Schlosszähne fehlen meist, wenn vorhanden, isodont oder unregelmässig.
2 sehr ungleiche oder 1 einziger, dem Hinterrande genäherter (hinterer)
Muskeleindruck. Mantellinie, mit sehr seltenen Ausnahmen, einfach, oft
verwischt. Band äusserlich oder innerlich.
Die Dysodonta sind schon in paläozoischen Ablagerungen vertreten.
Manche der älteren Formen (Pterinea) stehen in ihrer Zahn- und
Bandbildung gewissen Taxodonten (Cucullaea) nahe, andere mesozoische
Formen nähern sich durch ihre Dünnschaligkeit (Pseudomonotis) gewissen
Paläoconchen (Monotis, p. 239).
Die Maximalentwickelung der Ordnung fällt in das Mesozoicum und
Känozoicum.
Man unterscheidet 3 Unterordnungen, jede mit mehreren Familien, die
sich folgendermaassen charakterisiren lassen:
A. Schloss unsymmetrisch: Vertheilung des Ligaments und der Zähne zu
beiden Seiten des Wirbels verschieden. Meist 2, sehr ungleiche
Muskeleindrücke. Schale meist sehr ungleichseitig, schief (Fig.
281-289)
1. Mytilacea (Heteromyaria).
B. Schloss symmetrisch: Ligament in einer centralen Grube; Zähne, wenn
vorhanden, zu beiden Seiten des Bandes symmetrisch, isodont oder
taxodont. Meist nur 1 (hinterer) Muskeleindruck vorhanden
(Monomyaria).
a. Schlossrand mehr oder weniger gerade, aber meist kurz. Schale
gleichklappig oder ungleichklappig, in der Regel mit Ohren,
zuweilen mit der rechten Klappe festgewachsen. Zähne zuweilen
vorhanden.
2. Pectinacea.
b. Schlossrand meist gebogen. Schale meist sehr ungleichklappig.
Linke (grössere) Klappe in der Regel festgewachsen. Zähne fehlen.
3. Ostracea.