Hierher gehört wahrscheinlich die Gattung Onychaster M. & W. (Fig. 149
A-D). Scheibe (A s) klein, gekörnelt. Arme unverzweigt, rund, nach
unten eingerollt, mit körnigen Schuppen belegt, auf der Innenseite mit
Stacheln besetzt. Mundskelet sehr massiv (B), aus 15 kleinen und 25
grossen Stücken zusammengesetzt. Armwirbel rundlich sechsseitig (C) mit
innerem Canal (w).
[Illustration: Fig. 149. A-D Onychaster flexilis M. & W. Subcarbon.
Crawfordsville, Indiana. A ein Exemplar mit Scheibe (s) und nach unten
zusammengeschlungenen Armen; an dem inneren Ende zweier Arme ist die
Haut entfernt, um die Wirbel (wr) zu zeigen. B Mundskelet von oben. C
Wirbel von vorn gesehen; w = Wirbelcanal.]
Als Seltenheit im Subcarbon Nordamerikas.
O. flexilis M. & W. Keokuk-Gr. Crawfordsville, Indiana.
Fossile Ophiuren sind schon vom Silur an bekannt. Die meisten
paläozoischen Formen scheinen keine Bauchplatten, dagegen getrennte
Wirbelhälften, manche die letzteren auch in alternirender Stellung
besessen zu haben, wodurch eine Annäherung an die Encrinasteria (p.
148) angedeutet wird. Im Silur Nordeuropas und Nordamerikas sowie
im Devon des rheinischen Schiefergebirges kommen sie nicht sehr
selten, aber meist ungenügend erhalten vor. Im Mesozoicum trifft
man neben Vertretern jetzt noch lebender Gattungen (Ophioceramis)
mehrere ausgestorbene, unter denen Aspidura (Trias), (?) Geocoma (Jura
-- Kreide) die wichtigsten sein dürften. Aus dem Tertiär sind nur
spärliche Reste bekannt geworden. Das Auftreten der fossilen Ophiuren
ist meist ein geselliges.