloben |Nebenformen| |

| | | Schale | Schale | | | | |

+===============+===========+============+===========+===========+===========+===========+==+

|Trachyostraci: | | gerundet, | einfache | | spärlich, | |} |

| 1) Ceratitidae| | abgeflacht | oder | | wenn | |} |

| Trias | ½-¾ | oder |gespaltene | 1 oder 2 | zahlreich | bekannt |} |

| | | gefurcht, | Rippen, | | sehr viel | |}L|

| | | selten | meist | | kleiner | |}a|

| | | gekielt | Knoten | | als die | |}t|

| | | | | |Seitenloben| |}i|

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+}s|

| 2) Tropitidae | | gerundet, | meist | | spärlich | |}e|

| Perm -- Trias | 1-1¼ | häufig |Spaltrippen| 1 oder 2 | und klein | unbekannt |}l|

| | | gekielt | | | | |}l|

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+}a|

|Leiostraci: | | |ungerippt, | |zahlreich, | |}t|

| 3) Arcestidae | | gerundet | selten | | den | |}i|

| Perm -- Trias | 1-1½ | | flache | 2 |Seitenloben| dit. |} |

| | | | Falten; | | ähnlich | |} |

| | | | Varices | | | |} |

| | | | häufig | | | |} |

+===============+===========+============+===========+===========+===========+===========+==+

|Serratiformes: | | |glatt oder | | | |} |

| 4) | |zugeschärft,| mit | | | |} |

|Pinacoceratidae| ½-¾ | selten | gebogenen | meist 3 | zahlreich | dit. |} |

| Perm -- Trias | | gerundet | Streifen | mit | | |} |

| | | | oder | Adventiv- | | |} |

| | | | flachen | loben | | |} |

| | | | Rippen | | | |} |

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+} |

| ? 5) | | breit | glatt | | mässig | |} |

| Cladiscitidae| 1 | gerundet | oder mit | 2 oder 3 | zahlreich,| dit. |} |

| Trias | | | Spiral- | | den | |} |

| | | | streifen | |Seitenloben| |} |

| | | | | | ähnlich | |} |

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+} |

|Linguatiformes:| | gerundet, |glatt oder | | mässig | |}A|

| 6) Ptychitidae| | selten | mit | | zahlreich,| |}n|

| Perm -- Trias | ¾ |zugeschärft | flachen, |2, selten 3| den | dit. |}g|

| | | oder | einfachen | |Seitenloben| |}u|

| | | gekielt | Rippen | | ähnlich | |}s|

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+}t|

| 7) Amaltheidae| | meist | meist | | zahlreich | |}i|

| Jura u. Kreide| |zugeschärft | ungerippt,| 2, oft mit| bis fast | |}s|

| | ⅔ | oder | häufig mit| Adventiv- | fehlend | dit. |}e|

| | | gekielt | Spiral- | loben | | |}l|

| | | | streifen | | | |}l|

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+}a|

|Lanceolatifor- | | |ungerippt, | | zahlreich,| |}t|

| mes | | | mit | | den | |}i|

| 8) | ¾ | gerundet | einfachen | meist 3 |Seitenloben| dit. |} |

|Phylloceratidae| | | Quer- | | ähnlich | |} |

| Perm -- Kreide| | | streifen | | | |} |

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+} |

| 9) | | | meist nur | | | |} |

| Lytoceratidae | | | gestreift,| | zuweilen | |} |

|Trias -- Kreide| ⅔-¾ (1) | gerundet | zuweilen | 2 |angedeutet,| häufig |} |

| (? Tertiär) | | |mit Rippen | | in der | |} |

| | | | oder | | Regel | |} |

| | | | Kanten; | | fehlend | |} |

| | | |Einschnür- | | | |} |

| | | | ungen | | | |} |

| | | | häufig | | | |} |

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+} |

|10) | | gerundet | sehr | | meist | |} |

| Aegoceratidae | |zugeschärft,| mannigfach| | spärlich, | |} |

| Jura u. Kreide| ⅔-1 | gefurcht | verziert, |2, selten 1| in der | häufig |} |

| (? Tertiär) | |oder gekielt| selten | | Regel ein | |} |

| | | | glatt | | Suspensiv-| |} |

| | | | | | lobus | |} |

| | | | | | entwickelt| |} |

+---------------+-----------+------------+-----------+-----------+-----------+-----------+--|

[Illustration: Fig. 481. Embryonalblase eines latisellaten Ammonoiden

(Goniatites diadema Gf.). A von der Seite, B von oben (gegen die

Bauchseite), C von vorn. si = Sipho; n = Nabel; es = Aussensattel.]

A. Latisellati.

Die erste Scheidewand mit einem relativ breiten Aussensattel (Fig.

481). Loben unterzählig oder vollzählig. Hilfsloben entweder spärlich

oder, wenn zahlreich, sehr klein oder den Seitenloben ähnlich. Perm und

Trias, vielleicht noch im Lias.

Unterabtheilung I. Trachyostraci.

Schale meist mit Rippen und Knoten verziert. Hilfsloben meist spärlich.

Elemente der Paläontologie · 第 197 / 606 题