Ain ander, der hiess Blasindäschen,
Ward do greyffend in die täschen.
Die phenning nimpt man gerner,
Sprach er: Se den Perner! 15
Straub der hiet des gelaiches vil
Und gab dem preutgom ze dem zil
Stendelwürczen, chranichper,
Und sprach: Daz pringt man uber mer:
Es wirt dir zuo den nöten guot, 20
Wiss, so man daz dinge tuot.
Fro Läychdenman was gemütes frey
Und schancht der praut der nadeln drey,
Einn wierten und zwo spindlen,
Einn feurzeug und zwo windelen. 25
Sey sprach: Nu müssist gewinnen
Mit nayggen und auch spinnen!
Do gab fro Elsbet Follipruoch
Der praut ein hänfen ermeltuoch
Und sprach: Daz ist ein genameu steur, 30
Won der hanff ist heur ze teur.
Snatereyna räycht ir dar
Einen haspel ruossig gar,
Einen sekel, hentschuch zwen,
Die warend schymlich, sam ir zen. 35
Dannocht ward des dringens vil.
Einer gab einn pesmenstil,
Der ander her einn hafen truog,
Der dritt der bott einn essichchruog,
Der fünft einn korb, der sechst ein sib, 40
Der sibend gab ein uberlid
Ze einem salzvas, daz waz guot,
Der acht verschenchet einen huot,
Den hiet er dreyssich jar getragen,
Dennocht mocht ern kaum verclagen. #34c
Noch so gab man ane zal
Schüsslen, täller, kerczestal,
Gablen, rechen, löffel vil.
Wisst, daz ich euchs kürczen wil. 5
Die weil scholt man getanczet haben,
Do mochten sey die füss nicht tragen
Von hungers not, dar umb vil schier
Machten sich hin auf ir vier,
Die ze tische dienen wolten, 10
Und sprachent, daz seu haben scholten
Die ersten suppen nach ir gwan.
Daz was also schier getân,
** Ze fressen ward dem einn so not,
Daz er vil nahent sich ze tot 15
Verprüget hiet in seinem schlund.
Auf so sprang er do ze stund
Und schluog die schüssel mit der faust,
Daz die supp her aussher taust
Mit sampt dem prot bis auf die erd. 20
Yeder sprach: E ich verderb
Alz gar vor hunger, e wil ich
Es lesen aus dein kât in mich;
Und wär es joch noch bass beschissen,
Dennocht pleybt seyn nicht en bissen. 25
Trun daz geschach, es was in gsmak.
Darnâch yeder nam einn sak
Und strauwt in nider in daz gras.
Secht, wie schon ir tischtuoch was!
Man wuosch es äynest in dem jâr 30
Zu dem minsten, daz ist war.
Chöpf und gleser wâren krüg,
Ze hefen auf gar ungefüg,
Salcz und wädel wärind prâcht,
Hieten seu dar an gedacht, 35
Messern und durch snitten
Der ward da gar vermitten.
Gerstin läyb und häbrin prot
Trugens her, daz was in not,
Ruggins ward auch dar geläyt. 40
Also was der tisch beräyt,
Daz gaben auch ein ende nam.
Da mit so huob sich frauw und man #34d
Hin zum tisch, sam säw zum nuosch,
Kainer do sein hende wuosch,
Dann fro Els und Farindkuo,
Den was gewesen znot hin zuo, 5
Daz seu von eyllen also drât
Warend gevallen in daz kât.
Die muosten do des wassers haben,
Daz ward in yeso dar getragen.
Farindkuo für Elsen sprang 10
(Mich duncht, ym war die weile ze lang)
Und hiess ym yeso wasser geben,
Daz goss der diener ym vil eben
Von höhend auf die ermel sein,
Nicht ins pek enmit hin eyn. 15
Daz haubet er auf reket,
Die payn auch drichcz er streket,
Ir bek was ein sib vil weit,
Daz kauft man zuor hohzeit.
Junchfra Elsen das verdross 20
Und lieff auch zuo hin, da man goss.
Ir ermel wurden geneczet,
Niemant seis dergeczet
Mit einer zwähel, die man scholt,
So einer die hende zwahen wolt, 25
Zwüschem gwand und pek enmitten
Gestreket han nach hofes sitten.
So warent auch der diener negel
Lang und spitzig sam die kegel.
Also gtorst ir kainr dar gesmechen, 30
Ir daumen auf das beki strecken
Zemen gefügt, daz sib auch heben,
Dar umb so muost mans nider legen.
Farindkuo der hiet kain tuoch
Ze trüknen, dar umb er die pruoch 35
Zuo seiner zwähel do gewan,
Die was vil weit und auf getan.
Er lieff da her mit schalle
Und saczt sich uber alle.
Fro Els ir hend so lange twuog, 40
Bis man daz ander gericht her truog.
Woy, wie schier sey daz dersach,
Es tet ir laid und ungemach. #35
Sey hiet kain pruoch, so wolts auch nicht
Das hembd mit wüschen tuon enwicht.
Es was ir zlanch und ane frucht,
Die hend ze winden an dem luft, 5
Und kam gelauffen also nass.
Wie schier sey auf dem ärs gesass!
Die füss warent ir nicht chrumb,
Chrüg und tischtuoch stiess sey umb.
So sau, so sau so, 10
Sprach her Ochsenchroph aldo.
Wiss, dein schimph mir nicht behagt,
Wan er uns in dem magen schadt.
Und hieten seu getrunken bass,
Es wär ze stossen komen das. 15
Also ward es nider geläyt
Und der tisch hin wider bräyt.
Els die hiess in do her tragen
Daz erst gericht, sey wolt es haben.
Des was einr ir diener gar 20
Und pracht in blossen henden dar
Opfel, pieren, nuss und chäs,
Er was gehaissen Spiegelmäs.
Den chäs den legt er für sey do
Also gancz, des was sey fro 25
Und frass in gar mit sampt den rinden.
Was scholt sey an ym furbas schinden?
Die nusse päyss er mit dem zan,
Daz ym daz pluot hin nach da ran,
Die öpfel huob der selbig man 30
Pey dem stil ze beschnayden an
Und die pieren pey dem haubt.
Er ist ein gepaur, der an in gelaubt.
Dar nach gugt er in den chruog
Und sach dar eym, sein was nith gnug. 35
Des nam er do ein scheuchfas swär
Und schütletzs, ob dar in ichcz wär.
Do swanczt der most, daz gefiel ym wol,
Er gôss inn kruog und macht in vol,
Und also vol, verstet mich wie, 40
Daz er uber und uber gie.
Daz was doch alles nicht ze vil #35b
Nach dem und ich euch sagen wil,
Sey wolt den wirt nit schenden
Und fasst den chruog peynn henden,
Mund und nass stiess sey dar in, 5
Also wol smakt ir der wein.
Die weil sie drinn ein rufli vand,
Daz zuchcz her aus mit blosser hand
Und drank so treuleich und so fast,
Bis daz ir des âtens gprast. 10
Wie schier sey des wider kam,
Secht, do huob sey aber an
Ze schilen auf da hin da her,
Nicht anders sam ein wilder per.
Daz haubet liess sey sinchen 15
Und tranch, daz von dem trinken
Die augen ir vergiengen,
Die oren nider hiengen.
Dannocht was der feuchti mer.
Dar nach so wand sey sich vil ser 20
Und näygt ir haubt mit sampt dem chruog
Hinter sich, daz was ir fuog.
Den ruggen läynt sey an den paum
Und schre da her, sam aus dem traum:
We mir, we, es ist gestigen! 25
Der chruog ist truchen und dersigen.
Schench mir in und trag da her
Daz ander gericht, des ich beger!
Spiegelmäys der saumpts nit lanch
Und goss ir eyn daz öpfelgtrank, 30
Vollen chruog nach seinem sin,
Und macht sich nach essen hin.
Er pracht daz gepraten von dem esel,
Daz daucht sey sein ein willprät edel.
Sey zucht enn läyb her an ir prust 35
Und snayt da durch recht sam umb sust
Alweg dar, nur pey der mitten.
Secht, daz wurdent erber snitten,
Die legt sey an einn hauffen stolz
Ze sammen, sam ein peyg mit holcz. 40
Niemant wolt irs messer zuchen,
Daz flaische prach man ir ze stuken.
Daz was ir alles sampt gemäyn. #35c
Sey schlund daz gepröt und nuog die päyn.
Sey nuog und zerret also fast,
Daz ir ein zan ym drüssel prast.
Wes scholten do die hund geniessen? 5
Des nagens ward seu auch verdriessen.
Also tet ir einr einn sprung
Und zucht daz päyn ir aus dem mund.
Doch so âss sey an und an,
Bis sey zuo den andern cham, 10
Die hieten auch irn schimph getriben,
Uncz daz in nichcz nicht was beliben.
Des schreuwens greuleich: Pring uns me!
Wir ässin gerner vil, dann e.
Hiet fro Els gedrunken wol, 15
Ir kainer der mocht werden vol.
Hie mit do was daz chraut beräyt,
Mit spek und greuben uberlait.
Daz truog man her und visch da mit.
Hofleich was der diener sitt. 20
Die schüsslen hieltens an dem pauch,
Die finger laytens auch dar auf,
Ein täyl dar eyn verzettet halb
Und wurfens für recht sam einn kalb.
Man gab daz gras in einem stal 25
In die chripp und uber al.
Des danthen in die herren do.
Des fäyssens chrautes wârens fro.
Lastersak hiet gross begir.
Er sach dar eyn recht sam ein stir. 30
Des hiess er ym ein löffel geben.
Die andern sprachend: Und uns eben!
Des gewunnen etleich löffel do,
Etleich nicht, die taten so:
Seu machtend yre hend ze kellen 35
Und assend sam zerleich sam die gsellen.
Secht, do huob sich söleich mü
Umb daz chraut und in der prü,
Daz daz eyllen und daz jagen
Gsacht es nie pey ewern tagen. 40
Man hiet in einer schüssel gesehen
Hend und löffel mer, dann zehen,
Mit enander varen her
Durch daz chraut recht sam die sper. #35d
Nâch den greuben waz in gach,
Den fuorens mit den ruodern nach.
Des cham der twerg ze einer stund
Und warff des spekes in den mund 5
So eben, secht, daz ym sein part
Mit enander smalczich wart.
Graf Purkhart tet in allen schaden,
Er hiet ein hand mit kraut geladen
Und fuor do her zuo seinem mund. 10
Got den ruoft er an ze stuond,
Daz er behielt daz wetter genäm,
Bis daz daz fuoder eyn chäm.
Wie schier sich Chnocz an ym do rach
Und rumpelt, daz der loffel prach! 15
Des fuor er her mit payden henden
In daz chraut zuo allen enden,
Er fasst der speis ein gaussen vol.
Nu wetter ubel oder wol,
Sprach er zuo der selben stund, 20
Du muost da her in in meinen schlund.
Gery huob die schüsslen auf
Und trank ein starken tranch dar aus.
Sey sprach: Got geb, es müsst derstinken!
Habt irs frass, so wil ichs trinken. 25
Und saczt sey wider nider so,
Daz des ubrigen aldo
Ein michel tail auf sprüczet.
We wie sey do küczet!
Des warend do die andern hie 30
Und sauftens auf, ich wais nit wie,
Daz daz tischtuoch also truken
Beläib do pey von irem supfen.
Aber was des andern was
Es wâr joch laub oder gras, 35
Prosem, rinden oder päyn,
Daz liessens ligen all gemäin.
Er leich sassen auch gepogen
Uber die schüsseln gar gezogen,
Daz die vart dest churczer wär, 40
Won die pürdin warent swär.
Seu hieten auch ein andern sin,
Ob in ichcz emphiel da hin
Von dem löffel und dem drüssel,
Daz daz wider kam in dschüssel, 45
Won die maulr in warend weit
Und offen gar ze aller zeit. #36
Dar umb so taten seu auch daz,
Wan in die finger wurdent nass,
So derswangen seu die hend
Ubers chraut vil gar behend. 5
Daz uberig wuschten seu vil drat
An die stifel und die wat.
Daz muostens tuon umb die geschicht,
Daz hanttuoch hietens vor in nicht.
Des fuorens her ein ander vart; 10
Der ward dann lenger nicht gspart.
Dar zuo in auch äyns geviel,
Wan dem esser ichcz emphiel
Auf die erden ab dem tisch,
Es wär gekauwen oder frisch, 15
Daz scholt man wider auf heben
Und es hin für seu alleu legen,
Es wär dann, daz es gtroffen wär
Auf daz gwand ym an gevär.
Daz mocht er behalten, ane zol 20
Gevielin ym die spängli wol.
Also gieng es in dem saus
In dem smaczgen und dem jaus,
Bis die schüsslen wurden wan
Und sam die gwäschnen schön getan. 25
Hungers was in doch entliben.
Hiettens vor von not geswigen,
Secht, do ward do yeder schreien:
Ich syrt dirs weib mit sampt der gsweigen,
Triefnas, pringst du uns nit schier 30
Wein und mett und dar zuo pier.
Da mit verleust du unser huld.
Daz was do niemant anders schuld,
Dann deren, die da dyenten,
Und in die fresser gienten, 35
Mit den augen gar von verren
Oder vil ze nach den herren.
Ir kainer eben sehen wolt,
Waz der tische haben scholt.
Des hiet der preutgom do wol acht 40
Und wolt derzäygen auch sein macht.
Er nam den einen pey dem part
Und raufft in, daz er schreient wart.
Des chament her die andern drey
Und nament Pertschin auch da pey 45
Und stiessent in, daz er gelag,
Die pruoch die zugens ym do ab, #36b
Seu gussen ym des wassers her
In den ärs und auch enzwer,
Pey den päynen namend in
Und possten seinen hintern hin 5
An eim paum, daz es derknal,
Der stössen tâtens ane zal.
Die andern frawten sich der geschicht
Und hiettens für die pest gericht.
Des kam er wider auf die payn 10
Und sprach: Es wisst wol all gemayn,
Daz ich mich nicht enkond erweren;
Drey sein alweg eines herren.
Also ward nicht mer dar aus.
Aller most, der in dem haus 15
Mocht gesein, den trugens dar,
Den verschancht man yeso gar.
Do trunchens her und suffend,
Daz in die augen truffend.
Pencza Trinkavil der trank 20
Uber aller gesellen danch
Den ersten chruog uncz an den dritten
Und den dritten bis enmitten.
Secht, do ward er cheychent,
Den swayss ans tischtuoch streichent. 25
Er läyt sich auf den tisch gezogen
Mit henden und auch elnpogen.
Da mit so hiet ers uberwunden.
Des tranch auch ze den selben stuonden
Junchfraw Feyna aus eim chruog 30
Also so frent und so gfuog,
Daz sey da der huost an kam.
Daz uberig durch den puosem ran;
Dem lekt sey mit der zungen nach.
Umb die seuri was ir gach. 35
Die andern trunken also fast,
Daz oft ir eim der gürttel prast,
Das doch den weisen nicht geschach.
Die gurten sich des ersten gmach
Und drunkend da pey für sich an, 40
Bis in der gürtel rechte cham.
Dar nach so gieng es an die visch,
Die da warent auf dem tisch.
Seu wolt der Straub chredenczet haben
Des sach er do ein söleichs jagen #36c
Auf dem täller und ein streken,
Das chosten liess er unterwegen
Und grayff hin an zuo einem stuk,
Das was daz gröst zuo seim gelük. 5
Wie schier daz was verswunden so!
Wer scholt se disen stunden do
Des andern gepayten legen für?
Es was nicht zeit, sam ich es spür.
Die diener hietten gsnitten 10
Die visch für seu enmitten.
Do mochten seu gepayten nicht,
Also süss was in daz gericht.
Reuschindhell der tet ein druch
Hin an nach einem haubetstuk, 15
Das was vil schleymig guot umb in.
Des gedacht er in dem sin:
Chiflest du daz haubt, so pist
Sich gar versaumpt ze diser frist.
Last dus dann, so hast chäyn glüst. 20
Und pist her chomen sam umb sust.
Des zoch ers dreystund durch den mund
Und läyt es wider ze der stund
Für sich dannocht also gancz
Und cham ze einer bessern schancz. 25
Ein mittelstüch derwüscht er do,
Daz was vil drât verschlunden so,
Die weil der snelle Varindwand
Daz haubtstüch zucht mit seiner hand.
Er wand, er gfiel seim pruder nicht. 30
Wie schier ers hiet hin eyn verschlicht,
Des chond er doch vil wench geniessen,
Die grät ym seinen hals abstiessend.
Dar zuo sprach do Galgenswanch:
Zarter got, hab ymer danch! 35
Also fuor do Varindwand
Da hin gen Schläuraffenland
Mit seiner sel, daz was ir fuog.
Den leib man in den Neker truog.
Was scholt den gesellen schaden das? 40
Mich dunkt, seu ässind nür dest bas.
Won die gnuog in essen wellen,
Die hütin sich vor vil gesellen;
Der aber vechten wil mit häyl,
Der hab der freunt ein michel täyl. #36d
Dar an gedacht auch Uocz vom hag,
Er wolt eim fresser legen ab
Und sprach: Her Guggoch ist ein man,
Der selber lieder tichten chan 5
Von Dyetreychem dem Perner,
Den hörten wir vil gerner,
Dann daz wir also sassin,
Die totin fisch da assin.
Des daucht sich Guggach do gemäyt, 10
Er huob seyn tädinch an und säyt:
Es sâssen held in einem sal,
Die âssen wunder uber al
Et cetera bis an ein end.
Die weil die loser warend behend 15
Und assen auf die viscbe gar,
E sein der singer ward gewar.
Do nu daz lied ein end gewan,
Guggoch der wolt heben an
Ze essen nâch seinr zuoversicht, 20
Do sach er umb, da vand er nicht,
Des nikket er sich in dem grind,
Er schre vil laut: Ich pins ein kind
Und du, Uocz, ein rechter wicht.
Daz prüft man wol ze diser gschicht. 25
Was er vor mit singen fro,
Des traurt er so mit wainen do;
Daz was der andern aller schimph.
Triefnas sach den ungelimph
An essen und an trinken, 30
Daz haubet ward ym sinken,
Die zerung bswaret in vil ser,
Und gedacht ym an die ler;
Chlaineu hochzeit schol er haben,
Der sich hüten wil vor schaden. 35
Dar umb so was sein fröd zerstört,
Des hiet er ärczney auch gehört,
Und gie da hin vil maysterleich.
Hört, ir herren, ärm und reich,
Ruofft er ze der selben stund, 40
Daz essen ist euch nicht gar gsunt,
So tuot euch auch daz trinchen we.
Dar umb stet auf und esst nit me!
Des sneuczt her Chnocz sein nasen gros #37
Durch sein hende also bloss
Und warfs dem preutgom unter daugen.
Nu lek du das, so wil ichs gelauben,
Sprach er zuo dem Pertschin do. 5
Des waren do die andern fro
Und sprachen zuo dem preutgom:
Uns dunkt, du redist aus dem traum.
Trag her würst mit sampt dem bachen,
Wellist du uns gsunde machen, 10
Oder wir gend wider häym
Und essin sam uns ist gezam.
Wilt du uns derhungern hie,
Du pist ein chnecht, du waist nit wie.
Äin rechter arczet daz gelaubt; 15
Auf vollem pauch stet fröleychs haubt.
Des sprach so Arnolt sunderbar:
Dein red war guot und gänczleich war,
Tätist sey auf meinem tisch.
Gib uns etwas auf die visch! 20
Pertschi sprach: Es ist gesorten
Umb und umb ze allen orten.
Er fullt ein schalen von der nuss
Mit most, daz was ein erleich guss.
Rochunsauber, trag den wein, 25
Sprach er zuo den knechten sein,
Und sprich, daz er vier äyger prât.
Verderben daz wil haben rat.
Sich, daz was so schier getan!
Die weil die herren huobend an, 30
Ze schreygen: Trag uns her den wein!
Die vische wellent gswemmet sein.
Des hieten seu do keinen danch.
Piermost und daz öpfelgtranch
Und daz schlechenwasser gar 35
Waren vor vergeben dar.
Doch pracht man in einn eimer vol
Der sauren milch, die trunkens wol.
Rüfli ze der selben stund
Saczt den eymer an den mund 40
Und chert sich gen der wand von in.
Daz stuond ym wol nach seinem sin.
Er tranch ym ein so lengi vart,
Daz es die praut verdriessen ward,
Und huob in an ze straffen. #37b
Sey sprach: Du pist enschlaffen
In dem vas nach meinen dunken
Oder in der milch dertrunken.
Des ward do Rüfel lachen: 5
Was hiet die milch ze schaffen?
Sey fuor ym in daz hirn hin auf
Und ran ym zuo der nasen aus
Wider in den chübel so,
Er pot den andern ze trinken do. 10
Der chübel der gie umb und umb.
Lärenchopf der macht es chrumb,
Der ym nicht gnuog der milche vand
Und warff den chubel an die wand.
Da mit die äyger warent bräyt 15
Und fur die gesellen all gelayt.
Erst do was das zeit do chomen,
Daz man da chrepfen scholt ze fromen.
Des ward auch trauwen nicht vermitten,
Seu tâten nach irem alten sitten 20
Und drungen nach den äygern her
Nicht anders, sam die wilden per,
Mit henden und mit füssen,
Des chond in niemant gpüssen.
Der erst der was der peste, 25
Der ergest und der leste.
Chrimbolten dem ward ein äy,
Scheubinsak gewan ir zway
Chnocz und Troll die hieten gfangen
Daz vierd, des was der tayl dergangen, 30
Gralf Purkhart mit dem uberpain
Sprach: Der schimph ist uns nit gmäyn,
Mir und meinen gesellen hie.
Die pösten tayler daz sind die,
Die einen lassend trunchen werden 35
Und den andern durstes sterben.
Da mit gräyff er hin gestrak
Und zucht ein äy dem Scheubinsak
So vestechleich und ungetan,
Daz ym daz wäych durch hende ran, 40
Die finger stiess er in den mund
Und schlickts es ab, daz waz ym gsund.
Do sprach Jänsel: Gib mir auch!
Sweig, sprach dirr, du pist ein gauch.
Die negel lang an seinem taumen #37c
Hulfend ym daz äy ze raumen.
Scheubinsak daz ander hielt.
Wie schier ers von einander spielt
Und fuor her mit einr grossen snitten 5
Durch und durch daz äy enmitten.
Des muost das totter rinnen hin
Mit sampt dem clar ân allen gwin,
Wan es die kaczen begriffend
Ir zungen damit schliffend. 10
Es ist verclayt, sprach do der man;
Dem daz gelük nicht guotes gan,
Der muoss verliessen uber nacht
Künges hort und käysers macht.
Des nam do Chriembolt eben war 15
Und fasst daz äy so gancz und gar.
Er warff es yeso in den mund
Und schlikt es eyn in einer stund,
Des wär er gstorben an der zeit.
Do was ym der schlund so weit, 20
Daz das äy ym durch den kragen
Gänczleich fuor bis in den magen.
Des sprach er: Hie wie guot, wie guot!
Nu ist mein täyl vor euch behuot.
Chnocz und Troll die waren gesellen, 25
Niemant gtorst sich gen in stellen.
Des trosten seu sich sunder wol,
Dar zuo so warens sinnen vol.
Daz ay seu vassten bäyd geleich
Und tatens auf vil rüwentcleich, 30
Seu assen hofeleichen gar,
Die snitten stiessens gemächlich dar
Und naczten seu enwench da vor,
Daz wurffens in des mundes tor.
Die snitten schlunden seu nicht gar, 35
Daz überig stiessens wider dar
Und fuoren zgleycher weis, sam vor,
Umb hin ze des schlundes tor.
Yeder daz so lange träyb,
Daz auf dem tisch kain brot beläyb. 40
Die andern all die sahent zuo
Recht sam die wolf gen ainer kuo.
Dennocht was des äys ein täyl,
Daz hieltens vast, es was nicht väyl.
Nâch zwayn läyben was in we. #37d
Do vand man in dem haus nit me.
Was scholten do die armen haben?
Trun daz kan ich euch nit sagen.
Do schülten seu den wirte do. 5
Daz äy den dienern gabens so,
Daz seu dar an gedächtin
Und in ze trinken prächten.
Do mochtens nicht der milch gehaben.
Des muost man an des wassers tragen. 10
Erst schanktens her mit eren,
Die wirtschaft ward sich meren,
Won der turst neu stätes sart,
Secht, bis an die selben vart.
Man gab ins ungemessen dar, 15
Das macht seu vol und läydes bar.
Also huob do yeder man
Ze singen und ze sagen an,
Und was der herr hiet an gehaben,
Es wär von singen oder sagen, 20
Daz chond der chnecht mit züchten storren.
Niemant wolt den andern hörren,
Yeder wolt verhoret sein
Und schre: Vernement die rede mein!
So lange wert der unfuog, 25
Bis daz man in daz leste truog,
Daz warent kerssen, weinper,
Feygen, kriechen und nicht mer.
Hieten sey daz erst gericht
Sauberleichen auf gezücht, 30
Das leste ward zuo der geschicht
Vil mächticleicher gar verschlucht.
Doch so tet die praut ir recht
Und frâss nicht schlindent sam die knecht.
Sey bäiss ab einer kerssen mer, 35
Dann siben stund, daz was ein er.
Do sach Pertschi Trieffnas,
Daz kain salcz vor inen was;
Des pracht er in den geren vol
Und sprach: Daz ghört zun kriechen wol. 40
In den selben stunden
Ein flo die was gesprungen
Fro Hudeln zwüschen yreu payn
Und päiss sey, daz sey dar zuo gräyn.
Des wolt sey sich do puken, 45
Die floh ze tot ertruken. #38
Secht, do ward ir dhaut ze kurcz,
Ir geschach nicht recht, sey liess einn furcz;
Der schanden wolt sey sich dergeczen
Und ward sich mit den füssen kreczen, 5
Dar umb, daz man scholt glauben han,
Die füsse hietens alcz getan.
Des was Henricze ir ze schluog
Und sprach: Daz ist nicht enes fuog.
Ich sing dir eins vil wol geticht: 10
Creczen geleycht sich ferczen nicht.
Hüdeln tett der spot vil we
Und liess einn grossen furcz, sam e,
Und dar nach drey, der waren vier.
Sey schre hin ze dem schreyber schier: 15
Set hin, ir vercleiter knecht,
Clinglent aver die icht recht?
Damit so was der schreyber bezalt,
Graf Purkhart doch des gsmaks engalt
Oder leycht sein äy was faul. 20
Die speis die schluog ym zuo dem maul.
Des muost er speiben ze der vart
Auf den tisch durch seinen part.
Do hiet der alt her Gumpost
Getrunchen wasser, milch und most, 25
Daz sich der pauch ward pläygend ser,
Wütend, plodrent, sam daz mer.
Die vische wurden swimmend
Und in so harte grimmend,
Das er von dem tisch muost sten. 30
Er sprach: Ich wil gen smeyssen gen,
Ich chum her wider, päytend hie!
Die andern auf ich wayss nicht wie
Und leuffen all dem Gumpost nach,
Ze säychen waz in also gâch. 35
Dennocht playb fro Laychdenman,
Sey hiet es unter sich getan
In daz phäyt, daz ward ir nass,
Won sey dez swams do häym vergass;
Des macht sey sich doch auf die päyn 40
Und wolt nicht siczen da alläyn.
Da nu die herren chament wider,
Sey hieten sich geseczet nider.
Do was daz tischtuoch auf gehaben,
Daz konden seu do nie verclagen. #38b
Wârens gesessen an den segen,
Wenn wolten seu dann danke geben?
Die diener wuoschend do ir hend,
Da mit so nam der tisch ein end. 5
*** Secht, do was nu tanczens zeit!
In der wisen, die was weyt,
Gunterfay, sich huob ein geschray,
Nym hin ein äy und pheiff zwäy!
Der spilman was des weines vol, 10
** Des emphand er an ym wol,
Doch gedacht er in dem sin:
Ob ich joch nu gar trunken pin,
So sein seu trauwen auch nich lär.
Dar umb ist es mir nicht swär 15
Ze pfeyffen hin ein narrenvart,
Won seu verstend es auch einn sart.
*** Da mit und er sein bek derschal,
Das es io in dem perg derhal.
Ofenstek do fürher sprang 20
Und nam fro Juczen an die hand.
Er tanczt da hin, sey vegt ym nach,
Die andern auf und an vil gach.
Daz gzöder michel ward und lang.
** Ieder sunderleichen sprang 25
Auf und nider in dem traum,
Sam die äpfel von dem paum.
Gunterfay der schluog und schluog
So lange weil und ane fuog,
*** Des was do Ofenstek ze fäyss 30
Und hiet geswanczt, daz ym der swäiss
Durch seinen diken schoppen ran.
Des ward er auch so müd der man,
Daz er nicht furbas mocht gesten;
Des muost er ab dem tancze gen. 35
Er legt sich in daz gras und sprach:
Gott geb ym alles ungemach,
Die dich pfeiffen geleret ie,
So we ist mir geschehen hie.
Schabenloch den haber truog, 40
Den liess er sten und was so chluog,
Daz er die ersten begraiff aldo
Und sprach: Vil höh mit ir hyo!
Do was der rek ze mager gar,
Die pruoch ze weit, des ward er gwar, 45
Dar nach und sey ym was gevallen #38c
Für die chnie vor inen allen.
Des muost er strauchen in daz gras,
Jücz auf in, sam billeich was,
Chuoncz auf Juczen, Els hin nach, 5
Ze vallen was in also gach.
In den sachen es geschach,
Daz Els den iren spiegel brach,
Ein stuk daz gieng ir in die haut,
Daz tet ir we, sey schrey vil laut: 10
Hör auf, fayger Gunterfay,
Won mein spiegel ist enzway.
Der spilman geswäig, der Gumpost schre:
Got geb ym läid und alles we,
Der an dem spiegel schuldig sey! 15
Hie verstuond man vil wol pey,
Wer den spiegel kauffet hiet
Und wen er mit dem fluoch erryet;
Des lachet man, es was nicht zeit,
Daz sich derheben scholt ein streyt. 20
Des ward nu von dem tancz gelassen,
Die man von müdi nider sassen,