Bei mehreren Familien dieser Unterordnung, namentlich bei den
Eunicidae und Nereidae, kommen verkalkte Kiefer vor, die zu zweien
oder in grösserer Anzahl im Rüssel befestigt sind. Besonders die
Unterkieferstücke zeichnen sich durch Verkalkungsfähigkeit aus. Die
Gestalt der Kiefer ist meist die der mehrzackigen Haifischzähne, doch
erreichen sie nie die Grösse der letzteren, sondern werden höchstens
einige mm gross (Fig. 120). Auch ihre Structur ist eine verschiedene.
Man kennt solche Kiefer schon aus paläozoischen Schichten und hat
sie früher für Fischzähne gehalten (sog. »Conodonten«). In manchen
paläozoischen Schichten finden sie sich ziemlich häufig, besitzen aber
kein besonderes Interesse. Aus den lithographischen Schiefern von
Solenhofen (oberer Malm) kennt man auch Abdrücke ganzer Thiere.
[Illustration: Fig. 120. Kieferstücke von Würmern aus der Unterordnung
der Errantia. Untersilur. A Drepanodus arenatus Pand. B Prioniodus
elegans Pand. Beide von Petersburg. C Oenonites rostratus H. Toronto.
Nord-Amerika.]
Fußnoten:
[B] Von manchen Autoren werden die Tentaculitiden auch in die Nähe
lebender Pteropoden -- Gattung Styliola -- gestellt.