Der erste Kommentar sagt sehr dürftig, die Seele könne des Göttlichen nicht
voll sein, ohne zuvor die irdischen Gelüste abgelegt zu haben.
Psellos bemerkt:
»Die Seele heilige sich zu einem Gefäße, in welchem die Gottheit ihre
Wohnung nehme. Dies geschieht, wenn sie erleuchtet ist, in einem Zustand
also, dem ein heiliger Wandel, eine Verachtung alles Irdischen vorhergehen
muß.«
Plethon endlich sagt:
»Obgleich die Seele mit dem Leib verbunden ist, so vergesse sie doch ihren
himmlischen Ursprung nicht, beklage sich aber auch nicht, daß ihr der
schmutzige Leib zur Hülle gegeben wurde, ebenso wenig als sie auf die
himmlischen Güter und göttlichen Eigenschaften stolz sein darf, mit welchen
sie der Vater so reichlich bedachte.«
Aphorismus elf in allen drei Fassungen lautet der Reihenfolge nach:
1. »Weil die Seele ein durchsichtiges Feuer ist, so bleibt sie unsterblich
und die Herrin des Lebens.«
2. »Weil die Seele ein leuchtendes Feuer ist, darum ist sie unsterblich und
Herrin des Lebens.«