Der Leybinger erschiel sein horn. 30

Das hiet man für daz herhorn do.

Des tages warens alle fro.

Rüfli dar und Saychinchruog

Der Lappenhauser paner truog,

Dar an ich wainn daz gemalet war 35

Mit einem spul ein sneyderschär

Uud prachent auf von irm gezelt

Gen der linden auf daz daz veld,

Da sey da wolten streyten.

** In den selben zeyten 40

Der mäger zuo dem here sprach:

Wol mir, daz ich ie gesach

Ein her so schon mit ganczer mügend

In so wunnecleicher jugent,

Sam es seit. Des macht euch fro 45

Und haltend euch noch heut also,

Daz wir gewinnen er und guot,

Daz ein freyer harsch wol tuot,

Wil er legen seinen sin

Auf er und guot und auf gewin. #51d

Dar umb gepeut ich pey dem haubt

(Saylich sey, der mir es gelaubt!)

Allen rittern und auch knechten,

Daz seu sich stellen heut ze vechten 5

Ritterleich an alles fliehen.

Dar zuo schol auch kayner ziehen

Für den andern an mein wort,

Und schüff er joch einn grossen hord

Unserm her, daz hulff in nicht, 10

Ich tät ym sam einm hürrenwicht.

Gunterfay, nu schlag dar an,

So fröwt sich ross mit sampt dem man.

Yeder schre also: Ich swerr

Uber seu, herr, und uber seu, herr! 15

*** Trieffnas hiet seynn mayden gass,

Dar umb er lauffen muost die strass.

Die weil cham auch her Fülizan

Mit seinem paner, da stuond an

Ein stok auf einem amboss 20

Mit einem schindmesser bloss.

Strudel der was nicht der böst,

Er hiet sein gesinde auch getröst.

Er zoch hin gen der linden,

Der mayger liess sich vinden, 25

Die veinde warent nahent,

Daz seu enander sahent.

Kayser Lechspiss was ein gesell.

Wer nu ze ritter werden well,

Sprach er do zuo seinem gesind, 30

Der mach sich für her so geswind!

Des cham da her, sam aus eim traum,

Perchtold von dem Kerssenpaum,

Ein edelman und fechper gar.

Dar nach so cham geritten dar 35

Chuoni von Stochach

Und der Tyrawätsch hin nach;

Häym von Greczingen

Cham auch zuo denen dingen.

Des zoch der kayser aus sein swert 40

Und sprach: Ir seyts der eren werd.

Er schluog seu mit der chling entwerchs

Und ward in singend disen vers:

Hie besser ritter, danne knecht!

Die andern sprachent: Daz ist recht. 45

Doch scholt es nicht reiten an

Vor den frömden, sprach der man.

Des hiet man in geschenchet do #52

Swert und hentschuchgürtlen so,

Dar zuo guldin rittersporn.

Da was es hie und dort verlorn.

** Des wart er ruoffent ze der vart, 5

Die frauwen sein vil rayn und zart,

Dar umb man sey auch eren schol.

*** Nu dar, fro Hächel, tuot so wol

Und macht euch an den ersten streyt

Mit ewern tochtren, des ist zeit. 10

Halt euch sam die zieren fiessen!

Lasst euch schiessens nicht verdriessen!

Fro Hächel was ir eren fro.

Wie schier sey macht sich fürher do!

Den andern sprang sey allen vor 15

Auf einem wolf vil hoch embor,

Die tochtren alle her mit ir.

Zuo den veinten hietens gir

Und schüssen mit den pursten dar

Aus den fingern gen der schar. 20

Strudel in den selben sachen

Liess von seinem rittermachen

Und ruofft der twergen herren an:

Wie wol ich euch der eren gan!

Daz die deupin und ir gesinder 25

Geligin nider sam die rinder!

Her Laurein macht sich gen der mit

Trostleich gar, daz was sein sitt.

Den seinen mannen ward vil gach,

Yrem chüng ze ziehenn nach, 30

Yeder mit seinr schlingen gswind

Ze werfen in das frauwen gesind.

** Die pfeyffer und die farnden leut

Waren sicher an der heut

*** Und huoben sich ze samen so 35

An ein ort mit fröden do,

Seu bliesend dreyn und schluogend dran,

Bis der streyt ein end gewan.

Die paner gen enander zügend,

Die weyber fluogend, die twerge stubend 40

Auff gayssen und auf rehen.

Wer scholt den andern flehen?

Es was do flüchens, scheltens zeit,

Also geleichert was der streyt.

Des tet auch Hächel so und sprach: #52b

He, her Nürggel unterm tach,

Yr seyz ein maniggeyn vom Reyn.

Von mir so müst ir leyden peyn.

Her Laureins muot was ob der erd. 5

Er sprach: Du huorr, du pist nicht werd,

Daz ich mit dir nu klaffen well.

Wer dich, ald du must in dhell!

Da mit er werffen ser began,

Er und alle seine man, 10

Die häxen mit irn schossen

Warend unverdrossen.

Des ward des bolens also vil,

Sam ich es euch nu sagen wil,

Daz es so an der selben vart 15

Der tag von pfeyllern tunkel wart.

Die pürste traffend mangen twerg,

Daz er hin vallen muost zuor erd.

Seu warend spiczig und so geswind,

Daz manger ward ann augen plind. 20

Vil oft ein man cham umb sein augen

Und umb den hals, daz schult es glauben,

Won die pfeyl ze der geschicht

Hietens vornen all vergift.

Herrn Laureyn ward ein bott gesant, 25

Daz ym geswal die tengge hand.

Der häxen vil und dannocht mer

Geworffen wurden also ser,

Daz vil mangeu in der not

Ward geleczet auf den tod. 30

Der streyt in payden herte leyt,

Dar zuo so reyt zder selben zeit

Ein wilder man mit mangem stoss

Durch seu auf einem hyerssen gross

Mit seinem cholben ungetan 35

Und schlecht das weyb mit sampt dem man,

Mangen auf den tod ze stuond.

Er warff ir vil in seinen schlund,

Er hiet zwen zan so lang und räss,

Daz er vil mangen ztod erbäyss, 40

Und wol die streyter all gemäyn

Nider legen so alläyn,

** Won er gedacht in seinem sin:

Ir vechten daz ist mein gewin,

Daz seu unter enander tuond. 45

Laureyn auch den schalch verstuond

Und fro Hächel trun da mit. #52c

Des tatens nach der weysen sitt

Und liessend von irm fürsacz

Nür dem wilden man ze dracz

Und auch ze schaden und ze râch. 5

*** Auf in ward in allen gâch

Mit werffen und mit schiessen,

Das liess seu nicht verdriessen.

Des ward er in doch gar zbehend

Ze reyten durch ir payder wend 10

Mit schlahen und mit lauffen,

Mit stechen und mit rauffen.

Er schluog die unholden

Mit seinem eysencholben,

Daz seu auf die erde schier 15

Vielend hin ye vier und vier.

Der hyerss auch mit den hulnern sein

Schuoff den veinten mangen peyn.

Er zucht die chlaynen twerge

Vil hoch auf von der erde 20

Und schlürpfecz durch, er stach in seu,

Des vielen hin ye dreu und dreu.

Das was ein wildes geferte,

Es lag in trauwen herte,

Und warind sein vil wench genesen, 25

Wär ein chuner twerg nit gewesen,

Der was so snell und dar zuo chläyn.

Dem hyerssen chäm er zwünscht päyn,

Den zagel begräyff er pey der hand,

Er was her Äschenzelt genant, 30

Und huob mit gewalt den läuffer so,

das er beleyben muosst aldo.

Und stach dem hierssen in den pauch,

Das er auf den füssen gelag. 35

Der wilde held viel uber ab,

Da mit die häxen alle hie,

Und zamptend in, ich wäyss nicht wie,

Daz er do sam ein lämbel gsass

Und seines lebens da vergäss. 40

Diss was doch dannocht nicht an nôt,

Maniger viel sich uber in ztod,

Dar zuo ward ir auch vil verlorn

An des toten hyerssen horn.

Do nu dis ding also vergieng, 45

Ein neuwer streyt sich ane vieng

Zwüschen häxen und den twergen, #52d

Des muost ir dannecht vil verderben.

We, was pluocz do ward vergossen

Von den gstaynen und den gschossen!

Und do der strâlen nicht mer was, 5

Des liessens lauffen dester bas

Auf die gfügen leute do

Und stiessen mangen nider so

Mit wolfen und auch gayssen

Von magren und auch fäyssen, 10

Die sprungen auf bis an die luft

Und vielend auf die armen chruft

Also gefüg und also leis

Geleich in eines falchen weis,

Der die vogel mit der prust 15

Stosst und von enander must.

Die twerge sprangten auch ir bök

Und stiessens nider sam die stök,

Die häxen mägten sich zer erd,

Ir phärde uber Höperg 20

Flugend hin ze aller vart,

Wan ir äynes ledig wart.

Do dicz her Laureyn so dersach,

Wie schier er zuo den seinen sprach:

Stet ze füss ab, des ist not, 25

Und stecht der hürren phärt ze tod!

Dar nach so yeder schlach die weyb,

Wil er behalten seinen leyb!

We, wie schier ward vollepracht

Des ym Laureyn hiet gedacht! 30

Doch was fro Hächeln wolff also

Bezaubert, daz man in nicht do

Noch sey dar zuo mit kayner sach

Versneyden mocht, dar umb geschach

Hern Laureyn dannocht häyss genuog, 35

Sey lieff in an so ungefuog,

Daz er sich viel vil oft da nider.

Des hulfend ym die andern wider,

Anders er wär gar verlorn.

Die schand tet dem fürsten zorn 40

Und begrayff des paners sper,

Er hielt es gen fro Hächlen her

Und derräycht sey an der prüst.

Secht, daz was umb gar umb süst.

Niemant sey gevellen macht, 45

Das hiet sey mit irm zaubren gschaft. #53

Des schluog sey ab dem man sein sper

Und macht sich zuo ym nider her,

Sey speybt ym an die wangen seyn

So sere pey der treuwe mein, 5

Daz ym blatren wuochsen auf

Grosser, dann ein sneggenhaus.

Des gab der wolff von ym ein taunst

Aus dem mund recht sam ein prunst.

Wenn er gen dem herczen schluog, 10

Der muosst sich plagen sam ein chruog.

Das pracht vil mangen umb den hals.

Dar nach, das irs wissind als,

Kumpt ein twerg, was Trintsch genant,

Und fuort ein necz in seiner hand, 15

Er macht sich hintnan an daz weib

Und warff daz necz umb iren leyb

Und umb den wolff, ich wäyss nit wie.

Des warend do die andren hie

Und wurgtens päydeu in irm pluot, 20

Sam man noch den füchsen tuot.

Da mit dis auf und an hin wider,

Der häxen paner gie da nider,

Ein ungluk daz ander reyt.

Helfend, jo won es ist zeit, 25

Schreuwend die unholden so

Gen der Lindentolden do.

Wir sein verlorn und vertriben,

Das unser wenig ist beliben.

Gefothen was do, das man wuot 30

Bis an die versinn in dem pluot.

Do ruoft der kayser in dem gras:

Nu dar, her rysen, hört ir das?

Yr seycz die minner in dem her,

Get hin an durch frauwen er, 35

Und lat der twergen nicht ein bissen

Unzerrürt und unzerrissen!

Ich schäcz der euwern einen wol

Gen einem perg der twergen vol.

Der ruom die risen machet fro 40

Und schritten yeso hin aldo

Gen den twerglin an den streyt.

Die hietin ze der selben zeyt

Gelesen auf der staynen vil

Und wurffen all ze einem zil, 45

Das was in die rysen, secht! #53b

Do sprach der wütend Reymprecht:

Wetter tyefel, wer ist der,

Der uns da syert so ferr da her?

Wie wirt uns erst gelingend, 5

So wir hin zuo bas dringend!

Das muoss ich doch versuochen so.

Hin zuo, ir herren, sprach er do.

Des chamen seu bis nâch hin an.

Her Gyggenfist, huob einer an 10

Zuo hern Laureyn, wie gturt ir

Beleyben und genahen mir?

Wäyst du nicht, daz ich vermag

Als dem gesind in einem schlag

Legen tod bis in die erd? 15

Des antwürt ym der chünig werd:

Ich wayss nicht wol, waz du vermacht,

Ich tröst mich wol der meinen chraft.

Wie wol ich sey ein chlayner twerg,

Ich wird dir noch ze einem perg 20

In deinen augen, glaub es mir!

Dar zuo wil ich sagen dir:

Mich duncht, du seygist ungezogen,

Und was du sprichst, das sey gelogen.

Das wil ich nu bewären so. 25

Seyne schlingen luod er do

Und traff den rysen pey der stirn,

Daz ym dar stayn gie durch daz hirn.

Golie muost des ligen tod,

Das tet seinen gesellen zorn von not, 30

Die weil ir drey reken

Gen in sich wollen streken.

** Nicht so, sprach her Hyldprand das,

Der ir haubtmans mäyster was.

Haltin wir en wenich hie, 35

Bis wir nu bas dersehhin, wie

Chlainer man sich müg geweren

Gen dem grossen und erneren.

Hie pey lernen wir auch wol,

Gen wem man gerner vechten schöl. 40

So wissend, daz von diser üb

Werdent auch die rysen müd.

Des varen wir so frisch hin an

Und schlahins nider auf den plan!

*** Her Dietreich sprach: Her mayster mein, #53c

Was ir gepietend, das schol sein!

Da mit der hurnyn Reymprecht

Sprang do für die andern, secht,

Bis enmitten durch die twerg 5

Und schluog ir mangen zuo der erd.

Des muosten sen von in hin weychen,

Niemant getorst sich an in streichen.

Des ward ym doch ein brief gsant,

Daz ym die stang viel aus der hand. 10

Das was ein stayn, der seinen taumen,

Chond ym von der hende raumen.

Des waren so die andern hie

Dem risen zuo, ich wayss nicht wie,

Und an die payn, daz er do hin 15

Viel zuo seinem ungewin.

Yeder drang ym auf seinen pauch

Und zukt sein faustmesser aus.

Do was er also gancz von horn,

Daz alz ir stupfen was verlorn. 20

Des was her Reymprecht auch nit träg,

Wie er an dem ruken lag.

Er bäyss ir vil und räyss ir me,

Des cham vil mangem twerg ze we.

An die augen schreuwens so, 25

Des ward er schier geplendet do.

Dannocht was er nicht ze faul

Und gyent vil weyt her mit dem maul,

Er wolt sey han verschlunden.

Des cham ze denen stunden 30

Einer mit dem messer sein

Und styess yms in den schlund hin ein.

Do mit so hiet er auch sein end.

Die andern rysen warend behend

Und lieffend her mit irem gedens 35

Recht sam die wolff in ander gens.

Seu schlugend mit irn stangen

Und wen sey mochten gelangen,

Umb den so was dergangen.

Wer scholt den helden genahen? 40

Ze weichen muost man gâhen

An her Laureyn, der sich schampt

Des fliehens und cham her gerant

Entwerichs auf den grossen sigen,

Das der auch viel und muost gligen, 45

Des sprang er auf und was genesen.

Er sprach: Ich pin sein nicht gewesen. #53d

Hiet er vor gefohten ser,

Er schluog ir dannocht dreystund mer.

Her Trinch der hiet sein ross verlorn,

Dar umb so säss der hochgeporn 5

Auf einen andern twerg hin wider,

Won ym sein haubet stuond ze nider,

Das necz er aber zuo ym nam

Und lieff den weggen hintnan an.

Er warff es uber in aldo, 10

Des was der ryss nicht träge so.

Er zerräyss es mit den zenden

Durch und durch zuo allen wenden

Und sprach: Daz ich dein muoter cley!

Waynst, daz ich ein vogel sey? 15

Die red macht maistern Trintschen we

Und lieff den weggen an sam e,

Er gräyff ym zuo den augen hin

Und zukt yms zuo seym ungewin,

Das es ym gen der nasen hieng. 20

Da mit der rys sein aug gevieng

Und zoch es ganz und gar heraus.

Er sprach: Des acht ich nit ein laus,

Ich gesich mir noch genuog.

Hie mit er do umb sich schluog 25

Gen den veinten ân gevärd

Und traff den Trintschen mit seim pfärd,

Das entwerdrer fürbas wolt

Essen, so man trinken schölt.

Des was der twergen hilf verlorn, 30

Das tet dem Äschenzelten zorn

Und lieff da her der degen chlayn,

Er cham dem risen zwüschen dpäyn

Und wolt in stechen untnan auf

Mit einem messer in den pauch. 35

Des was der held so gar behuot

Mit seiner eysenpruoch vil guot,

Daz man ym nicht enmocht getuon,

Da mit ertrukt er sam ein huon

Mit seinem schinggen Äschenzelten. 40

Des muosten alleu twerg engelten,

Den des smerczens ward genuog.

Dar zuo eins zum andern schluog.

Her Ruolant macht sich bas hin an

Und warff ir paner auf den plan. #54

Des nam her Hylprand yeso war.

Nu dar, ir zieren helden, gar!

Macht euch freyleich an den streyt,

Auf und an seu, es ist zeit! 5

Her Dyetreich ward der rede fro

Und lieff her mit dem seinen do,

Das do von der selben vart

Das ertreich unterm bidment wart,

Die päyine zuchtens von der erd 10

Und schluogend in die rysen werd.

Des sprach her Egg do: Waffen, waffen,

Mit gerten schol man kinder straffen.

Und nam einn grôssen berg auf in,

Er warff in gen den reken hin. 15

Syha, ist daz nicht der geyr?

Sprach her Dietlayb do von Steyr.

Wilt du uns also begraben?

Nu sein wir noch nit ztod erschlagen.

Erdschollen und auch mist 20

Wirfft ein weib, daz zornig ist.

Hast icht eysens, das zäig her!

Ja du, sprach Egger,

Und pott seinn stahlein stangen dar,

Das ir her Dyetleib ward gewar 25

So ser an seinem starchen gyel,

Das er für tod do nider viel.

Der schimpfe tet dem Perner zorn,

Er wând, sein gsell der war verlorn,

Und schluog hern Eggen pey der mitt 30

Enzway, das was her Dyetreichs sitt.

Seyn swert das hiet ein sneyden

Und sneyd an alles leyden

Durch fläisch und päyn und was es vand.

Sprach: Her, zaig das ist ein schand, 35

Das du dein swert so gar an layd

Hast gezogen aus der schäyd.

** Narren messer, hürren prüst

Sicht man bleken oft umb süst.

*** Des lacht der Perner in dem sin 40

Und schluog zuom andern mal da hin,

Des Eggen er verfaylet do

Und traff hern Ruolanden so,

Das er auf dem ärs gesass.

Egg des seynen straychs vergass #54b

Und wolt sich nach dem Perner tuken.

Des viel er auch da hin ze stuken,

Also das derselben risen

Gelagend vier auf einer wisen. 5

Dannocht waren ir wol drey

Der reken auch so vil dapey,

Die schluogen in enander do

Also festechleichen so,

Das ein straich in perg und tal 10

Uber siben meyl derhal.

Sich huob ein nebel von dem streyt

Einr halben meyle hoh und weyt.

Ir tämer ward so ungeheur,

Das man do sach das wilde feur 15

Her durch den nebel dringen,

Das gye von iren swingen

Und auch von iren äten so,

Den seu so hiczig taten do.

Hie was hert und wider hert, 20

Des cham auch zuo dem selben gfert

Her Dyetleyb zuo ym selber do,

Er machtt sich auf und rach sich so,

Und, sam ich euch es kurczen wil,

Das die rysen ze dem zil 25

Der ubel tod an sich gevie.

Ir paner mit in nider gie.

Do schre der käyser âne chron:

Her zuo, hin an, her Mageron,

Mit ewerm gesind, won des ist gnuog, 30

Und scheubt die reken in ein chruog!

Des fuoren do die häyden dar

Ze röss und ze füssen alle gar

Und schüssend in die reken her

Mit iren pogenn dik und ser. 35

Des hiet Wolffdyetreich do gesprochen:

Ich wänn mich hab ein fleug gestochen!

Do in der pölczen einer traff.

Des wissten seu nicht, was er sprach.

So chament die ze röss aldo, 40

Die hieten seu gewent also,

Das seu hin zuo und auch hin wider

Sprungend auf und dar zuo nider

So snellechleichen her und dar,

Das sein niemant ward gewar, #54c

E das er der kröl emphant,

Die seu wurffen mit der hand

Behendecleichen in die leut

Und zuchtens an sich pey der heut, 5

Da mit seu tâten schadens vil.

Doch, sam ich euchs kürczen wil,

Her Hildprand nam den schild für sich

Und lieff so in der hayden vich,

Daz der phärt sich muosten legen 10

Eins und sechczig von den schlegen

Und ir herren auch da pey.

Des chament do die andren drey

Und schluogend hin das überig gar

Bis an des fuossvolkes schar. 15

Der was so vil, sam ich es mäyn,

Ye zway tausent wol an äynn,

Die hieten grossen schaden geschaft

An der müden helden macht;

** Won wasser, das pricht durch den stäyn, 20

Ist sein lauff da hin gemäyn.

*** Do drungen her yeso ze hand

Die zieren fiess von Sweyczerland

Und schluogend soleich scharten

Mit iren helmparten, 25

Das der hayden vil gelag.

Paggenzan tet einen schlag,

Das ir sechs und zwaynzig do

Vielen nider sam das stro.

Do was der hayden klayde hert, 30

Secht, das von dem selben gfert

Das leder pochslent ward so fast,

Man hort es uber zehen rast.

Der Leybinger mit seiner furggen

Reussen, hayden und auch Turggen 35

Stach er all in einem stich,

Das seu storczten unter sich.

Des huoben sich der keczer dar

An die weit ein michel schar

Und schussend her zuom andern mal, 40

Das vil mangeu scharfe stral

Den Sweyczern in dem fläysch gelag.

Das tet in we, das was ir schad.

Do lieffend dis mit iren segen

Den hayden auf das veld engegen #54d

Und hubend an ze mäyen do

Der häyden payn, sam häw und stro.

Da mit was es dergangen,

Das uberig floh von dannen 5

Mit irem paner uber mer.

Des habend noch die Sweiczer er.

Secht, do was es vesperzeit,

Dar zuo wisst, das an dem streyt

Yeder do ze fuossen wuot 10

An die knie auf in dem pluot.

Do die reken wissten das,

Das ir täyl der besser was

Und ir veinde so gelegen,

Des namen seu der freunden segen 15

Und zugend fuder von dem plan,

Sam vor Laureyn hiet getan.

Der mäyger auch das selbig sach.

Es tett ym laid und ungemach,

Das Sweyczer hieten mit ir macht 20

Vertriben so die haydenschaft

Und daz velde hielten so.

Des sprach er zuo den seinen do:

Nu wol auf, es ist zeit,

Das wir auch ziehin an den streyt 25

Und lassin ir enkeinen leben,

Das wird ir schäd und kumpt uns eben.

Da mit so richt er seine schar

In einen spicz und macht sich dar.

Die schuczen vor und dar nach er 30

Auf einem esel mit seim sper

Und die spiesser all hin nach.

Zuo iren veinten was in gach

Mit schiessen und mit stechen.

Mit muosten dar zuo brechen 35

Die ze fuossen hintnan so.

Der streyt derkücht sich aber do

Und ward auch schlethleich also hert,

Das ir zuo dem selben gfert

Mer dann siben hundert tod 40

Gelagen da von rechter not.

Des was der Lappenhauser gnuog.

Der Sweyczer sturbend ane fuog,

Swert die hort man chlingen,

Helm und ring zerspringen, 45

Das velte was von pluote nas.

Wer bas mocht, der tett auch bas. #55

Die ritter augten auch ir macht

In irer nüwen ritterschaft,

Bis das seu allesament so

Derstikten in der hicz aldo. 5

** Das geschach nicht ane sach,

Won der weis vil ofte sprach:

Alter part der hat die wicz,

Nüwer palg der hat die hicz.

*** Wes scholt der Strudel warten do? 10

Zuo seinem harsche sprach er so:

** Nu dar, ir herren wol gemäyt,

Gedenkt vil eben an das läyd,

Das die Lappenhauser lös

Mit irem willen also bös 15

Habent uns so oft derzäigt,

Darumb wir schüllen sein beräyt,

Schand ze rechen und auch schaden.

Dar zuo so hört, was ich wil sagen!

Welt ir haben er und gwin, 20

So schölt es legen euwern sin

An früntleich gar ze streyten

Mit schlahen zbayden seyten

Und nicht verzagen dehaynen frist,

Die weil ein äten in euch ist. 25

Und sicherleichen tuot ir das.

Uns gelinget wol und bas

Und beleibent pey dem leben.

Da mit gewinnent wir vil eben

Er und guot und ross und rinder, 30

Daz wir und unsern lieben kinder

Derfräuwet werdent von dem streyt

In ganczem frid vil lange zeit.

Ze lesten, wisst, tuon wir des nicht,

Das uns das widerwärtig gschicht. 35

*** Des furen seu mit schalle dar

Veintleich in die andern schar

Mit schlahen, stechen und auch schiessen.

Was scholt die helde des verdriessen,

** Die so wol mit aygner hand 40

Mothen rechen do ir schand.

*** Hieten Sweyczer schaden getan

Lappenhausern, sünder wan

Das herfulten die vil gäncz

In irem zorn von rechter schancz, 45

Und sünderleichen ze der gschicht

Her Snegg hiet vergessen nicht #55b

Seines fromen vatters tod,

Des schuoff er jamer, angst und not

An den Lappenhausern so.

Sein sper das schluog er unter do 5

Und so veintleich in die schär

Auf einer starchen Russinn dar,

Das ir zwelf von einem stich

Muosten gagen unter sich.

Siben blibend an dem spiess, 10

Die huob er auf der selbig fiess,

Sam die hüner an eim spiss.

Niemant was vor in gewiss,

Er wär eim türsten gnuog gwesen.

Wer scholt do vor in genesen? 15

Des hercz so hiczig was ze streyt,

Har an die gröste sterki leit.

Secht, der verte tett er vil.

Egghart ze dem selben zil

Hiet auch nichcz vergessen das, 20

Wie sein lieber suon vor was

Derschlagen von der veinten râch,

Des was ym auch ze rechen gâch,

Und sünderleichen an den besten.

Er rant vom ersten bis ann lesten. 25

Das was der erst der chünig so,

Der ander was ir herrczog do,

Der drit der graf et cetera,

Die vielend all vor ym alda,

Und do der Ruflinn kayser vand, 30

Das swert das fasst er in die hand

Und gab dem haubtman einen schlag,

Das er do auf der erd gelag.

Des cham do her der fuossen schär

Und saczten in hin wider dar. 35

Dem Egghart stachens seinen mayden,

Das er sich dar von muosste schäiden.

Des cham er auf der wol geporn,

All sein wer hiet er verlorn,

Den rechten fuoss den huob er auf 40

Und stiess des kaysers hengst in pauch,

Das er an der seyten gelag.

Do muosst der herr auch hin ab.

Egghart der was nicht ze träg,

Wie herticleichen es ym läg, 45

Das swert dem Lechspiss zucht er do #55c

Und schluog in auf den grind also,

Das in der lange schlaff gevie,

Der ym auch nimer mer vergie.

Man hiet ym geholffen auf sam e, 5

Da mocht er nicht gesiczen me.

Man hiet den Eggharten zersorten

Umb und umb ze allen orten.

Da hieten seu des glückes nicht,

** Das macht und craft und wicz zerpricht. 10

*** Dar nach cham der seinen dar

Der fromen dyet ein michel schar,

Die ym do hulfend von der nöt,

Die veint auch schluogend in den tod,

Also das mit mangem jagen 15

Des mäygers leyb ward hin getragen

Gen der Lappenhauser gezelt.

Do huob sich leyden in der welt.

Strudel der hiet wiczen gnuog,

Sald und chraft, daz was sein fuog, 20

Er macht sich hin selb dritter dar,

In der härwen veinten schär.

Gen irm paner drang er do

Und begrayff die stang also,

Daz sey auf die erde gie. 25

Sein arm der negel spicz gvie,

Das er do zuo der selben vart

Mit enander bluotend wart.

Des achtet er vil wenig do,

Wan er des seges was so fro. 30

** Lappenhauser vielent nider

Ze geleicher weis sam schaff und wider,

Die noch hierten weder hund

Habend ze der selben stuond,

So die wolfe hungrig gar 35

Chömend in ir bloden schar.

*** Ze gefangen hieten seu sich geben,

Des wolt man kainen lassen leben,

Und warind auch verdorben so.

Des chament Narrenhaymer do 40

Mit äxen und mit pyellen

Und auf die veinde viellen.

Dis hieten besser gelük dann seu

Und schluogend oft ein man in dreu.

Secht, do ward die tayding chrumb, 45

Das glükrad kert sich wider umb,

Und hiet es vor gehulfen ser, #55d

Do schadigot es dristund mer.

Von Lappenhausen Saychinchruog

Ein hercz gewan zuo seinem fuog,

Des cham er auch zuo sinnen drat. 5

Ein vännli hiet er in der wat,

Da was seins dorffes zäychen an

Gemalet, secht, das stiess der man

An ein sper und warff es höch

Auf; do huob sich ein gezöch, 10

Das was vil stark dem paner nach,

Und machten sich hin an vil gach,

Do ir veinten sturmvan was.

Seu drungen fast und schluogend bas,

Bis daz der Fülczan ze hart 15

Mit sampt der stang zerhaket wart.

Do gieng es an hern Strudel do,

Zuo dem grâf Purkhart sprach also:

He, ir gsell, ir gsell, ir gsell,

Ir muosst nu reuschen in die hell. 20

Ir habt so manig mort gestift,

Daz man euchs schol vertragen nit.

** Des antwurt in der werde doch:

Wiss, das ich mich rüre noch

Und pin an meinem herczen warm. 25

Wie mag ich dann ze helle varn?

Der Ring · 第 12 / 13 段