Haplophragmium Reuss (Fig. 3 D, Fig. 7 D). Wie Lituola, aber ohne
Unterabtheilungen in den Kammern. Mündung meist einfach, central, oft
ausgezogen (Fig. 7 D a). Trias -- lebend. Zahlreiche Arten in Jura,
Kreide und Tertiär.
Hapl. aequale Rö. sp.; Hapl. irregulare Rö. sp. (Fig. 3 D). Untere
u. obere Kreide. Norddeutschland.
Hapl. Humboldi Rss. Oligocän (Fig. 7 D).
Hapl. latidorsatum Bern. sp. Oligocän, Miocän und lebend gemein in
grösseren Tiefen.
Ammodiscus Reuss (Fig. 7 C). Schale gar nicht oder nur unvollkommen
gekammert, eine nach Art von Cornuspira (Fig. 7 A) regelmässig spiral
oder unregelmässig knäuelartig gewundene Röhre darstellend (Fig. 7 C).
Mündung von der Weite der Schale. Carbon -- lebend.
Amm. incertus d’Orb. sp. und Amm. gordialis P. & J. sp. (Fig. 7 C)
häufig im Carbon, Zechstein, Jura etc. lebend von 50 Faden abwärts.
[Illustration: Fig. 7. A Saccamina Carteri Brad. Carbon.
Northumberland. B dieselbe, aufgebrochen, die labyrinthische
Schalenstructur zeigend. C Ammodiscus gordialis P. & J. sp. Carbon,
England. D Haplophragmium Humboldti Rss. Mitteloligocän, Sulz u. d.
Wald, Unt. Elsass. E Textularia carinata d’Orb. Miocän, Wien; a =
Mündung. F Clavulina Szabói Hantk. Unteroligocän, Ungarn; a = Mündung.]
Fam. Textularidae.
Kalkige oder agglutinirende, grobporöse Schalen. Die Kammern stehen
wechselständig in zwei oder drei Reihen um eine Längsachse, bei
weiterem Wachsthum oft einzeilig angeordnet (Fig. 7 E, F).
Textularia Dfr. (Fig. 7 E). Schale kalkig oder agglutinirend, platt,
keilförmig. Kammern zweizeilig, alternirend, meist breiter als hoch.
Mündung ein halbmondförmiger Spalt am Unterrande der der Achse des
Gehäuses zugewendeten Seite der Kammerwand (E a). Carbon -- recent,
sehr häufig in Kreide und Tertiär.
Text. globifera Ehrb. häufig in der Kreide.
Text. carinata d’Orb. (Fig. 7 E). In allen Stufen der Tertiärformation
verbreitet, lebend bei den Philippinen und im Mittelmeer.
Clavulina d’Orb. (Fig. 7 F). Schale stets agglutinirend, aus anfangs
dreizeilig geordneten, später einzeilig übereinander gestellten oft
dreikantigen Kammern sich aufbauend. Mündung endständig, in eine Spitze
ausgezogen (F a).
Cl. communis d’Orb. Eocän -- lebend.
Cl. Szabói Hantk. (Fig. 7 F). Mehrere mm gross, im ungarischen
Unteroligocän häufig (Cl. Szabói-Schichten).
Fam. Lagenidae.
Schale stets kalkig, feinporös, aus kugeligen oder abgeplatteten
Kammern aufgebaut. Letztere einzeln, oder zu mehreren aneinander
gereiht, eine stabförmige, spiral gerollte oder eine aus unregelmässig
zusammengehäuften Kammern bestehende Schale bildend. Mündung bei den
spiral gebauten Schalen an der Convexseite. Canalsystem fehlt in dieser
formenreichsten Familie.
Lagena Walk. (Fig. 8 A). Schale aus einer einzigen, meist verzierten,
kugeligen oder schwach abgeplatteten Kammer bestehend. Mündung
endständig, central, oft in eine halsartige Röhre ausgezogen. Silur --
lebend, besonders häufig im Tertiär.
Lag. semistriata Will. (Fig. 8 A). Eocän -- lebend.
Lag. laevis Mont. }
} Silur -- lebend.
Lag. sulcata W. & B. }
[Illustration: Fig. 8. A Lagena semistriata Will. Mitteloligocän.
Hermsdorf b. Berlin. B Nodosaria (Dent.) guttifera d’Orb. Miocän.
Wien. C Cristellaria rotulata Lmk. Gault. Braunschweig; a = Mündung. D
Frondicularia concinna Koch. Neocom. Hils.]
Nodosaria Lmk. (= Dentalina d’Orb.) (Fig. 8 B). Kugelige oder halsartig
verlängerte, oft sculptirte Kammern sind zu einer geraden (Nodosaria),
oder gebogenen (Dentalina), stabförmigen Schale aneinander gereiht.
Mündung endständig. Carbon -- lebend. Viele Arten in Jura, Kreide und
Tertiär.
Nod. prima d’Orb. Lias. Mitteleuropa.
Nod. raphanus L. }
} Tertiär und lebend.
Nod. (Dent.) guttifera d’Orb. (Fig. 8 B) }
Frondicularia Dfr. (Fig. 8 D). Schale abgeplattet, von linearem oder
rhombischem Umriss, aus winkelig gebrochenen, reitenden, in gerader
Linie übereinander gereihten Kammern bestehend. Mündung endständig,
central. Anfangskammer meist kugelig. Trias -- lebend.
Fr. Terquemi d’Orb. Lias. Mitteleuropa.
Fr. concinna Koch (Fig. 8 D). Neocom. Norddeutschland.
Fr. angusta Nils. (bis zu 40 Kammern). Turon und Senon. Mittel- und Nordeuropa.
Cristellaria Lmk. (Fig. 8 C). Gehäuse platt oder biconvex. Entweder nur
die ersten oder alle Kammern zu einer symmetrischen Spirale aufgerollt.
Kammerscheidewände vertieft oder leistenförmig hervortretend. Nabel
zuweilen von einer Scheibe verdeckt (Fig. 8 C). Mündung rund oder
spaltförmig an der Aussenseite der Septalfläche gelegen (Fig. 8 C a).
Lias -- lebend, eine sehr gemeine Gattung.
Cr. rotulata Lmk. (Fig. 8 C). Lias -- lebend, sehr häufig in der Kreide.
Polymorphina Will. (Fig. 9). Kammern undeutlich spiral oder zweizeilig
oder unregelmässig aneinander gehäuft. Schale kugelig oder abgeplattet.
Kammernähte meist vertieft. Mündung rund, an der Spitze des Gehäuses.
Trias -- lebend.
Pol. anceps Phil. (Fig. 9). Häufig im norddeutschen Oligocän.
[Illustration: Fig. 9. Polymorphina anceps Phil. Norddeutsches
Oligocän.]
Fam. Globigerinidae.
Schale kalkig, grobporös (Fig. 10). Kammern mehr oder weniger kugelig,
undeutlich spiral, in verschiedenen Ebenen locker aneinander gereiht.
Canalsystem fehlt.
Globigerina d’Orb. (Fig. 10). Kammern kugelig, rasch an Grösse
zunehmend, meist deutlich spiral angeordnet, grob punktirt. Mündung ein
halbmondförmiger Spalt auf der Unterseite (Fig. 10 A a).
Glob. bulloides d’Orb. (Fig. 10). Tertiär und lebend sehr häufig.
Glob. cretacea d’Orb. Häufig in der Kreide.
Glob. marginata Reuss. sp. In der Kreide häufig, lebend selten.
[Illustration: Fig. 10. Globigerina bulloides d’Orb. Miocän. Wien. A
von der Unterseite; a = Mündung. B von der Oberseite.]
Als Orbulina d’Orb. bezeichnet man kugelige, einkammerige Schalen,
welche von derselben Structur wie die Globigerinen oft kleine
Schalen der letzteren einschliessen und wahrscheinlich nur als ein
Reproductionsstadium derselben aufzufassen sind.
Der sog. Globigerinen-Schlamm, welcher in den grössten Tiefen der
Oceane (bis zu 4000 m Tiefe) vielfach angetroffen wird, besteht fast
ausschliesslich aus abgestorbenen Schalen von Globigerina, Orbulina
und Pulvinulina. Vom Jura an kennt man mehrfach Kalksteine, an deren
Zusammensetzung sich die Globigerinen in grossem oder geringem
Maassstabe betheiligen.
Fam. Rotalidae.
Die kalkige, fein- oder grobporöse Schale ist nach Art eines
Schneckenhauses gewunden und in meist zahlreiche Kammern getheilt. Auf
der einen Seite der Schale sind meist alle Umgänge sichtbar, auf der
anderen nur der letzte (Fig. 11). Canalsystem zuweilen entwickelt.
A. Schale grobporös (Fig. 2; Fig. 3 C; Fig. 11).
Truncatulina d’Orb. (Fig. 2; Fig. 11). Auf der gewölbten Oberseite
nur die Kammern des letzten Umganges (Fig. 11 A), auf der flachen
Unter- (oder Spiral-) Seite die aller Umgänge sichtbar (Fig. 11 B).
Kammerscheidewände meist vertieft. Mündung (Fig. 11 B a) spaltförmig
auf der Unterseite oder am Innenrande der letzten Scheidewand gelegen.
Carbon -- lebend.
Tr. lobatula Walk. sp. (Fig. 11). Carbon -- lebend, sehr häufig im
Tertiär.
Tr. ammonoides Reuss sp. Sehr häufig in der Kreide, tertiär und
lebend im südl. Pacific.
[Illustration: Fig. 11. Truncatulina lobatula Walk. sp. Miocän. Wien. A
von der Oberseite. B von der Unterseite; a = die spaltförmige Mündung.
C von der Seite.]
[Illustration: Fig. 12. Calcarina Spengleri Lin. sp. (= calcitrapoides
Lk.). Oberste Kreide (Danien). Mastricht.]
Calcarina d’Orb. (Fig. 3 C; Fig. 12). Wie Truncatulina, aber die
Umgänge von reichlich entwickeltem Zwischenskelet umgeben, welches der
Oberfläche ein warziges und stacheliges Aussehen verleiht (Fig. 12).
Grobe Canäle (Fig. 3 C a b) durchziehen das Zwischenskelet.
C. Spengleri Lin. sp. (Fig. 3 C; Fig. 12). Oberste Kreide, tertiär
und lebend.
B. Schale feinporös (Fig. 3 B a; Fig. 13).
Pulvinulina Will. (Fig. 13). Schale beiderseits gewölbt, aber
unsymmetrisch, feinporös, ohne Canalsystem. Mündung auf der
Septalfläche (C a); oft (Untergattung Epistomina) eine zweite,
spaltförmige, am Rande der Nabelseite gelegene (B x). Trias --
Jetztzeit.
P. caracolla Rö. sp. Oberer Jura und untere Kreide.
P. spinulifera Rss. (Fig. 13). Untere Kreide.
P. Partschii d’Orb. Lias -- lebend.
[Illustration: Fig. 13. Pulvinulina spinulifera Rss. Oberer Gault.
Folkestone, England. A Spiralseite. B Nabelseite; x = randliche
Mündungen. C Vorderansicht; a = septale Mündung.]
Rotalia Lmk. (Fig. 3 B). Von Pulvinulina durch ein wohl entwickeltes
Canalsystem unterschieden, welches in den Scheidewänden als einfacher,
gegen die Schalenoberfläche hin sich verzweigender Strang verläuft
(Fig. 3 B b). Vom Jura an, hauptsächlich im Tertiär und in den jetzigen
Meeren.
Rot. Beccari Lin. sp. Oberer Jura -- lebend.
[Illustration: Fig. 14. Amphistegina Lessoni d’Orb. (= A. Haueri
d’Orb.). Miocän (Leithakalk). Wien. A Ansicht der Unterseite. B Ansicht
der Oberseite. C Querschnitt: a = Mündung; b = Zapfen undurchbohrter
Schalenmasse.]
Amphistegina d’Orb. (Fig. 14). Schale nur schwach unsymmetrisch, aber
derart vollständig eingerollt, dass allseits nur der letzte Umgang
sichtbar bleibt. Unterseite stärker gewölbt als die Oberseite. Auf
der Oberseite (Fig. 14 B) verlaufen die einfachen Kammerscheidewände
anfangs nach vorn, dann geknickt nach hinten gebogen, auf der
Unterseite (Fig. 14 A) erscheinen sie nach dem Schalenrande zu
getheilt; sie geben dadurch zur Bildung von Secundärkammern
Veranlassung. Von der kugelförmigen Embryonalkammer gehen verkehrt
kegelförmige Zapfen, aus undurchbohrter Schalenmasse bestehend,
beiderseits in der Richtung der Aufrollungsachse bis an die Oberfläche
(Fig. 14 C b) und bilden einen centralen Knopf. Mündung (Fig. 14 C a)
in der Nähe der Mittellinie auf der Unterseite an einem Septalrande
gelegen. Subcarbon und Obere Kreide selten, häufig im Tertiär, lebend
in den tropischen Meeren.
A. minuta Brad. Subcarbon. England.
A. Fleuriansi d’Orb. Oberste Kreide (Dänische Stufe). Mastricht.
A. Lessonii d’Orb. (Fig. 14). Eocän -- lebend, sehr häufig im
miocänen Leithakalk des Wiener Beckens (= A. Haueri d’Orb.).
Fam. Fusulinidae.
Schale kalkig, fein porös[A] (Fig. 15 C), symmetrisch spiral
eingerollt; nur der letzte Umgang sichtbar. Gesammtform spindelförmig
(Fig. 15 A), cylindrisch oder fast kugelig (Fig. 15 D, E). Scheidewände
porenlos, in die Kammerwände eingekeilt, so dass sie die Oberfläche
kaum erreichen (Fig. 15 C, G). Mündung ein Spalt oder eine Reihe
von Löchern auf dem Innenrande der Septalfläche (Fig. 15 A a, G a).
Canalsystem fehlt. Auf Carbon und Perm beschränkt.
[Illustration: Fig. 15. A-C Fusulina. A F. cylindrica Fisch. Carbon,
Russland; a = Mündungsporen. B C. japonica Gümb. Carbon, Japan; Schema
k = Hauptkammern; f = gefaltetes Septum. C dieselbe im Schliff; s =
porenlose Septen, mit einander verschmolzen und in die Kammerwände
eingekeilt. D-G Schwagerina. Carbon, Japan. D Sch. princeps Ehrb. sp.
von der Seite. E dieselbe von vorn; a = Mündungsporen. F dieselbe
aufgeschnitten, die Kammern (k), die am Ende anostomosirenden Septen
und die Mündungsporen (a) zeigend. G Schw. lepida Schwag.; Schema; k
= Kammern mit den basalen Spiralreifen sp, welche die Secundärkammern
(sk) abtrennen; a = Mündungsporen.]
Fusulina Fischer (Fig. 15 A-C). Meist spindelförmig (A) oder fast
cylindrisch, selten mehr kugelig. Die Scheidewände auf der Oberfläche
der Schale durch Längsfurchen angedeutet. Nach innen zu falten sich die
Septen und bilden Nischen und Vorsprünge (B f). Dadurch dass sich die
Vorsprünge zweier benachbarten Septen berühren oder mit einander am
Grunde verschmelzen (Fig. 15 C s), werden innerhalb der Hauptkammern
(B k) unvollständig geschlossene Secundärkammern gebildet. Mündung
entweder eine centrale Spalte oder eine Reihe von runden Oeffnungen
oder beides vereint (A a).
Im Carbon und im untern Perm, besonders häufig im Carbon. Europa, Asien
und Nordamerika (Fusulinen-Kalk).
F. cylindrica Fisch. (Fig. 15 A), F. Verneuili Möll., F. japonica
Gümb. (Fig. 15 B, C),
F. ventricosa Meek.
Schwagerina Möller (Fig. 15 D-G). Meist nahezu kugelig (Fig. 15 D, E),
seltener cylindrisch oder spindelförmig. Septa einfach, nur in der
Nähe der Windungsachse gebogen und mit einander verschmelzend (Fig. 15
E). Auf dem Grunde der niedrigen Kammern (Fig. 15 G, K) erheben sich
zahlreiche, ebenso wie die Scheidewände aus undurchbohrter Kalkmasse
bestehende Reifen (Fig. 15 G sp) oder Spiralstreifen (Basalskelet),
welche die Kammern in Secundärkammern (Fig. 15 G sk) zerlegen. Doch
verschwinden die Spiralstreifen zuweilen fast gänzlich. Mündung
selten einfach, zumeist durch eine Reihe von Löchern ersetzt, welche
den Secundärkammern entsprechen (Fig. 15 G a). Meist mit Fusulina
vergesellschaftet im Carbon und in der unteren Dyas.
Schw. princeps Ehrb. sp. (Fig. 15 D-F). China und Russland.
Schw. lepida Schwag. (Fig. 15 G) China.
Fam. Nummulinidae.
Schale kalkig, feinporös, stets symmetrisch eingerollt oder bald
cyclisch werdend (Orbitoides). Mündung am Innenrande der Septalfläche
(Fig. 16 B a). Mit oder (seltener) ohne Canalsystem. Enthält die
grössten aller Foraminiferen (Nummulites und Orbitoides).
Pullenia P. & J. (Fig. 16). Schale ganz eingerollt, so dass nur der
letzte, aus wenigen Kammern bestehende Umgang sichtbar ist. Mündung ein
breiter Spalt (B a). Canalsystem und Zwischenskelet fehlen. Lebend und
fossil von der Kreide an, häufig im Neogen.
P. bulloides d’Orb. sp. (Fig. 16). Tertiär und lebend häufig.
[Illustration: Fig. 16. Pullenia bulloides d’Orb. sp. Miocän. Wien. A
von der Seite. B von vorn. a = Mündung.]
Polystomella d’Orb. (Fig. 17). Schale wie bei Pullenia eingerollt, aber
die Umgänge mit zahlreicheren Kammern. Die Mitte der Schale wird von
einer aus Zwischenskeletsubstanz gebildeten Scheibe eingenommen (Fig.
17 A). Der Steinkern (B) zeigt ein spirales, unter der Nabelscheibe am
centralen Aussenrande der Umgänge verlaufendes Canalsystem (B a), von
welchem sich Meridionalcanäle (B b) abzweigen und in den peripherischen
Theil der Septen eintreten. Die kurzen Aeste der letzteren treten
mit den Kammern des nächstfolgenden Umganges in Verbindung. Am
hinteren peripherischen Rande der Septen besitzt jede Kammer
zahlreiche, blindsackartige Ausstülpungen, deren Zwischenräume auf der
Schalenoberfläche als spiral und radial geordnete Grübchen sichtbar
werden (A). Mündung meist in eine grössere Anzahl Löcher aufgelöst.
Jura -- Gegenwart, häufig im Tertiär.
Pol. crispa Lmk. (Fig. 17). Häufig tertiär und lebend.
[Illustration: Fig. 17. A Polystomella crispa Lmk. Miocän. Wien;
von der Seite. B Steinkern von Polyst. craticulata F. & M. sp.; a =
Spiralcanal, von dem sich Meridionalcanäle mit kurzen Aesten (b) in die
Septen abzweigen.]
[Illustration: Fig. 18. Operculina cretacea Reuss. Oberste Kreide
(Danien). A von der Seite. B von vorn. a = Mündung.]
[Illustration: Fig. 19. Canalsystem von Operculina. Schale von der
Rückseite angeschnitten. k = Kammerhöhlungen. s = Kammerscheidewände.
a = Dorsalstrang. c = Spiralcanäle, die Ausläufer (d) in die Septen
senden.]
Operculina d’Orb. (Fig. 18; Fig. 19). Schale flach, mehrere mm gross.
Die wenigen Umgänge rasch anwachsend, alle äusserlich sichtbar, der
letzte sehr hoch (Fig. 18). Mündung ein Spalt am Innenrande der
Septalfläche (Fig. 18 B a). In der Medianebene befindet sich unter
dem Aussenrande der Schale ein Strang undurchbohrter Kalksubstanz
(Dorsalstrang), in welchem ein verzweigtes Canalsystem verläuft
(Fig. 19 a). Daneben zwei spirale Canäle (Fig. 19 c), von welchen
sich verästelte Gefässe in die Scheidewände verzweigen (Fig. 19 d).
Scheidewände perforirt (punktirte Fläche oben in Fig. 19), wo sie der
Schalenwand eingekeilt, aber zum Theil dicht (Fig. 19 s). Obere Kreide,
Tertiär und lebend.
Op. cretacea Rss. (Fig. 18). Oberste Kreide (Danien). Mastricht,
Südfrankreich.
Op. ammonea Leym. Eocän. Europa. Indien.
Op. complanata Bast. Miocän. Südeuropa.
Nummulites Lmk. (Fig. 20; Fig. 21). Die Nummuliten sind sehr grosse,
bis 6 cm im Durchmesser haltende, münzenförmige (daher der Name)
oder linsenförmige Foraminiferen, die sich wesentlich nur durch
ein verschiedenartiges Wachsthum von Operculina unterscheiden. Sie
zerfallen in zwei Untergattungen:
Assilina d’Orb. (Fig. 21 A-B). Umgänge niedrig und langsam anwachsend,
alle von aussen sichtbar (B). Schale fast ganz flach, nur gegen die
Mitte zu durch aufgelagerte Kalksubstanz etwas verdickt (A). Kammern
einfach, nicht seitlich verlängert (A). Pfeiler von undurchbohrter
Kalksubstanz wie bei Nummulina (Fig. 21 I pf).
Häufig im Eocän (siehe unter Nummulina).
Ass. spira d. Roiss., exponens Sow. (Fig. 21 A, B) mit kleiner Anfangskammer.
Ass. mamillata d’Arch., Leymerii d’Arch. mit grosser Anfangskammer.
Nummulina d’Orb. (Fig. 20; Fig. 21 C-L). Die Kammerhöhlungen von
Nummulina beschränken sich nicht, wie bei Assilina, auf den medianen
Theil der Schale, sondern sie greifen bis zum Centrum derselben
flügelartig über; deshalb verhüllt der letzte Umgang alle früheren
(Fig. 21 C, G). Die erste Kammer ist entweder sehr klein (nur
mikroskopisch sichtbar) oder sehr gross. Die zahlreichen, spiralen,
niedrigen, in eine grosse Zahl von Kammern abgetheilten Umgänge nehmen
nur sehr langsam oder gar nicht an Höhe zu (Fig. 20; Fig. 21 G, H).
[Illustration: Fig. 20. Eine der Länge und Quere nach aufgeschnittene
Nummulina. K = mediane Kammerlage. s = Scheidewände. c = Dorsalstrang
in die Septa (s) fortsetzend. p = Pfeiler von dichter Kalksubstanz. k =
Septum von der Fläche aus gesehen.]
Die Septalverlängerungen verlaufen auf den Seitenflächen entweder fast
gerade oder schwächer oder stärker gebogen (Fig. 21 C, sv; F, sv;
Fig. 20 s), mitunter verschmelzen sie miteinander zu einem Netzwerk
(L, sv). Durch die Schale setzen in radialer Richtung oft Pfeiler
aus undurchbohrter Zwischensubstanz (Fig. 21 I, pf; Fig. 20 p), die
zwischen (Fig. 20 p; Fig. 21 L, pf) oder auf den Septalverlängerungen
(Fig. 21 H, pf) stehen können. Auf der Oberfläche treten dieselben als
Wärzchen oder Körner hervor. Das Canalsystem wie bei Operculina, im
Rückenstrange gelegen und von dort sich in die Septen verzweigend. Die
zahlreichen Arten gruppiren sich, wie folgt:
I. Simplices. Septalverlängerungen einfach, gerade oder gewunden,
aber nicht netzartig (Fig. 21 C, F, H).
A. Ohne Pfeiler (Oberfläche nicht gekörnelt) (Fig. 21 C):
N. complanata Lk., distans Desh., planulata d’Orb., Gizehensis
Ehrb. (Fig. 21 E-G) mit kleiner Anfangskammer;
N. pristina Brad., Tchihacheffi d’Arch., striata d’Orb.,
variolaria Sow. (Fig. 21 C-D), Cuminghi Carp. mit grosser
Anfangskammer.
B. Mit Pfeilern (Oberfläche gekörnelt) (Fig. 21 H):
N. perforata d’Orb. (Fig. 21 H-I) mit kleiner Anfangskammer;
N. Lucasana Dfr. mit grosser Anfangskammer.
II. Reticulatae. Septalverlängerungen verschlungen und mit einander
netzartig verschmelzend (Fig. 21 L).
A. Ohne Pfeiler:
N. intermedia d’Arch. mit kleiner Anfangskammer;
N. Fichteli Mich. mit grosser Anfangskammer.
B. Mit Pfeilern (Fig. 21 L):
N. laevigata (Fig. 21 K-L) mit kleiner Anfangskammer;
N. Lamarcki d’Arch. mit grosser Anfangskammer.
[Illustration: Fig. 21. A-B Assilina exponens Sow. Eocän. A
Querschnitt; mk = Kammerhöhlungen. B Schale von aussen, alle Umgänge
zeigend. -- C-D Nummulina variolaria Sow. Obereocän. Paris. C Schale
von aussen, z. Th. aufgebrochen, um die inneren Umgänge zu zeigen; sv
= Septalverlängerungen, schwach gebogen. D Frontansicht. -- E-G N.
Gizehensis Ehr. Eocän. Libysche Wüste. E ein kleines Exemplar von der
Seite. F ein Stück der abgeriebenen Oberfläche, die stark gewundenen
Septalverlängerungen (sv) zeigend. G Querschnitt; mk = mediane, ks
= seitliche Kammerräume. -- H-I N. perforata E. & H. Mitteleocän.
Vicentin. H Schale z. Th. aufgebrochen, die letzten Umgänge und die
den Septen aufgesetzten Pfeiler (pf) zeigend. -- K-L N. laevigata
Lk. Mitteleocän. Paris. Schale z. Th. aufgebrochen, die genetzten
Septalverlängerungen (sv) und die Pfeiler zwischen ihnen (pf) zeigend.]
Die ältesten Nummuliten kennt man aus dem Subcarbon (N. pristina
Brad.), zweifelhafte Reste aus dem Jura. Im Eogen (Untereocän --
Unteroligocän) erreichen sie ihre Maximalentwicklung. Lebend 1
Art (N. Cuminghi Carp.). Im älteren Tertiär setzen sie mächtige
Schichtencomplexe fast ausschliesslich zusammen (Nummulitenkalke),
besonders in Südeuropa, Kl.-Asien, N.-Afrika, Indien und im S. der
Vereinigten Staaten. Im englisch-nordfranzösischen Tertiärbecken
finden sich nur wenige Arten (N. laevigata, planulata, variolaria).
Meist treten zwei nahe miteinander verwandte, aber durch die Grösse
der Anfangskammern unterschiedene Arten gepaart miteinander auf. Es
lassen sich acht Horizonte im älteren Tertiär nach dem Vorkommen von
Nummulitenpaaren unterscheiden, nämlich:
Unteroligocän } N. vasca J. & L. -- Boucheri d. l. H.
(Ligurische Stufe) }
{ N. intermedia d’Arch. -- Fichteli Mich.
Obereocän { N. complanata Lk. -- Tchihatcheffi d’Arch.
(Barton Stufe) { N. contorta Desh. -- striata d’Orb
{ Assilina
Mitteleocän { N. perforata d’Orb. -- Lucasana Dfr.
(Pariser Stufe) { N. laevigata Lk. -- Lamarcki d’Arch.
Untereocän } N. planulata d’Orb. -- elegans Sow.
(London Stufe) }
Orbitoides d’Orb. (Fig. 22; Fig. 23). Kreisrunde oder sternförmige
(Fig. 23 A-E), linsenförmige oder platte Gehäuse bis 4 cm im
Durchmesser. Nur die ersten Hauptkammern spiral, die späteren
cyklisch angeordnet. Im Querschnitte hebt sich eine mittlere
(Haupt-)Kammerschicht (Fig. 22 mk; Fig. 23 G, m) durch die Grösse der
Kammern scharf von den oberen und unteren Lagen von Secundärkammern
(Fig. 22 o; Fig. 23 G, o) ab. Die Hauptkammern erscheinen im
Längsschnitt rechteckig (Fig. 23 I, k) oder gerundet (Fig. 23 K,
k), im Querschnitt rechteckig (Fig. 23 mk) bis sichelförmig (Fig.
23 G, m). Die zahlreichen, durch radiale Scheidewände getrennten
Kammern desselben Cyklus stehen nicht miteinander, wohl aber mit den
alternirend dazu gestellten Kammern des nächstanliegenden Cyklus durch
paarige Röhren (Fig. 22 v, Fig. 23 I, v, K, v) in Verbindung. Sowohl
oberhalb als unterhalb der medianen Kammerlage verläuft ein Canalsystem
in den cyklischen Scheidewänden, welches auch die radialen Scheidewände
durchsetzt (Fig. 22 c).
[Illustration: Fig. 22. Modell von Orbitoides, in verschiedenen Ebenen
angeschnitten. Die vordere Fläche liegt in einer Radialebene. mk =
mittlere (Haupt-)Kammerreihe. v = paarige Verbindungsröhren zwischen
2 auf einander folgenden Cyklen. o = kleinere Secundärkammern. n
= auf- und absteigende Verbindungsröhren zwischen denselben. d =
Warzen der Oberfläche, die Endigungen der verkehrt conischen Pfeiler
(Zwischenskelet) mit darin verlaufendem Intercanalsystem (ic). c =
Platten von Zwischenskeletsubstanz, welche die Pfeiler mit einander
verbinden. c = Canalsystem in den cyklischen und in den radialen
Kammerscheidewänden verlaufend.]
Ueber und unter der medianen Kammerlage finden sich mehr oder
minder zahlreiche concentrische Lagen von linsenförmigen, etwas
unregelmässigen Secundärkammern (Fig. 22 o; Fig. 23 G, o, H, o), die
durch schräge, auf- und absteigende Röhren miteinander communiciren
(Fig. 22 n; Fig. 23 G, n, H, n). Diese Lagen werden von aufrechten,
verkehrt conischen Pfeilern aus undurchbohrter Kalksubstanz
(Zwischenskelet) (Fig. 22 ic) durchsetzt; in den Pfeilern verläuft ein
grobes Intercanalsystem. Auf der Oberfläche erscheinen die Pfeiler als
Warzen (Fig. 22 d; Fig. 23 C, D, E, F, d). Sie werden durch radiale
Platten aus undurchbohrter Kalksubstanz verbunden (Fig. 22 e; Fig. 23
F, e), in denen die schrägen Verbindungsröhren der Secundärkammern
verlaufen (Fig. 22 n).
[Illustration: Fig. 23. A-B Orbitoides papyracea Boub. Mitteleocän.
Kressenberg, bayer. Alpen. C O. nummulitica Gümb. Obereocän.
Ebendaher. D O. radians d’Arch. sp. Mitteleocän. Ebendaher. a =
Centraler Knopf; b = Radien. E O. stellata d’Arch. Obereocän.
Priabona, Vicentin. a = Centraler Knopf; b = Radien. F. O. papyracea
Boub. Vergrösserte Oberfläche, die Pfeilerenden (Körner) (d) und
die sie verbindenden dichten Vertikallamellen (c) zeigend. G O.
multiplicata Gümb. Eocän. Mte. Spilecco, Vicentin. Querschnitt. m
= mediane Kammern, durch horizontale Septen unterabgetheilt; o =
Secundärkammern; n = Communicationscanäle zwischen denselben. H O.
papyrocea Boub. Ausfüllung der linsenförmigen Secundärkammern (o) und
ihre Verbindungscanäle (n). I dieselbe. Längsschnitt durch die mediane
Kammerlage. k = die rechteckigen alternirend gestellten Hauptkammern; v
= die paarigen Verbindungsröhren zwischen den Kammern der benachbarten
Cyclen. K O. Mantelli Sow. Untermiocän. Cutsch. Ostindien. Längsschnitt
durch die mediane Kammerlage. Bez. wie Fig. I.]
Die zahlreichen Arten der Gattung gruppiren sich wie folgt:
A. Schale linsenförmig, kreisrund (Fig. 23 A-C):
Discocyclina. Mediankammern einfach, rechteckig im Längsschnitte
(Fig. 22 mk, Fig. 23 I, k).
Lepidocyclina. Mediankammern einfach, rundlich im Längsschnitte
(Fig. 23 K, h).
Rhipidocyclina. Mediankammern durch horizontale Septen
unterabgetheilt (Fig. 23 G, m).
B. Schale sternförmig (Fig. 23 D, E):
Asterocyclina. Ohne centralen Knopf, mit wenigen, einfachen
Radialrippen (Fig. 23 E, b).
Actinocyclina. Mit centralem Knopf (Fig. 23 D a) und zahlreichen
gegabelten oder durch Einschiebung vermehrten Rippen
(Fig. 23 D, b).
Von der obersten Kreide bis ins Miocän reichend, besonders häufig vom
Mitteleocän bis ins Unteroligocän in Gesellschaft der Nummuliten weit
verbreitet.
O. media d’Arch. Dänische Stufe der Ob.-Kreide. Mastricht.
Südfrankreich.
O. (Discoc.) papyracea Boub. (Fig. 23 A, B, F, H, I). Mitteleocän.
O. (Lepidoc.) Mantelli Sow. (Fig. 23 K). Untermiocän
(I. Mediterranstufe).
O. (Rhipidoc.) nummulitica Gümb. Obereocän -- Unteroligocän
(Fig. 23 C).
O. (Asteroc.) stellata d’Arch. sp. Ebendaselbst (Fig. 23 E).
O. (Actinoc.) radians d’Arch. sp. Ebendaselbst (Fig. 23 D).
Orbitoides selbst ist nicht lebend bekannt, wohl aber eine nahe
verwandte Form, Cycloclypeus Carp. (von platt scheibenförmiger
Gestalt), aus den tropischen Meeren.
Anhang.
Orbitulina d’Orb. Kreisrunde, bis 3 cm im Durchmesser haltende Schalen,
welche auf der einen Seite kegelförmig erhöht, auf der anderen
schüsselförmig ausgehöhlt erscheinen. Die Schalenmasse besteht aus
Kieselsäure, weshalb die Zugehörigkeit zu den Foraminiferen sehr
fraglich.
Massenhaft, oft gesteinbildend, in der Kreide. Orbitulinenschichten.
O. lenticularis Lmk. Mittlere Schichten der unteren Kreide
(Urgo-Aptien). Alpen. Südfrankreich. Spanien. Algier.
O. concava Lmk. Cenoman. Alpen. Frankreich. England.
Vorkommen und geologische Verbreitung der Foraminiferen.
Trotz der geringen Grösse ihrer Schalen kommt den Foraminiferen eine
hohe geologische Bedeutung zu, da sie zumeist in ausserordentlich
grosser Individuenzahl auftreten. So bilden die an der Oberfläche
der Weltmeere lebenden Formen, wie Globigerina, Orbulina, Pullenia,
mächtige und weit ausgedehnte Absätze in den grösseren Meerestiefen,
wo ihre abgestorbenen Gehäuse sich zusammen mit den Coccolithen und
Radiolarien zu dem sog. weissen Globigerinenschlamme zusammenhäufen.
Die meisten, namentlich die grösseren Formen, wie Operculina,
Amphistegina, Rotalia, Cristellaria etc., leben in geringen
Meerestiefen in der Nähe der Küsten und tragen dort zur Sedimentbildung
bei. Auch aus früheren Erdperioden kennen wir derartige, fast
ausschliesslich aus Foraminiferenschalen gebildete Absätze, wie
die Fusulinenkalke des Carbons und Perms, die Orbitulinenkalke der
Kreide, die Miliolidenkalke der oberen Kreide und des Tertiärs,
die Alveolinen-, Nummuliten- und Orbitoidenkalke des Eocäns und
Unteroligocäns, die Amphisteginenkalke des älteren Neogens etc.
Viele Gattungen erscheinen heute auf die wärmeren Meere beschränkt
(Operculina, Amphistegina, Orbitulites u. A.). Ein ähnliches Verhalten
zeigen die Nummuliten, Orbitoiden, Alveolinen etc. auch in der Vorzeit,
wo sie nur an den Ablagerungen aus wärmeren Meeren sich betheiligten.
Somit geben die Foraminiferen werthvolle Aufschlüsse über die Tiefen
und die Temperirung der Meere, in denen sie lebten.
Weniger gut lassen sie sich für die Altersbestimmung der Schichten
verwerthen, da die meisten derselben wenig oder gar nicht verändert
durch lange Zeiträume sich erhielten. So kennen wir zwei Lagena-Arten
aus dem Silur und den heutigen Meeren. Viele Arten von Nodosaria,
Cristellaria, Rotalia etc. gehen unverändert oder mit kaum fixirbaren
Abänderungen durch mehrere Formationen hindurch.
In silurischen und devonischen Ablagerungen konnten bisher nur
sehr spärliche Reste von Foraminiferen entdeckt werden. In der
Steinkohlenformation tritt uns die erste, aber nur zum Theil aus
ausgestorbenen Gattungen (Fusulina, Schwagerina u. a.) bestehende Fauna
entgegen. Von den ca. 30 Gattungen jener Zeit leben noch die meisten,
wie Lagena, Lituola, Textularia, Truncatulina, Amphistegina etc. In der
Trias-, noch mehr aber in der Jura- und Kreideformation gelangen die
einfach gebauten perforirten Foraminiferen (Lageniden und Rotaliden) zu
ausgedehnter Entwickelung, während die Milioliden und die complicirter
gebauten Formen noch relativ spärlich sich finden. Letztere sehen wir
erst im Tertiär, namentlich im Eocän in gigantischen und zahlreichen
Formen sich entfalten (Operculina, Nummulites, Orbitoides, Alveolina u.
a.). Nur eine geringe Anzahl von Gattungen ist überhaupt ausgestorben
(Fusulina, Orbitoides, Orbitulina) oder dem Erlöschen nahe (Nummulites).
Fußnoten:
[A] Die Poren sind gröber als die der Nummulitiden, aber nicht so grob
als die der Globigeriniden.