2. »Der Tugend Quell ist auf der linken Seite der Hekate. Jungfräulichkeit
bewahre.«
3. »Auf der linken Seite ist der Tugend Quell, bewahre die
Jungfräulichkeit.«
Alle drei Kommentatoren betrachten diesen Spruch als Keuschheitsgebot und
sagen, daß die linke Seite als Sitz der Tugend betrachtet werde, weil auf
ihr das Herz liege; die rechte Seite sei wegen Anwesenheit der Leber der
Sitz der Begierden.
Der zehnte Aphorismus der ersten Fassung findet sich in allen drei
Bearbeitungen, er ist bei Psellos der fünfzehnte und bei Plethon ebenfalls
der zehnte und hat der Reihe nach folgenden Wortlaut:
1. »Die Seele strebe danach, sich mit dem Göttlichen zu verbinden. Hat sie
sich dadurch von den Einflüssen der Materie frei gemacht, so wird sie von
Gott durchdrungen sein.«
2. »Die Seele trachte gottberauscht zu sein,
Was irdisch und gebrechlich von sich thuend.«