II.

Wir wollen zunächst über Leonardo da Vinci’s Leben und Wirken im

allgemeinen das Nothwendige beibringen. Die Lebensumstände sind von

Wichtigkeit auf sein Schaffen und Denken gewesen.

Leonardo war der natürliche Sohn des Ser Piero da Vinci, Notarius der

Signoria von Florenz, und zwar von Catarina, später verheirathete

Accattabriga di Piero del Vacca di Vinci, und ward geboren 1452 auf dem

Castell Vinci. Piero da Vinci war später noch vier mal verheirathet und

hatte außer dem Leonardo eilf Kinder. Von diesem rührte die zahlreiche

Familie der da Vinci her, die sich in einer von dem Bruder Domenico

und seinem Enkel Piero entstandenen Linie bis auf den heutigen Tag

erhalten hat und heute sechs Brüder zählt, deren ältester den Namen

Leonardo trägt, geboren 1845. Die Familienverhältnisse Leonardo’s

sind Gegenstand der eingehendsten Untersuchungen und Nachforschungen

gewesen. Wir erwähnen das neueste Werk hierüber: Ricerche intorno a

Leonardo da Vinci von Gustavo Uzielli (1872). --

Leonardo zeigte früh schon große Neigung zur Kunst und Liebe zur Natur,

während er im Vaterhause mit seinen legitimen Brüdern erzogen wurde.

Der Vater Piero erkannte das noch schlummernde Talent seines Sohnes

und brachte ihn zu dem Maler und Skulptor ~Verrochio~. Dieser Maler

hatte sich weniger durch seine Werke, als durch die treffliche Art der

Heranbildung von Schülern ausgezeichnet und einen Namen gemacht. Der

Einfluß dieses Mannes ward bedeutsam und entscheidend für Leonardo,

denn der Lehrer unterrichtete seine Schüler in allen freien Künsten, zu

welchen damals Weberei, Metallguß und Metallarbeit, Goldschmiedekunst

vorzüglich gerechnet wurden, -- speziell sodann in der Malerei und

Bildhauerkunst.

Leonardo lernte malen, modelliren, die Arbeit des Goldschmieds und des

Webers, und eine seiner frühesten trefflichen Arbeiten war jener Adam

und Eva-Karton zu einem in Gold und Seide zu wirkenden Vorhang für den

portugiesischen König, der die erste Anregung zu Raphaels Adam und Eva

im Vatican gegeben haben soll.

Die industrielle Lage von Florenz war zu jener Zeit eine äußerst

entwickelte. Man studire nur die Werke des Balducci Pegolotti, pratica

della mercatura und eine gleiche Schrift von Giovanni di Antonio da

Uzzano, ferner die Werke über die Florentinische Handelsgeschichte,

welche in Lucca erschienen, und Canestrini’s Abhandlung über den Handel

zwischen Florenz und Portugal, und man wird ein höchst interessantes

Bild über die emporgeblühte Industrie von Florenz gewinnen! Das

Fabrikwesen stand in Florenz obenan, und der gesammte Handel dieser

Stadt bestand in Handel mit einheimischen Industrieprodukten.

Trotzdem die Kämpfe der Guelfen und Ghibellinen das Gemeinwesen von

Florenz unterwühlten, erhielt sich die Kraft des Mittelstandes.

Kunstfleiß, Großhandel und Geldverkehr nahmen stetig zu. Als Florenz

den Hafen Livorno von den Genuesen erkauft hatte, begann die

industrielle Blüthe in großartigen Dimensionen sich zu entfalten.

Florenz handelte mit allen Küsten des Mittelmeeres. Da die

florentinischen Manufakturen sich einen hohen Ruf erworben hatten,

wurde ihnen das vorzüglichste Rohmaterial zugeführt, Wolle von

Spanien, Frankreich, England. Florentinische Tuchweberei übertraf die

aller anderen Staaten, -- die Scharlachfärberei war eine originale

und geheimgehaltene Kunst des Staates, und die Appretur der Tuche in

Florenz war so berühmt, daß die Niederländer, Franzosen, Engländer und

Spanier große Quantitäten Rohtuche nach Florenz brachten, um sie dort

appretiren zu lassen. Gegen Ende des 15. Jahrhunderts war auch die

Kunst der Seidenweberei, der Gold- und Silberbrokate dort entwickelt.

Als die Medici die Gewalt erlangten und Cosmus, der erste Bürger

von Florenz mit Capponi vereint das Gemeinwesen leitete, begann das

medicäische Zeitalter für Florenz (und die Welt), so daß für Kunst und

Gewerbfleiß die Zeiten des Perikles zurückgekehrt zu sein schienen.

Um diese Zeit trat Leonardo in das rastlose Treiben und Schaffen

von Florenz ein. Er sah die herrlichen Bauten, er sah das Auf- und

Abwogen des Handels, er trat in die Fabriken und sah das Bestreben,

die Menschenhand zu ersetzen; -- alles das mußte auf den regen Geist

des jungen Mannes einen tiefen Eindruck machen, sein Sinnen und Denken

fördern und Ideen reifen lassen. Wie bedeutend auch seine Fortschritte

gewesen sein müssen in der Malerei, lehrt uns jene Mittheilung, daß

Leonardo in einem Bilde seines Meisters für das Kloster Valombroso

einen Engel so trefflich gemalt hatte, daß dieser erstaunt Palette und

Pinsel hinlegte, um sie nicht wieder zu ergreifen (was er in der That

nur noch einmal später that). Es wird auch mitgetheilt, daß Leonardo

eifrig die mathematische Wissenschaft in Florenz pflegte, und wir haben

keinen Grund, daran zu zweifeln, denn Leonardo war ja der Renovator der

wahren Kunst, die alle Schönheit der Natur in richtigen Verhältnissen

wiederzugeben strebte. Sein Gemüth ließ ihn dabei an allen Naturkindern

Gefallen finden; er liebte die Pferde und die Vögel. Außerordentlich

weit aber brachte er es in der ~Musik~, und sie wurde der erste Anlaß,

ihn von Florenz fortzuziehen.

Inzwischen hatte sich sein Ruf weit verbreitet, und eine Schaar von

wißbegierigen Schülern umgab ihn, unter ihnen Francesco Melzi, Cesare

da Cesto, Bernardino Lovino, Luini Andrea Salaïno, Marc d’Ogionno,

Sandenzio Ferrari, Giov. Antonio Boltraffio, Lorenzo Lotto, Andrea

Solaris, Gobbo, Bernazano und andere. Der Herzog Ludwig Maria Sforza

(il Moro) berief den Leonardo nach Mailand als ersten Violinisten,

nachdem Leonardo in einem musikalischen Wettkampf den Sieg errungen

hatte, -- keineswegs ohne dabei den größten Maler Italiens zu der Zeit

und den inventiven Kopf zu meinen und zu suchen.[2] Leonardo fand in

Mailand einen hervorragenden Wirkungskreis. Er begründete dort eine

Akademie der ~Wissenschaften~ und formte den „gothischen Hof des

Herzogs in einen athenischen“ um, wie Houssaye[3] sich ausdrückt. Aus

jener Zeit stammt der merkwürdige Brief des Leonardo, aus welchem

wir den Kreis seiner Beschäftigungen und seines damaligen Denkens,

als Kriegsingenieur, als Architekt, Maler und Skulpteur des Herzogs

ermessen können. Wir fügen diesen Brief an geeigneter Stelle ein.

1483 begann Leonardo die Statue Francesco Sforza’s zu modelliren,

und 1484 schrieb er seinen Traktat von der Malerei und verschiedene

Studien. „Am 23. April 1490, schreibt er selbst, habe ich dies Buch

begonnen (Traktat von Licht und Schatten) und das Pferd von neuem

angefangen.“ Leonardo’s Thätigkeit in dem gewerb- und kunstreichen

Mailand war getheilt zwischen der Pflege der Malerei, Architektur,

Kriegswissenschaft und des Gewerbfleißes, der Organisation und

Ausbildung der Akademie, unter welcher wir eine erste Pflegestätte

der Wissenschaft freier und schöner Künste uns vorzustellen haben.

Nicht mit Unrecht wird in dieser Beziehung angenommen, daß eine große

Anzahl seiner handschriftlich nachgelassenen wissenschaftlichen

Betrachtungen dazu bestimmt waren, den Vorträgen in der Akademie zu

Grunde gelegt zu werden. -- Nicht gering waren die Ansprüche des Hofes

an Leonardo. Der Herzog, im Besitz eines von seinem Vater, dem Helden

Francesco Sforza, begründeten mächtigen Thrones, liebte die großartige

Hofhaltung. Roh und gemein von Karakter, liebte er doch die Künste

und Arbeiten zur Hebung des Landes, vielleicht nur aus Ehrsucht,

nebenbei war er allen Lastern ergeben. Leonardo war gleichsam der

Intendant der Hoffestlichkeiten und leistete nach dem Zeugniß der

Zeitgenossen Niedagewesenes und errang sich den Titel „Famosissimo“ in

dieser Beziehung. Zumal bei der Hochzeit des Herzogs mit Beatrix von

Este und später bei der Vermählung des Kaisers Maximilian mit Bianca

Maria Sforza entwickelte Leonardo ein bedeutendes Talent für solche

Schaustellungen. Bei letzter Gelegenheit hatte Leonardo sein von seinen

Zeitgenossen, Künstlern, Poeten und Laien gleichstimmig verherrlichtes

Modell zu dem Denkmal des Francesco Sforza ausgestellt, und ganz

Italien schallte von Bewunderung und Ruhmespreisen des Leonardo wieder,

so daß uns darnach allein schon der Verlust dieses kolossalen und

wunderbaren Denkmals unersetzlich und überaus beklagenswerth erscheinen

muß. Aus Mangel an Geld wurde der Guß in Erz verschoben; endlich

zerstörten gaskognische Krieger das Modell.

In diese Periode des Aufenthalts am Mailänder Hofe fallen trotz der

vielseitigen Inanspruchnahmen Leonardo’s, wie oben skizzirt, eine Reihe

von Arbeiten, die den verschiedensten Gebieten angehörend, überall

das hohe Genie des Mannes kennzeichnen. Vor allen nennen wir das

berühmteste Gemälde „das Abendmahl“ im Speisezimmer der Dominikaner St.

Maria delle Grazie. Diese Perle der Malerei ward von seinen Schülern

und Zeitgenossen eifrig studirt und nachgeahmt, so daß wir heute nicht

weniger als fünfzehn ~bedeutende~ Kopien desselben, meistens von seinen

unmittelbaren Schülern herrührend, besitzen und außerdem von Andreas

Milano dreizehn Statuen nach dem Gemälde, welche 1529 beendigt und in

der Kirche zu Savona aufgestellt wurden; später gab Rubens den ersten

trefflichen Kupferstich davon, darauf Raphael Morghen. Ferner stammen

aus dieser Periode noch eine Reihe von Gemälden, von denen leider

viele verloren gegangen sind. Bei dem Dombau war Leonardo hervorragend

beschäftigt; er modellirte die kleinen Aufsatzthürme und anderes.

Für Beatrix baute er ein schönes Bad. Seinem Einfluß gelang es, die

Spätgothik aus dem Baustil in Mailand zu verdrängen und römische und

griechische Architektur dafür einzubürgern. In diese Zeit fällt ferner

sein Versuch, Figuren in Holz zu stechen und zum Druck zu verwenden.

Es sind uns mehrere Proben hiervon erhalten; ferner eine Methode des

Selbstdrucks von Pflanzenblättern. 1494 reiste er nach Pavia ab zum

Anatomen Marco Antonio della Torre und trieb hier in eingehendster

Weise Anatomie, die er für höchst wichtig für die Malerei hielt.

Kurze Zeit darauf überreichte er dem Herzog eine Schrift: „Was ist

vorzüglicher, Malerei oder Skulptur?“, welche leider verloren gegangen

ist, deren Inhalt jedoch in seinem Traktat über die Malerei gewiß

wiedergegeben ist. Unter seinem Einfluß schrieb sein Intimus Lucca

Paciola sein berühmtes Buch „de divina proportione“, zu welchem

Leonardo die Figuren zeichnete und dessen Inhalt von allen Biographen

für Leonardo’s Geisteswerk gehalten wird. -- Um 1497 beschäftigte den

Leonardo die Schiffbarmachung des Kanals von Martesana, ein bedeutendes

gigantisches Werk, welches in der Folge viel zum Reichthum der Stadt

beitrug. Ebenso einflußreich für die Fruchtbarkeit des Landes war

die Kanalisation des Ticino, welche ein regelrechtes, bis jetzt

erhaltenes System der Berieselung der vordem spärlich angebauten

Felder ermöglichte und für die Lombardei überhaupt ein Segen geworden

ist, durch die Nachahmung dieses ersten Werkes. Diese Periode führte

ihn zu dem intensiven Studium der Physik und Mathematik. -- Bis 1497

hatte Leonardo einfach und sogar ärmlich gelebt; da schenkte ihm der

Herzog, endlich erkenntlich, einen Weinberg. Interessant ist Leonardo’s

Aufzeichnung seiner Arbeiten im Jahre 1497. Unter einer Reihe von

Gemälden, Zeichnungen, Portraits, finden wir Zeichnungen von Oefen,

Geräthen für Schifffahrt, Maschinen der Hydraulik, anatomische Studien

etc. Mit Recht sagt Arsène Houssaye von diesem Lebensjahr:

„Belle et suprême période de sa vie. Une statue équestre, une fresque

monumentale, les meilleurs chapitres du Traité de la peinture, un canal

commencé, un fleuve ouvert à la navigation, sans qu’un seul jour le

maître abandonnât son académie.“

Im Jahre 1499 trennte sich Leonardo von Mailand. Der Krieg hat jene

langjährige Häuslichkeit und folgenreiche Idylle zerstört, die

theilweise Leonardo selbst geschaffen, denn der Herzog war besiegt und

gefangen in den Händen des Königs Ludwig XII. von Frankreich, wo er im

Schloß Loches 1510 starb. Mailand war erobert, und die Aeltesten der

Stadt ersuchten Leonardo, zum Empfange Ludwig’s XII. eine überraschende

Scenerie zu erfinden. Er machte den Automaten-Löwen. Er zog sich dann

auf seinen Landsitz Vaverolo zurück und lebte ganz wissenschaftlichen

Studien. Allein seine Feinde konspirirten gegen ihn, seine Werke wurden

bespottet, seine Schriften als die eines Häretikers bekrittelt, --

genug, der Undank seiner Mitbürger trieb ihn fort. Er wandte sich nach

Florenz, begleitet von seinen Schülern und Freunden Paccioli und Salaï.

Er fragte bei seinem Freunde Melzi vor, und diese Freundesfamilie

überließ ihm die Villa Vaprio zum Sitz. Freilich fand Leonardo die

Lebensverhältnisse und mehr noch die Kunstverhältnisse in Florenz

verändert, allein er wußte sich schnell hineinzufinden. Er fesselte die

Freunde der Kunst und Musik an sich, und die nächsten Pinselstriche

öffneten ihm die Häuser der Patrizier, aus denen er die schönen

Portraits Ginevra de’ Benci und Mona Lisa del Giocundo herausgriff.

(Man weiß, daß Franz I. für letzteres Portrait 45,000 Frcs. (in seiner

Zeit!) zahlte.) 1502 trat Leonardo als Ingenieur in den Dienst des

Cesar Borgia, um als „Ingegnere Generale“ alle Befestigungswerke des

Herzogs zu besichtigen, zu verbessern und neue zu errichten, ferner

Kriegsmaschinen zu bauen. Die erste Zeit dieses Amtes verging mit

Reisen, und später hielt sich Leonardo in Siena, Rimini, Cesena auf

und entwarf eine Menge Zeichnungen für Maschinen des Friedens und des

Krieges. In Siena traf ihn das Dekret der Florentiner, welches ihn

beauftragte, die Wände der Signoria mit Gemälden zu bedecken. Mit ihm

zugleich war Michel Angelo aufgefordert. Beide fertigten ihre Kartons,

-- beide Entwürfe, unter sich ungemein verschieden, waren Meisterwerke!

Kein Urtheil ward gefällt.

Durch die Bitten des Georges d’Amboise von Mailand und die Aufforderung

des Königs Ludwig XII. ließ sich Leonardo bewegen, nach Mailand

zurückzukehren. Hier beschäftigte ihn der Martesanakanal und das

kolossale Bassin St. Christophe von neuem und besonders auch die

Ergänzung der Wassermassen, welche Behufs der Berieselung den

Flüssen entnommen wurden, durch Quellenbohrung, wie sie heute noch,

in der Ebene von Lodi-Giano besonders, existirt. Nochmals von der

Florentinischen Signoria zur Ausführung seines Entwurfs zurückberufen,

reklamirte ihn Ludwig XII. und ernannte ihn zum Maler des Königs

von Frankreich. Von 1507-1511 dauerte eine schöne ruhige Periode

seines Lebens in Mailand unter lieben Freunden und in einer ruhigen

beschaulichen Lebensweise voll Streben und Arbeit. Da starb Georges

d’Amboise, und nach dem Blutbade von Brescia schwang sich der Neffe

des Moro, Maximilian Sforza, auf den Thron von Mailand. Allein diese

neue Herrschaft dauerte nicht lange. Leonardo, überdrüssig der Unruhe,

verließ mit seinen Freunden Giovanni, Francesco Melzi, Salaï, Lorenzo

und Fanfoja am 24. September 1514 Mailand und eilte nach Rom. Hier

blühte ihm trotz der anfänglichen Freundlichkeit des Papstes Julius

keine Zufriedenheit; -- statt zu malen, beschäftigte er sich mit

Luftschiffahrt und dem Fliegen.

Bald kamen Mißstimmungen zwischen Michel Angelo und Leonardo zu

Tage. Leo X. war allen Franzosenfreunden nicht gut gesinnt, und als

solcher galt Leonardo, und so sah Leonardo es als das rathsamste an,

nach Mailand zurückzukehren. Es kam die Schlacht von Marignan, die

Freundschaft Franz’ I. für Leonardo, die in Verehrung Ausdruck fand,

und so folgte Leonardo der Einladung des Königs, zog nach Frankreich

und langte 1517 in Amboise an, wo er mit seinen Freunden Melzi, Salaï

und Villanis ruhig lebte, bedient von seiner alten Dienerin Mathurine

und bestrebt, dem Lande zu nützen. Er reiste umher, fand bald manche

natürliche Vortheile heraus, entwarf das Projekt des Kanals von

Romorantin, von welchem alle Dessins aufbewahrt sind, und der den Zweck

hatte, das Land zu berieseln und fruchtbar zu machen; er entwarf die

Details dazu und konstruirte neue Schleusenthore; dort bereicherte

er wohl auch seine Manuskripte mit seinen Erfahrungen und Ideen,

obwohl einige Biographen behaupten, daß er in Frankreich nichts mehr

geschrieben habe und nichts mehr gemalt habe. -- Der Tod nahm 1519 am

2. Mai diesen großen Maler und Menschen Leonardo da Vinci von der Erde

fort. Leonardo ward in der Kirche St. Florentin in Amboise begraben.

Sein Grabmal, längere Zeit verschollen, ward 1863 wieder aufgefunden,

und Napoleon III. setzte dem großen Manne ein Denkmal. 1871 hat man

auch in Mailand dem Leonardo ein würdiges Denkmal gesetzt.

[2] So erzählt Vasari: Campori glaubt mit Rio, daß Leonardo nach

Mailand gerufen wurde zur Ausführung der Statue Francesco

Sforza’s.

[3] Houssaye, Histoire de Leonard da Vinci p. 56.

Leonardo da Vinci als Ingenieur und Philosoph Ein Beitrag zur Geschichte der Technik und der induktiven Wissenschaften · 第 22 / 36 题