C. abbreviatus Gf. (Fig. 163 A-D), crassus Gf., elongatus Gf.

Fam. Cyathocrinidae (Fig. 164 A-E).

Basis dicyclisch, Kelch meist kugelig. In dem Radialkranze meist eine

sechste hintere interradiale Tafel, wodurch die Dorsalkapsel zweiseitig

symmetrisch erscheint. Die Ventralseite besitzt hinten eine getäfelte

Aussackung, die nicht von der kaum entwickelten Ventralkapsel bedeckt

wird. Arme ohne Pinnulae. Radialia mit hufeisenförmigem Ausschnitt (C

r). Diese gattungsreiche Familie ist vom Silur -- Carbon verbreitet.

Die wichtigste Gattung ist:

Cyathocrinus Mill. (Fig. 164 A-E). Dorsalkapsel niedrig, becherförmig

oder fast kugelig, zweiseitig symmetrisch durch Einschiebung einer

dem hinteren Parabas. (B pb) aufruhenden ersten Interradialtafel

(Analtafel, a₁) in den Radialkranz. Infrabas. 5, Parabas. 5, davon

das hintere oben abgestutzt. Von den 5 Rad. sind die entsprechenden

symmetrisch gestaltet (C r). Arme lang, mehrfach getheilt. Pinnulae

fehlen, aber die Ambulacralfurchen mit Reihen beweglicher Platten

bedeckt. Eine geschlossene Dorsalkapsel fehlt. Die Oberseite

des Kelches wird von einer Anzahl Platten bedeckt (D), unter

denen die centrale Deckplatte (p) und die abwechselnd gestellten

Ambulacraltäfelchen (at), welche die Ambulacralfurchen (af) bedecken,

sich herausheben. Nach Entfernung der Deckplatten (E) sieht man den

Kelch von 5 interradialen sog. »Oralplatten« (op) überwölbt, die ein

fünfeckiges Loch (o) zwischen sich lassen. Die Ambulacralfurchen

(af) liegen zu Tage und im Analinterradius zeigt sich eine weite,

zwischen der Analplatte des Kelches (a₁) und der analen Oralplatte

(a₂) gelegene Oeffnung, aus welcher die Leibeshöhle sich in den hinten

gelegenen Ventralsack (B p) ausstülpt. Letzterer wird aus zahlreichen

durchbohrten oder geschlitzten Platten gebildet und erhebt sich bis

zur halben Höhe der Arme. Stiel rund (st), seine Glieder abwechselnd

schmäler und breiter. Vom Untersilur bis ins Subcarbon; in letzteres

fällt die Maximalentwickelung. Zahlreiche Arten.

C. longimanus Ang. (Fig. 164 B). } Obersilur. Insel Gotland.

C. ramosus Ang. (Fig. 164 A). }

C. geometricus Gf. (= Poteriocrinus). Mitteldevon. Eifel.

C. Jowensis Ow. & Shum. (Fig. 164 D, E). Subcarbon. Nordamerika.

[Illustration: Fig. 164. A-E Cyathocrinus. A C. ramosus Ang. Obersilur.

Gotland. Ueber der Analtafel (a₁) ist zwischen den hinteren Armen der

Ventralsack sichtbar. B C. longimanus Ang. Ebendaher. Hinterseite

des Kelches mit grösstentheils abgelösten Armen, um den Ventralsack

(p) zu zeigen. C zerlegter Kelch eines Cyathocriniden (Barycrinus

bullatus Hall. sp.); NB. br₁ und br₂ sind zu vertauschen! D, E C.

Jowensis Ow. & Shum. Subcarbon. Jowa. Kelch ohne den Ventralsack von

oben. D mit erhaltenen Deckplatten. E ohne dieselben. st = Stiel;

if = Infrabasalia; pb = Parabasalia; r = Radialia; br = Brachialia;

a = Analtafel; p = Ventralsack; af = Ambulacralfurchen; at =

Ambulacraltäfelchen; p = centrale Deckplatte; o = centrale Oeffnung; op

= Oralplatten; a₂ = anale Oralplatte.]

Fam. Poteriocrinidae (L. p., t. 40, Fig. 11).

Die zahlreichen zu dieser Familie gehörigen Gattungen zeigen im

Wesentlichen denselben Bau wie Cyathocrinus. Meist finden sich aber

im Radialkranze 3 interradiale Platten statt einer, und die Form des

Kelches ist mehr kreisel- oder scheibenförmig. Ferner sind die Rad.

oben abgestutzt statt ausgeschnitten. Die Arme tragen Pinnulae. Die

unteren Armtafeln sind durch Muskeln und Ligament verbunden. Diese

Familie ist hauptsächlich im Carbon verbreitet, findet sich aber auch

im Silur und Devon. Die Hauptgattung ist:

Poteriocrinus Mill. mit mehreren Untergattungen und vielen Arten.

Selten im Devon, sehr häufig im Carbon.

P. (Parisocrinus) curtus Müll. Mitteldevon. Eifel.

P. (Scaphiocrinus) multiplex Trtschd. (L. p., t. 40, Fig. 11).

Carbon. Moskau.

P. crassus Mill. Subcarbon. Grossbritannien, Belgien.

Elemente der Paläontologie · 第 97 / 606 题