1. Tetractinellidae.

Da die Skeletelemente der Tetractinelliden frei in der Sarkodine

liegen, so werden sie durch den Versteinerungsprocess meist zerstreut

und können nur in seltenen Fällen in ihrer ursprünglichen Lage zu

einander beobachtet werden. Als isolirte Gebilde trifft man sie

vielfach in schwammreichen Ablagerungen, z. B. im Kohlenkalk und in

der oberen Kreide. Die eigentlichen Skeletelemente sind fast nur

vierstrahlig (Fig. 35 E, G), jedoch erscheint oft der eine Strahl

stark verkürzt (Fig. 35 G) (sog. Anker), die drei anderen Arme

gespalten (sog. Gabelanker) oder der eine Arm schaftförmig verlängert,

zuweilen die Nadel mit spiralen Wülsten bedeckt (Fig. 35 E). In der

Rindenschicht mancher Tetractinelliden, z. B. in der der Geodinidae,

finden sich Kieselkugeln (Fig. 35 C) und Kieselsterne (Fig. 35 D), in

der der Ancorinidae Kieselscheiben (Fig. 35 F).

Selbst die Bestimmung der Familie bleibt nach solch’ unvollständigem

Material meist unsicher.

[Illustration: Fig. 35. Verschiedene Monactinelliden- und

Tetractinelliden-Elemente aus dem Senon von Horstead, Norfolk.

A = Einstrahler einer ? Tetractinellide (könnte auch eine

Monactinelliden-Nadel sein). B = conischer Einstrahler, vielleicht von

der Monactinellide Reniera. C = Kieselkugel, D = Kegelstern, vielleicht

von Geodia. E = einfacher mit Wülsten verzierter Vierstrahler,

vielleicht Geodia angehörig. F = Kieselscheibe zu ? Stelletta gehörig.

G = gegabelter Vierstrahler mit einem reducirten Arme, von einer

Tetractinellide oder Lithistide stammend.]

Elemente der Paläontologie · 第 41 / 606 题