4. Fam. Paludinidae.

Schale kugelig bis kegelförmig, mit grüner oder brauner Epidermis.

Mündung gerundet, oben oft winkelig. Mundränder zusammenhängend.

Ausschliesslich Süsswasserbewohner. Fossil seit dem Jura. Häufig im

Tertiär und in der Gegenwart.

[Illustration: Fig. 353. Paludina orbicularis Sow. Unteroligocän.

Südengland. ¹⁄₁.]

[Illustration: Fig. 354. A Paludina pachystoma Sdb. Miocän. Mainzer

Becken. B P. avellana Neum. Pliocän (Paludinensch.). Slavonien. Die

Schale ist quergerippt (r).]

[Illustration: Fig. 355. Hydrobia ventrosa Mont. sp. (= Littorinella

acuta). Miocän (Littorinellenkalk). Mainzer Becken. Links: ein mit den

Schalen angefülltes Gesteinsstück. ¹⁄₁. Rechts: eine einzelne Schale.

⁵⁄₂.]

Paludina Lmk. (= Vivipara) (Fig. 353, 354). Schale dünn, kegelförmig,

mit stumpfer Spitze; schwach oder nicht genabelt. Umgänge meist

gewölbt, glatt (A), spiral- oder quergerippt (B). Mündung unten

gerundet, oben winkelig. Fossil von der unteren Kreide an, sehr häufig

im Tertiär und in der Gegenwart.

P. fluviorum Sow. sp. Untere Kreide (Wälder Sch.). England,

Norddeutschland.

P. aspera Michaud. Untereocän. Frankreich.

P. Hammeri Dfr. Mitteleocän. Elsass.

P. orbicularis Sow. (Fig. 353). Unteroligocän. Südengland.

P. pachystoma Sdb. (Fig. 354 A). Untermiocän (Corbicula- und

Littorinellenschichten). Mainzer Becken.

P. varicosa Br. sp. Mittelmiocän. Schwaben.

P. avellana Neum. (Fig. 354 B) } nebst zahlreichen verwandten Formen

} bezeichnen die mittelpliocänen

P. Hellebori Hörn. } »Paludinenschichten«

} SO.-Europas.

P. Fuchsi Neum. }

P. diluviana Kunth. Unteres Diluvium. Norddeutschland. Lebend.

SO.-Europa.

P. vivipara Müll. sp. Diluvium. England, Rheinthal. Lebend über den

grössten Theil Europas verbreitet.

Hydrobia Hartm. (= Litorinella) (Fig. 355). Kleine, meist hochgethürmte

Schalen mit runder, oben meist winkeliger Mündung und unverzierter

Oberfläche. Leben in Süss- oder Brackwasser, selten im Meere. Fossil

schon im Jura, sehr häufig im Neogen, oft ganze Schichten erfüllend

»Litorinellenkalk«).

H. inflata Fauj. sp. Untermiocän (Corbicula-Sch.). Mainzer Becken.

H. ventrosa Mont. sp. (Fig. 355). Mit der vorigen Art zusammen,

besonders aber in den sog. »Litorinellen-« oder »Hydrobienkalken« des

Mainzer Beckens häufig. Miocän. Frankreich, Wiener Becken. Lebend.

Südfrankreich, Sicilien, England.

Elemente der Paläontologie · 第 170 / 606 题