1. Ordnung Tetractida.

Hierher gehören meist dickwandige Schwämme von sehr wechselnder

Gesammtgestalt, deren Skeletelemente stets kieselig sind. Neben der

ursprünglichen, vierstrahligen Nadelform finden sich verästelte

Skeletelemente (Lithistidae), die mehr oder weniger deutlich

vierstrahlig oder unregelmässig einstrahlig erscheinen, ferner glatte

oder verzierte Einstrahler, Kieselkugeln, Kugelsterne, Kieselscheiben

etc. Meist liegen die Skeletelemente unverbunden im Körper, bei der

Abtheilung der Lithistidae verflechten sich ihre verzweigten Arme

miteinander zu einem festen, massiven Gerüste, bei den lebenden

Chaliniden liegen sie in einem Hornfasernetze und bei den sogenannten

Hornschwämmen fehlen sie meist gänzlich. Nach diesen Verschiedenheiten

der Skeletelemente zerfallen die Tetractida in folgende Unterordnungen.

1. Tetractinellidae. Skeletelemente nicht wurzelig verzweigt, frei

in der Sarkodine liegend, meist regelmässig vierstrahlig. Neben

Vierstrahlern finden sich auch Drei- und Einstrahler, Kieselkugeln und

Kieselscheiben etc. (Fig. 35 C-G).

2. Lithistidae. Skeletelemente wurzelig verzweigt, vier- (Fig. 36),

einstrahlig (Fig. 38) oder vielstrahlig (Fig. 37). Daneben auf die

Oberfläche des Skelets beschränkte einfache oder gegabelte Vierstrahler

(Fig. 35 G) mit einem stark verkürzten oder stark verlängerten Arm

(sog. Anker). Die verzweigten Enden der Arme verflechten sich mit

denjenigen der benachbarten Elemente, so dass ein festes steiniges

Kieselgerüst entsteht (Fig. 49 B).

3. Monactinellidae. Skeletelemente einstrahlig oder kugelig (Fig. 32 A,

D), oft von Hornfaser eingeschlossen. Zuweilen vierstrahlige Nadeln.

4. Ceraospongiae. Skelet aus Hornfasern bestehend. In seltenen Fällen

einstrahlige Kieselnadeln vorhanden. Fossil nicht erhalten.

Elemente der Paläontologie · 第 40 / 606 题