Schale meist kugelig, mit kurzem, gewöhnlich stumpfem Gewinde, seltener
verlängert. Letzter Umgang stark erweitert. Mündung mehr oder weniger
halbmondförmig, unten gerundet, oben eckig. Oberfläche gar nicht
oder schwach verziert. Vom Silur an, in allen Formationen, von der
Steinkohlenformation an häufig. Etwa 300 lebende Formen in allen Meeren.
Natica Lmk. (Fig. 351). Schale meist unverziert und dick. Nabel meist
mehr oder weniger entwickelt; die verdickte Spindel oft im unteren
Theil desselben sichtbar. Aussenlippe scharf, Innenlippe mehr oder
weniger verdickt. Deckel kalkig oder hornig, schwach spiral (Fig.
351 b). Zahlreiche, aber schwer zu unterscheidende Untergattungen.
Vielleicht schon in paläozoischen Formationen vorhanden, häufig vom
Jura an.
[Illustration: Fig. 351. a Natica millepunctata Lmk. Pliocän. Mte.
Mario b. Rom. Schale mit Spuren der ursprünglichen Färbung. Die
wulstförmig verdickte Spindel ist im unteren Theile des weiten Nabels
sichtbar. b spiralgewundener Deckel einer fossilen Natica.]
[Illustration: Fig. 352. Naticella costata Mnstr. Alpiner Buntsandstein
(Werfener Sch.). Campitello, Dolomitalpen. A von vorn. B von hinten.]
N. Gaillardoti Gf. Oberer Buntsandstein und unterer Muschelkalk.
Westdeutschland, Lothringen.
N. Meriani Hörn. Norische Stufe (Esinosch.). Südalpen.
N. suprajurensis Buv. Kimmeridge. Frankreich, Schweiz,
Norddeutschland.
N. gaultina d’Orb. Gault. England, Frankreich, Schweiz.
N. epiglottica Lmk. }
} Mittel- und Obereocän. Pariser Becken.
N. caepacea Lmk. }
N. patula Lmk. Eocän. Frankreich, Belgien, England, Indien.
N. crassatina Desh. Oligocän. Frankreich, Rheinthal, Schweiz,
Vicentin, Krim.
N. millepunctata Lmk. (Fig. 351 a). } Miocän -- Lebend. Europa.
N. Josephinia Risso. } Ueberall gemein.
Naticella Mnstr. (Fig. 352) unterscheidet sich durch die regelmässigen
Querrippen der Schale und das vollständige oder fast vollständige
Fehlen eines Nabels. Schale dünn. Silur -- Trias.
N. lyrata Phill. sp. Subcarbon. Grossbritannien, Belgien.
N. costata Mnstr. (Fig. 352). Alpiner Buntsandstein (Werfener Sch.),
Südalpen, Balkanhalbinsel.
Naticopsis M’Coy. Glatt oder quergerippt, ungenabelt. Innenlippe in
ähnlicher Weise wie bei Nerita (p. 313) verdickt und abgeplattet.
Deckel dick, mit einem Fortsätze. Vielleicht den Neritidae
anzuschliessen. Silur -- Trias. Die Mehrzahl der sog. Natica-Arten des
Paläozoicums gehört hierher.
N. subcostata Schl. sp. (Leth. pal., t. 32, Fig. 8). Mitteldevon
(Stringocephalenkalk). Rheinlande.
N. ampliata Phill. sp. Steinkohlenformation. Grossbritannien,
Belgien, Russland.
N. globosa Hön. sp. Steinkohlenformation. Grossbritannien, Belgien,
Kärnthen, Nordamerika.
N. lemniscata Hörn. sp. Norische Stufe. Südalpen.