C. Ligament innerlich. Bandlöffel oder Zähne entwickelt.

Mya Lin. (Fig. 238). Die Form und Verzierung der Schale ähnlich wie bei

Panopaea. Ligament innerlich (B l) zwischen einem weit vorspringenden

horizontalen Löffel der linken (B ll) und einer zurückgebogenen,

der Schale anliegenden Platte der rechten (B ll’) eingeschlossen.

Vorderrand (A vr) und Hinterrand (A hr) des Löffels aufgewulstet, in

der Mitte 2 schwach markirte Leisten (A ml). Neogen, Diluvial und

Lebend.

M. truncata Lin. (Fig. 238). Pliocän. Süd- und Nordeuropa; Diluvial

und Lebend. Nordeuropa.

M. arenaria Lin. Pliocän -- Lebend. Nordeuropa.

Corbula. Schale stark ungleichklappig, concentrisch gestreift, nach

hinten ausgezogen. Linke Klappe kleiner, flacher und hinten weniger

ausgezogen als die rechte, in die rechte eingesenkt, so dass die Schale

geschlossen. Innere Bandgrube der rechten Klappe zwischen 2 Zähnen

gelegen, hinter der Bandgrube der linken folgt ein Löffel, dahinter ein

Zahn. Mantelbucht wenig tief. Lebend im Meere und an Flussmündungen.

Fossil vielleicht schon von der Trias an, häufig im Tertiär.

? C. gregaria v. Mü. sp. Muschelkalk und Lettenkohle. Deutschland.

C. Gallica Lmk. Mitteleocän. Mitteleuropa.

C. gibba Oliv. sp. (= nucleus Lmk.). Miocän -- Lebend. Europa.

Mactra Sch. (Fig. 239 A-C). Schale meist dreieckig, gleichklappig

und fast gleichseitig, hinten ein wenig klaffend. Schloss sehr

differenzirt. Vor der dreieckigen Ligamentgrube der linken Klappe

2 divergirende Zahnleisten (C vr, ml), die mit dem Vorderrande und

der Mittelleiste des Löffels von Mya verglichen werden. Sie greifen

beide zwischen die ähnlichen Leisten der rechten Klappe (B vr’, ml’)

ein, alterniren also nicht mit denselben, wie bei den ähnlichen

Schlossbildungen der Heterodonta. Der Hinterrand des Löffels (B hr, C

hr) zu einer, dem Schlossrande parallelen Leiste umgebildet. Vor dem

Löffel oft ein Seitenzahn entwickelt. Aeusseres Ligament rudimentär.

Von der Juraformation an bekannt, häufig erst im Tertiär und besonders

in der Gegenwart. Gemein an sandigen Flachküsten Europas.

M. semisulcata Desh. Mittel- und Obereocän. Pariser Becken.

M. Podolica Eich. (Fig. 239 A). Obermiocän (Sarmatische Stufe).

Osteuropa.

M. triangula Ren. Untermiocän -- Lebend. Europa.

M. stultorum Lin. Pliocän -- Lebend. Europa.

Eine durch veränderte Lebensweise sehr abweichend gestaltete Gruppe

der Desmodonta sind die Adesmacea (oder Bohrmuscheln). Schloss und

Ligament sind ihnen vollständig verloren gegangen. Zu den 2 normalen

Klappen gesellen sich oft noch weitere Kalk-(Ergänzungs-)stücke, die

mit den Schalen unter einander und mit einer von den Siphonen

erzeugten Kalkröhre zu einem Stücke verschmelzen können (Teredina).

Ihre Gestalt ist keulen- oder röhrenförmig. Sie bohren in Holz, Stein

etc. leicht kenntliche Gänge. Letztere werden fossil sehr häufig

angetroffen, namentlich in jüngeren Formationen, seltener sind die

Schalen selbst gut erhalten. Bekannte Gattungen sind Pholas L.,

Teredo L., Teredina Lmk. Marin und brackisch.

Teredina Lmk. Schale, Ergänzungsstücke und Siphoröhre zu einem am

Vorderende geschlossenen Körper verschmolzen. Eocän.

T. personata Lmk. Untereocän. Pariser Becken.

Elemente der Paläontologie · 第 135 / 606 题