DR. GALL Ja.
HELENE Weshalb werden keine Kinder mehr geboren?
DR. GALL -- -- Wir wissen es nicht, Frau Helene.
HELENE Sagen Sie's mir!
DR. GALL Weil Roboter gemacht werden. Weil Überfluß an Arbeitskräften
herrscht. Weil die Menschen gleichsam ... kurz überflüssig werden,
wissen Sie?
HELENE Das muß ... doch niemanden ... hindern!
DR. GALL Nur die Natur.
HELENE Ich verstehe nicht.
DR. GALL I nun, die Natur richtet sich sozusagen nach dem Bedarf,
verstehen Sie? Das ist eine alte Weste; nur daß --
HELENE Rasch, Gall!
DR. GALL Vielleicht ließ es sich erwarten, daß die Geburtenzahl, wissen
Sie, bei dieser rasenden Fabrikation von Robotern sinken werde; einfach
deshalb, weil nicht mehr so viele Menschen nötig wären, weil ein
größerer Wohlstand herrschen würde, weil die Roboter existenzfähiger
sind als wir --
HELENE Sind sie es?
DR. GALL Unstreitig. Der Mensch ist eigentlich ein Atavismus. Aber daß
er nach elendigen dreißig Jahren Konkurrenz auszusterben beginnt -- das
ist biologisch erstaunlich, das geht über unseren Verstand. Das ist ja
schon so, als ob -- eh!
HELENE Sagen Sie es!
DR. GALL Als ob die Natur über die Robotererzeugung gekränkt wäre.
HELENE Gall, was wird mit den Menschen geschehen?
DR. GALL Nichts. Gegen die Natur läßt sich nichts machen.
HELENE Überhaupt nichts?
DR. GALL Gar nichts. Sämtliche Universitäten der Welt verlangen in so
großen Memoranden, man solle die Erzeugung von Robotern einschränken,
sonst werde -- sonst werde die Menschheit an Unfruchtbarkeit zugrunde
gehen. Aber die W. U. R.-Aktionäre wollen davon selbstverständlich
nichts hören. Alle Regierungen der Welt schreien nach größerer
Produktion, um den Stand ihrer Armeen zu erhöhen. Alle Fabrikanten der
Welt bestellen wie närrisch Roboter. Damit läßt sich nichts machen.